Hebel und Margin beim CFD-Handel 2026: die Staffel von 1:30 bis 1:2 und was sie für dein Konto bedeutet
Bild: KI-generiert
Geschrieben von Michael Radtke · Zuletzt aktualisiert: 14. August 2026

Hebel und Margin beim CFD-Handel 2026: die Staffel von 1:30 bis 1:2 und was sie für dein Konto bedeutet

Der Hebel ist die Zahl, mit der geworben wird – und die häufig missverstanden wird. „Bis zu 1:30“ gilt nur für die wichtigsten Währungspaare; bei Indizes, Rohstoffen, Aktien und Krypto sind die Grenzen deutlich strenger. Diese Seite erklärt, was Margin wirklich ist, wie die komplette Hebelstaffel aussieht, wie du die erforderliche Sicherheitsleistung und deine Positionsgröße rechnest, wann der Margin-Close-out greift und warum es für Privatkunden keine Nachschusspflicht gibt.

Das Wichtigste vorweg
  • Der Hebel bestimmt, wie viel Margin für einen bestimmten Positionswert erforderlich ist – Gewinn und Verlust richten sich nach dem Positionswert.
  • Die Staffel für Privatkunden reicht von 1:30 bei Major-Währungs-CFDs bis 1:2 bei Kryptowährungs-CFDs.
  • Margin ist keine Gebühr, sondern gebundenes Guthaben; entscheidend für dein Risiko ist die freie Margin.
  • Der Margin-Close-out greift bei 50 Prozent der erforderlichen Mindestmargin, der Negativsaldoschutz begrenzt die Haftung auf die verfügbaren Mittel.
  • Die Positionsgröße leitet sich aus deinem Risikobetrag ab, nicht aus der verfügbaren Margin.
Risikohinweis

Risikowarnung: CFDs sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko, aufgrund der Hebelwirkung schnell Geld zu verlieren. 83 % der Konten von Kleinanlegern verlieren beim Handel mit CFDs bei diesem Anbieter Geld. Sie sollten abwägen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie das hohe Risiko eingehen können, Ihr Geld zu verlieren.

Diese Quote ist der Grund, warum diese Seite existiert. Wer den Hebel als Chance liest, überspringt die Rechnung, die dahintersteht – und genau diese Rechnung entscheidet, ob ein Konto einen Fehlgriff übersteht oder nicht.

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Direkt zu den Instrumentendetails

Welche Hebelklasse für ein konkretes Instrument gilt, steht in der Instrumentenspezifikation – nicht in der Werbung.

Was der Hebel wirklich macht

Ein Hebel von 1:20 bedeutet: Für eine Position im Wert von 10.000 Euro hinterlegst du 500 Euro als Sicherheitsleistung, also 5 Prozent. Der entscheidende Satz kommt danach: Gewinn und Verlust richten sich nach den 10.000 Euro, nicht nach den 500.

Bewegt sich der Kurs um ein Prozent zu deinen Gunsten, sind das 100 Euro – gemessen an deinem Einsatz von 500 Euro Margin ein Plus von 20 Prozent. Bewegt er sich um ein Prozent gegen dich, ist es dasselbe in die andere Richtung. Bei fünf Prozent Gegenbewegung beträgt der rechnerische Verlust 500 Euro – also genauso viel wie die anfänglich erforderliche Margin. Das bedeutet aber nicht, dass die Position deshalb automatisch geschlossen wird: Entscheidend für den Margin-Close-out ist das Eigenkapital des gesamten CFD-Kontos im Verhältnis zur erforderlichen Margin.

Wichtig zur Einordnung

Der Hebel bestimmt, wie viel Margin für einen bestimmten Positionswert erforderlich ist. Ein höherer Hebel ermöglicht bei gleicher Margin eine größere Position – Gewinn und Verlust richten sich aber nach dem tatsächlichen Positionswert, nicht nach der Margin. Die Wahrscheinlichkeit, richtig zu liegen, verändert er nicht. Das Rechenbeispiel oben ist bewusst rund gewählt und enthält weder Spread noch Provision noch Finanzierung.

Die komplette Hebelstaffel für Privatkunden

Im Europäischen Wirtschaftsraum sind die Obergrenzen nach Anlageklasse gestaffelt. Sie sind keine Anbieterentscheidung, sondern eine Vorgabe – und sie sagen etwas darüber aus, wie stark eine Klasse schwankt:

InstrumentenklasseHebel bisAnfängliche MarginWas das praktisch heißt
Major-Währungs-CFDs1:303,33 ProzentDie lockerste Stufe – und die einzige, für die die beworbene Zahl zutrifft
Weitere Währungs-CFDs, Index-CFDs auf die wichtigsten Indizes, Gold-CFDs1:205 ProzentEine Gegenbewegung von 5 Prozent entspricht bei unverändertem Positionswert rechnerisch einem Verlust in Höhe der anfänglichen Margin – der Close-out richtet sich jedoch nach dem Margin-Level des Kontos
Übrige Rohstoff-CFDs und weitere Index-CFDs1:1010 ProzentÖl, Erdgas, Silber und Agrarrohstoffe fallen hierunter
Aktien- und ETF-CFDs1:520 ProzentEinzelwerte können auf eine Meldung hin deutlich springen
Kryptowährungs-CFDs1:250 ProzentDie strengste Stufe überhaupt – die Hälfte des Positionswerts wird gebunden

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Vorgaben für Privatkunden im Europäischen Wirtschaftsraum. Welche Klasse für ein konkretes Instrument gilt, steht in der Instrumentenspezifikation des Anbieters.

Diese Tabelle ist der schnellste Weg, eine Werbeaussage einzuordnen. Steht auf einer Seite „Hebel bis zu 1:30“ und geht es dort um einen Index, einen Rohstoff oder eine Kryptowährung, ist die Zahl für dieses Instrument nicht einschlägig.

Margin: erforderlich, gebunden, frei

Margin ist keine Gebühr. Sie wird nicht abgebucht, sondern blockiert – und beim Schließen der Position wieder freigegeben. Drei Begriffe gehören auseinandergehalten:

BegriffWas er bedeutetWarum er zählt
Erforderliche MarginWas eine Position mindestens verlangtPositionswert geteilt durch den Hebel
Gebundene MarginWas für offene Positionen aktuell blockiert istSteht für neue Positionen nicht zur Verfügung
Freie MarginDer Rest des KontosDer eigentliche Puffer: Kursbewegungen gegen dich zehren hier

← Tabelle seitlich scrollen →

Die Bezeichnungen können je Plattform abweichen. Maßgeblich ist die Darstellung in deinem Konto.

Ein typischer Denkfehler steckt in der Formulierung „meine Margin schrumpft“. Die gebundene Margin bleibt zunächst, was sie ist – was schrumpft, ist die freie Margin, also der Puffer. Genau dieser Puffer entscheidet, wie viel Gegenbewegung eine Position aushält.

So rechnest du die erforderliche Margin

Die Formel ist schlicht: Positionswert geteilt durch den Hebel. Oder gleichbedeutend: Positionswert mal Margin-Satz.

  • Position 10.000 Euro bei 1:30 → rund 333 Euro gebunden
  • Position 10.000 Euro bei 1:20 → 500 Euro
  • Position 10.000 Euro bei 1:10 → 1.000 Euro
  • Position 10.000 Euro bei 1:5 → 2.000 Euro
  • Position 10.000 Euro bei 1:2 → 5.000 Euro

Diese Beispiele sind gerundet und enthalten keine Kosten. Der konkrete Margin-Satz, die Kontraktgröße und der Geldwert je Punkt stehen in den Instrumentendetails – ohne diese drei Angaben lässt sich keine seriöse Rechnung aufstellen.

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Konditionen selbst nachsehen

Ohne Kontraktgröße und Punktwert lässt sich weder die Margin noch die Positionsgröße rechnen – beides steht in der Instrumentenspezifikation.

Positionsgröße: die Rechnung, die den Hebel ersetzt

Der Hebel sagt, wie groß eine Position sein darf. Er sagt nicht, wie groß sie sein sollte. Diese Frage beantwortet nur eine Rechnung, und zwar in dieser Reihenfolge:

  1. Risikobetrag festlegen. Wie viel darf dieser eine Trade kosten? Ein Betrag, kein Gefühl.
  2. Stop-Abstand bestimmen. Wo ist die Idee widerlegt? Dort steht der Stop.
  3. Größe ableiten. Positionsgröße = Risikobetrag geteilt durch (Stop-Abstand × Geldwert je Punkt beziehungsweise je Pip und Einheit).
Ein wichtiger Schritt vor der ersten Order

Wer umgekehrt rechnet und schaut, welche Position die verfügbare Margin gerade hergibt, richtet sein Risiko am Hebel aus statt an der eigenen Planung. Das ist der Unterschied zwischen einem Konto, das einen Fehlgriff übersteht, und einem, das nach drei Fehlgriffen leer ist.

Margin-Close-out und Negativsaldoschutz

Zwei Schutzregeln greifen für Privatkunden, beide auf Kontoebene:

Der Margin-Close-out. Der Anbieter muss eine oder mehrere CFD-Positionen schließen, wenn die Mittel auf dem CFD-Konto auf 50 Prozent der erforderlichen Mindestmargin fallen. Das ist kein Sicherheitsnetz mit garantiertem Kurs: Geschlossen wird zum dann verfügbaren Kurs, der bei schnellen Bewegungen schlechter ausfallen kann.

Der Negativsaldoschutz. Er begrenzt die Haftung aus CFD-Positionen grundsätzlich auf die für den CFD-Handel auf diesem Konto verfügbaren Mittel. Eine Nachschusspflicht gibt es für Privatkunden damit nicht – die Mittel selbst können aber vollständig verloren gehen.

Ein Margin Call, also der Hinweis auf knappe Margin, ist weder Pflicht noch Garantie. Bei schnellen Bewegungen kann der Close-out ausgelöst werden, bevor du reagieren konntest. Wer seine Planung auf eine Warnung stützt, plant zu knapp.

Was der Hebel mit deinen Kosten macht

Der Hebel selbst hat keinen eigenen Preis. Handelskosten entstehen an der Position und können mit ihrer Größe stärker ins Gewicht fallen. Wie die einzelnen Posten konkret berechnet werden, hängt vom Instrument und von der jeweiligen Gebührenart ab:

  • Spread. Die Differenz zwischen Geld- und Briefkurs; im Verhältnis zur hinterlegten Margin fällt sie bei größeren Positionen stärker ins Gewicht.
  • Provision. Je nach Instrument, ebenfalls bezogen auf die Position.
  • Overnight-Swap. Die Finanzierungskorrektur für Positionen, die über Nacht offen bleiben.
  • Future-Rollover. Bei futuresbasierten Instrumenten die Gebühr beim Kontraktwechsel; laut Gebührenübersicht der Spread fürs Schließen und Wiedereröffnen.
  • Margin-Anpassung bei abweichender Kontowährung. Laut Gebührenübersicht bis zu 0,3 Prozent.

Daraus folgt eine unbequeme Einsicht: Eine Position muss ihre Kosten erst verdienen, bevor überhaupt ein Gewinn entsteht – und bei größerer Position sind diese Kosten absolut höher. Bei sehr kurzen Haltedauern ist das der Grund, warum ein Trade direkt nach dem Öffnen im Minus steht.

Hebelwirkung an einem durchgerechneten Beispiel

Zahlen machen den Unterschied greifbarer als jede Erklärung. Angenommen, du hast 2.000 Euro auf dem Konto und eröffnest eine Position im Wert von 10.000 Euro auf einen Index mit einer Hebelgrenze von 1:20. Erforderlich sind 500 Euro Margin. Entscheidend für den Margin-Close-out ist danach das Eigenkapital des CFD-Kontos im Verhältnis zur erforderlichen Margin – das sogenannte Margin-Level.

KursbewegungErgebnisKontoeigenkapitalMargin-Level
+2 Prozent+200 Euro2.200 Euro440 Prozent
−2 Prozent−200 Euro1.800 Euro360 Prozent
−10 Prozent−1.000 Euro1.000 Euro200 Prozent
−15 Prozent−1.500 Euro500 Euro100 Prozent
−17,5 Prozent−1.750 Euro250 Euro50 Prozent – Schwelle für den Margin-Close-out

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Vereinfachtes Rechenbeispiel der Redaktion, gerundet und ohne Kosten, Slippage oder Kurslücken. Margin-Level = Kontoeigenkapital geteilt durch erforderliche Margin. Es beschreibt keine tatsächliche Wertentwicklung.

Zwei Dinge fallen auf. Erstens: Eine Bewegung von zwei Prozent, wie sie an einem normalen Handelstag vorkommt, verändert das Konto um zehn Prozent. Zweitens: Bei 15 Prozent Gegenbewegung entspricht das Eigenkapital noch genau der erforderlichen Margin – die Close-out-Schwelle von 50 Prozent ist erst bei rund 17,5 Prozent erreicht. Wer glaubt, die Position werde geschlossen, sobald der Verlust die Margin erreicht, rechnet falsch.

Wer dieselbe Rechnung mit einer Position von 4.000 Euro statt 10.000 aufstellt, hat bei jeder Bewegung mehr Luft. Das ist der ganze Unterschied zwischen einem Konto, das arbeitet, und einem, das zittert.

Warum die Staffel so aussieht, wie sie aussieht

Die Abstufung von 1:30 bis 1:2 wirkt willkürlich, folgt aber einem Gedanken: Je stärker eine Anlageklasse typischerweise schwankt, desto weniger Hebel ist für Privatkunden zulässig. Bei einem Major-Währungspaar sind Tagesbewegungen von mehreren Prozent selten; bei einer Kryptowährung sind sie normal.

Daraus folgt eine nützliche Lesart: Die Hebelklasse ist selbst eine Risikoangabe. Wenn ein Instrument nur mit 1:2 handelbar ist, sagt die Aufsicht damit, dass hier mit deutlich größeren Ausschlägen zu rechnen ist. Diese Information steht in keiner Werbung, aber in jeder Instrumentenspezifikation.

Wichtig ist dabei die Grenze der Aussage: Die Staffel ordnet Anlageklassen ein, nicht einzelne Instrumente oder Marktphasen. Auch ein Basiswert aus einer lockeren Klasse kann an einem einzelnen Tag ungewöhnlich stark springen – etwa rund um eine Datenveröffentlichung.

Mehrere Positionen gleichzeitig: der geteilte Puffer

Eine Sache übersehen viele beim Rechnen: Die freie Margin ist ein einziger Topf für alle offenen Positionen. Wer drei Positionen hält, teilt denselben Puffer auf drei Risiken auf – und der Margin-Close-out schaut auf das Konto, nicht auf den einzelnen Trade.

Besonders heikel wird das, wenn die Positionen in dieselbe Richtung zeigen. Drei Index-CFDs auf drei verschiedene Länder sehen nach Streuung aus, reagieren an einem schwachen Börsentag aber häufig ähnlich. Dann zehren alle drei gleichzeitig am selben Puffer.

Praktische Folge: Der Risikobetrag gilt nicht je Trade, sondern zusätzlich für das Konto insgesamt. Wer je Position ein Prozent riskiert, aber zehn Positionen hält, riskiert im ungünstigen Fall zehn Prozent auf einmal.

Hebel je Anlageklasse: wo du die Details findest

Jede Klasse hat eigene Besonderheiten, die über den Hebel hinausgehen. Die ausführlichen Seiten dazu:

Forex handeln – die einzige Klasse, für die 1:30 tatsächlich gilt, und auch dort nur für die Major-Paare. Dort geht es zusätzlich um Pips, Lots und den Overnight-Swap, der am Zinsunterschied der beiden Währungen hängt.

DAX-CFD handeln – Hebelgrenze 1:20, dazu die Fragen nach Punktwert, Handelszeiten des Instruments und dem Unterschied zwischen Index und Einzelaktie.

Rohstoffe handeln – 1:10 für alles außer Gold, dazu der Kontraktwechsel bei futuresbasierten Instrumenten und die Frage, welcher Referenzpreis überhaupt gehandelt wird.

Krypto-CFDs handeln – die strengste Stufe mit 1:2. Dort steht auch, warum ein CFD kein Eigentum an Coins begründet und was dadurch alles wegfällt.

Die Fehler, die beim Umgang mit Hebel am meisten kosten

  • Die Werbezahl übernehmen. 1:30 gilt nur für Major-Währungs-CFDs.
  • Die Position aus der Margin ableiten. Richtig ist der Weg über den Risikobetrag.
  • Gebundene und freie Margin verwechseln. Der Puffer ist die freie Margin.
  • Auf einen Margin Call warten. Er ist weder Pflicht noch rechtzeitig garantiert.
  • Kosten am Einsatz messen. Entscheidend sind Positionsgröße und die konkrete Gebührenart.
  • Mehrere gehebelte Positionen gleichzeitig halten. Sie teilen sich denselben Puffer.

Für wen gehebelter Handel passt – und für wen nicht

AusgangslagePasst der gehebelte CFD?Warum
Du willst kurzfristige Bewegungen handeln und kennst deine RechnungDafür gebautKleine Positionsgrößen, beide Richtungen, klare Schutzregeln
Du willst langfristig Vermögen aufbauenAlternativen vergleichenLängere Haltedauern sind möglich, die Finanzierung summiert sich aber
Du willst Anteile besitzen und Dividenden erhaltenAnderes ProduktEin CFD begründet kein Eigentum; dafür gibt es das Anlagekonto
Du kannst den Einsatz nicht vollständig entbehrenNicht geeignetDie verfügbaren Mittel können vollständig verloren gehen
Du hast noch nie mit Hebelprodukten gehandeltErst übenZuerst im Demokonto rechnen und beobachten

← Tabelle seitlich scrollen →

Einordnung der Redaktion. Sie ersetzt keine individuelle Beratung und berücksichtigt deine persönlichen Verhältnisse nicht.

Wie sich Margin und freie Margin in der Praxis verhalten, lässt sich ohne eigenes Geld beobachten. Wie das sinnvoll geht und was ein Demokonto nicht abbilden kann, steht in unserem Beitrag Trading Demokonto.

Steuern

Ein CFD ist steuerlich ein Termingeschäft; Gewinne zählen zu den Einkünften aus Kapitalvermögen. Ob und in welcher Höhe tatsächlich Steuer anfällt, hängt zusätzlich von der Verlustverrechnung, vom Sparer-Pauschbetrag und von deiner persönlichen Situation ab. Eine Einschätzung deines Falls geben wir bewusst nicht ab – das gehört zu einer Steuerberatung.

Wer hinter dem Angebot steht

Libertex ist eine Handelsplattform, die von Indication Investments Ltd. genutzt wird, einer zypriotischen Investmentgesellschaft. Reguliert und beaufsichtigt wird sie von der Cyprus Securities and Exchange Commission unter der CIF-Lizenznummer 164/12; zusätzlich besteht eine in Deutschland bei der BaFin registrierte Repräsentanz. Wie das Gesamtangebot einzuordnen ist – die Trennung zwischen CFD-Konto und dem Kauf echter Aktien, die Kostenstruktur und die Grenzen – steht in unserem Beitrag Libertex im Überblick 2026.

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So kommst du zum Angebot

Wenn du den gehebelten Handel bewusst willst und deine Rechnung kennst, führt die Plattformseite direkt zu den Konditionen.

Häufige Fragen zu Hebel und Margin

Was bedeutet Hebel beim Trading?

Der Hebel gibt an, wie groß eine Position im Verhältnis zur hinterlegten Sicherheitsleistung sein darf. Bei 1:20 entspricht eine Sicherheitsleistung von 5 Prozent dem zwanzigfachen Positionswert. Gewinne und Verluste richten sich nach dem Positionswert, nicht nach dem hinterlegten Betrag – deshalb wirkt der Hebel in beide Richtungen.

Was ist Margin?

Margin ist die Sicherheitsleistung, die für eine Position auf deinem Konto gebunden wird. Zu unterscheiden sind die erforderliche Margin (was die Position mindestens verlangt), die gebundene Margin (was aktuell blockiert ist) und die freie Margin (was für neue Positionen und für Kursbewegungen übrig bleibt).

Welche Hebelgrenzen gelten für Privatkunden?

Im Europäischen Wirtschaftsraum gilt eine Staffel: bis 1:30 bei den wichtigsten Währungspaaren, 1:20 bei anderen Währungspaaren, den wichtigsten Aktienindizes und Gold, 1:10 bei übrigen Rohstoffen und weiteren Indizes, 1:5 bei Aktien- und ETF-CFDs und 1:2 bei Kryptowährungs-CFDs. Welche Klasse für ein konkretes Instrument gilt, steht in der Instrumentenspezifikation.

Warum ist der Hebel bei Kryptowährungen so viel niedriger?

Die Staffel bildet ab, wie stark eine Anlageklasse aus Sicht der Aufsicht schwankt. Kryptowährungen stehen mit 1:2 auf der strengsten Stufe, Major-Währungspaare mit 1:30 auf der lockersten. Die Einstufung ist damit selbst eine Information über das Risiko – unabhängig davon, was in der Werbung steht.

Gilt die beworbene Zahl 1:30 für alles?

Nein. Sie gilt nur für die wichtigsten Währungspaare. Auf Werbeseiten steht sie oft ohne Einschränkung, für Indizes, Rohstoffe, Aktien und Krypto sind die Grenzen aber deutlich strenger. Wer die Zahl aus einer Anzeige übernimmt, ohne den Basiswert zu prüfen, rechnet mit der falschen Größe.

Wie berechne ich die erforderliche Margin?

Positionswert geteilt durch den Hebel – oder gleichbedeutend: Positionswert mal Margin-Satz. Bei 1:20 sind das 5 Prozent, bei 1:10 zehn Prozent, bei 1:2 fünfzig Prozent. Der konkrete Satz und die Kontraktgröße stehen in den Instrumentendetails deines Anbieters.

Was ist der Unterschied zwischen gebundener und freier Margin?

Die gebundene Margin ist der Teil deines Guthabens, der für offene Positionen blockiert ist. Die freie Margin ist der Rest – sie ist der Puffer für Kursbewegungen und die Grundlage für neue Positionen. Läuft eine Position gegen dich, sinkt die freie Margin, nicht die bereits gebundene.

Was ist ein Margin-Close-out?

Eine Schutzregel auf Kontoebene: Der Anbieter muss eine oder mehrere CFD-Positionen schließen, wenn die Mittel auf dem CFD-Konto auf 50 Prozent der erforderlichen Mindestmargin fallen. Das begrenzt den Verlust, garantiert aber keinen bestimmten Schließungskurs.

Gibt es eine Nachschusspflicht?

Für Privatkunden nicht. Der Negativsaldoschutz begrenzt die Haftung aus CFD-Positionen grundsätzlich auf die für den CFD-Handel auf diesem Konto verfügbaren Mittel. Diese Mittel können allerdings vollständig verloren gehen – der Schutz verhindert Schulden, nicht Verluste.

Was ist ein Margin Call?

Ein Hinweis des Anbieters, dass die freie Margin knapp wird. Er ist keine Pflicht und keine Garantie: Bei schnellen Bewegungen kann der Margin-Close-out ausgelöst werden, bevor du reagieren konntest. Wer sich auf eine Warnung verlässt, plant zu knapp.

Erhöht ein hoher Hebel meine Gewinnchance?

Nein. Ein höherer Hebel erhöht nicht die Trefferquote. Er senkt die erforderliche Margin für einen bestimmten Positionswert und ermöglicht dadurch bei gleichem Kapital ein größeres Exposure. Gewinn und Verlust richten sich nach dem Positionswert.

Wie groß darf meine Position sein?

Das ergibt sich aus deinem Risikobetrag, nicht aus der verfügbaren Margin: Positionsgröße = Risikobetrag geteilt durch (Stop-Abstand × Geldwert je Punkt beziehungsweise je Pip und Einheit). Was ein Punkt in Geld bedeutet, steht in den Instrumentendetails.

Wie viel Geld sollte ich einzahlen?

Es gibt keine allgemeingültige Zahl. Sinnvoll ist die Frage andersherum: Welchen Betrag kannst du vollständig verlieren, ohne dass es deine Lebensplanung berührt? Dieser Betrag ist die Obergrenze – nicht der Betrag, den die Margin für eine Wunschposition verlangt.

Was kostet der Hebel?

Der Hebel selbst hat keinen eigenen Preis. Handelskosten entstehen an der Position: der Spread als Differenz zwischen Geld- und Briefkurs, je nach Instrument eine Provision, der Overnight-Swap für Positionen über Nacht, bei futuresbasierten Instrumenten die Rollover-Gebühr beim Kontraktwechsel und laut Gebührenübersicht bis zu 0,3 Prozent Margin-Anpassung bei abweichender Kontowährung. Wie die einzelnen Posten berechnet werden, hängt vom Instrument und von der Gebührenart ab.

Wirkt sich der Hebel auf den Spread aus?

Nicht auf den Spread selbst. Ein höherer Hebel ermöglicht bei gleicher Margin eine größere Position. Je größer der tatsächliche Positionswert, desto stärker wirkt ein gegebener Spread absolut. Bei unverändertem Positionswert verändert der Hebel den Spread dagegen nicht.

Was passiert, wenn der Markt springt?

Ein Stop-Loss begrenzt das Risiko, garantiert aber keinen bestimmten Ausführungskurs. Bei Kurslücken – etwa nach Datenveröffentlichungen oder außerhalb der Handelszeiten des Instruments – kann deutlich schlechter geschlossen werden, als die Marke vorsah. Der Negativsaldoschutz greift auch dann.

Kann ich den Hebel selbst einstellen?

Bei Libertex hängt der für Privatkunden maximal verfügbare Hebel von der Anlageklasse ab und wird von der Plattform bei der Order automatisch berücksichtigt. Wie viel Exposure du tatsächlich eingehst, steuerst du vor allem über die Positionsgröße. Die regulatorische Obergrenze der jeweiligen Anlageklasse lässt sich nicht überschreiten.

Was ändert sich bei einer Einstufung als professioneller Kunde?

Professionelle Kunden können höhere Hebel erhalten. Gleichzeitig gelten für sie nicht sämtliche Schutzrechte eines Privatkunden. Der Anbieter nennt unter anderem den Verzicht auf erweiterte Risikoaufklärungen, den Schutz durch den Investor Compensation Fund und die Streitschlichtung durch den Financial Ombudsman. Welche Bedingungen aktuell gelten, sollte vor einer Umstufung vollständig geprüft werden.

Gilt der Hebel auch beim Kauf echter Aktien?

Nein. Beim Kauf echter Aktien über ein Anlagekonto gibt es keinen Hebel; der Verlust ist auf den eingesetzten Betrag begrenzt. Die Hebelstaffel gilt ausschließlich für CFDs – deshalb heißen die Klassen auch Aktien-CFDs und Kryptowährungs-CFDs, nicht Aktien und Kryptowährungen.

Wie übe ich den Umgang mit Hebel und Margin?

Im Demokonto, aber mit der Summe, die du später wirklich einzahlen willst – nicht mit dem vollen virtuellen Guthaben. Sinnvoll ist, eine Position zu eröffnen und dabei zuzusehen, wie viel Margin gebunden wird und wie sich Kursbewegungen auf die freie Margin auswirken.

Wie werden Gewinne aus gehebelten CFDs besteuert?

Ein CFD ist steuerlich ein Termingeschäft; Gewinne zählen zu den Einkünften aus Kapitalvermögen. Ob und in welcher Höhe tatsächlich Steuer anfällt, hängt zusätzlich von der Verlustverrechnung, vom Sparer-Pauschbetrag und von deiner persönlichen Situation ab. Eine Einschätzung deines Falls gehört zu einer Steuerberatung.

Was passiert, wenn ich mehrere Positionen gleichzeitig halte?

Alle offenen Positionen teilen sich denselben Puffer: Die freie Margin ist ein Topf für das ganze Konto, und der Margin-Close-out schaut auf das Konto, nicht auf den einzelnen Trade. Zeigen die Positionen in dieselbe Richtung, zehren sie an einem schlechten Tag gleichzeitig daran. Der Risikobetrag gehört deshalb auch für das Konto insgesamt festgelegt.

Ist Libertex reguliert?

Libertex ist eine Handelsplattform, die von Indication Investments Ltd. genutzt wird, einer zypriotischen Investmentgesellschaft, die von der Cyprus Securities and Exchange Commission unter der CIF-Lizenznummer 164/12 reguliert und beaufsichtigt wird. Zusätzlich besteht eine in Deutschland bei der BaFin registrierte Repräsentanz (BaFin ID 10161686). Das betrifft den Anbieter, nicht das Risiko des Produkts.

Transparenz und rechtliche Hinweise

Diese Seite enthält Werbelinks. Wenn du darüber ein Konto eröffnest, kann alarm.de eine Vergütung erhalten. Für dich ändert sich dadurch nichts. Die Einordnungen sind redaktionell und keine Anlageberatung; sie berücksichtigen deine persönlichen Verhältnisse nicht.

Risikowarnung: CFDs sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko, aufgrund der Hebelwirkung schnell Geld zu verlieren. 83 % der Konten von Kleinanlegern verlieren beim Handel mit CFDs bei diesem Anbieter Geld. Sie sollten abwägen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie das hohe Risiko eingehen können, Ihr Geld zu verlieren.

LIBERTEX ist eine Handelsplattform, die von Indication Investments Ltd. genutzt wird, einer zypriotischen Investmentgesellschaft, die von der Cyprus Securities and Exchange Commission (CySEC) unter der Lizenznummer 164/12 reguliert und beaufsichtigt wird.

Indication Investments Ltd. betreibt eine Repräsentanz in Deutschland, die bei der BaFin registriert ist (BaFin ID: 10161686 / Bak Nr.: 161686).

Rechenbeispiele sind gerundet und dienen der Veranschaulichung; sie enthalten keine Kosten. Angaben zum Anbieter nach dessen eigenen Veröffentlichungen, Hebelgrenzen nach den Vorgaben für Privatkunden im Europäischen Wirtschaftsraum. Konditionen und die Verlustquote können sich ändern.

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