IG Demokonto: kostenlos üben, bevor echtes Geld im Spiel ist – so nutzt du es richtig
Bild: KI-generiert
Geschrieben von Michael Radtke · Zuletzt aktualisiert: 4. August 2026

IG Demokonto: kostenlos üben, bevor echtes Geld im Spiel ist – so nutzt du es richtig

Risikohinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 72 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Bei professionellen Kunden können Verluste die Einlagen übersteigen.

Ein Demokonto kostet nichts, tut nicht weh und wird trotzdem von den meisten übersprungen. Das ist merkwürdig, denn kein anderes Werkzeug im Handel liefert so viel Erkenntnis pro eingesetztem Euro – nämlich alles für null. Der Haken liegt woanders: Die wenigsten nutzen es richtig. Sie klicken zwei Tage herum, gewinnen mit absurd großen Positionen ein virtuelles Vermögen und ziehen daraus genau die falsche Lehre. Dieser Text zeigt, wie du ein CFD-Demokonto so einsetzt, dass du hinterher tatsächlich mehr weißt – mit Vier-Wochen-Plan, den vier Stellen, an denen ein Demokonto ein zu freundliches Bild zeichnet, und klaren Kriterien für den Umstieg.

Kurz beantwortet: Ein Demokonto bildet die echte Handelsoberfläche mit virtuellem Guthaben ab. Bei IG – in Deutschland vertreten durch die IG Europe GmbH in Frankfurt am Main, beaufsichtigt von der BaFin und der Deutschen Bundesbank – kannst du damit Orderarten, Verlustgrenzen und Positionsgrößen testen, ohne Geld zu riskieren. Gehandelt werden dort CFDs, Knock-Out-Produkte, Barriers und Optionen; echte Aktien oder ETF-Anteile erwirbst du auch im Livekonto nicht. Sinnvoll wird der Test erst mit Plan: feste Dauer, realistisches Guthaben, schriftliche Notizen.

Aktuelle Eckdaten: Das IG-Demokonto ist kostenlos, enthält 30.000 Euro virtuelles Guthaben und kann nach Angaben des Anbieters ohne zeitliche Begrenzung genutzt werden. Es bietet Zugriff auf die Webplattform und die mobile App. Die Demo bildet den Livehandel jedoch nicht vollständig ab.

Was ein Demokonto ist – und was es ausdrücklich nicht ist

Ein Trading-Demokonto ist eine vollwertige Handelsumgebung mit einem Unterschied: Das Guthaben ist virtuell. Kurse, Charts, Orderarten und Bedienung entsprechen weitgehend dem echten Konto. Du kannst kaufen, verkaufen, Verlustgrenzen setzen, Positionen laufen lassen und beobachten, was dabei mit deinem Kontostand passiert. In anderen Ländern läuft dasselbe unter dem Begriff Paper Trading.

Was es nicht ist: ein Beweis für deine Fähigkeiten. Der entscheidende Faktor im Handel ist nicht die Bedienung der Software, sondern das eigene Verhalten unter Druck. Genau dieser Druck fehlt, wenn das Geld nicht echt ist. Wer das im Kopf behält, kann ein Demokonto hervorragend nutzen. Wer sein virtuelles Ergebnis für eine Prognose hält, hat den Test bereits missverstanden.

Die richtige Erwartung: Ein Demokonto beantwortet Fragen der Mechanik zuverlässig: Wie funktioniert diese Orderart? Wie wirkt sich die Positionsgröße aus? Was passiert, wenn eine Verlustgrenze ausgelöst wird? Fragen der Psychologie beantwortet es überhaupt nicht. Beides zu trennen ist der halbe Nutzen.

Warum es nicht egal ist, wo du übst

Ein Demokonto ist nur dann etwas wert, wenn du später in derselben Umgebung real handelst. Jede Plattform hat eigene Orderfenster, eigene Bezeichnungen und eigene Wege, eine Verlustgrenze zu setzen. Übst du bei Anbieter A und eröffnest dann bei Anbieter B, war der halbe Lerneffekt für die Katz.

Deshalb lohnt der Blick auf den Anbieter, bevor du das Demokonto anlegst, und nicht danach. IG gehört zur börsennotierten IG Group aus London; das Geschäft im Europäischen Wirtschaftsraum läuft über die IG Europe GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main, ein zugelassenes Wertpapierinstitut unter Aufsicht der BaFin und der Deutschen Bundesbank. Was dort handelbar ist und was nicht, steht in unserem Überblick zu den IG Erfahrungen. Wer bei einem Anbieter übt, den er im Ernstfall ohnehin nicht nutzen würde, verschwendet die Zeit doppelt.

Vier Wochen, die dir mehr bringen als vier Ratgeber

Der häufigste Fehler ist planloses Herumklicken. Ein Demokonto liefert erst dann ein brauchbares Ergebnis, wenn du es wie einen Test behandelst: feste Dauer, feste Regeln, schriftliche Auswertung. Vier Wochen reichen für ein belastbares Bild. Wichtig ist nur eine Vorgabe, die weh tut: IG stellt im Demokonto 30.000 Euro virtuelles Guthaben bereit. Lege für deinen Test trotzdem ein deutlich kleineres persönliches Arbeitskapital fest – zum Beispiel den Betrag, den du später tatsächlich einsetzen würdest – und berechne alle Positionsgrößen ausschließlich auf dieser Grundlage. Das übrige virtuelle Guthaben ignorierst du bei der Positionsberechnung. Sonst trainierst du dich zu Positionsgrößen, die du dir nie leisten könntest.

WocheZielWas du konkret machst
1BedienungNur Orderarten. Kaufen, verkaufen, Verlustgrenze setzen, verschieben, Position teilweise schließen. Kein Anspruch auf Gewinn.
2PositionsgrößeImmer gleiche, kleine Größe. Beobachten, wie stark eine normale Tagesbewegung dein Konto bewegt. Erst jetzt verstehst du den Hebel wirklich.
3RegelnVor jedem Auftrag schriftlich festhalten: Warum steige ich ein, wo steige ich aus, wie groß ist die Position. Kein Auftrag ohne Notiz.
4AuswertungNichts Neues mehr ausprobieren. Nur die eigenen Notizen durchgehen und zählen, wie oft du gegen deine eigenen Regeln verstoßen hast.

Woche vier ist die wichtigste und wird am häufigsten weggelassen. Die Zahl der Regelverstöße sagt mehr über deine Aussichten aus als jedes virtuelle Ergebnis. Wer im Demokonto seine eigenen Vorgaben reißt, wird es mit echtem Geld unter Druck erst recht tun.

Was du dabei wirklich lernst

  • Wie eine Order technisch abläuft. Marktauftrag, Limit, Stopp – und was passiert, wenn du das eine mit dem anderen verwechselst.
  • Was Positionsgröße bedeutet. Nicht als Theorie, sondern als Zahl, die sich vor deinen Augen bewegt.
  • Wie schnell gehebelte Produkte reagieren. Eine Bewegung, die bei einer gekauften Aktie kaum auffällt, kann eine gehebelte Position bereits erledigen.
  • Welche Kostenarten grundsätzlich existieren. Bei Kassa-CFDs können im Livekonto Übernachtfinanzierungen anfallen. Im Demokonto werden Zins- und Dividendenanpassungen jedoch nicht vollständig abgebildet – die tatsächlichen Auswirkungen musst du anhand der aktuellen Konditionen des Anbieters berechnen.
  • Ob die Plattform zu dir passt. Manche Oberflächen sind großartig und trotzdem nicht deine. Das merkst du nur durch Benutzen.
  • Wie deine Idee überhaupt aussieht. Viele stellen im Demokonto zum ersten Mal fest, dass sie gar keine Regel haben, sondern nur ein Gefühl.

Wo das Demokonto lügt: die vier Unterschiede zum Echtgeldkonto

Diesen Abschnitt lassen die meisten Ratgeber weg, weil er dem Werbezweck im Weg steht. Er ist aber der wichtigste des ganzen Textes. Ein Demokonto weicht in vier Punkten systematisch von der Realität ab – wer sie kennt, zieht die richtigen Schlüsse.

UnterschiedWas im Demokonto passiertWas mit echtem Geld anders ist
EmotionEin Verlust ist eine Zahl auf dem Bildschirm.Ein Verlust ist dein Geld. Genau dann werden Regeln gebrochen, Verlustgrenzen verschoben und Positionen nachgekauft.
PositionsgrößeDie 30.000 Euro virtuelles Guthaben verführen zu Größen, die niemand real einsetzen würde.Realistische Beträge führen zu deutlich kleineren Positionen – und zu ganz anderen Ergebnissen.
AusführungKeine Slippage; Aufträge werden nicht unter denselben Bedingungen wie im Livekonto ausgeführt.Im Livekonto kann der tatsächliche Ausführungskurs besonders bei schnellen Marktbewegungen abweichen.
Kosten, Kurse und MarginKeine Zins- oder Dividendenanpassungen; außerbörsliche Kursbewegungen werden nicht vollständig berücksichtigt und Positionen bei zu geringer Margin nicht automatisch geschlossen.Im Livekonto greifen Finanzierungs- und Dividendenanpassungen, Kursbewegungen außerhalb der Kernzeiten sowie automatische Positionsschließungen.

Praktische Konsequenz: Behandle das Demokonto so, als wäre das Geld echt. Rechne mit deinem festgelegten Arbeitskapital statt mit dem vollen virtuellen Guthaben, halte dich an deine Positionsgrößen und setze das Konto nicht zurück, wenn es schlecht läuft. Sonst trainierst du genau die Gewohnheiten, die dich später Geld kosten.

Was du mitschreiben solltest

Ohne Aufzeichnung bleibt vom Test nichts als ein Gefühl. Ein einfaches Blatt reicht, eine Tabelle ist besser. Entscheidend sind nicht viele Kennzahlen, sondern wenige, die du ehrlich führst.

NotizWarum sie zählt
Grund für den Einstiegzwingt dich, vor dem Klick eine Begründung zu formulieren statt danach
geplanter Ausstiegspunkttrennt eine Entscheidung von einer Hoffnung
Positionsgrößemacht sichtbar, ob du bei Verlusten anfängst, größer zu werden
Ergebnis und Haltedauerzeigt, ob deine Idee zum gewählten Zeitrahmen passt; mögliche Finanzierungskosten des Livekontos musst du separat berücksichtigen
Regelverstößedie ehrlichste Kennzahl von allen – und die einzige, die du sofort verbessern kannst

Wann du auf echtes Geld umsteigen solltest

Es gibt keinen Punktestand, der dich freischaltet. Aber es gibt Kriterien, die sich in der Praxis bewährt haben. Erfüllst du sie nicht, ist das kein Grund aufzugeben – sondern einer, das Demokonto weiterlaufen zu lassen.

  • Du kannst jede Orderart bedienen, ohne nachzuschlagen.
  • Du hältst deine geplante Positionsgröße ein, auch nach mehreren Verlusten hintereinander.
  • Du hast eine schriftliche Regel für Einstieg und Ausstieg, nicht nur eine Meinung.
  • Du weißt, welche Kostenarten bei deinem Handelsverhalten anfallen.
  • Du hast geklärt, wie die Erträge steuerlich behandelt werden.
  • Der Betrag, mit dem du starten willst, kann komplett verloren gehen, ohne dass es dich trifft.

Der letzte Punkt ist nicht verhandelbar. Wer mit Geld anfängt, das für Miete, Rücklage oder Altersvorsorge gebraucht wird, trifft unter Druck Entscheidungen, die ihn den Rest kosten.

Bevor du echtes Geld einsetzt: 72 % der Kleinanlegerkonten verlieren beim CFD-Handel mit diesem Anbieter Geld. Für Privatkunden im Europäischen Wirtschaftsraum ist eine Nachschusspflicht zwar ausgeschlossen – du kannst also nicht mehr verlieren als dein Guthaben auf dem Handelskonto –, aber genau dieses Guthaben kann sehr schnell vollständig weg sein. Ein erfolgreicher Demokonto-Monat ändert daran nichts.

So läuft der Wechsel ab

  1. Demokonto anlegen. Registrierung mit den üblichen Stammdaten, danach steht die Oberfläche mit virtuellem Guthaben bereit.
  2. Persönliches Arbeitskapital festlegen. Das Demokonto enthält 30.000 Euro virtuelles Guthaben. Lege schriftlich fest, welchen kleineren Teil davon du für deine Übungsrechnung verwendest – und halte dich daran.
  3. Vier Wochen testen und mitschreiben. Ohne Notizen keine Auswertung, ohne Auswertung kein Lerneffekt.
  4. Angemessenheitsprüfung durchlaufen. Für gehebelte Produkte ist sie gesetzlich vorgeschrieben. Beantworte die Fragen ehrlich – das Ergebnis ist eine Information über dich, kein Hindernis.
  5. Legitimation und Einzahlung. Ausweisprüfung, danach Überweisung von einem Bankkonto, das dem Kontoinhaber zugeordnet ist. Bareinzahlungen und Zahlungen von Dritten akzeptiert IG nicht.
  6. Klein anfangen. Die erste echte Position sollte kleiner sein als deine letzte im Demokonto. Der Unterschied liegt nicht in der Technik, sondern in deinem Kopf.

Demokonto oder gleich ein kleines Echtgeldkonto?

Ein verbreiteter Einwand lautet: Übe lieber sofort mit echtem, aber sehr kleinem Geld, dann lernst du auch den psychologischen Teil. Der Einwand ist berechtigt und trotzdem nur zur Hälfte richtig. Beides löst unterschiedliche Probleme, und die Reihenfolge entscheidet.

FrageDemokontoKleines Echtgeldkonto
Bedienung lernenideal, Fehler kosten nichtsunnötig teuer, jeder Fehlklick zählt
Positionsgröße verstehengut, wenn du mit einem selbst gesetzten, kleineren Arbeitskapital rechnestgut, aber bei winzigen Beträgen kaum spürbar
Umgang mit Verlustennicht möglich, es fehlt der Druckgenau dafür da
Regeln einhaltenzeigt, ob du überhaupt welche hastzeigt, ob sie unter Druck halten

Die sinnvolle Reihenfolge ist deshalb: erst Demokonto für die Mechanik, dann ein bewusst kleines Echtgeldkonto für den Kopf, und erst danach die Beträge, mit denen du eigentlich arbeiten willst. Wer diese Reihenfolge umdreht, zahlt Lehrgeld für Dinge, die kostenlos zu haben gewesen wären. Und wer bei Schritt zwei feststellt, dass ihn schon kleine Schwankungen nervös machen, hat eine wichtige Information über sich gewonnen – günstiger als auf jedem anderen Weg.

Die häufigsten Fehler im Demokonto

  • Mit dem vollen virtuellen Guthaben rechnen. Trainiert Positionsgrößen, die real nie infrage kämen. Setze stattdessen ein eigenes, kleineres Arbeitskapital als Rechengrundlage.
  • Zurücksetzen nach Verlusten. Löscht genau die Erfahrung, die etwas wert gewesen wäre.
  • Kein schriftlicher Plan. Ohne Notizen bleibt am Ende nur ein Bauchgefühl.
  • Zu kurze Testdauer. Zwei Tage zeigen die Bedienung, nicht das eigene Verhalten.
  • Nur die Gewinner anschauen. Die Verlustaufträge enthalten den Lernstoff.
  • Ergebnis hochrechnen. Ein virtueller Erfolg ist keine Prognose, sondern eine Momentaufnahme ohne Druck.

Häufige Fragen

Ist das Demokonto wirklich kostenlos?

Ein Demokonto wird bei Anbietern für gehebelte Produkte üblicherweise kostenfrei bereitgestellt, weil es dem Anbieter Interessenten bringt. Es entstehen keine Zahlungsverpflichtungen, und du musst kein Geld einzahlen, um es zu nutzen. Die genauen Bedingungen und mögliche Laufzeitgrenzen stehen beim Anbieter.

Gibt es ein CFD-Demokonto ohne Anmeldung?

In der Regel nicht. Für den Zugang legst du ein Konto mit Stammdaten an; das ist weniger aufwendig als die Eröffnung eines Echtgeldkontos, aber ganz ohne Registrierung bekommst du keine funktionierende Handelsumgebung. Frei zugängliche Simulationen ohne Anmeldung bilden meist nur einen Ausschnitt ab.

Wie viel virtuelles Guthaben hat das IG-Demokonto?

Nach Angaben des Anbieters 30.000 Euro. Für den Test solltest du davon nur einen kleineren Teil als Arbeitskapital verwenden – idealerweise den Betrag, den du später real einsetzen würdest – und alle Positionsgrößen darauf beziehen.

Ist das IG-Demokonto zeitlich begrenzt?

Nach Angaben des Anbieters kann es ohne zeitliche Begrenzung genutzt werden. Damit eignet es sich auch später, um neue Ideen oder Orderarten in Ruhe zu testen, ohne echtes Geld einzusetzen.

Wie lange sollte ich üben, bevor ich echtes Geld einsetze?

Vier Wochen mit festen Regeln und schriftlicher Auswertung sind ein guter Richtwert. Entscheidend ist nicht die Dauer, sondern ob du deine eigenen Vorgaben einhältst. Wer im Demokonto regelmäßig gegen seinen Plan verstößt, wird das mit echtem Geld erst recht tun.

Kann ich im Demokonto den Kauf echter Aktien üben?

Bei IG nicht, denn dort werden Aktienkurse über CFDs und Knock-Out-Produkte gehandelt – die Aktie selbst wird auch im Livekonto nicht erworben. Üben kannst du also den Handel auf Aktienkurse. Wer den klassischen Kauf von Anteilen lernen möchte, braucht ein Depot bei einem Depotanbieter.

Sind die Kurse im Demokonto echt?

Sie bilden das Marktgeschehen ab, damit der Test überhaupt einen Sinn ergibt. Die Demo unterscheidet sich aber in mehreren Punkten vom Livehandel: Es gibt keine Slippage, keine Zins- oder Dividendenanpassungen, außerbörsliche Kursbewegungen werden nicht vollständig berücksichtigt, und Positionen werden bei zu geringer Margin nicht automatisch geschlossen. Chartpakete werden im Demokonto ebenfalls nicht berechnet.

Sollte ich das Demokonto zurücksetzen, wenn es schlecht läuft?

Besser nicht. Der Zurücksetzen-Knopf löscht genau die Erfahrung, wegen der du übst. Im Livekonto gibt es ihn nicht – wer sich daran gewöhnt, trainiert eine Erwartung, die später teuer wird.

Brauche ich für ein Demokonto einen Ausweis?

Für den reinen Testzugang wird in der Regel weniger verlangt als für ein Echtgeldkonto. Spätestens vor der ersten echten Einzahlung folgen Legitimation und die gesetzlich vorgeschriebene Angemessenheitsprüfung für gehebelte Produkte.

Gibt es das Demokonto auch als App?

Ja, die Handelsoberfläche steht als Weboberfläche und als mobile App zur Verfügung, das Demokonto lässt sich in beiden nutzen. Für die Übungsphase ist die größere Ansicht am Rechner allerdings hilfreicher, weil Charts und Ordermaske dort vollständig sichtbar sind.

Was ist die Angemessenheitsprüfung?

Eine gesetzlich vorgeschriebene Abfrage von Kenntnissen und Erfahrung, bevor dir komplexe Produkte angeboten werden. Fällt sie negativ aus, kann dir ein Produkt verweigert werden. Sie ist ein Schutzmechanismus und kein Formalismus, den man geschickt umgehen sollte.

Kann ich im Demokonto mehr verlieren, als ich habe?

Nein, es ist virtuelles Guthaben. Im Echtgeldkonto ist für Privatkunden im Europäischen Wirtschaftsraum eine Nachschusspflicht ausgeschlossen, du kannst also nicht mehr verlieren als dein Kontoguthaben. Vollständig aufgebraucht sein kann es bei gehebelten Positionen trotzdem sehr schnell.

Bringt ein Demokonto auch erfahrenen Anlegern etwas?

Ja, vor allem beim Anbieterwechsel und beim Testen neuer Ideen. Eine neue Oberfläche in Ruhe kennenzulernen ist billiger, als den ersten Fehlklick mit echtem Geld zu bezahlen.

Weiterlesen

Bevor du die erste echte Position eröffnest, sollte die Mechanik sitzen. Unser Grundlagenbeitrag zum CFD Trading erklärt Margin und Hebel, die Kostenarten, die Schutzregeln für Privatkunden und die strukturellen Gründe für die hohe Verlustquote. Genau diese Punkte kannst du im Demokonto anschließend gezielt nachvollziehen, statt planlos Aufträge zu erteilen.

Wie der Handel auf Aktienkurse bei diesem Anbieter abläuft – über Aktien-CFDs und Knock-Out-Produkte, samt Kommission, Leihgebühr beim Shorten und Handelszeiten – beschreibt unser Beitrag zum Aktienhandel bei IG. Und den Anbieter insgesamt, von Regulierung über Produkttypen bis zu Ein- und Auszahlung, ordnet der Überblick zu den IG Erfahrungen ein.

Wenn du nach der Übungsphase zu dem Schluss kommst, dass du lieber Anteile besitzen als auf Kurse setzen möchtest, ist unser Beitrag zum Thema Aktien kaufen der passende nächste Schritt: von der Depotwahl über die Orderarten bis zu den typischen Fehlern beim ersten Auftrag.

Risikohinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 72 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Knock-Out-Zertifikate und Optionen sind komplexe Finanzinstrumente und gehen ebenfalls mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Bei professionellen Kunden können Verluste die Einlagen übersteigen. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Anlage- oder Steuerberatung. Prüfe Angebote und Bedingungen immer selbst beim jeweiligen Anbieter.

Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel? Hier können Sie uns schreiben →
Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin →