Tagesgeld, Festgeld, Depot & Broker im Vergleich: alle Anbieter auf einen Blick
Wer bietet Tagesgeld an, wer Festgeld, wer ein Depot – und wo liegt bei jedem der Haken? Diese Seite stellt alle Anbieter kompakt nebeneinander: mit dem ehrlichen Check auf alarm.de und dem direkten Weg zum Anbieter. Kein Zinsversprechen, das morgen veraltet ist – Zinsen ändern sich, die Unterschiede bleiben.
So findest du in dreißig Sekunden deinen Topf: Tagesgeld ist für Geld, das du jederzeit brauchen könntest (Notgroschen). Festgeld ist für Geld, das du sicher eine bestimmte Zeit nicht brauchst – dafür ist der Zins für die ganze Laufzeit garantiert. Depot und ETF sind für Geld, das mindestens zehn Jahre liegen bleiben darf. Wer diese drei Töpfe trennt, hat den größten Teil richtig gemacht.
Tagesgeld
- Tagesgeld
- Ein verzinstes Konto, von dem du jederzeit an dein Geld kommst. Der Zins ist variabel – die Bank kann ihn jederzeit ändern. Der richtige Ort für den Notgroschen.
- Zinsgarantie
- Die Bank sagt zu, den Zins für eine bestimmte Zeit (oft 3 bis 6 Monate) nicht zu senken. Danach gilt wieder der variable Zins – und der ist häufig deutlich niedriger.
- Neukundenzins
- Ein befristeter Lockzins nur für neue Kunden. Nach Ablauf fällt er auf den Bestandskundenzins. Wer nicht wechselt, verschenkt Geld – wer ständig wechselt, hat einen Nebenjob.
- Bestandskundenzins
- Der Zins, den du bekommst, wenn die Aktion vorbei ist. Die ehrlichste Kennzahl einer Bank: Wer hier fair bleibt, muss nicht mit Lockangeboten arbeiten.
- Zinsgutschrift
- Wann die Zinsen aufs Konto kommen – monatlich, vierteljährlich oder jährlich. Je häufiger, desto stärker wirkt der Zinseszins.
- Referenzkonto
- Das Girokonto, auf das dein Geld zurückfließt. Auszahlungen gehen fast immer nur dorthin – ein wirksamer Diebstahlschutz.
Tagesgeld-Anbieter im Überblick
| Anbieter | Was es ist | Auf alarm.de | Zum Anbieter |
|---|---|---|---|
| BBBank Tagesgeld | Genossenschaftsbank, deutsche Einlagensicherung | Zum Check | Zum Anbieter Anzeige |
| Renault Bank direkt Tagesgeld | Autobank, Neukunden-Zinsgarantie | Zum Check | Zum Anbieter Anzeige |
| Bigbank Tagesgeld | Estnische Bank, estnische Einlagensicherung | Zum Check | Zum Anbieter Anzeige |
| IKB Tagesgeld | Deutsche Bank mit deutscher Einlagensicherung | Zum Check | Zum Anbieter Anzeige |
| Opel Direktbank Tagesgeld | Autobank, deutsche Einlagensicherung | – | Zum Anbieter Anzeige |
| Stellantis Direktbank Tagesgeld | Autobank (Stellantis-Gruppe) | – | Zum Anbieter Anzeige |
| pbb direkt Tagesgeld | Deutsche Pfandbriefbank, deutsche Einlagensicherung | Zum Check | Zum Anbieter Anzeige |
| J&T Direktbank Tagesgeld | Tschechische J&T Banka, monatliche Zinsgutschrift | Zum Check | Zum Anbieter Anzeige |
| Raisin Startbonus | Zinsplattform – Startbonus für neue Sparer | Zum Check | Zum Anbieter Anzeige |
Den direkten Gegenüberstellung aller Konditionen liefert Tagesgeld und Festgeld vergleichen – dort steht auch, warum der Neukundenzins fast nie die Zahl ist, mit der du am Ende rechnest.
Festgeld
- Festgeld
- Du legst Geld für eine feste Laufzeit an und bekommst dafür einen Zins, der sich während dieser Zeit nicht ändert. Vorher kommst du in der Regel nicht heran.
- Laufzeit
- Von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahren. Je länger, desto höher meist der Zins – und desto länger bist du gebunden.
- Zinstreppe
- Statt alles auf eine Laufzeit zu legen, verteilst du auf mehrere (z. B. 1, 2, 3 Jahre). Jedes Jahr wird ein Teil frei, den du neu anlegen kannst. So bleibst du beweglich, ohne auf Zins zu verzichten.
- Vorzeitige Verfügung
- Meist ausgeschlossen oder nur mit Zinsverlust möglich. Wer sein Geld eventuell braucht, gehört ins Tagesgeld – nicht ins Festgeld.
- Prolongation
- Die automatische Verlängerung nach Laufzeitende – oft zu einem schlechteren Zins. Frist notieren und aktiv widersprechen, sonst verlängert sich der Vertrag still.
Festgeld-Anbieter im Überblick
| Anbieter | Was es ist | Auf alarm.de | Zum Anbieter |
|---|---|---|---|
| Renault Bank direkt Festgeld | Zins für die ganze Laufzeit festgeschrieben | Zum Check | Zum Anbieter Anzeige |
| Bigbank Festgeld | Estnische Bank, estnische Einlagensicherung | Zum Check | Zum Anbieter Anzeige |
| IKB Festgeld | Deutsche Einlagensicherung, Angebot mit Haken | Zum Check | Zum Anbieter Anzeige |
| Opel Direktbank Festgeld | Autobank, feste Laufzeiten | – | Zum Anbieter Anzeige |
| pbb direkt Festgeld | Deutsche Pfandbriefbank, deutsche Einlagensicherung | Zum Check | Zum Anbieter Anzeige |
| J&T Direktbank Festgeld | Laufzeiten von 6 bis 120 Monaten | Zum Check | Zum Anbieter Anzeige |
| CreditPlus Festgeld über Raisin | Deutsche Bank, Abwicklung über die Zinsplattform | Zum Check | Zum Anbieter Anzeige |
| Kommunalkredit Invest Festgeld | Österreich – Top-Zinsen mit zwei Stolperfallen | Zum Check | Zum Anbieter Anzeige |
Achte bei ausländischen Anbietern immer darauf, welches Land sichert. Estland und Österreich sichern nach EU-Recht ebenfalls bis 100.000 Euro – aber im Ernstfall wickelt die dortige Behörde ab, nicht die deutsche. Was das praktisch bedeutet, steht in Einlagensicherung.
Depot, Broker & ETF
- Depot
- Das Konto für Wertpapiere. Aktien und ETFs liegen dort als Sondervermögen – sie gehören dir, nicht der Bank. Geht der Broker pleite, sind sie nicht Teil der Insolvenzmasse.
- Broker
- Der Vermittler zwischen dir und der Börse. Neobroker sind günstig und schlank, Profi-Broker bieten mehr Börsen und Instrumente, klassische Banken bieten Beratung – zum entsprechenden Preis.
- ETF
- Ein Fonds, der einen Index nachbildet – ohne teures Fondsmanagement. Der einfachste Weg, breit zu streuen. Welcher zu dir passt, klärt der ETF-Screener.
- Sparplan
- Automatischer Kauf zu festen Terminen mit festen Beträgen. Nimmt dir die Frage ab, wann der richtige Zeitpunkt ist – die niemand zuverlässig beantworten kann.
- Ordergebühr
- Was ein Kauf oder Verkauf kostet. Bei kleinen Beträgen der wichtigste Kostenfaktor überhaupt – eine Gebühr von wenigen Euro frisst bei 50-Euro-Käufen den Ertrag.
- Spread
- Die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Eine versteckte Gebühr: Sie taucht auf keiner Abrechnung auf, kostet aber bei jedem Trade.
- Handelsplatz
- Wo tatsächlich gehandelt wird. Mehr Handelsplätze heißen mehr Auswahl und oft bessere Kurse – gerade außerhalb der Haupthandelszeiten.
- Bruchstücke
- Anteile unter einem ganzen Stück. Nur damit funktionieren Sparpläne mit kleinen Beträgen – ohne sie bleibt Geld liegen.
- Junior-/Kinderdepot
- Depot auf den Namen des Kindes. Der oft übersehene Vorteil: Das Kind hat einen eigenen Steuerfreibetrag. Mehr dazu unter für dein Kind sparen.
- Klumpenrisiko
- Zu viel in einem Titel, einer Branche oder einem Land. Der häufigste Anlegerfehler – und er zeigt sich immer erst in der Krise.
Broker und Depots im Überblick
| Anbieter | Was es ist | Auf alarm.de | Zum Anbieter |
|---|---|---|---|
| XTB | Broker für Aktien und ETFs, kommissionsfrei bis Volumengrenze | Zum Check | Zum Anbieter Anzeige |
| Trade Republic | Neobroker und Bank – Depot, Zinsen, Karte, Sparpläne | – | Zum Anbieter Anzeige |
| Smartbroker+ | Kostensieger-Broker, rund 30 Handelsplätze | Zum Check | Zum Anbieter Anzeige |
| Traders Place | Neobroker mit über 40 Handelsplätzen | Zum Check | Zum Anbieter Anzeige |
| CapTrader | Profi-Broker, Derivate, weltweite Börsen | – | Zum Anbieter Anzeige |
| NAGA | Social- und Copy-Trading, Multi-Asset | – | Zum Anbieter Anzeige |
| finvesto | Fonds- und ETF-Depot (FNZ Bank) | – | Zum Anbieter Anzeige |
Robo-Advisor & Vermögensverwaltung
- Robo-Advisor
- Digitale Vermögensverwaltung: Du beantwortest Fragen zu Ziel und Risiko, danach wird dein Geld automatisch in ein Portfolio investiert und regelmäßig neu ausbalanciert.
- Rebalancing
- Das Zurücksetzen auf die Zielgewichtung. Ist eine Anlageklasse stark gestiegen, wird ein Teil verkauft und in die zurückgebliebene umgeschichtet – antizyklisch, ohne Bauchgefühl.
- Verwaltungsgebühr
- Der Preis für die Automatik – ein Prozentsatz pro Jahr, zusätzlich zu den Fondskosten. Der zentrale Unterschied zum Selbermachen: Bequemlichkeit kostet Rendite.
- Für wen es sich lohnt
- Für alle, die nicht selbst entscheiden wollen und die Gebühr bewusst als Preis fürs Dranbleiben akzeptieren. Wer selbst einen ETF-Sparplan aufsetzt, spart die Gebühr.
| Anbieter | Was es ist | Auf alarm.de | Zum Anbieter |
|---|---|---|---|
| quirion | Digitale ETF-Vermögensverwaltung, Themeninvestments, Kinderdepot | – | Zum Anbieter Anzeige |
| VisualVest | Robo-Advisor der Union Investment (VestFolio, GreenFolio) | – | Zum Anbieter Anzeige |
| fintego | Managed Depot der FNZ Bank | – | Zum Anbieter Anzeige |
| Raisin Vermögensverwaltung | ETF-Vermögensverwaltung über die Zinsplattform | – | Zum Anbieter Anzeige |
| Mintos ETF-Portfolio | Verwaltetes ETF-Portfolio bei Mintos | – | Zum Anbieter Anzeige |
P2P-Kredite
- P2P-Kredit
- Du finanzierst als Privatperson Kredite anderer mit und bekommst dafür Zinsen. Die Renditen sind hoch – weil das Risiko hoch ist.
- Kein Tagesgeld-Ersatz
- Der wichtigste Satz dieses Abschnitts. Hier greift keine Einlagensicherung. Fällt der Kreditnehmer oder der Kreditgeber aus, ist dein Geld weg – ganz oder teilweise.
- Rückkaufgarantie
- Der Kreditanbahner verspricht, ausgefallene Kredite zurückzukaufen. Das ist nur so viel wert wie der Anbahner selbst – geht er pleite, ist auch die Garantie wertlos.
- Diversifikation
- Viele kleine Beträge statt weniger großer – über Kredite, Anbahner und Länder verteilt. Der einzige wirksame Schutz in diesem Segment.
| Anbieter | Was es ist | Auf alarm.de | Zum Anbieter |
|---|---|---|---|
| Mintos | Europas größte P2P-Plattform – Kredite, Immobilien, Smart Cash | Zum Check | Zum Anbieter Anzeige |
Vertiefend auf alarm.de: Mintos im Check, Mintos Immobilien und Mintos Smart Cash – flexibler als Festgeld, aber eben kein Bankkonto.
Firmengeld anlegen
- Firmendepot
- Ein Depot auf die Firma, nicht auf dich privat. Sinnvoll, wenn Liquidität längere Zeit ungenutzt herumliegt – auf dem Geschäftskonto verliert sie real an Wert.
- Der Unterschied zum Privatdepot
- Erträge im Firmendepot werden nach den Regeln deiner Rechtsform besteuert, nicht mit der pauschalen Abgeltungsteuer. Das ist der Punkt, den du mit deinem Steuerberater klären solltest, bevor du anlegst – nicht danach.
- Was zuerst kommt
- Rücklagen für Steuern und Umsatzsteuer gehören nicht ins Depot. Erst der Puffer, dann die Anlage – ein Kursrückgang zur Fälligkeit einer Steuernachzahlung ist ein vermeidbares Problem.
- Cashback auf Geschäftsausgaben
- Der unterschätzte Hebel: Geld, das du ohnehin ausgibst, kommt teilweise zurück. Anders als bei der Geldanlage ist das risikofrei – es hängt nur daran, dass du deine laufenden Ausgaben über die richtige Karte laufen lässt.
| Anbieter | Was es ist | Auf alarm.de | Zum Anbieter |
|---|---|---|---|
| Vivid Business Firmendepot | Firmengeld anlegen: ETFs, Aktien, Anleihen, Krypto | Zum Check | Zum Anbieter Anzeige |
| Vivid Business Cashback | Geld zurück auf laufende Geschäftsausgaben | Zum Check | Zum Anbieter Anzeige |
Steuern & Freibeträge
- Abgeltungsteuer
- Die pauschale Steuer auf Kapitalerträge, zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Deutsche Banken führen sie automatisch ab.
- Sparerpauschbetrag
- Der jährliche Freibetrag auf Kapitalerträge. Bis dahin bleiben Zinsen und Dividenden steuerfrei – aber nur, wenn du ihn auch beantragst.
- Freistellungsauftrag
- Der Auftrag an die Bank, den Freibetrag anzuwenden. Ohne ihn zahlst du Steuern, die du dir erst über die Steuererklärung zurückholen musst. Wie es richtig geht: Freistellungsauftrag und Sparerpauschbetrag.
- Quellensteuer
- Bei ausländischen Banken wird teils im Sitzland Steuer einbehalten. Sie ist anrechenbar, macht aber Arbeit – ausländisches Tagesgeld und die Steuer erklärt den Ablauf.
- Vorabpauschale
- Eine Vorwegbesteuerung bei thesaurierenden Fonds. Sorge dafür, dass zum Stichtag Guthaben auf dem Verrechnungskonto liegt – sonst bucht die Bank ab, wo sie kann.
Sicherheit: was dein Geld wirklich schützt
- Einlagensicherung
- Gesetzlich sind Guthaben bei Banken im EU-Raum bis 100.000 Euro je Kunde und Bank geschützt. Entscheidend ist, welches Land sichert – nicht, welche Sprache die Website spricht. Details: Einlagensicherung.
- Sondervermögen
- Wertpapiere im Depot gehören dir, nicht dem Broker – sie fallen nicht in die Insolvenzmasse. Bargeld auf dem Verrechnungskonto dagegen fällt unter die Einlagensicherung.
- Zinsplattform
- Ein Vermittler (etwa Raisin), über den du Konten bei verschiedenen Partnerbanken eröffnest. Praktisch – aber prüfe immer, welche Bank und welches Land am Ende sichert.
- Broker-Sicherheit
- Zwei-Faktor-Anmeldung, App-Schutz und die Frage, was bei einer Insolvenz passiert: Broker- und Depot-Sicherheit.
- Anbieter prüfen
- Bevor du irgendwo einzahlst: Steht der Anbieter auf einer Warnliste? Anlagebetrug erkennen zeigt, wie du das in Minuten prüfst – vorher, nicht nachher.
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