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Für dein Kind sparen: Kinderkonto, Tagesgeld und der Steuervorteil, den viele übersehen
Wer früh und regelmäßig für den Nachwuchs spart, legt mit kleinen Beträgen ein überraschend großes Polster an – für Führerschein, Ausbildung oder den Start ins eigene Leben. Der Clou liegt aber weniger im Zins als in einem Steuervorteil, den viele Eltern nicht kennen. Hier erfährst du, welche Konten sich eignen, wie der Vorteil funktioniert und worauf du unbedingt achten solltest.
Warum sich früh anfangen lohnt
Zeit ist beim Sparen der größte Hebel. Wer früh beginnt, lässt nicht nur das eingezahlte Geld arbeiten, sondern auch die Zinsen der Vorjahre – der Zinseszins-Effekt wirkt über viele Jahre spürbar. Selbst kleine, regelmäßige Beträge summieren sich bis zur Volljährigkeit zu einem ordentlichen Betrag. Und gerade weil der Anlagehorizont so lang ist, kannst du gelassen bleiben: Für sicherheitsorientiertes Sparen reichen verzinste Konten mit Einlagensicherung, ganz ohne Kursrisiko.
Welche Konten eignen sich?
Kinder-Tagesgeld
- täglich verfügbar,
- flexibel für laufendes Sparen,
- ideal für den Anfang,
- variabler Zins.
Kinder-Festgeld
- fester Zins über die Laufzeit,
- gut für längerfristige Rücklagen,
- Geld ist gebunden,
- planbar bis zum Ziel.
Kinder-Girokonto
- eher zum Taschengeld-Üben,
- keine Überziehung möglich,
- kaum Verzinsung,
- nicht der Spar-Schwerpunkt.
Zum eigentlichen Vermögensaufbau sind das verzinste Tagesgeld und das Festgeld die naheliegende Wahl. Ein Kinder-Girokonto ist eher dazu da, dass Kinder den Umgang mit Geld lernen. Viele Banken bieten die Sparkonten für Kinder kostenfrei an – Voraussetzung ist, dass ein Elternteil das Konto für das minderjährige Kind eröffnet und verwaltet.
Der eigentliche Trumpf: der Steuervorteil
- Das Kind hat eigene Freibeträge. Läuft das Konto auf den Namen des Kindes, zählen die Zinsen als sein Einkommen – und das Kind hat einen eigenen Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Jahr sowie zusätzlich den steuerlichen Grundfreibetrag.
- Zinsen bleiben meist steuerfrei. Weil Kinder in der Regel kein weiteres Einkommen haben, liegen die Zinserträge fast immer unter diesen Grenzen – es fällt also keine Abgeltungsteuer an.
- Freistellungsauftrag stellen. Damit die Bank gar nichts einbehält, richtest du für das Konto des Kindes einen Freistellungsauftrag ein. So kommt der Vorteil automatisch zum Tragen.
Zwei Konten, die sich fürs Sparen anbieten
Renault Bank direkt – Konten für Kinder
Die Renault Bank direkt bietet verzinste Sparkonten, bei denen das Kind Inhaber ist – also genau die Konstellation, in der der eigene Freibetrag des Kindes greift. Als europäische Direktbank untersteht sie der französischen Einlagensicherung bis 100.000 Euro. Weil es sich um eine Auslandsbank handelt, gibst du die Zinsen selbst über die Anlage KAP an – dank der Freibeträge fällt dabei meist ohnehin keine Steuer an.
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BBBank – Kinderkonto
Die BBBank, eine bundesweit tätige Genossenschaftsbank, bietet ein Kinderkonto ab sieben Jahren als Taschengeld- und Sparkonto. Kinder und Jugendliche lernen damit, eigenes Geld zu verwalten, ohne ins Minus rutschen zu können. Kontoführung und girocard sind kostenfrei, eine Visa BasicCard lässt sich ab zwölf Jahren dazubestellen – eine solide Wahl, wenn du deutsche Einlagensicherung und Filialnähe schätzt.
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Einen breiteren Überblick über die Angebote findest du in unseren Übersichten zur Renault Bank direkt und zur BBBank.
Wichtig: Das solltest du vorher wissen
- Das Geld gehört dem Kind. Sobald das Konto auf den Namen des Kindes läuft, ist das Vermögen rechtlich seines. Als Eltern verwaltet ihr es treuhänderisch und dürft es nur im Sinne des Kindes verwenden – nicht für eigene Zwecke.
- Mit 18 hat es die volle Kontrolle. Ab der Volljährigkeit kann dein Kind frei über das Ersparte verfügen. Plane das bewusst ein, wenn es um größere Summen geht.
- Familienversicherung im Blick behalten. Zu hohe eigene Einkünfte des Kindes – etwa aus Zinsen – können in seltenen Fällen die beitragsfreie Familienversicherung berühren. Bei üblichen Sparbeträgen ist das kein Thema, bei großen Vermögen lohnt ein Blick auf die aktuellen Grenzen.
- Später BAföG bedenken. Eigenes Vermögen des Kindes kann bei einer späteren Ausbildungsförderung angerechnet werden. Auch das spielt erst bei größeren Beträgen eine Rolle.
In vier Schritten starten
- Kontoart wählen. Tagesgeld fürs flexible, laufende Sparen; Festgeld für einen längerfristig festgelegten Betrag.
- Konto auf das Kind eröffnen. Als Elternteil eröffnest und verwaltest du es – wichtig, damit der Freibetrag des Kindes greift.
- Freistellungsauftrag einrichten. So bleibt die Verzinsung im Rahmen der Freibeträge steuerfrei, ohne dass die Bank etwas einbehält.
- Dauerauftrag einrichten. Ein kleiner monatlicher Betrag, automatisch überwiesen, ist der einfachste Weg zum stetigen Wachstum.
Fazit
Für Kinder zu sparen ist einfacher und lohnender, als viele denken. Ein verzinstes Konto auf den Namen des Kindes verbindet Sicherheit durch die Einlagensicherung mit einem echten Steuervorteil, weil das Kind seine eigenen Freibeträge nutzt. Wähle zwischen Tagesgeld für Flexibilität und Festgeld für Planbarkeit, richte einen Freistellungsauftrag und einen kleinen Dauerauftrag ein – und behalte im Hinterkopf, dass das Geld rechtlich dem Kind gehört. Wer früh anfängt, schenkt seinem Nachwuchs am Ende einen echten finanziellen Vorsprung.
Häufige Fragen
Warum sollte das Konto auf den Namen des Kindes laufen?
Weil dann die Zinsen als Einkommen des Kindes gelten und dessen eigene Freibeträge greifen – der Sparerpauschbetrag von 1.000 € plus der Grundfreibetrag. Da Kinder meist kein weiteres Einkommen haben, bleiben die Erträge in aller Regel steuerfrei.
Bleiben die Zinsen wirklich steuerfrei?
In den allermeisten Fällen ja. Solange die Zinserträge des Kindes unter dem Sparerpauschbetrag und dem Grundfreibetrag bleiben, fällt keine Abgeltungsteuer an. Mit einem Freistellungsauftrag behält die Bank von vornherein nichts ein.
Tagesgeld oder Festgeld – was ist besser fürs Kind?
Das hängt vom Ziel ab. Tagesgeld ist flexibel und ideal fürs laufende, monatliche Sparen. Festgeld sichert einen festen Zins über eine feste Laufzeit und passt für Beträge, die du länger nicht brauchst. Eine Kombination ist oft sinnvoll.
Wem gehört das Geld auf dem Konto?
Dem Kind. Läuft das Konto auf seinen Namen, ist das Vermögen rechtlich seines. Eltern verwalten es treuhänderisch und dürfen es nur im Interesse des Kindes einsetzen. Mit 18 kann das Kind frei darüber verfügen.
Kann ich als Elternteil das Konto eröffnen?
Ja. Bei einem minderjährigen Kind eröffnen und verwalten die Eltern das Konto. Bei gemeinsamem Sorgerecht ist dafür in der Regel die Zustimmung beider Elternteile nötig.
Beeinflusst das Ersparte die Familienversicherung oder BAföG?
Bei üblichen Sparbeträgen nicht. Erst bei größeren Vermögen oder hohen Zinserträgen können die beitragsfreie Familienversicherung oder eine spätere Ausbildungsförderung berührt werden. Dann lohnt ein Blick auf die jeweils aktuellen Grenzen.
Wie viel sollte ich monatlich sparen?
Das entscheidest allein du – wichtiger als die Höhe ist die Regelmäßigkeit. Schon ein kleiner, per Dauerauftrag automatisierter Betrag wächst über die Jahre durch den Zinseszins spürbar an.
Ist so ein Konto sicher?
Ja. Verzinste Sparkonten fallen unter die Einlagensicherung, die Einlagen bis 100.000 Euro pro Kunde schützt. Anders als bei Aktien oder Fonds gibt es kein Kursrisiko – der angelegte Betrag bleibt erhalten.
Transparenz: Dieser Beitrag enthält mit „Anzeige" gekennzeichnete Empfehlungslinks. Wenn du darüber ein Konto eröffnest, kann alarm.de eine Vergütung erhalten – für dich ohne Mehrkosten. Das beeinflusst nicht die inhaltliche Einordnung. Dieser Beitrag ist allgemeine Information und keine Steuerberatung.