Girokonto wechseln: so einfach geht der Kontowechsel wirklich
Bild: KI-generiert
Geschrieben von Michael Radtke · Zuletzt aktualisiert: 6. Juli 2026
Anzeige
Günstiger Kredit trotz mittelmäßigem Score?

Nicht perfekt heißt nicht chancenlos. Ein breiter Vergleich plus Vermittler erhöht deine Chancen.

Schufaneutral – kostenlos und unverbindlich.

Finanzen · Konto & Karte · Ratgeber

Girokonto wechseln: so einfach geht der Kontowechsel wirklich

Zu hohe Kontoführungsgebühren, schlechter Service oder ein besseres Angebot woanders – Gründe für einen Kontowechsel gibt es viele. Trotzdem schrecken viele davor zurück, weil sie einen Berg an Aufwand befürchten. Dabei ist der Wechsel heute gesetzlich geregelt und läuft größtenteils automatisch. Hier erfährst du, wie der Kontowechselservice funktioniert und worauf du achten solltest.

Auf einen Blick: Seit 2016 ist der Kontowechselservice gesetzlich vorgeschrieben. Deine neue Bank übernimmt die Arbeit: Sie überträgt deine Daueraufträge und Lastschriften vom alten Konto und informiert auf Wunsch die wichtigsten Zahlungspartner über die neue Kontoverbindung. Für dich bedeutet das wenige Klicks statt Papierkram. Wichtig ist nur, das alte Konto erst zu schließen, wenn alle Zahlungen sicher über das neue laufen.

Warum sich ein Wechsel lohnen kann

Der häufigste Grund ist Geld: Viele Filialbanken verlangen Kontoführungsgebühren, während zahlreiche Direktbanken ein kostenloses Girokonto anbieten. Dazu kommen oft bessere Konditionen im Ausland, eine kostenlose Karte oder eine Wechselprämie für Neukunden. Auch besserer digitaler Service, eine gute App oder Zinsen auf das Guthaben können den Ausschlag geben. Weil der Wechsel kaum noch Aufwand bedeutet, lohnt sich der Vergleich fast immer.

Was der Kontowechselservice für dich erledigt

  • Daueraufträge übertragen. Deine regelmäßigen Überweisungen werden auf das neue Konto übernommen.
  • Lastschriften mitnehmen. Bestehende Einzugsermächtigungen werden auf die neue Verbindung umgestellt.
  • Zahlungspartner informieren. Auf Wunsch benachrichtigt die neue Bank Arbeitgeber, Versorger und andere regelmäßige Zahlungspartner über deine neue IBAN.

In fünf Schritten zum neuen Konto

  1. Neues Konto eröffnen. Bei der Wunschbank online beantragen und per Video- oder PostIdent legitimieren.
  2. Kontowechselservice starten. Beim neuen Anbieter den Wechselservice aktivieren und das alte Konto angeben.
  3. Zahlungen übertragen lassen. Die neue Bank übernimmt Daueraufträge und Lastschriften und informiert auf Wunsch deine Zahlungspartner.
  4. Guthaben umbuchen. Restguthaben vom alten Konto auf das neue überweisen.
  5. Altes Konto schließen. Erst kündigen, wenn über einige Wochen sicher alle Zahlungen über das neue Konto laufen.

Kostenlose Girokonten für den Wechsel

Diese drei Konten sind gebührenfrei und für einen Wechsel gut geeignet – von der etablierten Direktbank bis zur Genossenschaftsbank:

DKB Girokonto

Kostenloses Konto einer etablierten deutschen Direktbank mit Visa Debit, mit der du weltweit gebührenfrei zahlst. Deutsche Einlagensicherung.

DKB Girokonto ansehen

Anzeige · kostenlos · weltweit gebührenfrei zahlen

Details im DKB-Ratgeber.

C24 Girokonto

Kostenloses Konto mit Zinsen auf das Guthaben und einer Visa Debit für weltweit gebührenfreies Bezahlen. Deutsche Einlagensicherung.

C24 Girokonto ansehen

Anzeige · kostenlos · Zinsen aufs Guthaben

Details im C24-Ratgeber.

BBBank Girokonto

Girokonto einer bundesweit tätigen Genossenschaftsbank mit Startprämie für Neukunden und girocard sowie Visa DirectCard. Wer Filialnähe und genossenschaftliche Sicherung schätzt, ist hier gut aufgehoben.

BBBank Girokonto ansehen

Anzeige · Startprämie für Neukunden · Genossenschaftsbank

Mehr in der BBBank-Übersicht.

Worauf du beim Wechsel achten solltest

  • Altes Konto nicht zu früh schließen. Warte, bis über mehrere Wochen alle Gehalts­eingänge, Daueraufträge und Lastschriften nachweislich über das neue Konto laufen.
  • Wichtige Zahlungspartner selbst prüfen. Kontrolliere, ob Arbeitgeber, Vermieter und Versorger die neue IBAN haben – auch wenn der Service sie informiert.
  • Dispo und Daueraufträge übertragen. Ein eingeräumter Dispo wird nicht automatisch übernommen; kläre ihn beim neuen Konto neu.
  • Prämienbedingungen lesen. Wechselprämien sind oft an Bedingungen wie einen regelmäßigen Geldeingang geknüpft und zählen steuerlich als sonstige Einkünfte.

Fazit

Ein Girokonto zu wechseln ist heute kein Kraftakt mehr: Der gesetzliche Kontowechselservice nimmt dir den Großteil der Arbeit ab, indem die neue Bank Daueraufträge und Lastschriften überträgt und deine Zahlungspartner informiert. So sparst du dir Gebühren oder sicherst dir bessere Konditionen, ohne dich um jeden Einzelposten kümmern zu müssen. Achte nur darauf, das alte Konto erst zu schließen, wenn alles sicher läuft – dann ist der Wechsel in wenigen Tagen erledigt.

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein Kontowechsel?

Die Eröffnung des neuen Kontos geht meist in wenigen Minuten online, die Legitimation per Video- oder PostIdent kurz darauf. Der Kontowechselservice überträgt Daueraufträge und Lastschriften in der Regel innerhalb weniger Tage. Insgesamt solltest du den alten Zugang aber einige Wochen offen halten.

Kostet der Kontowechsel etwas?

Der Kontowechselservice selbst ist kostenlos – er ist gesetzlich vorgeschrieben. Achte nur auf mögliche Gebühren beim alten Konto bis zur Schließung und auf die Konditionen des neuen Kontos.

Werden meine Daueraufträge und Lastschriften übernommen?

Ja. Genau das ist die Aufgabe des Kontowechselservice: Deine neue Bank überträgt bestehende Daueraufträge und Lastschriften und informiert auf Wunsch deine regelmäßigen Zahlungspartner über die neue Kontoverbindung.

Wann sollte ich mein altes Konto schließen?

Erst, wenn du über mehrere Wochen sicher bist, dass Gehalt, Daueraufträge und Lastschriften vollständig über das neue Konto laufen. So vermeidest du geplatzte Zahlungen oder Mahnungen.

Kann ich trotz Schufa-Eintrag ein neues Girokonto bekommen?

Bei einem regulären Girokonto prüfen Banken die Bonität. Wird abgelehnt, hast du ein Recht auf ein Basiskonto (Girokonto für jedermann), das grundlegende Zahlungsfunktionen bietet. Die Konditionen können aber weniger attraktiv sein.

Muss ich meinen Arbeitgeber informieren?

Der Kontowechselservice bietet an, deine Zahlungspartner inklusive Arbeitgeber zu benachrichtigen. Zur Sicherheit solltest du die neue IBAN bei Gehalt und wichtigen Verträgen aber selbst nachprüfen.

Lohnt sich ein kostenloses Girokonto überhaupt?

Meistens ja. Viele Direktbanken bieten Konten ganz ohne Kontoführungsgebühr, teils mit kostenloser Karte, Auslandsvorteilen oder Zinsen aufs Guthaben. Gegenüber einem gebührenpflichtigen Filialkonto sparst du so oft spürbar.

Sind die Konten sicher?

Ja. Guthaben auf Girokonten deutscher Banken fallen unter die gesetzliche Einlagensicherung, die Einlagen bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank schützt.

Transparenz: Dieser Beitrag enthält mit „Anzeige" gekennzeichnete Empfehlungslinks. Wenn du darüber ein Konto eröffnest, kann alarm.de eine Vergütung erhalten – für dich ohne Mehrkosten. Das beeinflusst nicht die inhaltliche Einordnung.

Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel? Hier können Sie uns schreiben →
Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin →