Bei schwieriger Bonität fragt ein Vermittler viele Banken zugleich an – das erhöht die Chance spürbar.
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Sollzins einfach erklärt – fester und variabler Zins und der Unterschied zum Effektivzins
Der Sollzins ist die Zahl, die in der Kreditwerbung meist am größten steht – und genau deshalb wird sie oft missverstanden. Denn der Sollzins ist nicht der Preis für den gesamten Kredit, sondern nur ein Teil davon. Wer das weiß, vergleicht Angebote richtig.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Sollzins ist der reine Zins für das geliehene Geld – ohne weitere Kosten.
- Der gebundene (feste) Sollzins bleibt über die Laufzeit gleich und bietet Planungssicherheit.
- Der veränderliche (variable) Sollzins kann sich ändern – nach oben wie nach unten.
- Für den Vergleich zählt der effektive Jahreszins, nicht der Sollzins allein.
- Deine Bonität und das allgemeine Zinsniveau bestimmen, welchen Sollzins du bekommst.
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Was ist der Sollzins?
Der Sollzins – früher Nominalzins genannt – ist der Zinssatz, den du für die reine Überlassung des geliehenen Geldes zahlst. Er beschreibt, wie teuer das Kapital an sich ist, und lässt weitere Kosten außen vor. Damit ist er ein wichtiger Baustein des Kreditpreises, aber eben nicht der ganze Preis. Genau das macht den Unterschied zum effektiven Jahreszins aus, der die preisbestimmenden Zusatzkosten mit einrechnet.
Fester und variabler Sollzins
Beim Sollzins unterscheidet man zwei Grundformen, die sich deutlich auf deine Planung auswirken:
Gebundener (fester) Sollzins
- bleibt über die vereinbarte Laufzeit gleich,
- bietet volle Planungssicherheit,
- die Rate ändert sich nicht,
- ideal, wenn du fest kalkulieren willst.
Veränderlicher (variabler) Sollzins
- kann sich im Zeitverlauf ändern,
- steigt oder fällt mit dem Zinsniveau,
- weniger Planungssicherheit,
- kann günstiger, aber auch teurer werden.
Bei klassischen Ratenkrediten ist der gebundene Sollzins die Regel, weil er dir über die gesamte Laufzeit eine gleichbleibende Rate garantiert. Variable Zinsen findest du eher bei bestimmten Sonderformen und beim Dispo – der übrigens meist einen besonders hohen Sollzins hat, wie der Ratgeber Dispokredit ablösen zeigt.
Sollzins und Effektivzins – der entscheidende Unterschied
| Sollzins | Effektiver Jahreszins | |
|---|---|---|
| Was er abbildet | reine Verzinsung des Kredits | jährliche Gesamtkosten des Kredits |
| Enthält weitere Kosten? | nein | ja, die preisbestimmenden |
| Für den Vergleich? | nur bedingt | der richtige Maßstab |
Merke: Der Sollzins ist der Preis für das geliehene Geld, der Effektivzins der Preis für den gesamten Kredit. Zwei Angebote mit gleichem Sollzins können sich im Effektivzins unterscheiden – deshalb ist der Vergleich allein über den Sollzins irreführend.
Statt einzelne Sollzinsen zu vergleichen: Lass dir die vollen Konditionen mehrerer Banken zeigen. Eine schufaneutrale Anfrage ist kostenlos, unverbindlich und schont deinen Score.
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Wie dein Sollzins zustande kommt
Zwei Faktoren bestimmen, welchen Sollzins dir eine Bank anbietet. Erstens das allgemeine Zinsniveau: Es orientiert sich am Markt und an den Leitzinsen und legt den Rahmen fest, in dem sich die Angebote bewegen. Zweitens deine persönliche Bonität: Viele Kredite werden bonitätsabhängig vergeben, sodass Kunden mit sehr guter Kreditwürdigkeit einen niedrigeren Sollzins erhalten als solche mit belasteter Bonität. Der beworbene Bestzins gilt daher nicht für jeden – entscheidend ist dein persönliches Angebot.
Der größte Hebel, den du selbst in der Hand hast, ist deine Bonität. Wie du sie gezielt verbesserst, zeigt der Ratgeber Schufa-Score verbessern. Und wie der Vergleich über einen Vermittler praktisch abläuft, erklärt Kreditvermittler.
Häufige Missverständnisse
- Niedriger Sollzins heißt nicht günstig. Erst der effektive Jahreszins zeigt die tatsächlichen Kosten – ein Angebot mit niedrigem Sollzins kann durch Zusatzkosten teurer sein.
- Variabel ist nicht automatisch besser. Ein variabler Sollzins kann sinken, aber ebenso steigen. Bei festem Zins weißt du dagegen von Anfang an, woran du bist.
- Der beworbene Zins gilt nicht für alle. Bei bonitätsabhängigen Krediten bekommt nur ein Teil der Kunden den Bestzins.
- Der Sollzins allein taugt nicht zum Vergleich. Vergleiche immer über den effektiven Jahreszins und die Gesamtkosten.
Fester oder variabler Sollzins – was passt zu dir?
- Planungssicherheit einschätzen. Willst du eine über die gesamte Laufzeit gleichbleibende Rate, ist der gebundene Sollzins die richtige Wahl.
- Risikobereitschaft prüfen. Nur wer schwankende Raten verkraften kann und will, sollte über einen variablen Zins nachdenken.
- Über den Effektivzins vergleichen. Entscheide anhand des effektiven Jahreszinses und der Gesamtkosten, nicht des Sollzinses allein.
- Bonität verbessern. Ein besserer Score senkt deinen Sollzins oft spürbar.
- Mehrere Angebote einholen. Weil der Zins bonitätsabhängig ist, lohnt der Vergleich mehrerer Banken über eine schufaneutrale Anfrage.
Fazit
Der Sollzins ist der reine Zins für das geliehene Geld und damit nur ein Teil des Kreditpreises. Als gebundener Sollzins bleibt er über die Laufzeit gleich und schafft Planungssicherheit, als variabler Sollzins kann er sich ändern. Für den Vergleich von Krediten ist aber nicht der Sollzins entscheidend, sondern der effektive Jahreszins, weil dieser die weiteren Kosten mit einrechnet. Welchen Sollzins du bekommst, hängt vom Zinsniveau und vor allem von deiner Bonität ab. Am einfachsten siehst du deine tatsächlichen Konditionen über eine schufaneutrale Anfrage bei mehreren Banken – kostenlos und ohne Vorkosten.
Am Ende zählt, was ein Kredit wirklich kostet. Eine schufaneutrale Anfrage zeigt dir kostenlos die vollen Konditionen mehrerer Banken – unverbindlich und ohne Nachteil.
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Häufige Fragen
Was ist der Sollzins?
Der Sollzins ist der reine Zins für das geliehene Geld, also der Preis allein für die Überlassung der Kreditsumme. Er enthält keine weiteren Kosten. Früher wurde er auch Nominalzins genannt.
Was ist der Unterschied zwischen Sollzins und Effektivzins?
Der Sollzins beschreibt nur die reine Verzinsung, der effektive Jahreszins zusätzlich die weiteren preisbestimmenden Kosten. Vereinfacht: Der Sollzins ist der Preis für das geliehene Geld, der Effektivzins der Preis für den gesamten Kredit. Zum Vergleich eignet sich der Effektivzins.
Was ist ein gebundener Sollzins?
Ein gebundener oder fester Sollzins bleibt über die vereinbarte Laufzeit unverändert. Deine Rate ändert sich dadurch nicht, was volle Planungssicherheit bietet. Bei klassischen Ratenkrediten ist das die übliche Form.
Was ist ein veränderlicher Sollzins?
Ein veränderlicher oder variabler Sollzins kann sich im Laufe der Zeit ändern und steigt oder fällt mit dem Zinsniveau. Er kann günstiger werden, aber auch teurer. Dafür fehlt die Planungssicherheit eines festen Zinses.
Ist ein niedriger Sollzins immer günstig?
Nicht unbedingt. Ein niedriger Sollzins kann durch weitere Kosten wieder teurer werden, die erst im effektiven Jahreszins sichtbar sind. Deshalb ist der Effektivzins der bessere Maßstab.
Warum bekomme ich nicht den beworbenen Sollzins?
Weil viele Kredite bonitätsabhängig vergeben werden. Der beworbene Bestzins gilt nur für Kunden mit sehr guter Bonität. Dein persönlicher Sollzins hängt von deiner Kreditwürdigkeit und dem Zinsniveau ab.
Wie kann ich meinen Sollzins senken?
Vor allem über eine bessere Bonität und einen sauberen Schufa-Score. Auch der Vergleich mehrerer Angebote hilft, weil die Konditionen je nach Bank schwanken. Der Ratgeber Schufa-Score verbessern zeigt die wirksamsten Hebel.
Ist fester oder variabler Sollzins besser?
Das hängt von dir ab. Ein fester Sollzins bietet Planungssicherheit mit gleichbleibender Rate, ein variabler kann günstiger werden, birgt aber das Risiko steigender Kosten. Für die meisten Ratenkredite ist der feste Zins die sichere Wahl.
Hat der Dispo einen hohen Sollzins?
In der Regel ja. Der Dispozins zählt zu den höchsten Zinsen im Alltag und ist meist variabel. Ein dauerhaft genutzter Dispo lässt sich mit einem günstigeren Ratenkredit oft deutlich verbilligen.
Wie vergleiche ich Kredite richtig?
Nicht über den Sollzins allein, sondern über den effektiven Jahreszins und die Gesamtkosten. Weil der Zins bonitätsabhängig ist, lohnt eine schufaneutrale Anfrage bei mehreren Banken, um dein persönliches Angebot zu sehen.
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