IG Erfahrungen: Wertpapiere handeln, Kontoarten, Kosten und Risiken beim Anbieter aus Frankfurt
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Geschrieben von Michael Radtke · Zuletzt aktualisiert: 27. Juli 2026

IG Erfahrungen: Wertpapiere handeln, Kontoarten, Kosten und Risiken beim Anbieter aus Frankfurt

IG taucht in fast jeder Broker-Liste auf, aber selten mit einer klaren Antwort auf die Frage, für wen der Anbieter eigentlich gedacht ist. Das liegt daran, dass hinter einem Zugang zwei sehr unterschiedliche Welten stecken: der ruhige Kauf von Wertpapieren auf der einen Seite, der gehebelte Handel auf der anderen. Dieser Überblick ordnet das Unternehmen ein, erklärt die Kontoarten, die handelbaren Anlageklassen, die Kostenarten und die Schutzmechanismen – und sagt offen, wo die Grenzen liegen.

Kurz beantwortet: IG gehört zur börsennotierten britischen IG Group und betreut Kundinnen und Kunden aus dem Europäischen Wirtschaftsraum über die IG Europe GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main, ein von der BaFin beaufsichtigtes Wertpapierinstitut. Handelbar sind Wertpapiere wie Aktien und ETFs sowie ein breites Feld gehebelter Produkte auf Indizes, Devisen, Rohstoffe und Anleihen. Der Anbieter richtet sich klar an aktive Anleger und Trader – wer ausschließlich monatlich einen Sparplan besparen will, ist woanders besser aufgehoben.

Wer hinter IG steckt

Die IG Group wurde in den siebziger Jahren in London gegründet und gehört damit zu den ältesten Häusern im Geschäft mit gehebelten Finanzprodukten. Das Unternehmen ist an der Londoner Börse notiert, veröffentlicht regelmäßig Geschäftszahlen und unterliegt den Berichtspflichten eines gelisteten Konzerns. Für Anleger ist das ein handfester Unterschied gegenüber Anbietern, deren Eigentümerstruktur sich nicht nachvollziehen lässt.

Das Europageschäft läuft seit dem Brexit über die IG Europe GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main. Diese Gesellschaft besitzt eine deutsche Zulassung als Wertpapierinstitut und steht unter Aufsicht der BaFin. Für dich bedeutet das: deutsches Aufsichtsrecht, deutschsprachige Vertragsunterlagen, ein deutscher Gerichtsstand und im Streitfall ein Beschwerdeweg, der nicht über eine Behörde am Rand Europas führt. Wer bei der Anbieterauswahl nur auf die Oberfläche der App schaut, übersieht genau diesen Punkt.

Erste Prüffrage bei jedem Anbieter: Welche Gesellschaft ist dein Vertragspartner, wo sitzt sie, und welche Behörde beaufsichtigt sie? Steht diese Information nicht binnen einer Minute auffindbar auf der Website, ist das kein Schönheitsfehler, sondern ein Ausschlusskriterium. Seriöse Häuser verstecken ihre Regulierung nicht – sie werben damit.

Welche Wertpapiere und Märkte du dort findest

Das Angebot ist breiter aufgestellt als bei den meisten reinen Depotanbietern, weil es zwei Bereiche kombiniert: klassische Wertpapiere und Derivate. Die genaue Zusammensetzung ändert sich laufend und steht beim Anbieter; wichtiger als eine Zahl ist die Frage, ob deine Wunschmärkte enthalten sind.

AnlageklasseZugangTypischer Einsatz
Aktienkaufen und halten oder gehebelt handelnVermögensaufbau oder kurzfristige Positionierung
ETFskaufen und halten oder gehebelt handelnbreite Streuung über Indizes und Regionen
Indizesüberwiegend gehebeltPositionierung auf ganze Märkte statt Einzelwerte
DevisengehebeltWährungspaare, klassisches Kerngeschäft des Hauses
RohstoffegehebeltEnergie, Metalle, Agrarwerte über Derivate
Anleihen und ZinsengehebeltPositionierung auf Zinsentwicklungen

Wer sich speziell für den Weg über echte Anteile interessiert, findet die Details in unserem Beitrag zum Thema Aktien handeln bei IG. Dort ist auch der Unterschied zwischen Besitz und Kursspekulation Schritt für Schritt aufgedröselt.

Die Kontoarten – und warum die Wahl wichtiger ist als der Anbieter

Der häufigste Fehler passiert nicht beim Anbieter, sondern bei der Kontoart. Ein Wertpapierkonto und ein Konto für gehebelte Produkte folgen völlig unterschiedlichen Regeln, obwohl beide dieselbe Oberfläche nutzen können. Kläre vor der Eröffnung, was du eigentlich vorhast, und wähle danach.

KontoartWas du damit tustWorauf du achten musst
WertpapierkontoAktien und ETFs kaufen und haltenkein Hebel, Verlust auf den Einsatz begrenzt, Haltedauer beliebig
Konto für Hebelprodukteauf Kursbewegungen setzen, auch fallendMargin, laufende Finanzierungskosten, automatische Schließung möglich
Demokontorisikolos üben mit virtuellem Guthabendie einzige Möglichkeit, Fehler ohne Geldverlust zu machen

Vor der Freischaltung gehebelter Produkte steht eine gesetzlich vorgeschriebene Angemessenheitsprüfung. Du beantwortest Fragen zu Kenntnissen, Erfahrung und beruflichem Hintergrund. Fällt das Ergebnis negativ aus, kann dir ein Produkt verweigert werden. Diese Prüfung ist kein Hindernis, das man geschickt umgehen sollte, sondern eine Information über dich selbst.

Der Punkt, der am meisten kostet: Bei manchen Anbietern kannst du dich als professioneller Kunde einstufen lassen. Das klingt nach Aufwertung, ist aber ein Verzicht: Du gibst zentrale Schutzmechanismen auf, die Privatkunden im Europäischen Wirtschaftsraum zustehen – darunter die Begrenzung der Hebel und der Ausschluss der Nachschusspflicht. Wer diesen Status beantragt, um größere Hebel zu bekommen, tauscht Schutz gegen Risiko. Für Privatanleger gibt es dafür praktisch nie einen guten Grund.

Plattform, App und Werkzeuge

Auf der technischen Seite gehört IG traditionell zu den besser ausgestatteten Anbietern. Es gibt eine Weboberfläche, eine Mobil-App, Charts mit umfangreicher Indikatorauswahl, Kurs- und Ereignisalarme sowie Anbindungen an externe Analyse- und Handelsprogramme, die im aktiven Handel verbreitet sind. Für Fortgeschrittene existiert ein Zugang, bei dem Aufträge direkt in das Orderbuch des Marktes geleitet werden.

Diese Tiefe hat eine Kehrseite: Wer zum ersten Mal ein Wertpapier kauft, findet eine schlichte App mit drei Knöpfen angenehmer als eine Profioberfläche mit Dutzenden Einstellungen. Die Werkzeuge sind ein Vorteil für Menschen, die sie tatsächlich benutzen – und Ballast für alle anderen. Genau daran entscheidet sich, ob der Anbieter zu dir passt.

Unterschätzt wird das Demokonto. Es kostet nichts und beantwortet in zwei Abenden Fragen, die dich sonst echtes Geld kosten: Wie schnell bewegt sich eine Position bei welchem Einsatz? Was passiert bei einer falsch eingegebenen Order? Wie fühlt sich ein Kursrutsch an, wenn er dein Konto trifft?

Ausbildung und Analyse – ehrlich eingeordnet

Der Anbieter betreibt eine eigene Lernplattform mit kostenfreien Kursen, dazu Webinare, Marktkommentare und Analysen. Das Material ist handwerklich ordentlich und für Einsteiger nützlich, um Grundbegriffe zu sortieren: Orderarten, Absicherung, Positionsgröße, Marktmechanik.

Trotzdem gilt eine einfache Regel, die für jeden Anbieter gilt: Bildungsmaterial eines Hauses, das an deinem Handel verdient, ist nie neutral. Es erklärt das Wie sehr gut und das Ob eher selten. Nutze es für Technik und Begriffe, aber hole dir die Frage, ob ein Produkt überhaupt zu deiner Situation passt, von einer Quelle ohne wirtschaftliches Interesse an deiner Aktivität.

Welche Kosten entstehen

Konkrete Beträge nennen wir bewusst nicht, weil sie sich ändern und je nach Markt, Produkt und Kontoart unterschiedlich ausfallen. Entscheidend ist, dass du die Kostenarten kennst und weißt, welche davon bei deinem Handelsverhalten überhaupt ins Gewicht fällt.

KostenartWann sie anfälltFür wen sie zählt
Ordergebührbeim Kauf und Verkauf echter Wertpapierewichtig bei vielen kleinen Aufträgen, oft mit Mindestbetrag
Spreadlaufend bei gehebelten Produktendie Differenz zwischen An- und Verkaufskurs ist ein echter Kostenblock
Finanzierungskostenbei über Nacht gehaltenen Hebelpositionenje länger die Haltedauer, desto stärker der Effekt
Währungsumrechnungbei Geschäften und Erträgen in Fremdwährungbetrifft Kauf, Verkauf und Ausschüttungen gleichermaßen
Inaktivitätbei längerer Nichtnutzung des Kontostypische Klausel bei Trading-Anbietern, Fristen nachlesen
Datenpaketebei Realtime-Kursen und Profi-Softwarefür Gelegenheitsanleger meist verzichtbar, für aktive Trader real

Merke dir vor allem den dritten Punkt. Bei gehebelten Positionen laufen die Finanzierungskosten gegen dich, solange die Position offen ist. Eine Idee, die sich „erst noch entwickeln muss“, wird damit jeden Tag teurer. Das ist kein Nachteil dieses Anbieters, sondern das Konstruktionsprinzip solcher Produkte – und der Grund, warum sie für langfristiges Halten ungeeignet sind.

Sicherheit: Regulierung, Kundengelder und Entschädigung

Wertpapierinstitute müssen Kundengelder getrennt vom eigenen Betriebsvermögen führen. Wertpapiere, die du tatsächlich besitzt, gehören ohnehin dir und fallen nicht in eine Insolvenzmasse. Für Forderungen aus Wertpapiergeschäften greift in Deutschland zusätzlich die gesetzliche Anlegerentschädigung: Sie deckt 90 Prozent der Forderung ab, höchstens jedoch 20.000 Euro. Das ist eine andere Systematik als die Einlagensicherung von 100.000 Euro, die für Guthaben bei Banken gilt.

Wichtig ist der zweite Teil des Satzes: Keine dieser Sicherungen deckt Kursverluste ab. Sie greifen bei einer Insolvenz des Instituts, nicht bei einer Fehlentscheidung im Markt. Wer beides verwechselt, wiegt sich in einer Sicherheit, die es nicht gibt.

Die realistischere Gefahr: Anleger verlieren bei regulierten Anbietern selten Geld durch Insolvenz, sondern durch übernommene Zugänge. Aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung, nutze ein eigenes Passwort, das nirgendwo sonst verwendet wird, und öffne keine Links aus Mails, die zu einer angeblich dringenden Anmeldung drängen. Echte Anbieter fordern dich nie per Mail zur sofortigen Eingabe von Zugangsdaten auf.

Was Nutzer typischerweise loben und was sie kritisieren

Ein ehrliches Bild ergibt sich weniger aus Sternebewertungen als aus wiederkehrenden Mustern. Gelobt werden in der Regel die Breite des Angebots, die Stabilität und Geschwindigkeit der Plattform, die Qualität der Charts sowie die Tatsache, dass ein deutscher Ansprechpartner mit deutschsprachigem Service existiert.

Kritisiert werden ebenso regelmäßig andere Punkte: die Komplexität für Einsteiger, das Fehlen klassischer Sparplan-Funktionen, Zusatzkosten für Datenpakete und die Gebühr bei längerer Inaktivität. Dazu kommt ein struktureller Vorwurf, der die ganze Branche trifft: Gehebelte Produkte werden mit einer Leichtigkeit angeboten, die zu ihrem Risiko nicht passt. Das ist keine Besonderheit dieses Hauses, aber es entbindet auch nicht davon.

Unser Rat lautet deshalb nicht „gut“ oder „schlecht“, sondern: passend oder unpassend. Ein Anbieter für aktiven Handel ist für aktive Händler eine gute Wahl und für Sparplan-Anleger die falsche – unabhängig davon, wie viele Sterne irgendwo stehen.

Für wen der Anbieter passt – und für wen nicht

Passt gut zuPasst eher nicht zu
aktiven Anlegern, die selbst Entscheidungen treffenMenschen, die zum ersten Mal überhaupt Wertpapiere kaufen
Nutzern, die professionelle Chart- und Analysewerkzeuge brauchenSparplan-Anlegern mit reinem Buy-and-hold-Ansatz
Anlegern, die auch auf fallende Kurse setzen wollenallen, die das eingesetzte Kapital kurzfristig wieder brauchen
Erfahrenen, die Margin und Absicherung sicher beherrschenwer eine möglichst schlichte App ohne Nebenprodukte sucht

Und eine Selbsteinschätzung, die mehr wert ist als jeder Testbericht: Wenn du beim Abschnitt über Margin und automatische Schließung das Gefühl hattest, das später noch einmal nachlesen zu müssen, dann starte mit echten Wertpapieren. Die gehebelten Produkte laufen dir nicht weg.

Sechs Fragen, die du vor der Eröffnung klären solltest

  1. Was will ich eigentlich? Wertpapiere halten oder auf Kurse setzen. Diese Frage entscheidet über Kontoart, Kosten und Risiko – alles andere folgt daraus.
  2. Welche Märkte brauche ich wirklich? Ein großer Katalog nützt nichts, wenn dein Wunschtitel oder dein Wunschhandelsplatz fehlt. Prüfe das konkret, nicht pauschal.
  3. Welche Kostenart trifft mich? Wer selten und in größeren Beträgen handelt, rechnet völlig anders als jemand mit vielen kleinen Aufträgen.
  4. Wie sieht die Steuerseite aus? Kläre, ob die Kapitalertragsteuer einbehalten wird oder ob du die Erträge selbst erklären musst. Davon hängt ab, ob ein Freistellungsauftrag überhaupt wirken kann.
  5. Wie sichere ich den Zugang? Zwei-Faktor-Authentifizierung einschalten, bevor Geld auf dem Konto liegt – nicht danach.
  6. Habe ich im Demokonto geübt? Zwei ruhige Abende dort ersparen erfahrungsgemäß mehr, als jeder Ratgeber vermitteln kann.

Häufige Fragen

Ist IG in Deutschland reguliert?

Das Geschäft im Europäischen Wirtschaftsraum läuft über die IG Europe GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main. Diese Gesellschaft ist ein in Deutschland zugelassenes Wertpapierinstitut und untersteht der Aufsicht der BaFin. Damit gelten deutsches Aufsichtsrecht und deutschsprachige Vertragsunterlagen.

Kann ich dort ganz normale Wertpapiere kaufen?

Ja. Neben den gehebelten Produkten gibt es den klassischen Kauf von Aktien und ETFs, bei dem du das Wertpapier tatsächlich hältst. Entscheidend ist, dass du bei Kontoart und Produkt bewusst wählst, bevor du die erste Order erteilst.

Gibt es Sparpläne?

Der Anbieter ist auf aktiven Handel ausgerichtet und nicht auf automatisiertes Ansparen. Wer in erster Linie monatlich einen ETF besparen will, sollte das Angebot vor der Eröffnung genau prüfen und mit klassischen Depotanbietern vergleichen.

Was bedeutet die Einstufung als professioneller Kunde?

Sie hebt Schutzmechanismen auf, die Privatkunden im Europäischen Wirtschaftsraum zustehen, insbesondere die Hebelbegrenzung und den Ausschluss der Nachschusspflicht. Für private Anleger ist dieser Status in aller Regel ein schlechtes Geschäft, auch wenn er nach Aufwertung klingt.

Kann ich mehr verlieren, als ich eingezahlt habe?

Für Privatkunden im Europäischen Wirtschaftsraum ist eine Nachschusspflicht ausgeschlossen. Du kannst also nicht mehr verlieren als das Guthaben auf dem Handelskonto. Dieses Guthaben kann bei gehebelten Positionen allerdings sehr schnell vollständig aufgebraucht sein.

Wie sicher ist mein Geld?

Kundengelder werden getrennt vom Firmenvermögen geführt, und tatsächlich gehaltene Wertpapiere gehören dir. Für Forderungen aus Wertpapiergeschäften greift zusätzlich die gesetzliche Anlegerentschädigung mit 90 Prozent der Forderung, höchstens 20.000 Euro. Kursverluste deckt keine dieser Sicherungen ab.

Brauche ich Vorkenntnisse für die Kontoeröffnung?

Für gehebelte Produkte ist eine Angemessenheitsprüfung gesetzlich vorgeschrieben. Du beantwortest Fragen zu Kenntnissen und Erfahrung, und das Ergebnis kann dazu führen, dass dir bestimmte Produkte nicht angeboten werden. Beantworte sie ehrlich – die Prüfung schützt dich.

Für wen lohnt sich der Anbieter am wenigsten?

Für Einsteiger, die einmalig ein paar Anteile kaufen und danach nichts mehr tun wollen, und für alle, die vor allem einen einfachen Sparplan suchen. Die Stärken des Hauses liegen bei Werkzeugen und Marktbreite – beides bringt nichts, wenn man es nicht nutzt.

Weiterlesen

Wer nach diesem Überblick zu dem Schluss kommt, dass aktiver Handel zu viel Aufwand ist, findet in unserem Text zu Robo-Advisorn und der Frage, wofür du dort wirklich zahlst den entgegengesetzten Weg beschrieben. Statt selbst zu entscheiden, gibst du die Umsetzung ab und zahlst dafür eine laufende Vergütung. Ob sich das rechnet, hängt weniger von der Rendite ab als davon, ob du sonst gar nicht erst anfangen würdest. Der Beitrag stellt beide Seiten nüchtern gegenüber, ohne eine davon zur Glaubensfrage zu machen.

Bevor du dich überhaupt auf ein Haus festlegst, lohnt der Schritt zurück auf die Grundsatzfrage: Unser Leitfaden dazu, welcher Broker wirklich zu dir passt und was er tatsächlich kostet, geht die Auswahlkriterien der Reihe nach durch. Dort steht auch, woran du unseriöse Anbieter erkennst, bevor Geld geflossen ist. Weil sich Handelsplattformen optisch stark ähneln, entscheidet meist erst der zweite Blick auf Zulassung, Kostenmodell und Produktpalette. Diese Vorarbeit erspart dir später den Anbieterwechsel samt Depotübertrag.

Für den ersten eigenen Kauf ist unser Beitrag zum Thema Aktien kaufen die passende Grundlage: von der Depotwahl über die Orderarten bis zu den Fehlern, die beim ersten Auftrag typisch sind. Er beantwortet auch die Frage, die viele Ratgeber auslassen, nämlich wie du eine sinnvolle erste Positionsgröße bestimmst. Und er zeigt, warum die Wahl des Handelsplatzes bereits beim ersten Kauf über einen Teil deiner Rendite mitentscheidet. Wer diesen Text vorher liest, spart sich die teuren Anfängerfehler.

Kosten unterscheiden Anbieter am deutlichsten, und zwar selten dort, wo geworben wird. Unsere Übersicht zu Depotkosten, Handelsplätzen und den Fragen vor der Eröffnung ist als Checkliste gebaut: Du gehst die Punkte durch und weißt anschließend, welche Gebührenart bei deinem Handelsverhalten überhaupt ins Gewicht fällt. Wer selten und in größeren Beträgen handelt, rechnet völlig anders als jemand mit vielen kleinen Aufträgen. Diese Unterscheidung nimmt dir kein Vergleichsportal ab.

Für den Gesamtüberblick führt unsere Sammelseite Tagesgeld, Festgeld, Depot und Broker im Vergleich die Anbieter des Bereichs an einem Ort zusammen. Besonders hilfreich ist das, wenn du Handelskonto und ruhige Rücklage voneinander trennen willst – eine Aufteilung, die sich in der Praxis fast immer bewährt. Dort siehst du auf einen Blick, welches Haus welchen Zweck abdeckt, und kannst die Auswahl in zwei Schritten statt in einem treffen. Wer den Notgroschen vom Handelskonto trennt, trifft im Zweifel ruhigere Entscheidungen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Anlage- oder Steuerberatung. Wertpapiere und Hebelprodukte unterliegen Kursschwankungen bis hin zum vollstaendigen Verlust des eingesetzten Kapitals. Pruefe Angebote und Bedingungen immer selbst beim jeweiligen Anbieter.

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