Proton VPN im Überblick: Schweizer VPN mit Secure Core, NetShield und kostenlosem Tarif
Proton VPN ist der VPN-Dienst der Schweizer Proton AG – und einer der wenigen Anbieter, der quelloffene Apps mit einem veröffentlichten No-Logs-Audit verbindet. Dazu kommen über 20.000 Server in mehr als 140 Ländern, die Secure-Core-Architektur über gehärtete Server in der Schweiz, Island und Schweden sowie ein kostenloser Tarif ohne Daten- und Geschwindigkeitsbegrenzung. Dieser Überblick zeigt, was der Dienst leistet, wie er sich von den bekannten Wettbewerbern unterscheidet, wo die Grenzen liegen und für wen er sich lohnt.
Kurz beantwortet: Was ist Proton VPN?
Proton VPN ist ein VPN-Dienst der Proton AG mit Sitz bei Genf. Er verschlüsselt den Netzwerkverkehr zwischen deinem Gerät und dem VPN-Server und verschleiert gegenüber besuchten Diensten deine ursprüngliche IP-Adresse. Besonderheiten sind die quelloffenen Apps mit externen Prüfungen, ein veröffentlichtes No-Logs-Audit, die Secure-Core-Architektur und ein kostenloser Tarif ohne Volumen- oder Tempolimit. Apps gibt es für Windows, macOS, Linux, Android und iOS, dazu Browser-Erweiterungen sowie Fassungen für Router und Smart-TV.
- Netz: über 20.000 Server in mehr als 140 Ländern, unbegrenztes Datenvolumen.
- Secure Core: Verbindungen laufen zuerst über gehärtete Server in der Schweiz, Island oder Schweden.
- NetShield: DNS-Filter gegen Schadsoftware, Werbung und Tracker – Bestandteil der Bezahltarife.
- Gratis-Tarif: ohne Daten- und Geschwindigkeitsbegrenzung und ohne Werbung.
- Anbieter: Proton AG, Schweiz; Hauptaktionärin ist die gemeinnützige Proton Foundation.
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Der kostenlose Tarif eignet sich zum Ausprobieren, weil er weder Volumen noch Tempo begrenzt. Welche Funktionen in welchem Tarif enthalten sind, steht beim Anbieter.
- Überprüfbare Merkmale von Proton VPN
- Proton VPN No-Logs-Audit 2026
- Proton VPN Funktionen: Secure Core, NetShield, Kill Switch
- Secure Core: was die doppelte Weiterleitung bringt
- Proton VPN Free vs. Plus
- Proton VPN Sicherheit und Datenschutz
- Proton VPN Geschwindigkeit, Server und Geräte
- Proton VPN Nachteile: Was ein VPN nicht leisten kann
- Für wen sich Proton VPN lohnt
- Glossar: die wichtigsten Begriffe
- Häufige Fragen zu Proton VPN
- Proton VPN Bewertung 2026
- Weiterlesen
Proton Unlimited mit Einzelabos vergleichen
Wer neben Proton VPN weitere kostenpflichtige Proton-Dienste nutzen möchte, sollte die aktuellen Einzelpreise mit Proton Unlimited vergleichen. Je nach benötigten Diensten, Laufzeit und Aktion kann das Paket günstiger sein – automatisch ist es das nicht. Enthalten sind Mail, VPN, Drive, Pass, Kalender und Wallet sowie 500 GB gemeinsamer Speicher.
Aktuelle Konditionen und laufende Aktionen stehen beim Anbieter. Die 30-tägige Geld-zurück-Garantie gilt für alle Tarife.
Proton VPN: Welche Merkmale sich unabhängig überprüfen lassen
Kurz beantwortet: Was unterscheidet Proton VPN von anderen Anbietern?
Vor allem Merkmale, die sich nachprüfen lassen statt nur behaupten: quelloffene Apps, extern geprüfte Anwendungen, eine unabhängig geprüfte No-Logs-Richtlinie, der Sitz in der Schweiz und eine Eigentümerstruktur ohne Venture-Capital-Investoren. Dazu kommt ein dauerhaft nutzbarer Gratis-Tarif ohne Datenlimit.
Bei VPN-Anbietern lässt sich vieles behaupten und wenig belegen. Sinnvoll ist deshalb, auf die Punkte zu schauen, die dokumentiert und damit überprüfbar sind. Für Proton VPN sind das die folgenden.
| Merkmal | Angabe des Anbieters | Warum das zählt |
|---|---|---|
| Quelloffene Apps | Der Quellcode der Anwendungen ist offengelegt | Bei Software, die den gesamten Netzwerkverkehr sieht, lässt sich nachvollziehen, was sie tut |
| Externe App-Prüfungen | Die Anwendungen wurden von Dritten auf Sicherheit geprüft | Eine Prüfung durch Dritte ist mehr als eine Selbstauskunft |
| No-Logs-Audit | Die No-Logs-Richtlinie wurde 2026 zum fünften Mal in Folge unabhängig geprüft, der Bericht ist veröffentlicht | Unterscheidet eine geprüfte Aussage von einem reinen Werbeversprechen |
| Sitz und Recht | Proton AG in der Schweiz | Bestimmt maßgeblich die geltenden Auskunfts- und Protokollierungspflichten |
| Eigentümerstruktur | Hauptaktionärin ist die gemeinnützige Proton Foundation; nach Angaben des Unternehmens keine Venture-Capital-Investoren | Weniger Druck, das Geschäftsmodell später auf Datenauswertung umzustellen |
| Gratis-Tarif | Ohne Daten- und Zeitlimit, ohne künstliche Drosselung und ohne Werbung | Ermöglicht eine Prüfung im Alltag, ohne vorher zu zahlen |
| Secure Core | Zusätzliche Station über gehärtete Server in der Schweiz, Island oder Schweden | Erschwert die Zuordnung des Verkehrs am Ausgangsserver zum eigenen Anschluss |
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Angaben des Anbieters, Stand September 2026.
Wichtig zur Einordnung: Auch andere große VPN-Anbieter lassen ihre No-Logs-Richtlinie prüfen und veröffentlichen Berichte dazu. Wer sich zwischen mehreren Diensten entscheidet, sollte deshalb die jeweils aktuellen Prüfberichte, den Sitz des Anbieters und die Eigentümerverhältnisse direkt beim jeweiligen Anbieter vergleichen – diese Angaben ändern sich regelmäßig.
Unabhängiger Kontext zum Anbieter: Im E-Mail-Sicherheitscheck des BSI erfüllt proton.me mit Stand Juni 2026 alle sieben geprüften technischen Kriterien. Geprüft werden dabei E-Mail-Authentifizierung und Transportabsicherung – nicht Proton VPN selbst.
Proton VPN No-Logs-Audit 2026: Was tatsächlich geprüft wurde
Kurz beantwortet: Wie belastbar ist die No-Logs-Richtlinie?
Proton VPN ließ seine No-Logs-Richtlinie 2026 zum fünften Mal in Folge unabhängig prüfen. Securitum untersuchte die VPN-Serverinfrastruktur und fand nach Angaben des veröffentlichten Berichts keine dauerhaften Aufzeichnungen von Surfaktivitäten, DNS-Abfragen, Verkehrsinhalten oder nutzeridentifizierbaren Verbindungsmetadaten.
Der Unterschied zu einer bloßen Zusage ist erheblich. Nahezu jeder Anbieter wirbt damit, keine Protokolle zu führen – prüfen lässt sich das von außen nicht. Ein externer Prüfer, der Zugang zur Serverinfrastruktur bekommt und dessen Bericht anschließend veröffentlicht wird, macht aus einer Behauptung eine überprüfbare Aussage. Dass die Prüfung jährlich wiederholt wird, ist dabei ebenso wichtig wie das Ergebnis: Ein einmaliges Audit sagt nur etwas über den Zustand an einem Stichtag aus.
Dazu kommt der rechtliche Rahmen. Proton weist darauf hin, dass nach geltendem Schweizer Recht keine Pflicht zur gezielten Protokollierung von VPN-Verbindungen besteht. Beides zusammen – kein gesetzlicher Zwang und ein geprüfter Verzicht – ist eine vergleichsweise starke Kombination aus rechtlichem Rahmen und technischer Überprüfung.
Proton VPN Funktionen: Secure Core, NetShield, Kill Switch und Stealth
| Funktion | Was der Anbieter angibt | Wofür im Alltag |
|---|---|---|
| Servernetz | Über 20.000 Server in mehr als 140 Ländern | Kurze Wege und Ausweichmöglichkeiten bei ausgelasteten Standorten |
| Secure Core | Verbindungen laufen zuerst über gehärtete Server in der Schweiz, Island oder Schweden | Zusätzliche Schicht gegen Beobachtung am Netzausgang |
| NetShield | DNS-Filter gegen Schadsoftware, Werbung und Tracker | Weniger Tracking und weniger Schadseiten, ohne zweite Software |
| VPN Accelerator | Eigene Technik für höhere Geschwindigkeit, dazu Server mit hoher Kapazität | Soll den Geschwindigkeitsverlust durch den VPN-Tunnel reduzieren; die tatsächliche Leistung hängt von Standort, Serverauslastung und eigener Verbindung ab |
| Port-Weiterleitung | In den kostenpflichtigen Tarifen unter Windows, macOS und Linux verfügbar; ermöglicht eingehende Verbindungen durch die VPN-Firewall | Besonders relevant für P2P- und BitTorrent-Anwendungen |
| Kill Switch | Unterbricht den Netzwerkverkehr bei Verlust der VPN-Verbindung | Verhindert, dass die echte IP nach einem VPN-Abbruch ungeschützt verwendet wird |
| Stealth | VPN-Protokoll zur Tarnung von VPN-Verkehr | Hilfreich in Netzen und Ländern, die VPN-Verbindungen blockieren |
| DNS-Leak-Schutz | DNS-Anfragen werden über den verschlüsselten VPN-Tunnel geleitet | Verhindert, dass DNS-Abfragen am VPN vorbeilaufen |
| Split Tunneling | Bestimmte Apps, Domains oder Verbindungen lassen sich vom VPN ein- oder ausschließen | Praktisch, wenn nicht der gesamte Verkehr durch den Tunnel laufen soll |
| Datenvolumen | Keine Begrenzung der übertragenen Datenmenge | Dauerhafter Betrieb statt nur punktuelle Nutzung |
| Zugang in Zensurregionen | Zugriff auch dort, wo Inhalte gesperrt sind, unter anderem über das Stealth-Protokoll | Reisen und Aufenthalte in Ländern mit Netzsperren |
| Geräte | Windows, macOS, Linux, Android, iOS, Browser-Erweiterungen, Router, Smart-TV | Ein Abonnement für den gesamten Haushalt |
| Business-Fassung | Eigene Lösung für Organisationen mit zentraler Steuerung | Teams und Unternehmen |
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Funktionsangaben des Anbieters, Stand September 2026.
Zu den erweiterten Funktionen der kostenpflichtigen Tarife gehören unter anderem NetShield, Secure Core, P2P-Unterstützung, Port-Weiterleitung, Split Tunneling und garantierter Streaming-Support. Der kostenlose Tarif bietet dafür unbegrenztes Datenvolumen ohne künstliche Drosselung und ohne Werbung, ist aber auf eine gleichzeitige Verbindung und Free-Server in zehn Ländern beschränkt. Welche Funktion in welchem Tarif steckt, prüfst du vor dem Abschluss beim Anbieter.
Secure Core: was die doppelte Weiterleitung bringt
Bei einer normalen VPN-Verbindung endet der VPN-Tunnel am Ausgangsserver. Ein Beobachter oder Angreifer an dieser Stelle kann Verbindungsziele und Verkehrsmuster analysieren; verschlüsselte HTTPS-Inhalte bleiben davon getrennt geschützt. Secure Core setzt davor eine zusätzliche Station: Deine Verbindung läuft zunächst über einen von Proton kontrollierten gehärteten Server in der Schweiz, Island oder Schweden und erst danach zum Ausgangsserver. Dadurch lässt sich der Verkehr am Exit-Server deutlich schwerer deinem ursprünglichen Anschluss zuordnen.
Der Nutzen liegt in der Trennung. Selbst wer den Ausgangsserver im Zielland überwacht, sieht als Quelle nur den gehärteten Server im ersten Land – nicht deinen Anschluss. Die drei genannten Länder sind kein Zufall: Sie gelten als Standorte mit vergleichsweise strengen Datenschutzregeln, und Proton betreibt diese Server nach eigenen Angaben selbst.
Der Preis dafür ist Geschwindigkeit. Zwei Stationen statt einer bedeuten mehr Weg und mehr Verzögerung. Für den Alltag ist das oft unnötig; sinnvoll wird es, wenn du in einer Umgebung arbeitest, in der die Verbindung selbst beobachtet werden könnte.
Proton VPN Free vs. Plus: kostenloser Tarif im Vergleich
Kurz beantwortet: Ist Proton VPN kostenlos wirklich brauchbar?
Proton VPN Free hat keine Daten-, Zeit- oder künstliche Geschwindigkeitsbegrenzung und keine Werbung. Der kostenlose Tarif ist aber auf eine gleichzeitige Verbindung beschränkt und nutzt Free-Server in zehn Ländern. Die Serverwahl ist eingeschränkt; Proton VPN Plus bietet dagegen das vollständige Servernetz und die erweiterten Funktionen. Finanziert wird der Gratis-Tarif nach Angaben des Anbieters über die zahlenden Kunden.
Das ist deshalb bemerkenswert, weil kostenlose VPN-Dienste sonst fast immer einen Haken haben. Sie begrenzen das Volumen auf wenige Gigabyte, drosseln die Geschwindigkeit, blenden Werbung ein oder – der schlimmste Fall – finanzieren sich über den Weiterverkauf von Verbindungsdaten. Bei einem Dienst, der den gesamten Netzwerkverkehr sieht, ist das ein Widerspruch in sich: Ein Gratis-VPN, das Daten verkauft, macht genau das, wogegen ein VPN schützen soll.
Praktisch heißt das: Wer wissen will, ob ein VPN im eigenen Alltag überhaupt etwas bringt, kann das hier ohne Abonnement herausfinden. Die Grenzen sind allerdings klar gezogen – eine gleichzeitige Verbindung, Free-Server in zehn Ländern und eingeschränkte Serverwahl. Auch ohne künstliche Drosselung kann die reale Geschwindigkeit sinken, wenn die wenigen Free-Server stark ausgelastet sind. Sobald mehrere Geräte, Secure Core, NetShield, P2P-Funktionen oder garantierter Streaming-Support gebraucht werden, führt der Weg zu Proton VPN Plus, das laut aktuellem Tarif bis zu zehn gleichzeitige Geräteverbindungen erlaubt.
Proton VPN Sicherheit und Datenschutz: Schweizer Recht und No-Logs
Bei VPN-Diensten wird viel über Serverzahlen und Geschwindigkeit geredet und wenig über die zwei Fragen, die im Ernstfall zählen: In welchem Land sitzt der Anbieter, und wem gehört er? Die Gerichtsbarkeit bestimmt maßgeblich, welchen gesetzlichen Auskunfts-, Herausgabe- und Protokollierungspflichten ein Anbieter unterliegt und über welche Verfahren Behörden Anfragen stellen können – auch ausländische, etwa über Rechtshilfe. Entscheidend ist daneben, welche Daten technisch überhaupt vorhanden sind.
Proton sitzt in der Schweiz. Hauptaktionärin der Proton AG ist die gemeinnützige Proton Foundation; nach Angaben des Unternehmens gibt es keine Venture-Capital-Investoren, finanziert wird über Abonnements. Bei mehreren bekannten Marken ist das Bild anders: Hinter ihnen stehen wenige große Unternehmensgruppen, die jeweils mehrere VPN-Marken gleichzeitig führen. Das ist kein Vorwurf, aber es beantwortet die Frage nach der Unabhängigkeit anders, als der Markenauftritt vermuten lässt.
Wenn der KI-Stecker aus Washington gezogen wird: was die Mythos-Sperre über Europas digitale Abhängigkeit verrät – wie schnell der Sitz eines Anbieters praktisch wird, hat der Sommer 2026 gezeigt, als eine Behörde per Anordnung Spitzenmodelle abschalten ließ. Der Beitrag erklärt, warum Rechtsraum und Eigentümerstruktur keine Formalien sind, sondern über Verfügbarkeit und Zugriff entscheiden.
Proton VPN Geschwindigkeit, Server und Geräte
Jede VPN-Verbindung kostet etwas Tempo – der Verkehr wird verschlüsselt und nimmt einen Umweg. Proton setzt dagegen Server mit hoher Kapazität und eine eigene Beschleunigungstechnik ein, den VPN Accelerator. Für Streaming in hoher Auflösung, Videokonferenzen und normales Surfen reicht das laut Anbieter aus.
Für den Alltag wichtiger als jeder Geschwindigkeitswert ist die Abdeckung: Apps für Windows, macOS, Linux, Android und iOS, dazu Browser-Erweiterungen sowie Fassungen für Router und Smart-TV. Die Router-Variante ist der unterschätzte Weg, weil sie alle Geräte im Haushalt einschließt, auch solche ohne eigene App.
Wichtig: Die Browser-Erweiterung schützt den Datenverkehr des Browsers. Wer den gesamten Netzwerkverkehr eines Geräts schützen möchte, nutzt die Proton-VPN-App oder eine entsprechende Router-Konfiguration. Proton VPN Plus erlaubt laut aktuellem Tarif bis zu zehn gleichzeitige Geräteverbindungen, der kostenlose Tarif nur eine.
Krypto unterwegs: Risiken in fremden WLANs und an fremden Geräten – das offene Netz im Hotel oder Café ist der klassische Anlass, ein VPN einzuschalten. Der Beitrag zeigt, welche Angriffe in fremden Netzen tatsächlich vorkommen und wo ein VPN hilft – und wo eben nicht, weil das Problem am Gerät selbst liegt.
Proton VPN Nachteile: Was ein VPN nicht leisten kann
Ein VPN verschlüsselt die Verbindung und verbirgt deine IP-Adresse gegenüber den besuchten Diensten. Es macht dich nicht anonym, entfernt keine Schadsoftware vom Gerät und schützt nicht davor, dass du dich bei einem Dienst anmeldest und dort wiedererkannt wirst.
- Kein Anonymitätsversprechen. Wer sich einloggt, ist identifiziert – unabhängig von der IP-Adresse.
- Der Internetanbieter sieht weiterhin etwas. Er erkennt, dass eine verschlüsselte Verbindung besteht, nur nicht mehr, welche Seiten du aufrufst.
- Kein Ersatz für Virenschutz. Der DNS-Filter blockiert bekannte Adressen, prüft aber keine Dateien auf dem Gerät.
- Browser-Fingerabdruck bleibt. Wiedererkennung über Browsereigenschaften, Cookies und Konten funktioniert auch mit VPN.
- Zusatzfunktionen kosten. NetShield, Secure Core, Port-Weiterleitung, Split Tunneling und garantierter Streaming-Support gehören zu den Bezahltarifen.
Datensouveränität im KI-Zeitalter: was KI über dich weiß und wie du die Kontrolle behältst – die IP-Adresse ist nur eine von vielen Spuren. Der Beitrag zeigt, welche Daten bei der täglichen Nutzung tatsächlich anfallen und mit welchen Gewohnheiten sich das begrenzen lässt. Zusammen mit einem VPN ergibt das ein realistisches Bild davon, was Technik leisten kann und was Verhalten leisten muss.
Für wen sich Proton VPN lohnt
Lohnt sich, wenn: du regelmäßig in fremden Netzen arbeitest, deine IP-Adresse gegenüber Diensten verbergen willst, Wert auf einen europäischen Anbieter mit prüfbaren Angaben legst oder erst einmal kostenlos ausprobieren möchtest, ob ein VPN im Alltag etwas bringt.
Lohnt sich weniger, wenn: du dir davon Anonymität erhoffst, ausschließlich zu Hause im eigenen Netz arbeitest oder ein VPN nur für eine einzelne Streaming-Bibliothek suchst – dafür sind die Bedingungen der Anbieter zu unbeständig.
Die Dienste desselben Anbieters
Die Proton-Dienste schützen unterschiedliche Ebenen. Proton VPN schützt den Netzwerkverkehr zwischen Gerät und VPN-Server. Proton Pass schützt Zugangsdaten und Passkeys. Proton Lumo verfolgt einen datensparsamen Ansatz für KI-Chats: Der aktuelle Prompt wird zur Verarbeitung auf dem Lumo-Rechenserver entschlüsselt, dauerhaft gespeicherte Verläufe liegen dagegen zero-access-verschlüsselt vor.
Proton Lumo im Überblick: KI-Assistent aus der Schweiz mit No-Logs und Zero-Access-Verlauf – der Assistent desselben Anbieters arbeitet mit quelloffenen Modellen auf eigenen Servern und führt nach Anbieterangaben keine Protokolle; gespeicherte Verläufe liegen zero-access-verschlüsselt vor. Wer beim Netzwerkverkehr auf Datensparsamkeit achtet, sollte dieselbe Frage auch bei einem KI-Chat stellen – der Beitrag beantwortet sie im Detail.
Proton Pass im Überblick: Passwortmanager mit Aliassen, Passkeys und Dark-Web-Überwachung – ein VPN schützt den Netzwerkverkehr, der Passwortmanager die Zugänge selbst. Der Beitrag zeigt, wie Alias-Adressen, Passkeys und die Dark-Web-Überwachung zusammenspielen und welche Funktionen bereits im kostenlosen Tarif enthalten sind.
Proton Mail im Überblick: verschlüsselte E-Mail aus der Schweiz mit 7 von 7 Kriterien im BSI-Check – ein VPN schützt die Verbindung, das verschlüsselte Postfach die Kommunikation selbst. Der Beitrag zeigt, wie Ende-zu-Ende- und Zero-Access-Verschlüsselung zusammenspielen, was der Tracking-Schutz leistet und wie der Dienst im E-Mail-Sicherheitscheck des BSI abschneidet.
Proton Drive im Überblick: verschlüsselter Cloud-Speicher aus der Schweiz statt Google Drive – das VPN schützt die Verbindung, der verschlüsselte Speicher die abgelegten Dateien. Der Beitrag zeigt, warum die Verschlüsselung auf dem Gerät die Volltextsuche kostet und warum ein Cloud-Speicher kein Backup ersetzt.
Proton Unlimited im Überblick: Mail, VPN, Drive, Pass und mehr – wer das VPN behalten will, steht schnell vor der Frage nach dem Rest. Der Beitrag zeigt, welche Dienste im Bündel enthalten sind, wie sich der Speicher zwischen Mail und Drive verteilt und wann sich das Paket gegenüber Einzelabos rechnet.
Glossar: die wichtigsten Begriffe
Häufige Fragen zu Proton VPN
Was ist Proton VPN?
Ein VPN-Dienst der Proton AG mit Sitz bei Genf. Er verschlüsselt den Netzwerkverkehr zwischen deinem Gerät und dem VPN-Server und verschleiert gegenüber besuchten Diensten deine ursprüngliche IP-Adresse. Laut Anbieter stehen über 20.000 Server in mehr als 140 Ländern zur Verfügung.
Ist Proton VPN kostenlos nutzbar?
Ja. Der kostenlose Tarif kommt laut Anbieter ohne Daten- und Geschwindigkeitsbegrenzung und ohne Werbung aus. Zusatzfunktionen wie NetShield, Secure Core, Port-Weiterleitung und garantierter Streaming-Support sowie das vollständige Servernetz gehören zu den bezahlten Tarifen. Free ist zudem auf eine gleichzeitige Verbindung und Server in zehn Ländern beschränkt.
Was ist Secure Core?
Eine Architektur mit zwei Stationen: Die Verbindung läuft zuerst über einen von Proton betriebenen gehärteten Server in der Schweiz, Island oder Schweden und erst danach zum Ausgangsserver. Dadurch lässt sich der Verkehr am Exit-Server deutlich schwerer dem ursprünglichen Anschluss zuordnen. Der Preis dafür ist etwas Geschwindigkeit; Secure Core gehört zu den kostenpflichtigen Tarifen.
Was macht NetShield?
NetShield ist ein DNS-Filter, der Anfragen an bekannte Adressen für Werbung, Tracking und Schadsoftware blockiert. Er ersetzt keinen Virenschutz, weil er keine Dateien auf dem Gerät prüft. Die Funktion gehört zu den kostenpflichtigen Tarifen.
Führt Proton VPN Protokolle über meine Verbindungen?
Der Anbieter gibt eine No-Logs-Richtlinie an und verweist auf ein veröffentlichtes Audit durch einen Dritten. Genau dieser Punkt unterscheidet eine geprüfte Aussage von einem reinen Werbeversprechen – nahezu jeder Anbieter wirbt mit No-Logs, nur wenige legen einen Prüfbericht vor.
Macht mich ein VPN anonym?
Nein. Ein VPN verschlüsselt die Verbindung und verbirgt deine IP-Adresse gegenüber den besuchten Diensten. Sobald du dich irgendwo anmeldest, bist du dort identifiziert. Auch Cookies und Browser-Eigenschaften wirken weiter. Dein Internetanbieter erkennt zudem weiterhin, dass eine verschlüsselte Verbindung besteht.
Auf welchen Geräten läuft Proton VPN?
Laut Anbieter auf Windows, macOS, Linux, Android und iOS, dazu als Browser-Erweiterung sowie in Fassungen für Router und Smart-TV. Über den Router lassen sich auch Geräte einbinden, für die es keine eigene App gibt.
Bremst ein VPN meine Verbindung aus?
Etwas Tempo kostet jede VPN-Verbindung, weil der Verkehr verschlüsselt wird und einen Umweg nimmt. Proton setzt dagegen Server mit hoher Kapazität und die eigene VPN-Accelerator-Technik ein. Deutlich spürbar wird der Verlust vor allem bei Secure Core, weil dort zwei Stationen durchlaufen werden.
Warum ist die Gerichtsbarkeit eines VPN-Anbieters wichtig?
Weil sie maßgeblich bestimmt, welchen gesetzlichen Auskunfts-, Herausgabe- und Protokollierungspflichten ein Anbieter unterliegt und über welche Verfahren Behörden Anfragen stellen können. Proton unterliegt Schweizer Recht und weist darauf hin, dass dort keine Pflicht zur gezielten Protokollierung von VPN-Verbindungen besteht. Aufschlussreich ist zudem die Eigentümerstruktur: Hauptaktionärin der Proton AG ist eine gemeinnützige Stiftung, Venture-Capital-Investoren gibt es nach Angaben des Unternehmens nicht.
Ersetzt ein VPN einen Virenschutz?
Nein. Der DNS-Filter blockiert Anfragen an bekannte Schadadressen, prüft aber keine Dateien auf dem Gerät. Ein VPN ist eine Netzwerkmaßnahme, kein Endgeräteschutz – beides ergänzt sich, ersetzt sich aber nicht.
Wer steht hinter Proton VPN?
Die Proton AG mit Sitz in Plan-les-Ouates bei Genf, gegründet 2014 von Wissenschaftlern, die sich am CERN kennengelernt hatten. Hauptaktionärin ist die gemeinnützige Proton Foundation; nach Angaben des Unternehmens gibt es keine Venture-Capital-Investoren. Finanziert wird über Abonnements. Nach Anbieterangaben nutzen über 100 Millionen Menschen die Dienste.
Proton VPN Bewertung 2026: Für wen sich der Dienst eignet
Proton VPN gehört vor allem für Nutzer in die engere Auswahl, die einen Schweizer Anbieter, quelloffene Apps, eine regelmäßig geprüfte No-Logs-Richtlinie und einen dauerhaft nutzbaren Gratis-Tarif suchen. Proton VPN Free bietet die zentralen Datenschutzfunktionen ohne Datenlimit, ist aber bei Serverwahl, Geräten und Zusatzfunktionen eingeschränkt. Proton VPN Plus ergänzt das vollständige Servernetz mit über 20.000 Servern in mehr als 140 Ländern, Secure Core, NetShield, P2P-Funktionen, garantierten Streaming-Support und bis zu zehn gleichzeitige Geräteverbindungen.
Wie viele Server hat Proton VPN?
Nach Angaben des Anbieters stehen über 20.000 Server in mehr als 140 Ländern zur Verfügung. Der kostenlose Tarif nutzt davon Free-Server in zehn Ländern; das vollständige Servernetz gehört zu den kostenpflichtigen Tarifen.
Was ist der Unterschied zwischen Proton VPN Free und Plus?
Free hat kein Daten-, Zeit- oder künstliches Geschwindigkeitslimit und keine Werbung, ist aber auf eine gleichzeitige Verbindung und Free-Server in zehn Ländern beschränkt. Plus bietet das vollständige Servernetz, Secure Core, NetShield, P2P-Funktionen, Split Tunneling, garantierten Streaming-Support und bis zu zehn gleichzeitige Geräteverbindungen.
Hat Proton VPN einen Kill Switch?
Ja. Der Kill Switch unterbricht den Netzwerkverkehr, sobald die VPN-Verbindung abreißt. Damit wird verhindert, dass Daten nach einem Abbruch ungeschützt und mit der echten IP-Adresse übertragen werden.
Funktioniert Proton VPN mit Streamingdiensten?
Ein garantierter Zugriff auf unterstützte Streamingdienste gehört zu den kostenpflichtigen Tarifen. Im kostenlosen Tarif werden Streamingdienste nicht grundsätzlich blockiert, der Zugang wird dort aber nicht zugesichert.
Wie viele Geräte kann ich mit Proton VPN gleichzeitig nutzen?
Proton VPN Plus erlaubt laut aktuellem Tarif bis zu zehn gleichzeitige Geräteverbindungen. Im kostenlosen Tarif ist eine gleichzeitige Verbindung möglich. Über eine Router-Konfiguration lassen sich zusätzlich Geräte einbinden, für die es keine eigene App gibt.
Unterstützt Proton VPN Torrent und P2P?
Ja, in den kostenpflichtigen Tarifen. Dort steht auch die Port-Weiterleitung zur Verfügung, die eingehende Verbindungen durch die VPN-Firewall ermöglicht – verfügbar unter Windows, macOS und Linux. Was zulässig ist, richtet sich nach dem geltenden Recht.
Weiterlesen
Überwachung gegen Freiheit: wo zieht Europa die Grenze? – ein VPN ist eine technische Antwort auf eine politische Frage. Der Beitrag ordnet ein, wie weit staatliche Überwachung in Europa reicht, welche Vorhaben diskutiert werden und wo die Debatte gerade steht. Das ist der Rahmen, in dem die Entscheidung für oder gegen solche Werkzeuge fällt.
Chatcontrol und CSAR: wenn der Staat an deine Verschlüsselung will – Verschlüsselung ist nur so viel wert, wie die Rechtslage sie zulässt. Der Beitrag erklärt, worum es beim geplanten Scannen verschlüsselter Kommunikation geht und was ein Aufweichen praktisch bedeuten würde.
Digitale Souveränität: warum Deutschlands oberste Cyber-Behörde auf amerikanischen Servern läuft – die Frage nach dem Standort stellt sich nicht nur bei VPN-Anbietern. Der Beitrag zeigt an einem konkreten Fall, wie weit die Abhängigkeit von fremder Infrastruktur reicht, und macht greifbar, warum der Sitz eines Dienstleisters mehr ist als eine Adresse im Impressum.
Produktangaben nach der Dokumentation des Anbieters und den Partnerunterlagen, Stand September 2026. Funktionsumfang und Tarifzuordnung können sich ändern.