Energie · Balkonspeicher · Direktvergleich
Anker SOLIX Solarbank oder Growatt NOAH? Der Vergleich, der nicht bei den Preisen aufhört
Anker SOLIX Solarbank oder Growatt NOAH – welcher Balkonspeicher besser passt, entscheidet nicht allein der Preis. Wichtiger sind drei technische Fragen: Steckt ein Wechselrichter im Gerät oder kommt er dazu, gibt es einen netzunabhängigen Ausgang, und wie ist der Kälteschutz des Akkus gelöst.
Welche Modelle hier verglichen werden
Die Solarbank-Reihe unterscheidet sich zwischen den Generationen technisch erheblich – wer pauschal „die Solarbank“ sagt, vergleicht schnell das Falsche. Dieser Beitrag stellt deshalb die Anker SOLIX Solarbank 2 E1600 Pro dem Growatt NOAH 2000 gegenüber und nennt die Solarbank 3 E2700 Pro an einzelnen Stellen als weitere Generation. Inzwischen bietet Anker mit der Solarbank 4 E5000 Pro bereits eine neuere Generation an; sie ist nicht Gegenstand dieses Direktvergleichs.
Wichtig zur Abgrenzung: Die erste Generation, die Solarbank E1600, benötigt einen externen Mikrowechselrichter. Aussagen zum integrierten Wechselrichter gelten für sie nicht. Prüfe deshalb bei jedem Angebot zuerst, welche Generation tatsächlich im Karton liegt.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Preisvergleich ist irreführend. Die Solarbank 2 E1600 Pro hat einen Mikrowechselrichter integriert; das NOAH 2000 ist DC-gekoppelt und braucht einen kompatiblen separaten Mikrowechselrichter. Wer Gerätepreise vergleicht, vergleicht Äpfel mit Birnen.
- Netzunabhängiger Ausgang. Die Solarbank 2 E1600 Pro bietet eine AC-Steckdose mit netzunabhängiger Ausgangsleistung – bei Balkonspeichern nicht selbstverständlich.
- Kälteschutz haben beide. Beide Systeme besitzen eine aktive Akkuheizung, deren Betrieb an verfügbare Solarenergie beziehungsweise Sonneneinstrahlung gekoppelt ist; maßgeblich sind die jeweiligen Temperatur- und Betriebsbedingungen. Die Solarbank 2 Serie gibt dazu einen Ladebereich bis −20 °C an.
- Beide sind erweiterbar. Die Frage ist nicht, welches System „besser“ ist, sondern welches zu deinem Standort, deiner Modulausrichtung und deinem Notfallplan passt.
Inhalt dieser Seite
- Der Fehler, den fast jeder Vergleich macht
- Kälte und Akku: was die Datenblätter sagen
- Hast du im Blackout Strom?
- Die harten Unterschiede
- Wie viele MPP-Tracker brauchst du?
- Standort zuerst klären
- Wo kaufen und worauf achten
- Typische Fehlkäufe
- Unsere Empfehlung
- So sieht der Alltag damit aus
- Glossar
- Häufige Fragen
- Weiterlesen
Der Fehler, den fast jeder Vergleich macht
Du liest zwei Preise und hältst den niedrigeren für das bessere Angebot. Nur misst du damit nicht dasselbe.
Die Solarbank 2 E1600 Pro ist ein Komplettsystem: Der Mikrowechselrichter steckt bereits im Gehäuse. Du brauchst keinen separaten kaufen, keinen zusätzlichen montieren, keinen weiteren ins WLAN bringen. Für die erste Generation, die Solarbank E1600, gilt das ausdrücklich nicht – sie benötigt einen externen Mikrowechselrichter.
Das Growatt NOAH 2000 ist DC-gekoppelt und benötigt einen kompatiblen separaten Mikrowechselrichter – neben Growatts eigenen NEO-Modellen nennt der Hersteller auch kompatible Geräte anderer Anbieter. In Komplettsets ist er meist enthalten, beim Einzelkauf des Speichers nicht.
Rechne deshalb immer den Systempreis, nie den Gerätepreis. Ein günstiger Speicher, zu dem ein Wechselrichter fehlt, ist kein günstiger Speicher. Und umgekehrt: Ein höherer Preis mit integriertem Wechselrichter kann unterm Strich das billigere System sein. Vergleich Sets mit Sets – nicht Kartons mit Kartons.
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Anker SOLIX Solarbank 2 E1600 Pro ansehenMikrowechselrichter integriert · AC-Steckdose mit netzunabhängiger AusgangsleistungKälte und Akku: was die Datenblätter wirklich sagen
Um dieses Thema ranken sich die meisten Halbwahrheiten – auch die verbreitete Behauptung, ein Hersteller könne Winter und der andere nicht.
Der technische Kern: Das Laden kalter LiFePO4-Zellen ohne geeignetes Temperaturmanagement kann problematisch sein. Moderne Systeme lösen das über das Batteriemanagement, über eine Begrenzung der Ladeleistung und über aktive Heizung – und ermöglichen damit auch Betrieb unter null Grad. Genau das tun beide hier verglichenen Systeme.
Anker SOLIX Solarbank 2 Serie: integrierte Heizfolie beziehungsweise Thermal-Boost-Technik. Sie aktiviert sich nach Herstellerangabe bei Sonneneinstrahlung, wenn die Akkutemperatur unter 10 °C fällt; angegeben ist ein Ladebereich bis −20 °C.
Growatt NOAH 2000: ebenfalls mit Heizfolie ausgestattet; auch hier arbeitet die Heizfunktion, wenn Solarenergie verfügbar ist.
Beide Systeme besitzen eine aktive Akkuheizung, deren Betrieb an verfügbare Solarenergie beziehungsweise Sonneneinstrahlung gekoppelt ist; maßgeblich sind die jeweiligen Temperatur- und Betriebsbedingungen. An sehr trüben Wintertagen ist das bei beiden eine reale Einschränkung.
Für die Kaufentscheidung heißt das: Der Kälteschutz taugt nicht als Unterscheidungsmerkmal zwischen den Marken. Was du stattdessen prüfen solltest, sind die konkreten Angaben deiner Wunschgeneration:
- Zulässiger Ladetemperaturbereich. Er steht im Datenblatt, nicht im Werbetext – und unterscheidet sich zwischen Generationen.
- Bedingungen der Heizfunktion. Ab welcher Temperatur aktiviert sie sich, und woher bezieht sie ihre Energie? Beide Systeme koppeln das an verfügbare Sonneneinstrahlung.
- Schutzart am geplanten Standort. Frostschutz nützt wenig, wenn das Gehäuse für den Aufstellort nicht ausgelegt ist.
- Realistische Wintererträge. Auch mit funktionierendem Speicher liefern die Module im Januar wenig. Der Kälteschutz erhält den Betrieb, er erzeugt keinen Ertrag.
Der zweite Punkt: Hast du im Blackout Strom?
Die meisten Balkonspeicher sind netzgekoppelt – fällt das Netz aus, schalten sie ab. Voller Akku, dunkle Wohnung. Warum das so ist und warum es Vorschrift ist, haben wir in unserem Beitrag zum Notstrom bei Blackout ausführlich erklärt.
Die Solarbank 2 E1600 Pro ist hier eine der Ausnahmen: Sie bietet eine AC-Steckdose mit netzunabhängiger Ausgangsleistung, an der du im Stromausfall direkt Verbraucher anschließen kannst. Kein ganzes Haus – aber je nach verfügbarer Leistung etwa Kühlschrank, Router, Licht und Ladegeräte. Für andere Generationen und für das NOAH 2000 gilt das nicht ohne Weiteres; prüfe die Angabe für dein konkretes Modell.
Ehrliche Einordnung: Das ist eine Steckdose, keine Ersatzstromversorgung. Dein Haus läuft nicht einfach weiter – du steckst bewusst um. Sie ist dafür ohne Elektriker nutzbar, was man von einer echten Ersatzstromanlage mit Netztrennung nicht sagen kann. Ob sich der Aufpreis lohnt, hängt davon ab, was du im Ernstfall tatsächlich betreiben willst.
Wenn Notstrom für dich ein Kaufgrund ist, ist das ein starkes Argument für Anker. Wenn nicht – sei ehrlich zu dir selbst und zahl nicht dafür.
Die harten Unterschiede im Überblick
| Merkmal | Anker SOLIX Solarbank 2 E1600 Pro | Growatt NOAH 2000 |
|---|---|---|
| Wechselrichter | Mikrowechselrichter integriert (nicht bei der ersten Generation E1600). | DC-gekoppelt; kompatibler separater Mikrowechselrichter nötig, etwa aus der NEO-Reihe oder von Drittanbietern. |
| Netzunabhängiger Ausgang | AC-Steckdose mit netzunabhängiger Ausgangsleistung. | Nicht als Standardmerkmal ausgewiesen. |
| Kälteschutz | Heizfolie beziehungsweise Thermal Boost, aktiviert bei Sonneneinstrahlung unterhalb von 10 °C Akkutemperatur; Ladebereich bis −20 °C. | Heizfolie vorhanden; Heizfunktion arbeitet, wenn Solarenergie verfügbar ist. |
| MPP-Tracker | 4 MPPT mit insgesamt 2.400 W PV-Eingang. | 2 MPPT mit 1.800 W Solareingang; unterstützt bis zu vier Module. |
| Erweiterung | Modular durch zusätzliche Batteriemodule. | Modular durch zusätzliche Batteriemodule. |
| Zu vergleichen | Immer das Gesamtpaket: Speicher, notwendiger Wechselrichter, Zubehör und Versand. | |
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Modellpflege ist bei beiden Herstellern schnell. Prüf die konkreten Werte deiner Wunschgeneration im Datenblatt – wir nennen hier bewusst keine Zahlen, die in drei Monaten falsch sind.
Der dritte Punkt: Wie viele MPP-Tracker brauchst du?
Ein unterschätztes Kriterium, das darüber entscheidet, ob dein Balkon überhaupt taugt.
Ein MPP-Tracker sucht für eine Modulgruppe den optimalen Arbeitspunkt. Hängen Module mit unterschiedlicher Ausrichtung an einem gemeinsamen Tracker – etwa Ost und West, um Morgen- und Abendsonne mitzunehmen –, zieht die schwächere Seite die stärkere mit nach unten. Getrennte Regelkreise verhindern das.
Gleiche Ausrichtung bedeutet aber nicht automatisch, dass ein Tracker genügt. Auch Teilverschattung, unterschiedliche Modultypen und abweichende elektrische Kennwerte können getrennte Tracker sinnvoll machen.
Die konkreten Zahlen im Direktvergleich: Die Solarbank 2 E1600 Pro nennt 4 MPPT mit insgesamt 2.400 W PV-Eingang, das NOAH 2000 nennt 2 MPPT mit 1.800 W Solareingang und unterstützt bis zu vier Module. Wer eine geteilte Ausrichtung plant, hat bei der Solarbank 2 E1600 Pro also mehr Spielraum. Die Solarbank 3 E2700 Pro liegt darüber, gehört aber ebenso wenig in diesen Direktvergleich wie die neuere Solarbank 4 E5000 Pro – prüfe den Wert deiner Wunschgeneration im Datenblatt.
Standort zuerst klären – dann erst vergleichen
Die Reihenfolge, in der die meisten vorgehen, ist verkehrt: erst Preise vergleichen, dann überlegen, wo das Gerät hinkommt. Sinnvoll ist es umgekehrt, weil der Standort mehrere Ausstattungsfragen auf einmal beantwortet.
- Ort festlegen. Balkon ungeschützt, Balkon überdacht, Keller, Abstellraum oder Garage – das entscheidet über Schutzart und darüber, wie oft der Kälteschutz überhaupt gefordert ist.
- Temperaturen realistisch einschätzen. Ein überdachter Balkon bleibt selten frostfrei. Gleiche den zulässigen Ladetemperaturbereich deiner Wunschgeneration mit dem ab, was am Standort tatsächlich zu erwarten ist.
- Modulausrichtung prüfen. Eine Richtung oder zwei? Daraus ergibt sich die Zahl der nötigen Regelkreise.
- Notstrom-Frage beantworten. Willst du im Stromausfall wirklich etwas betreiben, oder klingt es nur gut?
- Erst jetzt Systeme vergleichen. Mit diesen vier Antworten fällt die Auswahl in wenigen Minuten – und du zahlst nichts für Ausstattung, die du nicht brauchst.
Warum das so viel spart: Wer den Standort kennt, streicht die Hälfte der Optionen von allein – und zahlt nicht für Ausstattung, die am gewählten Ort gar nicht gebraucht wird.
Wo kaufen – und worauf du beim Preis achten musst
Vorsicht bei Rabattcodes. Beide Systeme werden ständig mit wechselnden Aktionscodes beworben. Diese Codes laufen aus, ändern sich monatlich und gelten oft nur für bestimmte Sets. Ein Preis, den du in einem Artikel liest, ist morgen falsch – auch in diesem hier würden wir keinen nennen, weil er dich in die Irre führen würde.
Was du stattdessen tust: Vergleich zwei, drei Händler am selben Tag, mit demselben Set-Zuschnitt, inklusive Versand. Und rechne den Wechselrichter mit ein, wenn er nicht dabei ist.
Ein Detail, das gerne untergeht: Versandkosten. Ein Speicher ist schwer, und der Versand schlägt spürbar zu Buche. Manche Händler bieten Selbstabholung an mehreren Standorten an – wer in der Nähe wohnt, spart die Versandkosten komplett. Das kann den Preisvorteil zwischen zwei Anbietern kippen.
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Beide Systeme nebeneinander vergleichenAnker, Growatt, EcoFlow & TSUN · Abholung an mehreren Standorten möglichAnzeige
Preise beim PV-Fachhandel gegenprüfenZweiter Händler · immer am selben Tag vergleichenTypische Fehlkäufe beim Balkonspeicher
Diese fünf Muster wiederholen sich, und jedes davon kostet Geld oder Ertrag:
- Gerätepreise statt Systempreise vergleichen. Fehlt der Wechselrichter, ist der günstigere Karton am Ende oft das teurere System.
- Den Kälteschutz als Markenunterschied lesen. Beide Systeme haben eine aktive Akkuheizung, die an verfügbare Sonneneinstrahlung gekoppelt ist. Entscheidend sind Temperatur- und Betriebsbedingungen im Datenblatt.
- Kapazität allein nach dem Jahresverbrauch wählen. Maßgeblich sind PV-Überschuss, Lastprofil, Abend- und Nachtverbrauch, nutzbare Kapazität, Lade- und Entladeleistung, Wirkungsgrad und Anschaffungskosten.
- Notstrom mitkaufen, ohne ihn zu wollen. Eine Blackout-Steckdose ist nützlich – aber nur, wenn du sie im Ernstfall auch benutzt.
- Nach Rabattcode kaufen. Codes laufen aus und gelten oft nur für bestimmte Sets. Entscheidend ist der Gesamtpreis inklusive Versand am Kauftag.
Unsere Empfehlung – nach Situation, nicht nach Marke
Für die Solarbank 2 E1600 Pro spricht: Du willst ein System ohne zusätzliches Gerät – der Mikrowechselrichter ist integriert. Und du legst Wert auf eine AC-Steckdose mit netzunabhängiger Ausgangsleistung, um im Stromausfall einzelne Verbraucher betreiben zu können.
Für das NOAH 2000 spricht: Du hast bereits einen kompatiblen Mikrowechselrichter oder planst ein Set, in dem einer enthalten ist. Dann fällt der Systempreis anders aus als beim Blick auf die reinen Gerätepreise.
Was den Kälteschutz angeht: Er taugt nicht als Entscheidungskriterium zwischen den beiden. Beide Systeme besitzen eine aktive Akkuheizung, deren Betrieb an verfügbare Solarenergie beziehungsweise Sonneneinstrahlung gekoppelt ist; maßgeblich sind die jeweiligen Temperatur- und Betriebsbedingungen. Relevant sind die Angaben im Datenblatt deiner Wunschgeneration, insbesondere der zulässige Ladetemperaturbereich.
Und wenn du unsicher bist: Klär zuerst den Standort und die Modulausrichtung. Diese beiden Fragen entscheiden mehr als jeder Preisvergleich – und erst danach lohnt sich der Blick aufs Preisschild, dann aber auf das vollständige Paket.
So sieht der Alltag damit aus
Nach der Installation passiert erst einmal wenig. Die Module liefern, der Speicher füllt sich über den Tag, abends gibt er ab. Du schaust in den ersten Wochen täglich in die App, danach immer seltener – und irgendwann gar nicht mehr.
Auffällig wird es zweimal im Jahr. Im Sommer, wenn der Speicher mittags voll ist und der Überschuss ungenutzt bleibt. Und im Winter, wenn tagelang kaum etwas zusammenkommt. Beides ist normal und kein Defekt; es ist der Grund, warum die Kapazität zum verfügbaren PV-Überschuss und zum eigenen Lastprofil einschließlich Abend- und Nachtverbrauch passen sollte.
Was bleibt, ist ein ruhiges Grundgefühl: Ein Teil deines Verbrauchs läuft über eigenen Strom, der Zähler steht abends stiller, und bei einem Stromausfall weißt du – je nach System – zumindest, wo Kühlschrank und Router wieder Saft bekommen.
Glossar: die Begriffe aus den Datenblättern
Was in den technischen Angaben immer wieder auftaucht, in je einem Satz:
Akku, der den Überschuss eines Balkonkraftwerks zwischenspeichert und abends wieder abgibt.
Wandelt Gleichstrom der Module in Wechselstrom fürs Hausnetz. Bei der Solarbank 2 E1600 Pro integriert, beim DC-gekoppelten NOAH 2000 ein eigenes Gerät.
Regelkreis, der den optimalen Arbeitspunkt einer Modulgruppe sucht. Mehrere Tracker erlauben unterschiedliche Ausrichtungen.
Anlage, die nur bei bestehendem Netz arbeitet. Bei Netzausfall schaltet sie ab – vorgeschriebener Schutz für Monteure.
Ausgang am Speicher, an dem bei Stromausfall einzelne Geräte betrieben werden können. Keine Versorgung des ganzen Hauses.
Echte Notversorgung mit Netztrennung, die das Hausnetz weiterlaufen lässt. Gehört in die Hand einer Elektrofachkraft.
Elektronik, die Laden und Entladen überwacht. Sie begrenzt bei Kälte die Ladeleistung oder setzt das Laden aus, bis die Zellen warm genug sind.
Aktive Erwärmung der Zellen, damit auch bei Kälte geladen werden kann. Beide hier verglichenen Systeme bringen sie mit; der Betrieb ist an verfügbare Sonneneinstrahlung gekoppelt.
Kennzahl für den Schutz gegen Staub und Wasser, etwa IP66. Entscheidend beim Außeneinsatz.
Erweiterung durch zusätzliche Batteriemodule. Prüfen, bis zu welcher Gesamtkapazität die Generation ausgelegt ist.
Zeitlicher Verlauf des eigenen Verbrauchs. Zusammen mit PV-Überschuss, Wirkungsgrad und Kosten die Grundlage der Dimensionierung.
Preis aller nötigen Komponenten inklusive Wechselrichter und Versand. Nur er ist zwischen Anbietern vergleichbar.
Häufige Fragen
Lädt ein Balkonspeicher auch im Winter?
Das Laden kalter LiFePO4-Zellen ohne geeignetes Temperaturmanagement kann problematisch sein. Moderne Systeme ermöglichen über Batteriemanagement, begrenzte Ladeleistung und aktive Heizung aber auch Betrieb unter null Grad. Beide Systeme besitzen eine aktive Akkuheizung, deren Betrieb an verfügbare Solarenergie beziehungsweise Sonneneinstrahlung gekoppelt ist; maßgeblich sind die jeweiligen Temperatur- und Betriebsbedingungen. Die Solarbank 2 Serie nennt dazu einen Ladebereich bis −20 °C. Maßgeblich ist das Datenblatt der jeweiligen Generation.
Braucht die Anker Solarbank einen separaten Wechselrichter?
Das hängt von der Generation ab. Die Solarbank 2 E1600 Pro hat einen Mikrowechselrichter integriert; die erste Generation, die Solarbank E1600, benötigt dagegen einen externen Mikrowechselrichter. Das Growatt NOAH 2000 ist DC-gekoppelt und braucht in jedem Fall einen kompatiblen separaten Mikrowechselrichter. Reine Gerätepreise sind deshalb nicht direkt vergleichbar.
Habe ich mit einem Balkonspeicher Strom bei Stromausfall?
Nur wenn das Gerät einen ausdrücklich netzunabhängigen Ausgang hat. Die meisten Systeme sind netzgekoppelt und schalten bei Netzausfall ab – auch bei vollem Akku. Die Solarbank 2 E1600 Pro bietet eine AC-Steckdose mit netzunabhängiger Ausgangsleistung, an der sich einzelne Verbraucher betreiben lassen. Ein vollwertiger Ersatzstrombetrieb für das ganze Haus ist das nicht; für andere Generationen und für das NOAH 2000 gilt die Angabe nicht ohne Weiteres.
Kann ich beide Speicher erweitern?
Ja, beide Systeme sind modular aufgebaut und lassen sich durch zusätzliche Batteriemodule vergrößern. Wichtig ist, vorab zu prüfen, bis zu welcher Gesamtkapazität die jeweilige Generation ausgelegt ist – und ob die Erweiterungsmodule zur vorhandenen Basiseinheit passen.
Wie viele MPP-Tracker brauche ich?
Bei unterschiedlicher Ausrichtung – etwa Ost und West – sind getrennte Regelkreise nötig, damit die schwächere Seite die stärkere nicht ausbremst. Aber auch bei gleicher Ausrichtung können Teilverschattung, unterschiedliche Modultypen oder abweichende elektrische Kennwerte getrennte Tracker sinnvoll machen. Im Direktvergleich nennt die Solarbank 2 E1600 Pro 4 MPPT mit insgesamt 2.400 W PV-Eingang, das NOAH 2000 nennt 2 MPPT mit 1.800 W Solareingang und unterstützt bis zu vier Module.
Lohnt sich ein Speicher überhaupt, wenn ich tagsüber arbeite?
Ein hoher Verbrauch außerhalb der PV-Erzeugungszeit kann einen Speicher sinnvoller machen, garantiert aber keine Wirtschaftlichkeit. Ohne Speicher fließt der Mittagsüberschuss ins Netz, während der eigene Verbrauch abends anfällt. Ob sich das rechnet, hängt zusätzlich von Überschussmenge, nutzbarer Kapazität, Wirkungsgrad und Anschaffungskosten ab.
Wie groß sollte der Speicher sein?
Der Jahresverbrauch allein ist keine brauchbare Grundlage. Für die sinnvolle Größe zählen vor allem der PV-Überschuss, das zeitliche Lastprofil, der Abend- und Nachtverbrauch, die nutzbare Speicherkapazität, Lade- und Entladeleistung, der Wirkungsgrad und die Anschaffungskosten.
Kann ich den Speicher im Keller aufstellen?
Ja, und die Temperaturfrage entschärft sich dort von allein. Achte auf ausreichende Belüftung und darauf, dass die Leitungswege zu den Modulen praktikabel bleiben.
Was passiert im Sommer mit dem Überschuss?
Ist der Speicher voll, geht der weitere Ertrag ins Netz. Das ist normal und kein Fehler – es ist der Grund, warum eine größere Kapazität nicht automatisch mehr bringt.
Brauche ich für den netzunabhängigen Ausgang einen Elektriker?
Nein, dort steckst du Geräte direkt ein. Ein Elektriker ist erst nötig, wenn das Hausnetz im Stromausfall weiterlaufen soll – dafür braucht es eine Ersatzstromlösung mit Netztrennung.
Muss ich den Speicher anmelden?
Für Balkonkraftwerk und Speicher gelten Registrierungspflichten. Welche Angaben im Einzelfall nötig sind, hängt von der Anlage ab und sollte vor der Inbetriebnahme geklärt werden.
Kann ich später von einem System auf das andere wechseln?
Technisch ja, wirtschaftlich selten sinnvoll. Erweiterungsmodule sind herstellergebunden – deshalb lohnt es sich, die Frage nach dem Standort und der Zielkapazität vor dem ersten Kauf zu klären.
Wie lange hält so ein Speicher?
Die Herstellerangaben nennen Ladezyklen und Garantiezeiträume. Diese Werte stehen im Datenblatt der jeweiligen Generation und gehören vor dem Kauf verglichen.
Weiterlesen
Dieser Beitrag stellt zwei Systeme gegenüber. Wenn du das Feld breiter aufziehen willst, hilft der große Balkonkraftwerk-Speicher-Vergleich zwischen EcoFlow, Anker SOLIX, Growatt und TSUN weiter. Dort geht es nicht nur um zwei Kandidaten, sondern um die vier Systeme, die den deutschen Markt derzeit prägen. Vor allem die Kapazitätsfrage wird dort ausführlicher behandelt: Die verbreitete Faustregel, sich allein am Jahresverbrauch zu orientieren, führt bei Balkonspeichern regelmäßig zu überdimensionierten Geräten. Für die sinnvolle Größe zählen stattdessen PV-Überschuss, Lastprofil, Abend- und Nachtverbrauch, nutzbare Kapazität, Lade- und Entladeleistung, Wirkungsgrad und Anschaffungskosten. Wer diese Größen kennt, trifft die Kaufentscheidung deutlich sicherer.
Die Notstromfunktion der Solarbank 2 E1600 Pro ist ein starkes Argument, sie wird aber oft missverstanden. Warum eine ganz normale Solaranlage bei einem Stromausfall trotzdem abschaltet, erklären wir in einem eigenen Beitrag ausführlich. Der Grund ist der gesetzlich vorgeschriebene Netz- und Anlagenschutz, der Rückspeisung ins tote Netz verhindert und damit Monteure schützt. Eine Blackout-Steckdose am Speicher umgeht dieses Problem nur für die Geräte, die du bewusst dort einsteckst. Wer dagegen möchte, dass das Haus im Stromausfall weiterläuft, braucht eine echte Ersatzstromlösung mit Netztrennung, und die gehört zwingend in die Hand einer Elektrofachkraft.
Beide Systeme werden häufig am Balkon montiert, und genau dort beginnen die praktischen Probleme. Für Mietwohnungen haben wir deshalb eine eigene Anleitung zum Balkonkraftwerk ohne Bohren und ohne Streit mit dem Vermieter geschrieben. Sie erklärt, welche Halterungen ohne Dachdurchdringung und ohne Eingriff in die Bausubstanz auskommen und warum das Gewicht der Module am Geländer wichtiger ist als die Wattzahl auf dem Datenblatt. Außerdem findest du dort einen Formulierungsvorschlag für das Gespräch mit dem Vermieter, der die typischen Einwände vorwegnimmt. Gerade wenn der Speicher später noch dazukommen soll, lohnt es sich, die Statik von Anfang an mitzudenken.
Bevor du dich für ein konkretes Modell entscheidest, solltest du die grundsätzliche Frage klären, ob sich ein Speicher bei dir überhaupt rechnet. Unsere Kaufberatung zum Balkonkraftwerk mit Speicher samt Wirtschaftlichkeitsrechnung geht genau dieser Frage nach. Ein Speicher kostet Geld, verliert bei jeder Ladung und Entladung Energie und amortisiert sich nur dann, wenn du den gespeicherten Strom auch wirklich abrufst. Bei Haushalten, die tagsüber ohnehin viel Strom verbrauchen, kann der Speicher sogar die schlechtere Investition sein als ein zusätzliches Modul. Diese Rechnung solltest du einmal für deinen Haushalt gemacht haben, bevor du dreistellige Beträge in Akkukapazität steckst.
Und noch ein Schritt davor: Du kannst deinen Speicher nicht sinnvoll dimensionieren, wenn du deinen eigenen Verbrauch nicht kennst. Wie du ihn misst, zeigen wir im Beitrag zu smarten Steckdosen mit Energiemonitoring. Eine Messsteckdose für wenige Euro verrät dir binnen weniger Tage, welche Geräte deine Grundlast erzeugen und wie viel Strom abends tatsächlich fließt. Häufig sind es Kühlschrank, Router und Standby-Verbraucher, die den Sockel bilden, an dem sich die Speichergröße orientieren sollte. Diese Messung kostet dich fast nichts und verhindert, dass du für Kapazität bezahlst, die nie genutzt wird.
Alle weiteren Beiträge rund um Photovoltaik, Speicher, Notstrom und Stromkosten findest du gebündelt in unserer Rubrik Energie.
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Growatt NOAH 2000 ansehenDC-gekoppelt · separater Mikrowechselrichter nötigVerglichene Modelle und Stand: Dieser Beitrag vergleicht die Anker SOLIX Solarbank 2 E1600 Pro mit dem Growatt NOAH 2000 und nennt die Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro an einzelnen Stellen als weitere Generation; die erste Generation Solarbank E1600 ist ausdrücklich abgegrenzt, und die neuere Solarbank 4 E5000 Pro ist nicht Gegenstand dieses Direktvergleichs. Alle technischen Angaben beruhen auf Herstellerangaben von Anker und Growatt, Stand 25. August 2026. Modellpflege ist bei beiden Herstellern schnell – maßgeblich ist das Datenblatt deiner konkreten Wunschgeneration. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und Einordnung und ersetzt keine individuelle Beratung. Angaben zu Ausstattung und Funktionen beruhen auf Herstellerangaben und können sich zwischen Modellgenerationen unterscheiden – prüfe Notstromfunktion, Frostschutz, Schutzklasse und Erweiterbarkeit vor dem Kauf im Datenblatt deines konkreten Modells. Preise und Aktionscodes ändern sich laufend und werden hier bewusst nicht genannt. Die Anmeldung im Marktstammdatenregister bleibt verpflichtend.
Den Solaranlagen-Vergleich zu nutzen ist gratis und völlig unverbindlich. Du forderst Angebote an, siehst sie in Ruhe durch und entscheidest allein, ob und mit wem du weitermachst. Kosten entstehen erst, wenn du dich für einen Fachbetrieb entscheidest.
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