Tagesgeld & Festgeld Vergleich
Bild: KI-generiert
Geschrieben von Michael Radtke · Zuletzt aktualisiert: 17. September 2026

Tagesgeld & Festgeld Vergleich

Kurz beantwortet: Tagesgeld und Festgeld sind keine Konkurrenten, sondern zwei Bausteine für unterschiedliche Aufgaben. Tagesgeld bleibt täglich verfügbar, der Zins ist variabel – ideal für den Notgroschen und kurzfristige Rücklagen. Festgeld bindet dein Geld für eine feste Laufzeit, dafür steht der Zins vom ersten Tag an fest – ideal für Geld, das du länger nicht brauchst und planbar verzinsen willst. Beides ist bei Banken mit deutscher bzw. europäischer Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person und Bank geschützt. Die sinnvolle Frage lautet deshalb selten „Tagesgeld oder Festgeld?“, sondern „welcher Anteil wohin?“.

Wer nach dem besten Zinskonto sucht, landet schnell in einer Zahlenschlacht: Lockzinsen, Neukundenaktionen, Auslandsbanken mit Spitzenwerten. Dieser Tagesgeld- und Festgeld-Vergleich sortiert die Anbieter nicht nach der höchsten Momentaufnahme, sondern nach der Frage, für welche Aufgabe ein Konto taugt – und wo die Stolperfallen liegen. Konkrete Zinssätze ändern sich laufend; maßgeblich sind immer die Angaben beim Anbieter. Was hier bleibt, sind die Struktur und die Kriterien, an denen du selbst entscheiden kannst.

Die Anbieter in diesem Vergleich

  • Festgeld: pbb direkt, J&T Direktbank, Renault Bank direkt, CreditPlus über Raisin, Kommunalkredit Invest, Hanseatic Bank SparBrief, Suresse Direkt Bank.
  • Höhere Zinsen mit zusätzlichen Prüfpunkten: IKB, Bigbank, Opel Direktbank.
  • Tagesgeld: pbb direkt, J&T Direktbank, BBBank, Renault Bank direkt, Suresse Direkt Bank, N26, Trade Republic, Stellantis Direktbank, DKB.
  • Zinsplattform und Alternativen: Raisin mit Tagesgeld- und Festgeldvergleich, Raisin Startbonus, Mintos Smart Cash.

Risikohinweis: Zinsen auf Tagesgeld sind variabel und können sich jederzeit ändern. Die gesetzliche Einlagensicherung schützt Einlagen bis 100.000 Euro pro Person und Bank – Geldmarkt- oder P2P-Produkte fallen nicht darunter. Zinsen, Laufzeiten und Bedingungen findest du verbindlich beim jeweiligen Anbieter.

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Tagesgeld- und Festgeldangebote vieler Banken vergleichen

Über die Zinsplattform Raisin siehst du Angebote vieler europäischer Partnerbanken und legst sie über ein einziges Konto an.

Tagesgeld vs. Festgeld: der eigentliche Unterschied

Beim Tagesgeld gibst du der Bank dein Geld, kommst aber jederzeit wieder heran. Der Preis für diese Flexibilität: Der Zins ist variabel und kann jederzeit angepasst werden. Was heute attraktiv aussieht, kann in einigen Monaten anders aussehen – besonders bei zeitlich befristeten Neukundenzinsen.

Beim Festgeld machst du einen Deal mit der Bank: Du gibst dein Geld für eine feste Zeit aus der Hand, dafür wird der Zins für die gesamte Laufzeit garantiert. Bei Festgeld in Euro gibt es kein Kursrisiko und keine Überraschung nach oben oder unten. Der Nachteil ist die Kehrseite des Vorteils: Vor Laufzeitende kommst du in der Regel nicht an das Geld.

Viele Sparer fahren deshalb zweigleisig – ein flexibler Teil auf dem Tagesgeld für den Notgroschen, ein planbarer Teil im Festgeld für Geld, das länger entbehrlich ist. Wie groß der flexible Teil sein sollte, klärt der Ratgeber zum Notgroschen: wie viel Reserve du wirklich brauchst.

Wie du beides in eine sinnvolle Gesamtstruktur bringst, ohne dabei ein Klumpenrisiko aufzubauen, zeigt die Übersicht zu Tagesgeld, Festgeld, Depot und Broker.

Tagesgeld und Festgeld im Vergleich: die Anlageformen im Überblick

AnlageformVerfüg­barkeitZins­bindungEinlagen­sicherungPasst für
Tagesgeldtäglichvariabelgesetzlich bis 100.000 €Notgroschen, kurzfristige Rücklagen
Festgelderst zum Laufzeitendefest über die gesamte Laufzeitgesetzlich bis 100.000 €planbares Geld, das länger entbehrlich ist
Zinsplattform (z. B. Raisin)je nach Produktje nach Produktje nach Bank 100.000 €, teils im EU-Auslandviele Partnerbanken über ein Konto nutzen
Geldmarktfonds / Smart Cash (Mintos)meist werktäglichvariabel, Kapitalverluste möglichkeine gesetzliche Einlagensicherungwartendes Geld mit Renditewunsch und Risikotoleranz

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Allgemeine Merkmale der Anlageformen. Konditionen können sich ändern; maßgeblich sind die aktuellen Angaben der jeweiligen Anbieter.

Die Steuer ist bei allen Zinserträgen gleich geregelt: Auf Kapitalerträge fällt die Abgeltungsteuer von 25 % an (zzgl. Soli und ggf. Kirchensteuer). Mit einem Freistellungsauftrag bleiben Erträge bis zum Sparer-Pauschbetrag steuerfrei. Bei inländischen Banken wird die Steuer meist automatisch abgeführt. Legst du direkt bei einer ausländischen Bank an – selbst oder über eine Zinsplattform ohne Treuhandmodell –, gibst du die Zinsen in der Regel selbst in der Steuererklärung an.

Eine Ausnahme sind Anlagen über eine Zinsplattform im Treuhandmodell: Dort kann die deutsche Servicebank die Abgeltungsteuer abführen und einen Freistellungsauftrag annehmen. Welches Modell gilt, steht in den Produktinformationen des jeweiligen Angebots. Je nach Land kann zusätzlich ausländische Quellensteuer anfallen, deren Anrechnung Nachweise erfordern kann.

Wie du den Pauschbetrag auf mehrere Banken verteilst, erklärt der Beitrag Freistellungsauftrag und Sparerpauschbetrag.

Festgeld-Anbieter im Vergleich

Beim Festgeld zählt neben dem Zins vor allem eines: Wo sitzt die Bank und welche Einlagensicherung greift? Die folgenden Anbieter arbeiten mit deutscher bzw. europäischer Einlagensicherung – die Detailseiten zeigen jeweils Laufzeiten, Zinszahlung, Mindestanlage und die konkreten Konditionen. Welche Laufzeit zu dir passt, klärt der Ratgeber Festgeld-Laufzeiten und Zinsen.

So ist dieser Vergleich aufgebaut: Die Auswahl ist kein vollständiger Marktvergleich. Aufgeführt sind Banken und Plattformen, mit denen wir zusammenarbeiten. Die grünen Buttons zu diesen Anbietern stehen in Kästen, die als Anzeige gekennzeichnet sind; die Textlinks führen zu unseren eigenen Detailseiten. Verglichen werden dauerhafte Merkmale wie Einlagensicherung und Kontobedingungen. Zinssätze nennen wir bewusst nicht, weil sie sich laufend ändern – maßgeblich sind die aktuellen Angaben beim Anbieter.

Festgeld-Anbieter im Direktvergleich

AnbieterEinlagen­sicherungBesonderheit
pbb direktDeutschlandKombivariante FestgeldPLUS mit Teil-Flexibilität
J&T DirektbankTschechiendeutsche Zweigniederlassung einer tschechischen Bank, Tagesgeldkonto als Referenzkonto
Renault Bank direktFrankreichTagesgeldkonto bei der Bank als Voraussetzung
CreditPlus über RaisinDeutschlandAnlage über ein Raisin-Konto
Kommunalkredit InvestÖsterreichBank finanziert nach eigenen Angaben nachhaltige Infrastruktur
Hanseatic Bank SparBriefDeutschland, dazu freiwilliger EinlagensicherungsfondsZinsgutschrift jährlich oder am Laufzeitende
Suresse Direkt BankSpanienTagesgeldkonto als Voraussetzung, Zinsen selbst versteuern
IKBDeutschlandauch Anlagen in US-Dollar mit Wechselkursrisiko
BigbankEstlandAuslandsbank, Sicherung über das estnische System
Opel DirektbankFrankreichgemeinsame Sicherungsgrenze mit der Stellantis Direktbank

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Angaben der Anbieter. Laufzeiten, Mindestanlage, Zinsen und automatische Verlängerung können sich ändern; maßgeblich sind die aktuellen Angaben beim jeweiligen Anbieter.

Wer größere Beträge über mehrere Laufzeiten verteilen will, findet bei der Festgeld-Treppe mit gestaffelten Laufzeiten eine Methode, die feste Zinsen mit regelmäßiger Verfügbarkeit verbindet.

Höhere Zinsen – mit zusätzlichen Prüfpunkten

Manche Anbieter locken mit Spitzenzinsen, verlangen dafür aber einen genaueren Blick auf Einlagensicherung, Konstruktion oder Bedingungen. Kein Ausschlusskriterium, aber lies vorher, worauf du dich einlässt.

Opel Direktbank und Stellantis Direktbank: eine gemeinsame Sicherungsgrenze

Die Opel Direktbank und die Stellantis Direktbank sind zwei Marken desselben Kreditinstituts, der Stellantis Bank SA. Guthaben bei beiden Marken werden für die gesetzliche Einlagensicherung zusammengerechnet. Pro Person gilt deshalb grundsätzlich eine gemeinsame Grenze von 100.000 Euro über die französische Einlagensicherung.

Tagesgeld-Anbieter im Vergleich

Beim Tagesgeld geht es um Flexibilität und einen fairen variablen Zins – und darum, ob nach einer befristeten Neukundenaktion noch etwas Vernünftiges übrig bleibt. Die Detailseiten zeigen Zinszahlung, Bedingungen und für wen sich das jeweilige Konto lohnt.

Tagesgeld-Anbieter im Direktvergleich

AnbieterEinlagen­sicherungBesonderheit
pbb direktDeutschlandtäglich verfügbar, Festgeld beim selben Anbieter möglich
J&T DirektbankTschechienmonatliche Zinsgutschrift
BBBankDeutschland, dazu Sicherungseinrichtung der GenossenschaftsbankenGenossenschaftsbank aus Karlsruhe
Renault Bank direktFrankreichNeukunden-Zinsgarantie
Suresse Direkt BankSpanienkeine Mindestanlage, Zinsen selbst versteuern
N26DeutschlandZins abhängig vom Kontomodell, N26-Konto als Voraussetzung
Trade Republicje nach Partnerbank; Anteile im Geldmarktfonds ohne Einlagensicherung und mit KursrisikoPartnerbank nicht frei wählbar
Stellantis DirektbankFrankreichgemeinsame Sicherungsgrenze mit der Opel Direktbank
DKBDeutschlandDKB-Girokonto als Voraussetzung
IKBDeutschlandauch Tagesgeld in US-Dollar mit Wechselkursrisiko
BigbankEstlandAuslandsbank, Sicherung über das estnische System
Opel DirektbankFrankreichgemeinsame Sicherungsgrenze mit der Stellantis Direktbank

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Angaben der Anbieter. Aktionszins, Garantiedauer, Anschlusszins und Bedingungen können sich ändern; maßgeblich sind die aktuellen Angaben beim jeweiligen Anbieter.

Außerdem im Vergleich: das Tagesgeld der Stellantis Direktbank, deren Sicherungsgrenze mit der Opel Direktbank zusammengerechnet wird, und das DKB-Tagesgeldkonto, das ein DKB-Girokonto voraussetzt.

Du willst die Kriterien für das beste Tagesgeldkonto im Detail – vom Anschlusszins bis zur Zinsgutschrift? Der eigene Tagesgeld-Vergleich geht jeden Prüfpunkt einzeln durch und zeigt, wie du einen Lockzins erkennst.

Flexible Alternativen zu Tages- und Festgeld

Neben den klassischen Konten gibt es Zwischenformen – für wartendes Geld oder wer viele Banken über ein einziges Konto nutzen will. Wichtig: Nicht jede Alternative bringt die gesetzliche Einlagensicherung mit.

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Zinsplattform zum Sparstart

Mit einem Raisin-Konto nutzt du Tages- und Festgeld verschiedener Partnerbanken, ohne überall separat zu eröffnen.

Erst die Struktur, dann der Zins

Bevor du dem höchsten Lockzins hinterherjagst: Kläre, welcher Teil deines Geldes flexibel bleiben muss und welcher planbar gebunden werden kann. Der Überblick über Konten, Vergleiche und Geldanlage hilft bei der Einordnung.

Worauf du beim Zinskonto wirklich achten solltest

  • Neukundenzins mit Ablaufdatum: Viele Top-Tagesgeldzinsen gelten nur für einige Monate und fallen danach spürbar ab. Prüfe, was nach der Aktionsphase übrig bleibt.
  • Welche Einlagensicherung greift: Bei Auslandsbanken sichert das jeweilige EU-Land, nicht Deutschland. Bis 100.000 Euro ist das gesetzlich geregelt, aber Abwicklung und Vertrauen hängen am Sitzland. Was das in der Praxis bedeutet, erklärt der Beitrag Einlagensicherung: wie sicher ist mein Geld auf dem Konto.
  • Steuer bei Auslandsbanken: Ausländische Banken führen in der Regel keine deutsche Abgeltungsteuer ab, dann gibst du die Zinsen selbst an. Ausnahme sind Plattformangebote im Treuhandmodell mit deutscher Steuerabführung – mehr dazu im Beitrag ausländisches Tagesgeld und Steuer.
  • Geldbindung beim Festgeld: Vor Laufzeitende kommst du in der Regel nicht heran. Lege nur Geld fest an, das du sicher über die gesamte Laufzeit nicht brauchst. Prüfe außerdem, ob das Festgeld am Laufzeitende automatisch verlängert oder ausgezahlt wird – das regeln die Produktbedingungen.
  • Klumpenrisiko vermeiden: Die Einlagensicherung gilt pro Person und Bank. Guthaben auf verschiedenen Konten derselben Bank und aufgelaufene Zinsen werden dabei zusammengerechnet, auch über verschiedene Marken desselben Instituts. Wer größere Beträge anlegt, verteilt sie deshalb mit Blick auf die erwarteten Zinsen auf mehrere Institute. In besonderen Fällen kann der Schutz zeitweise höher sein.
  • Kontowechsel planen: Zwischen Kündigung, Überweisung und Eröffnung können zinslose Tage liegen. Wie du ein Tagesgeldkonto und Festgeldkonto eröffnest, kündigst und wechselst, zeigt der eigene Ratgeber.
  • Alternativen ohne Einlagensicherung: Produkte wie Smart Cash oder P2P sind kein Tagesgeld-Ersatz. Sie können Teil einer Streuung sein, aber nicht die sichere Basis.

Das Wichtigste in Kürze

  • Tagesgeld = täglich verfügbar, variabler Zins, ideal für den Notgroschen.
  • Festgeld = feste Laufzeit, fester Zins, ideal für planbar entbehrliches Geld.
  • Beides ist bei Banken mit gesetzlicher Einlagensicherung bis 100.000 € geschützt – pro Person und Bank.
  • Die sinnvolle Frage ist die nach dem Mix, nicht das Entweder-oder.
  • Höchster Lockzins ≠ bestes Konto: Neukundenfristen, Sitzland und Bindung entscheiden mit.

Glossar: die wichtigsten Begriffe zu Tagesgeld und Festgeld

Tagesgeld

Verzinstes Sparkonto, über das du täglich verfügen kannst. Der Zinssatz ist variabel und kann von der Bank jederzeit angepasst werden.

Festgeld

Geldanlage mit fester Laufzeit und festem Zins. Vor dem Laufzeitende kommst du in der Regel nicht an das angelegte Geld heran.

Einlagensicherung

Gesetzlicher Schutz von Bankeinlagen bis 100.000 Euro pro Person und Bank. Zuständig ist das Sicherungssystem im Sitzland der Bank.

Neukundenzins

Zeitlich befristeter Aktionszins für neue Kunden. Nach der Aktionsphase gilt der reguläre variable Zins, der niedriger liegen kann.

Zinsplattform

Portal wie Raisin, über das du Tages- und Festgeld verschiedener Partnerbanken mit einem einzigen Konto anlegen und verwalten kannst.

Freistellungsauftrag

Auftrag an die Bank, Zinsen bis zum Sparer-Pauschbetrag ohne Steuerabzug auszuzahlen. Bei ausländischen Direktanlagen ist er meist nicht möglich.

Abgeltungsteuer

Steuer auf Kapitalerträge wie Zinsen in Höhe von 25 %, zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.

Klumpenrisiko

Zu viel Geld bei einer einzigen Bank. Da die Einlagensicherung pro Bank gilt, verteilt man größere Summen auf mehrere Institute.

Häufige Fragen zum Tagesgeld- und Festgeld-Vergleich

Tagesgeld oder Festgeld – was ist besser?

Keines von beiden ist grundsätzlich besser, sie lösen unterschiedliche Aufgaben. Tagesgeld hält Geld flexibel verfügbar, eignet sich also für den Notgroschen und kurzfristige Rücklagen. Festgeld sichert einen festen Zins über eine feste Laufzeit und passt für Geld, das du planbar länger nicht brauchst. Viele Sparer kombinieren beides.

Wie sicher ist mein Geld auf Tages- und Festgeld?

Bei Banken mit gesetzlicher Einlagensicherung sind Einlagen bis 100.000 Euro pro Person und Bank geschützt. Bei deutschen Banken greift die deutsche Sicherung, bei Auslandsbanken die des jeweiligen EU-Landes. Guthaben auf mehreren Konten derselben Bank und aufgelaufene Zinsen werden zusammengerechnet. Wichtig: Alternativen wie Geldmarkt- oder P2P-Produkte fallen nicht unter diese gesetzliche Einlagensicherung.

Was passiert mit meinem Festgeld, wenn ich früher an das Geld muss?

In der Regel ist Festgeld bis zum Laufzeitende gebunden. Eine vorzeitige Auflösung ist oft gar nicht oder nur unter Bedingungen möglich, teils mit Zinsverlust. Deshalb gilt: Nur Beträge fest anlegen, die du über die gesamte Laufzeit sicher nicht benötigst. Den flexiblen Teil hältst du auf dem Tagesgeld.

Muss ich Zinsen versteuern?

Ja. Auf Kapitalerträge fällt die Abgeltungsteuer von 25 % an, zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Mit einem Freistellungsauftrag bleiben Erträge bis zum Sparer-Pauschbetrag steuerfrei. Deutsche Banken führen die Steuer meist automatisch ab; bei ausländischen Direktanlagen gibst du die Erträge in der Regel selbst in der Steuererklärung an. Bei Zinsplattformen im Treuhandmodell kann die deutsche Servicebank die Steuer abführen.

Lohnen sich Auslandsbanken mit höheren Zinsen?

Sie können sich lohnen, verlangen aber einen genaueren Blick. Bis 100.000 Euro greift die Einlagensicherung des jeweiligen EU-Landes, nicht die deutsche. Bei direkter Anlage musst du die Zinsen zudem meist selbst versteuern, außer bei Plattformangeboten im Treuhandmodell; je nach Land kann Quellensteuer hinzukommen. Höhere Zinsen sind also mit etwas mehr Eigenaufwand und einer bewussten Entscheidung über das Sitzland verbunden.

Wie viel Geld sollte ich auf ein Konto legen?

Da die Einlagensicherung pro Bank gilt, ist es sinnvoll, größere Summen über mehrere Institute zu verteilen und pro Bank einschließlich der erwarteten Zinsen unter der Grenze von 100.000 Euro zu bleiben. Achte dabei auf Marken, die zum selben Institut gehören. Zinsplattformen erleichtern das, weil du mehrere Partnerbanken über ein einziges Konto nutzen kannst, ohne überall separat zu eröffnen.

Angaben der Anbieter. Zinsen, Laufzeiten und Bedingungen können sich ändern; maßgeblich sind die aktuellen Angaben beim jeweiligen Anbieter. Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Anlage- oder Steuerberatung.

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