AdGuard VPN im Test 2026: das VPN mit eingebautem Werbeblocker – Funktionen, Gratis-Tarif und ehrliche Grenzen
Bild: KI-generiert
Geschrieben von Michael Radtke · Zuletzt aktualisiert: 13. August 2026
VPN & Werbeblocker

AdGuard VPN im Test 2026: das VPN mit eingebautem Werbeblocker – Funktionen, Gratis-Tarif und ehrliche Grenzen

AdGuard kennen die meisten von seinem Werbeblocker – und genau diese Herkunft macht das VPN besonders. Statt nur deine IP zu verbergen, filtert AdGuard über sein DNS auch Werbung und Tracker heraus. Klingt nach dem idealen Zwei-in-eins? Teilweise ja – aber es gibt Punkte, die man ehrlich benennen muss, bevor man sich entscheidet. Hier liest du, was AdGuard VPN wirklich kann, wie es sich vom AdGuard-Werbeblocker unterscheidet, was der Gratis-Tarif taugt und wo die Grenzen liegen.

Das Problem, um das es eigentlich geht

Wer im Netz unterwegs ist, kämpft an zwei Fronten gleichzeitig. Die eine ist sichtbar: Werbebanner, Videounterbrechungen, Cookie-Fenster. Die andere bleibt unsichtbar – Tracker, die über Dutzende Websites hinweg ein Profil aus deinen Interessen, deinem Standort und deinem Verhalten zusammensetzen. Beides zusammen kostet Ladezeit, Datenvolumen und Privatsphäre.

Die übliche Antwort lautet: ein Werbeblocker gegen das Sichtbare, ein VPN gegen das Unsichtbare. Zwei Programme, zwei Abos, zwei Einstellungsmenüs – und beim Werbeblocker meist nur im Browser wirksam, während Apps auf dem Telefon ungefiltert weiterfunken. Genau an dieser Stelle setzt AdGuard VPN an: Es kombiniert beides in einem Dienst und filtert dabei geräteweit statt nur im Browser.

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  • 🇨🇾 Sitz Zypern (EU, außerhalb 14-Eyes)
  • 🚫 Werbe- & Tracker-Blocker (AdGuard DNS)
  • 🥷 Stealth-Protokoll (Obfuscation)
  • 🆕 Gratis-Tarif mit 3 GB pro Monat
  • 🎥 Streaming-tauglich

Was ist AdGuard VPN?

AdGuard VPN ist das VPN-Angebot der Adguard Software Limited mit Sitz im zyprischen Limassol – einem EU-Land außerhalb der 5-, 9- und 14-Eyes-Allianzen und an die DSGVO gebunden. Bekannt wurde das Unternehmen mit seinem Werbeblocker und dem DNS-Dienst AdGuard DNS; das VPN kam 2021 dazu und fügt sich in ein ganzes Datenschutz-Ökosystem ein. Der Clou: In der App lässt sich ein filternder DNS-Server wie AdGuard DNS auswählen, der Werbe-, Tracking- und bekannte Schad-Domains blockiert, bevor die Verbindung überhaupt zustande kommt – das geht auch im Gratis-Tarif. Eine Premium-Lizenz enthält zusätzlich AdGuard DNS Personal als eigenständige Leistung; das ist etwas anderes als das bloße Auswählen eines DNS-Servers in der VPN-App. Damit ist AdGuard VPN weniger ein reines IP-Verberge-Tool als vielmehr eine Kombination aus Verschlüsselung und Werbefreiheit.

AdGuard, AdGuard VPN und AdGuard DNS: was ist was?

Diese Frage stellt sich fast jeder, der zum ersten Mal nach AdGuard sucht – denn hinter dem Namen stecken mehrere getrennte Produkte, die sich ergänzen, aber unterschiedliche Aufgaben haben. Wer nach einem AdGuard-Test sucht, meint mal das eine und mal das andere. Die Unterscheidung lohnt, bevor du dich für ein Abo entscheidest.

ProduktAufgabeWirkt wo?
AdGuard WerbeblockerBlockiert Werbung, Pop-ups und Tracker direkt auf dem Gerät, filtert auch innerhalb von AppsAuf dem jeweiligen Gerät, systemweit
AdGuard Browser-ErweiterungDie schlankere Variante nur für den BrowserNur im jeweiligen Browser
AdGuard DNSFiltert Werbe- und Trackerdomains, bevor die Verbindung überhaupt zustande kommtAuf DNS-Ebene, für alle Programme des Geräts
AdGuard VPNVerschlüsselt die Verbindung, verbirgt die IP-Adresse – und lässt dich einen filternden DNS-Server auswählenFür den gesamten Datenverkehr des Geräts

Kurz gesagt: Der Werbeblocker arbeitet an den Inhalten, das VPN an der Verbindung. Wer nur Werbung loswerden will, braucht kein VPN. Wer im offenen WLAN sicher sein will, braucht kein Content-Blocking. Und wer beides möchte, bekommt es bei AdGuard VPN aus einer Hand – über die DNS-Auswahl in der App, die auch im kostenlosen Tarif zur Verfügung steht.

Brauche ich beides – Werbeblocker und VPN?

Das hängt davon ab, wie gründlich du filtern willst. Die DNS-Filterung im VPN – über die wählbaren DNS-Server auch im kostenlosen Tarif nutzbar – blockt sehr viel, aber sie arbeitet auf Domainebene: Was von einer bekannten Werbedomain kommt, wird gestoppt. Werbung, die vom selben Server wie der Inhalt ausgeliefert wird, erreicht dich weiterhin. Der vollwertige Werbeblocker greift dagegen im Seiteninhalt selbst und entfernt auch solche Elemente sowie Cookie-Banner.

Für die meisten reicht die DNS-Variante im Alltag völlig. Wer maximale Werbefreiheit will, kombiniert beides – dann arbeitet der Blocker auf dem Gerät und das VPN an der Leitung.

Die wichtigsten Funktionen im Überblick

Werbe- & Tracker-Blocker

Über einen filternden DNS-Server wie AdGuard DNS werden Werbung und Tracker herausgefiltert – auch im Gratis-Tarif. Sauberes, schnelleres Surfen inklusive.

Eigenes Stealth-Protokoll

Das AdGuard-VPN-Protokoll tarnt deinen Datenverkehr als normales HTTPS – nützlich in restriktiven Netzen wie Schule, Büro oder auf Reisen.

Kill Switch & Split-Tunneling

Bricht die Verbindung ab, wird der Verkehr gestoppt. Per Split-Tunneling entscheidest du, welche Apps und Seiten durch den Tunnel laufen.

Streaming & Tempo

Entsperrt zuverlässig Netflix, Disney+, Prime & Co. und liefert auf nahen Servern überraschend flotte Geschwindigkeiten.

Gratis-Tarif zum Testen

Die kostenlose Version bietet monatlich Datenvolumen für einen ersten Eindruck – ideal, um das Tool risikofrei auszuprobieren.

Auto-WLAN-Schutz

Verbindet sich in unsicheren Netzen automatisch, dazu Leckschutz (IPv6/WebRTC) und AES-256-Verschlüsselung.

Der Unterschied: Werbung und Tracker gleich mit weg

Genau hier spielt AdGuard seine über zehnjährige Erfahrung im Content-Blocking aus. Während ein klassisches VPN nur deine IP verbirgt und den Verkehr verschlüsselt, filtert AdGuard über sein DNS zusätzlich Werbung, Tracker und teils schädliche Domains heraus – geräteweit, nicht nur im Browser. Das sorgt nicht nur für ein aufgeräumteres Surferlebnis, sondern reduziert auch die Datenspuren, die du im Netz hinterlässt. Für alle, die ohnehin schon im AdGuard-Ökosystem unterwegs sind, ist das VPN eine naheliegende Ergänzung mit wenig Einrichtungsaufwand.

Was das Stealth-Protokoll wirklich bringt

Viele Netzwerke sperren VPN-Verbindungen aktiv: Hotel-WLAN, Firmennetz, Schulnetz, manche Mobilfunkanbieter im Ausland. Möglich ist das, weil sich die gängigen VPN-Protokolle am Datenmuster erkennen lassen – ein Filter sieht zwar nicht den Inhalt, aber sehr wohl, dass hier ein VPN spricht, und blockt die Verbindung.

Das AdGuard-Protokoll umgeht das, indem es den Verkehr wie gewöhnliches HTTPS aussehen lässt, also wie jeden anderen Aufruf einer verschlüsselten Website. Anfang 2026 hat AdGuard dieses Protokoll unter dem Namen TrustTunnel quelloffen gemacht – Fachleute können den Code also einsehen. Praktisch heißt das: Wo andere VPNs gar nicht erst durchkommen, funktioniert AdGuard oft noch. Der Preis dafür ist, dass es sich um eine Eigenentwicklung handelt und nicht um einen breit geprüften Industriestandard wie WireGuard oder OpenVPN – beide unterstützt AdGuard VPN nicht.

Wie steht es um Sicherheit und Transparenz?

Hier gehört die ehrliche Einordnung dazu. Positiv: Das Unternehmen sitzt in der EU, hat sein Obfuscation-Protokoll Anfang 2026 als TrustTunnel quelloffen gemacht und ist bei seinen Richtlinien vergleichsweise transparent. Es gibt aber drei Punkte, die du kennen solltest.

1. Kein unabhängiges Audit: Anders als etwa Proton VPN oder Mullvad hat AdGuard VPN seine No-Log-Aussage bislang nicht extern prüfen lassen. Bis das geschieht, ist „wir speichern nichts“ ein Versprechen, kein Nachweis. 2. Nur ein eigenes Protokoll: AdGuard setzt ausschließlich auf sein eigenes Protokoll TrustTunnel; WireGuard und OpenVPN werden nicht unterstützt. Die Apps selbst sind Closed Source. 3. Herkunft: Das Unternehmen wurde 2009 in Moskau gegründet und verlegte seinen Sitz 2017 nach Zypern – Teile des Teams sollen weiterhin in Russland sitzen. Ein legitimer Prüfpunkt, kein belegter Vorfall.

Zur Vollständigkeit: AdGuard speichert laut eigener Richtlinie keine Aktivitätsprotokolle, wohl aber das übertragene Datenvolumen (zur Limit-Kontrolle) sowie Kontodaten – in einem eigenen Rechenzentrum in Frankfurt. Wer ein extern auditiertes No-Log-VPN als Priorität hat, sollte die Alternativen weiter unten vergleichen.

Was ein Audit überhaupt bedeutet

Ein unabhängiges Audit heißt, dass eine externe Prüfgesellschaft Serverkonfiguration, Protokollierung und Abläufe einsieht und schriftlich bestätigt, dass tatsächlich nicht gespeichert wird, was nicht gespeichert werden soll. Ohne diesen Schritt bleibt die No-Log-Aussage eine Selbstauskunft – sie kann stimmen, ist aber nicht überprüft.

Wie viel dir das wert ist, hängt vom Anwendungsfall ab. Für das Absichern im Hotel-WLAN und das Wegfiltern von Werbung spielt ein Audit praktisch keine Rolle. Wer dagegen aus beruflichen oder journalistischen Gründen auf nachweisbare Protokollfreiheit angewiesen ist, sollte einen geprüften Anbieter wählen.

Post-Quanten-Kryptographie: standardmäßig aus

Ein Punkt, den 2026 kaum ein Wettbewerber bietet: AdGuard VPN unterstützt inzwischen in allen Apps eine zusätzliche Post-Quanten-Absicherung beim Schlüsselaustausch. Der Gedanke dahinter: Heute mitgeschnittener verschlüsselter Datenverkehr könnte später, wenn leistungsfähige Quantencomputer verfügbar sind, nachträglich entschlüsselt werden. Ein quantensicherer Schlüsselaustausch soll genau das verhindern.

Wichtig zu wissen: Die Funktion ist standardmäßig ausgeschaltet und muss in den erweiterten Einstellungen der App aktiviert werden. Der Verbindungsaufbau dauert dadurch minimal länger, weil zwei Schlüssel statt einem ausgetauscht werden – im Alltag ist das kaum spürbar. Wer die Funktion nutzen will, sollte nach der Installation kurz in die Einstellungen schauen, sonst bleibt sie ungenutzt.

Gratis oder Premium?

AdGuard VPN kostenlos: 3 GB, 2 Geräte und 4 Standorte

Der kostenlose Tarif ist zeitlich unbegrenzt nutzbar und bringt nach Anbieterangaben 3 GB Datenvolumen pro Monat, Zugang zu 4 Serverstandorten und die Nutzung auf 2 Geräten gleichzeitig. Ist das Monatsvolumen aufgebraucht, wird die Geschwindigkeit gedrosselt. Streaming-Server stehen im Gratis-Tarif nicht zur Verfügung. Die Auswahl eines filternden DNS-Servers ist dagegen auch hier möglich.

Im Bezahltarif fallen diese Grenzen: unbegrenztes Volumen, alle Standorte und 10 Geräte gleichzeitig. Auch die Einrichtung auf dem Router und auf Apple TV setzt ein Abo voraus. Die genauen Angaben stehen beim Anbieter und können sich ändern.

MerkmalGratisPremium
Datenvolumen3 GB pro Monatunbegrenzt
Serverstandorte4über 70 weltweit
Geräte gleichzeitig210
Geschwindigkeitgedrosselt, sobald das Volumen aufgebraucht istkein Tariflimit
Router und Apple TVnicht möglichmöglich
Filternder DNS-Server wählbarjaja, zusätzlich AdGuard DNS Personal
StreamingStreaming-Server nicht verfügbarnutzbar
Geld-zurück-Garantie30 Tage (Langzeit-Tarife)

AdGuard VPN ist ein Freemium-Dienst mit Monats-, Jahres- und Zwei-Jahres-Tarif. Ein Hinweis zur Ehrlichkeit: Die hohen „Rabatte“ auf den Langzeit-Tarifen sind Dauerangebote gegen einen aufgeblähten Listenpreis, keine echten zeitlich begrenzten Deals. Die aktuellen Preise findest du beim Anbieter; Monatsabos sind meist nicht erstattbar, die Langzeit-Tarife haben 30 Tage Geld-zurück-Garantie.

Praktisch heißt das: Der Gratis-Tarif taugt zum Ausprobieren und für gelegentliche Nutzung im fremden WLAN, nicht für Streaming oder Dauerbetrieb – dafür sind 3 GB im Monat zu knapp, und die Streaming-Server bleiben ohnehin dem Abo vorbehalten. Wer sich für ein Langzeit-Abo entscheidet, sollte die dreißig Tage bewusst nutzen und in dieser Zeit alles durchprobieren, was ihm wichtig ist.

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AdGuard VPN einrichten: so gehst du vor

  1. Konto anlegen und App laden. Zum Download stehen Anwendungen für Windows, macOS, Android, iOS und Linux bereit, dazu Browser-Erweiterungen für Chrome, Firefox, Edge und Opera. Wer AdGuard VPN auf dem Router installieren will, deckt damit alle Geräte im Heimnetz ab – das setzt allerdings ein Abo voraus. Beginne mit dem Gerät, das du am häufigsten nutzt.
  2. Erst gratis prüfen. Melde dich mit dem kostenlosen Tarif an und teste, ob Verbindung, Tempo und die Dienste funktionieren, die dir wichtig sind. Erst danach über ein Abo entscheiden.
  3. Kill Switch aktivieren. Damit wird der Datenverkehr gestoppt, falls die VPN-Verbindung abreißt – sonst surfst du unbemerkt ungeschützt weiter.
  4. Auto-Schutz für fremde WLANs einschalten. Das Telefon verbindet sich dann selbstständig, sobald es in einem unbekannten Netz landet. Genau dort brauchst du den Schutz am dringendsten.
  5. Split-Tunneling einrichten. Banking-Apps und lokale Dienste laufen oft besser ohne Tunnel. Lege fest, was hindurch soll und was nicht.
  6. Auf Lecks prüfen. Ruf nach dem Verbinden eine der üblichen Testseiten auf und sieh nach, ob deine echte IP-Adresse verborgen bleibt.

Was AdGuard VPN nicht leistet

Ein VPN wird gern als Rundumschutz verkauft. Das ist es nicht, und diese Grenzen gelten für jeden Anbieter.

Es macht dich nicht anonym. Wer bei Google, Amazon oder in sozialen Netzen angemeldet ist, wird über das Konto erkannt – unabhängig von der IP-Adresse. Ein VPN verbirgt die Leitung, nicht die Anmeldung.

Es ersetzt keinen Virenschutz. Verschlüsselung schützt die Übertragung. Was du herunterlädst und ausführst, prüft ein VPN nicht.

Es schützt nicht vor Phishing. Wer seine Zugangsdaten auf einer gefälschten Seite eingibt, tut das über den Tunnel genauso wie ohne.

Es hebt keine Rechtslage auf. Nutzungsbedingungen von Streamingdiensten und geltendes Recht gelten weiter, auch wenn technisch mehr möglich wird.

AdGuard VPN im Vergleich mit anderen Anbietern

Die spannende Frage ist nicht, ob AdGuard gut ist, sondern für wen es die richtige Wahl ist. Die folgende Einordnung zeigt, wo andere Anbieter Stärken haben, die AdGuard fehlen – und umgekehrt.

AnbieterBesondere StärkePasst, wenn du …
AdGuard VPNWerbe- und Trackerfilter über AdGuard DNS, Stealth-ProtokollWerbefreiheit und VPN aus einer Hand willst
hide.meExtern auditierte No-Log-Aussage, starker Gratis-Tarifeine geprüfte Protokollfreiheit brauchst
PureVPNFortlaufendes Audit, sehr großes Servernetzviele Standorte und laufende Prüfung willst
CyberGhostAuf Streaming ausgelegte Spezialservervor allem Mediatheken und Streaming nutzt
SurfsharkVPN im Bündel mit Virenschutz und Datenleck-Alarmein Komplettpaket statt Einzeltools suchst

Die ausführlichen Einzeltests zu diesen Anbietern sind weiter unten verlinkt. Kurz zusammengefasst: AdGuard gewinnt beim Filtern und in gesperrten Netzen, verliert beim Thema Prüfbarkeit und Protokollauswahl.

Für wen lohnt sich AdGuard VPN?

Am besten passt es zu Nutzern, die ein unkompliziertes VPN mit eingebautem Werbe- und Tracker-Blocker suchen – besonders, wenn sie ohnehin schon AdGuard-Produkte einsetzen. Auch als Einstieg über den Gratis-Tarif und für Streaming ist es eine solide Wahl. Wer dagegen ein extern auditiertes No-Log-VPN, WireGuard, RAM-only-Server oder ein riesiges Servernetz braucht, ist bei spezialisierten Anbietern besser aufgehoben.

Stärken und Grenzen – ehrlich eingeordnet

👍 Das spricht dafür

  • Werbe- & Tracker-Blocker via AdGuard DNS – fast einzigartig
  • Stealth-Protokoll (Obfuscation) auf allen Servern
  • EU-Sitz (Zypern), Protokoll quelloffen (TrustTunnel)
  • Guter Gratis-Tarif, streaming-tauglich, faire Preise
  • 30 Tage Geld-zurück auf Langzeit-Tarifen

⚠️ Das solltest du wissen

  • Kein unabhängiges Audit der No-Log-Aussage
  • Nur das eigene Protokoll TrustTunnel, kein WireGuard, kein OpenVPN
  • Kleines Servernetz, keine RAM-only-Server
  • Speichert Metadaten (Datenvolumen, Kontodaten)
  • Herkunft aus Russland als Prüfpunkt, kein Live-Chat

So sieht dein Alltag mit AdGuard VPN aus

Stell dir vor, wie es sich anfühlt, wenn es läuft. Du öffnest im Café das WLAN, und das Telefon verbindet sich von allein durch den Tunnel, ohne dass du daran denken musst. Nachrichtenseiten laden schneller, weil die halbe Werbelast gar nicht erst ankommt. Die Kostenlos-App auf dem Handy zeigt weniger Anzeigen, weil die Filterung nicht am Browser haltmacht.

Im Hotel funktioniert die Verbindung auch dort, wo andere VPNs stumm bleiben – das Stealth-Protokoll sieht für das Netz wie normales Surfen aus. Und die Werbenetzwerke, die dich sonst über Wochen quer durchs Netz verfolgen, verlieren einen guten Teil ihrer Datenpunkte. Nichts davon verlangt tägliche Pflege: einmal einrichten, dann läuft es mit.

Passend dazu – VPN, Werbung & Privatsphäre

AdGuard – auch gesucht als

Rund um AdGuard tauchen in der Suche viele Varianten auf, die mal den Werbeblocker, mal das VPN meinen. Die Übersicht zeigt, welche Begriffe zu welchem Produkt gehören.

Rund um AdGuard VPN
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Häufige Fragen zu AdGuard VPN

Was macht AdGuard VPN besonders?

AdGuard VPN kombiniert ein klassisches VPN mit einem Werbe- und Tracker-Blocker über AdGuard DNS – das können die wenigsten VPNs. Dazu kommt ein eigenes Stealth-Protokoll, das den Datenverkehr als normales HTTPS tarnt und so auch in restriktiven Netzen funktioniert.

Was ist der Unterschied zwischen AdGuard und AdGuard VPN?

Der AdGuard-Werbeblocker arbeitet an den Inhalten und entfernt Werbung, Pop-ups und Cookie-Banner direkt auf dem Gerät. AdGuard VPN arbeitet an der Verbindung, verschlüsselt den Datenverkehr und verbirgt die IP-Adresse. In der VPN-App kannst du auch im Gratis-Tarif einen filternden DNS-Server wie AdGuard DNS auswählen, sodass Werbe- und Trackerdomains auf DNS-Ebene blockiert werden. Premium enthält zusätzlich AdGuard DNS Personal.

Brauche ich zusätzlich zum VPN noch den AdGuard-Werbeblocker?

Für die meisten reicht die DNS-Filterung im VPN, die auch im Gratis-Tarif verfügbar ist. Sie arbeitet auf Domainebene und blockt Werbung, die von bekannten Werbeservern kommt. Wird Werbung vom selben Server wie der Inhalt ausgeliefert, kommt sie weiterhin durch – dagegen hilft nur der vollwertige Werbeblocker, der im Seiteninhalt selbst filtert.

Ist AdGuard VPN sicher und geprüft?

Es nutzt AES-256-Verschlüsselung, hat seinen EU-Sitz auf Zypern und sein Protokoll quelloffen gemacht. Allerdings gibt es bislang kein unabhängiges Audit der No-Log-Aussage, die Apps sind Closed Source, und es kommt nur ein proprietäres Protokoll zum Einsatz. Wer ein extern auditiertes VPN priorisiert, sollte Alternativen vergleichen.

Was bedeutet es, dass ein Audit fehlt?

Bei einem Audit prüft eine externe Gesellschaft Server, Protokollierung und Abläufe und bestätigt schriftlich, dass nicht gespeichert wird. Ohne diesen Schritt bleibt die Aussage eine Selbstauskunft. Für das Absichern im fremden WLAN spielt das kaum eine Rolle, für nachweisbare Protokollfreiheit schon.

Gibt es AdGuard VPN kostenlos?

Ja. Der kostenlose Tarif bietet nach Anbieterangaben 3 GB pro Monat, 4 Serverstandorte und 2 Geräte gleichzeitig – gut zum Testen und zeitlich unbegrenzt nutzbar. Für unbegrenztes Volumen, alle Standorte und bis zu 10 Geräte brauchst du einen Premium-Tarif.

Reicht der Gratis-Tarif für den Alltag?

Für gelegentliche Nutzung im fremden WLAN reicht er, für Streaming oder Dauerbetrieb nicht: 3 GB im Monat sind schnell aufgebraucht, danach wird gedrosselt, und die Streaming-Server sind dem Abo vorbehalten. Er eignet sich vor allem, um vor einem Abo zu prüfen, ob Verbindung und Tempo für dich passen.

Blockt AdGuard VPN wirklich Werbung?

Ja. Wenn du in der App einen filternden DNS-Server wie AdGuard DNS auswählst, werden Werbe- und Trackerdomains geräteweit blockiert – nicht nur im Browser, und auch im Gratis-Tarif. Es ersetzt zwar keinen vollwertigen Adblocker in jeder Situation, reduziert aber Werbung und Datenspuren spürbar. Premium enthält zusätzlich AdGuard DNS Personal.

Funktioniert AdGuard VPN mit Netflix und anderen Streamingdiensten?

In den Bezahltarifen funktioniert es mit den gängigen Diensten zuverlässig. Beachte aber, dass Streamingdienste solche Verbindungen laufend erkennen und sperren; kein Anbieter kann dauerhaft garantieren, dass jeder Dienst jederzeit funktioniert. Die Nutzungsbedingungen der Anbieter gelten unabhängig davon weiter.

Was bringt das Stealth-Protokoll?

Viele Netze erkennen und sperren VPN-Verbindungen am Datenmuster. Das AdGuard-Protokoll lässt den Verkehr wie gewöhnliches HTTPS aussehen und kommt deshalb auch dort durch, wo andere VPNs blockiert werden – etwa in Hotel-, Firmen- oder Schulnetzen.

Was ist Post-Quanten-Kryptographie bei AdGuard VPN?

Eine zusätzliche Absicherung beim Schlüsselaustausch, die verhindern soll, dass heute mitgeschnittener Datenverkehr später mit leistungsfähigen Quantencomputern entschlüsselt wird. Alle AdGuard-VPN-Apps unterstützen sie inzwischen, allerdings ist sie standardmäßig ausgeschaltet und muss in den erweiterten Einstellungen aktiviert werden.

Gibt es AdGuard VPN für Linux und für den Router?

Ja. Neben Windows, macOS, Android und iOS gibt es eine Linux-Anwendung sowie Browser-Erweiterungen für Chrome, Firefox, Edge und Opera. Die Einrichtung auf dem Router ist möglich und schützt damit alle Geräte im Netzwerk, setzt aber ein Abo voraus – ebenso die Nutzung auf Apple TV.

Unterstützt AdGuard VPN WireGuard?

Nein. AdGuard VPN verwendet TrustTunnel, das eigene Open-Source-Protokoll des Anbieters. WireGuard wird derzeit nicht unterstützt, OpenVPN ebenfalls nicht. Wer auf einen dieser Industriestandards angewiesen ist, braucht einen anderen Anbieter.

Wo sitzt AdGuard und warum ist das relevant?

Die Adguard Software Limited sitzt in Limassol auf Zypern, einem EU-Land außerhalb der 5/9/14-Eyes-Allianzen und unter der DSGVO. Gegründet wurde das Unternehmen 2009 in Moskau und verlegte den Sitz 2017 nach Zypern; Teile des Teams sollen weiterhin in Russland arbeiten – ein Prüfpunkt, den man kennen sollte.

Welche Daten speichert AdGuard?

Nach eigener Richtlinie keine Aktivitätsprotokolle, wohl aber das übertragene Datenvolumen zur Kontrolle der Tarifgrenzen sowie Kontodaten. Die Speicherung erfolgt in einem eigenen Rechenzentrum in Frankfurt. Extern geprüft ist diese Aussage bislang nicht.

Macht mich ein VPN anonym?

Nein. Es verbirgt deine IP-Adresse und verschlüsselt die Verbindung. Wer bei Diensten angemeldet ist, wird über das Konto erkannt – unabhängig davon, über welche Leitung er kommt. Ein VPN schützt außerdem nicht vor Schadsoftware und nicht vor Phishing.

Auf wie vielen Geräten kann ich AdGuard VPN nutzen?

Im Gratis-Tarif auf 2 Geräten gleichzeitig, im Bezahltarif auf 10. Apps gibt es für Windows, macOS, Android, iOS und Linux, dazu Browser-Erweiterungen für Chrome, Firefox, Edge und Opera. Die Einrichtung auf dem Router oder auf Apple TV setzt ein Abo voraus, deckt dafür aber alle Geräte im Netzwerk ab.

Wie kündige ich AdGuard VPN?

Über die Kontoeinstellungen beim Anbieter beziehungsweise über den Store, in dem du das Abo abgeschlossen hast. Bei Langzeit-Tarifen gibt es 30 Tage Geld-zurück-Garantie; Monatsabos sind in der Regel nicht erstattbar.

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Über den Autor: Michael Radtke schreibt auf alarm.de verständlich über Finanzen & Kredit, digitale Sicherheit und Krypto. Alle Beiträge des Autors ansehen →
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