CFD Broker Vergleich welcher Anbieter passt zu dir und was der Handel wirklich kostet
Bild: KI-generiert
Geschrieben von Michael Radtke · Zuletzt aktualisiert: 9. August 2026

CFD Broker Vergleich: welcher Anbieter passt zu dir und was der Handel wirklich kostet

Ein CFD Broker Vergleich lohnt sich, weil die Werbung überall gleich klingt und die Unterschiede woanders liegen. Entscheidend sind vier Dinge: welche Märkte handelbar sind, was der Handel im Alltag kostet, wie gut die Ausführung ist und welche Plattform du bekommst. Hier stehen die Anbieter mit ihren Schwerpunkten – und weiter unten die Alternativen für alle, die am Ende doch keine CFDs handeln wollen.

Bevor du weiterliest: Aktuell verlieren bei vielen CFD-Anbietern zwischen etwa siebzig und achtzig Prozent der Privatkonten Geld. Jeder Anbieter muss seine eigene Quote in den Pflichthinweisen angeben und aktualisiert sie regelmäßig. CFDs sind gehebelte Produkte – das eingesetzte Kapital kann vollständig verloren gehen.

Die CFD Broker im Vergleich

Keine Gebührentabellen – die veralten schneller, als du sie liest. Stattdessen der Schwerpunkt: welche Märkte im Vordergrund stehen, mit welcher Plattform gearbeitet wird und für welchen Typ das gebaut ist.

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AnbieterCFD-SchwerpunktFür wen
XTBCFDs auf Indizes, Forex, Rohstoffe und Aktien, dazu echte Aktien und ETFs im selben Konto. Eigene Plattform xStation, kein MetaTrader. Unser TestWer gehebelt und ungehebelt aus einem Konto handeln willZu XTB
NAGACFD-Handel auf einer Plattform mit Social- und Copy-Funktionen, dazu MetaTrader 5. Ehrlich eingeordnetWer Trades anderer kopieren oder mit MT5 arbeiten willZu NAGA
CapTraderCFDs auf Aktien, Indizes, Forex und Metalle mit Direct Market Access über die Trader Workstation. Daneben Aktien, ETFs, Optionen und Futures im selben Konto. Unser TestFortgeschrittene, die CFDs und Börsenprodukte aus einem Konto handelnZu CapTrader

Die Buttons führen zu den jeweiligen Anbietern. Kommt darüber ein Abschluss zustande, erhält alarm.de eine Vergütung – für dich ohne Mehrkosten. Prüfe die aktuelle Verlustquote und die Konditionen immer beim Anbieter selbst.

Was ein CFD Broker macht – und was nicht

Ein CFD ist ein Vertrag über die Kursdifferenz eines Basiswerts. Du kaufst kein Wertpapier, es gibt nichts zu verwahren. Stattdessen hinterlegst du Margin als Sicherheit und setzt mit Hebel auf die Kursbewegung – nach oben oder nach unten.

Weil es für CFDs keinen zentralen Markt gibt, stellt der Anbieter die Kurse selbst oder reicht die Order an Liquiditätsgeber weiter. Er ist damit in vielen Fällen deine Gegenpartei. Das ist nicht unseriös, solange er reguliert ist und offenlegt, wie er ausführt – es erklärt aber, warum Spread und Ausführungsqualität hier wichtiger sind als bei einem Wertpapierdepot.

Beim üblichen beratungsfreien CFD-Handel erfolgt keine persönliche Anlageberatung: Der Broker führt deine Orders aus, ohne dir eine Empfehlung zu geben. Das Marktrisiko trägst du selbst.

Die sechs Auswahlkriterien

Worauf es bei der Auswahl tatsächlich ankommt, lässt sich auf sechs Punkte eindampfen. Alles andere ist Marketing.

  1. Märkte. Handelst du Indizes, Forex, Rohstoffe, Aktien oder Krypto? Nicht jeder Anbieter deckt alles ab, und die Auswahl innerhalb einer Klasse unterscheidet sich stark.
  2. Kosten im Alltag. Spread, mögliche Kommission, Übernachtfinanzierung, Währungsumrechnung. Rechne mit deiner Handelshäufigkeit, nicht mit dem Werbebeispiel.
  3. Ausführung. Wie zuverlässig kommt die Order durch, wenn der Markt sich schnell bewegt? Das entscheidet mehr als ein Zehntelpunkt Spread.
  4. Plattform. Eigene Software oder MetaTrader, Web oder Desktop, Charting, Scanner, Ordermaske.
  5. Regulierung und Kundengeld. Zulassung, getrennte Verwahrung der Kundengelder, nachvollziehbares Impressum.
  6. Konto und Service. Mindesteinzahlung, Ein- und Auszahlungswege, Demokonto, Erreichbarkeit auf Deutsch.
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Konto eröffnen und mit kleinen Positionen anfangen

Vergleiche zuerst, welche Märkte du überhaupt brauchst, und teste die Plattform, bevor echtes Geld im Feuer steht.

Was CFD-Handel wirklich kostet

Der beworbene Preis ist selten der echte. Fünf Blöcke entscheiden über deine Gesamtkosten.

  • Spread. Die Spanne zwischen An- und Verkaufskurs. Bei außerbörslichen Produkten wie CFDs kann der Anbieter einen Aufschlag in den gestellten Spread einrechnen. Wie stark der Posten wiegt, hängt vom Instrument, der Handelszeit und der Liquidität ab.
  • Kommission. Manche Modelle rechnen mit engem Spread plus separater Gebühr, andere ohne Kommission mit breiterem Spread. Beides kann günstiger sein – das entscheidet deine Handelsfrequenz.
  • Übernachtfinanzierung und Rollkosten. Bei vielen Kassa-CFDs fallen für über Nacht gehaltene Positionen tägliche Finanzierungskosten an; bei Forex können Swaps je nach Richtung belastet oder gutgeschrieben werden. Bei futures- oder forwardbasierten CFDs sind die Kosten oft anders eingepreist oder werden über Rollovers abgebildet.
  • Währungsumrechnung. Weichen Kontowährung und Handelswährung voneinander ab, können Umrechnungskosten entstehen. Ob sie bei jedem Trade anfallen, hängt vom Kontomodell ab.
  • Daten und Inaktivität. Realtime-Kurse und professionelle Datenpakete kosten bei manchen Anbietern extra, ebenso längere Handelspausen.

Die einzige belastbare Rechnung ist deine eigene: wie viele Trades, welche Größe, wie lange gehalten. Ein Anbieter ohne Kommission kann bei hoher Frequenz teurer sein als einer mit.

Hebel und Margin – die Regeln für Privatkunden

Der Hebel ist der Kern des CFD-Handels und ein wesentlicher Grund dafür, dass Verluste sehr schnell groß werden. In der EU gelten für Privatkunden feste Obergrenzen, gestaffelt nach Anlageklasse.

BasiswertMaximaler Hebel für Privatkunden
Große Währungspaare1:30
Übrige Währungspaare, Gold, große Aktienindizes1:20
Andere Rohstoffe, kleinere Aktienindizes1:10
Einzelaktien und übrige Basiswerte1:5
Kryptowährungen1:2

Dazu kommen zwei Schutzmechanismen. Der Margin-Close-out: Fällt der Kontowert auf 50 Prozent der erforderlichen Mindestmargin für alle offenen Positionen, müssen Positionen geschlossen werden. Und der Negativsaldoschutz: Dein Verlust darf insgesamt nicht über die Mittel auf deinem CFD-Handelskonto hinausgehen, eine Nachschusspflicht besteht nicht.

Ein gefährlicher Denkfehler beim Hebel: Ein höherer Hebel bindet bei gleicher Positionsgröße weniger Margin, nicht mehr. Gewinn und Verlust hängen an der Positionsgröße, nicht am Hebel. Gefährlich wird er, weil er dazu verleitet, mit derselben Margin eine viel größere Position zu eröffnen – und damit vervielfacht sich beides.

Ausführung, Slippage und Orderarten

Slippage ist die Differenz zwischen dem Kurs, den du gesehen hast, und dem, zu dem tatsächlich ausgeführt wurde. Sie entsteht in schnellen Märkten, bei dünner Liquidität und außerhalb der Haupthandelszeit – und trifft Market-Orders am härtesten. Verwandt damit sind Requotes: Statt auszuführen bietet dir der Anbieter einen neuen Kurs an, weil sich der Markt bewegt hat.

Für die Praxis heißt das: Eine Market-Order wird sofort ausgeführt, dafür ohne Preisgarantie – sinnvoll bei hoher Liquidität und in der Haupthandelszeit. Eine Limit-Order legt die Preisgrenze fest, kann dafür unausgeführt bleiben – sinnvoll bei dünnem Markt, außerhalb der Haupthandelszeit und immer dann, wenn dir der Preis wichtiger ist als die Ausführung. Und der wichtigste Satz zum Stop Loss: Er garantiert keinen Ausführungskurs. Er löst beim Erreichen der Marke eine Order zur Schließung aus – bei einer Long-Position wird verkauft, bei einer Short-Position gekauft. Springt der Kurs über die Marke hinweg, kann der tatsächliche Ausführungskurs deutlich ungünstiger sein als das gesetzte Stop-Niveau. Manche Anbieter bieten garantierte Stops an, die einen Aufpreis kosten können.

Die Handelsplattform

Beim CFD-Handel ist die Plattform dein Arbeitsgerät, nicht Beiwerk. Zwei Wege sind üblich: die hauseigene Software des Anbieters oder MetaTrader. Die eigene Plattform ist meist enger mit Kontoverwaltung und Brokerfunktionen verzahnt; MetaTrader ist vielen vertraut, skriptfähig und Voraussetzung für Expert Advisors.

Was du vor der Eröffnung prüfst: Gibt es Web, Desktop und App oder nur eine App? Wie brauchbar sind Charting, Zeichenwerkzeuge und gespeicherte Layouts? Ist ein Scanner für die Vorauswahl dabei? Und findest du Limit, Stop und Trailing Stop in der Ordermaske sofort – oder musst du im schnellen Markt suchen?

Demokonto: was sich testen lässt

Viele CFD- und Forex-Broker bieten ein Demokonto an. Sinnvoll testen lassen sich drei Dinge: die Bedienung der Plattform, das Setzen der Orderarten und der eigene Handelsablauf – also ob dein Plan überhaupt umsetzbar ist.

Eine Demo kann reale Liquidität, Slippage und die emotionale Belastung nicht vollständig abbilden; die Ausführung kann deshalb vom Echtgeldkonto abweichen. Nutze sie für die Plattform, nicht für die Illusion von Erfolg. Wer im Demokonto mit hohem Hebel gewinnt, hat noch nichts bewiesen.

Regulierung und Kundengeld

Ein Broker, der seine Dienstleistungen gezielt Kunden in Deutschland anbietet, braucht eine dafür gültige Erlaubnis. Anbieter aus dem Europäischen Wirtschaftsraum können dafür den europäischen Pass nutzen; bei Anbietern aus Drittstaaten gelten zusätzliche deutsche Zulassungsvoraussetzungen. Aufsicht und Lizenznummer stehen im Impressum und lassen sich im Register nachschlagen.

Eine Lizenznummer allein genügt nicht. Betrüger kopieren regelmäßig Namen, Anschriften und Registerdaten echter Firmen. Prüfe deshalb den exakten Namen der Gesellschaft, die Domain, die Anschrift und aktuelle Warnmeldungen der Aufsicht. Und behalte im Kopf: Kundengelder müssen getrennt vom Vermögen des Anbieters gehalten werden – ein Marktverlust ist dagegen kein Insolvenzfall, sondern schlicht ein Verlust.

Typische Fehler am Anfang

  • Position zuerst, Stop danach. Wer den Stop dorthin setzt, wo die Margin gerade noch reicht, wird bei der ersten normalen Gegenbewegung geschlossen. Richtig ist die umgekehrte Reihenfolge: Risiko festlegen, Stop aus dem Chart ableiten, daraus die Positionsgröße rechnen.
  • Den Hebel als Ziel begreifen. Er ist nur das Mittel, um eine Positionsgröße darzustellen.
  • Gehebelte Positionen liegen lassen. Je nach CFD-Typ laufen Finanzierungs- oder Rollkosten weiter, auch wenn sich der Kurs nicht bewegt.
  • Nur auf den Spread schauen. Ohne Ausführungsqualität ist ein enger Spread wenig wert.
  • Copy Trading als Abkürzung sehen. Du übernimmst fremde Entscheidungen, ohne die Beweggründe zu kennen – die Begrenzung der Positionsgröße bleibt deine Aufgabe.

Wer sich grundsätzlich sortieren will, bevor er einen Anbieter auswählt, findet die Einordnung über alle Kontoarten hinweg auf unserer Übersicht: Welcher Broker passt zu dir. Dort geht es nicht nur um CFDs, sondern auch um Optionen, Futures und den klassischen Wertpapierhandel. Der Vergleich zeigt, welche Kontoart überhaupt zu deinem Vorhaben passt – und was die einzelnen Anbieter dabei kosten. Das ist die Ebene über dieser Seite und der bessere Startpunkt, wenn du noch schwankst.

Welche Märkte du als CFD handeln kannst

Die Auswahl entscheidet mehr über deinen Alltag als die Gebührenliste. Fünf Klassen sind üblich, und sie verhalten sich völlig unterschiedlich.

MarktWas typisch istWorauf du achtest
IndizesDAX, Nasdaq, S&P und Co. als CFD, meist die liquideste Klasse im AngebotKontraktgröße je Punkt, Handelszeiten, ob Kassa- oder futuresbasiert
ForexWährungspaare rund um die Uhr an Werktagen, Majors mit den engsten SpannenSwap-Sätze je Richtung, Spreads zu Randzeiten
RohstoffeGold, Silber, Öl und Gas, häufig über Terminkontrakte abgebildetRollovers, Kontraktwechsel, deutlich größere Tagesschwankungen
Aktien-CFDsEinzelwerte gehebelt, an die Handelszeiten der jeweiligen Börse gebundenHebel höchstens 1:5, Kurslücken über Nacht, Dividendenanpassungen
Krypto-CFDsBitcoin und größere Coins als Differenzkontrakt, ohne eigene VerwahrungNiedrigster Hebel aller Klassen mit 1:2, hohe Schwankung, Finanzierungskosten am Wochenende

Ein Punkt, der oft untergeht: Ein Krypto-CFD ist kein Kryptokauf. Du besitzt keine Coins, hast keine Wallet und keine Verwahrfrage – dafür einen Hebel und laufende Kosten. Wer tatsächlich Bitcoin halten will, braucht einen anderen Weg.

Long und Short – warum CFDs in beide Richtungen laufen

Der Unterschied zum Wertpapierdepot: Du kannst nicht nur auf steigende, sondern genauso auf fallende Kurse setzen. Eine Short-Position ist beim CFD technisch nichts Besonderes, sondern nur die andere Richtung derselben Order.

Praktisch bedeutet das drei Dinge. Erstens sind die Finanzierungskosten richtungsabhängig – bei Forex kann der Swap in einer Richtung belastet und in der anderen gutgeschrieben werden. Zweitens dreht sich beim Short die Logik des Stops um: Er liegt über dem Einstieg, und ausgeführt wird durch einen Kauf. Drittens ist das Risiko nach oben rechnerisch nicht begrenzt, weil ein Kurs theoretisch beliebig steigen kann. Ein Stop hilft, garantiert aber keine Ausführung zum gesetzten Kurs – bei Kurslücken kann deutlich ungünstiger ausgeführt werden. Die verlässliche Grenze ist der Negativsaldoschutz: Er begrenzt den Verlust auf die Mittel deines CFD-Handelskontos.

Positionsgröße berechnen statt schätzen

Das ist die Stelle, an der sich Konten entscheiden – und sie hat mit der Wahl des Brokers nichts zu tun. Die Frage lautet nicht „wie viel Hebel bekomme ich“, sondern „wie viel darf dieser eine Trade kosten, wenn er nicht funktioniert“.

Die Rechnung läuft rückwärts, in drei Schritten:

  1. Risiko festlegen. Welchen Anteil deines Kontos willst du bei einem einzelnen Trade verlieren, wenn der Stop greift? Diese Zahl bestimmst du vorher, nicht im Markt.
  2. Stop-Abstand ablesen. Wo liegt die Marke, ab der deine Idee widerlegt ist? Das ergibt sich aus dem Chart, nicht aus deinem Wunsch.
  3. Positionsgröße daraus ableiten. Risiko geteilt durch Stop-Abstand ergibt die Größe – allerdings erst, wenn du den Wert pro Punkt beziehungsweise die Kontraktgröße des Instruments einrechnest. Ein Punkt bedeutet bei einem Index-CFD etwas anderes als bei einem Währungspaar. Der Hebel ist nur das Mittel, um die berechnete Größe mit der vorhandenen Margin darzustellen.

Wer umgekehrt vorgeht – erst die Position, dann der Stop dorthin, wo die Margin gerade noch reicht –, hat den Stop nicht am sinnvollen Punkt, sondern dort, wo das Konto endet. Genau daraus entsteht die Serie kleiner Ausstoppungen, über die in Foren geklagt wird.

Handelszeiten beim CFD-Handel

Maßgeblich ist der Basiswert – die konkreten Handelszeiten legt aber jeder Anbieter je Instrument selbst fest, und sie stehen in seiner Instrumentenübersicht. Grob gilt: Forex läuft an Werktagen durchgehend, weil sich die großen Handelszentren ablösen. Indizes und Rohstoffe haben tägliche Pausen. Aktien-CFDs orientieren sich an der Börse des jeweiligen Werts, weshalb ein US-Wert am deutschen Vormittag je nach Anbieter gar nicht oder nur eingeschränkt handelbar ist.

Zwei praktische Folgen. Zum einen sind die Spannen zu Randzeiten und in Pausen breiter, weil weniger Liquidität da ist – die ersten und letzten Minuten einer Session sind selten der beste Moment für eine Market-Order. Zum anderen entsteht genau in den Pausen das Kurslückenrisiko: Nachrichten kommen trotzdem, gehandelt wird erst später, und der nächste Kurs kann weit vom letzten entfernt liegen.

Manche Anbieter bieten für einzelne Indizes und Kryptowerte auch Wochenendhandel an – mit deutlich breiteren Spannen und eigener Preisstellung.

CFD-Konto eröffnen: der Ablauf

Die Eröffnung dauert selten lange, hat aber zwei Punkte, die man kennen sollte.

  • Antrag und Identifizierung. Stammdaten, Steuer-Identifikationsnummer, Referenzkonto, dann Video- oder Postident.
  • Angemessenheitsprüfung. Bei komplexen Produkten wie CFDs muss der Broker deine Kenntnisse und Erfahrungen abfragen. Hält er das Produkt für nicht angemessen, muss er dich warnen; zusätzlich kann er den Zugang nach eigenen Regeln beschränken. Die Angaben sind also keine Formalie.
  • Kontowährung wählen. Weichen Kontowährung und Handelswährung ab, können Umrechnungskosten entstehen. Ob bei jedem Trade, hängt vom Kontomodell ab.
  • Ein- und Auszahlung testen. Ausgezahlt wird regelmäßig nur auf ein verifiziertes Konto des Kontoinhabers. Probier den Weg früh mit einem kleinen Betrag aus.

Ein starkes Warnsignal, unabhängig vom Anbieter: Wenn vor einer Auszahlung plötzlich zusätzliche Einzahlungen, angebliche Steuern oder Freigabegebühren verlangt werden, ist das keine Formalie, sondern die klassische Betrugsmasche.

CFDs gegen Knock-outs und Optionsscheine

Gehebelt geht auch an der Börse. Der Vergleich lohnt, bevor du dich für ein CFD-Konto entscheidest.

MerkmalCFDKnock-out oder Optionsschein
HandelsplatzAußerbörslich beim AnbieterBörse oder Direkthandel mit dem Emittenten
KontoEigenes CFD-Handelskonto mit MarginNormales Wertpapierdepot
HebelÜber Margin, regulatorisch gedeckeltIm Produkt eingebaut, je nach Papier sehr hoch
Laufende KostenFinanzierung oder Rollkosten je nach TypIm Produkt eingepreist, dazu der Spread des Emittenten
Zusätzliches RisikoMargin-Close-out bei zu geringer SicherheitKnock-out-Schwelle und Emittentenrisiko
VerlustgrenzeMittel auf dem CFD-Konto, kein NachschussDer eingesetzte Kaufbetrag

Grob gesagt: Wer viel und kurz handelt, findet im CFD-Konto die direktere Struktur. Wer selten und in einem bestehenden Depot arbeitet, kommt mit Knock-outs oft weiter – muss dafür aber das Emittentenrisiko und die Knock-out-Schwelle im Blick behalten.

Alternativen: aktiv handeln ohne CFDs

Du willst ohne CFD-Margin-Konto aktiv handeln? Dann brauchst du keinen CFD-Broker. Aktien, ETFs, Zertifikate, Knock-outs und Optionsscheine lassen sich über Börsen und Direkthandel genauso aktiv handeln. Gehebelt geht das ebenfalls – nur steckt der Hebel dann im Produkt statt in einem Margin-Konto, und es gibt keine Übernachtfinanzierung des Brokers. Diese Anbieter passen dafür.

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AnbieterWofür er passtWarum kein CFD-Ersatz
Traders PlaceRund 40 Handelsplätze, Aktien sowie börsliche und außerbörsliche Derivate. Optional ein Wertpapierkredit. Unser TestKein klassisches CFD-Konto. Wer Indizes oder Forex als CFD über ein Margin-Konto handeln will, ist hier falsch; gehebelt geht dort über Knock-outs und ZertifikateZu Traders Place
Smartbroker+Rund 30 Handelsplätze für Aktien, Derivate und Zertifikate. Der Anbieter wirbt mit dem Kostensieger-Ergebnis von Finanztest 12/2025 in den getesteten Depotgrößen. Unser TestKein CFD-Handel. Ausgelegt auf größere Einzelpositionen, nicht auf hohe FrequenzZu Smartbroker+
Trade RepublicBroker, Bank und Karte aus einer Hand, App und Webzugang, Derivate über wenige Partner. Unser TestKein CFD-Handel und kein Werkzeug für hohe Frequenz. Eher für GelegenheitshandelZu Trade Republic

Auch hier gilt: Die Buttons führen zu den Anbietern, bei einem Abschluss erhält alarm.de eine Vergütung.

Häufige Fragen zum CFD Broker Vergleich

Was ist ein CFD und wie funktioniert der Handel?

Ein CFD ist ein Vertrag über die Kursdifferenz eines Basiswerts. Du erwirbst kein Wertpapier, sondern hinterlegst Margin als Sicherheit und setzt mit Hebel auf die Kursbewegung. Je nach CFD-Typ können bei längerer Haltedauer Finanzierungskosten, Swaps oder Rollkosten entstehen.

Worauf sollte ich beim CFD Broker Vergleich achten?

Auf die handelbaren Märkte, die Gesamtkosten aus Spread, Kommission und Übernachtfinanzierung, die Ausführungsqualität, die Plattform, die Regulierung samt getrennter Kundengeldverwahrung sowie Kontodetails wie Mindesteinzahlung und Auszahlungswege.

Wie hoch darf der Hebel für Privatkunden sein?

In der EU gilt: 1:30 bei großen Währungspaaren, 1:20 bei übrigen Währungspaaren, Gold und großen Aktienindizes, 1:10 bei anderen Rohstoffen und kleineren Indizes, 1:5 bei Einzelaktien und 1:2 bei Kryptowährungen.

Kann ich mehr verlieren, als ich eingezahlt habe?

Beim CFD-Handel als Privatkunde nicht: Der Negativsaldoschutz begrenzt den Verlust auf die Mittel deines CFD-Handelskontos, eine Nachschusspflicht besteht nicht. Das Guthaben selbst kann vollständig verloren gehen.

Was passiert beim Margin-Close-out?

Fällt der Kontowert auf 50 Prozent der erforderlichen Mindestmargin für alle offenen Positionen, müssen Positionen geschlossen werden. Eine vorherige Warnung durch den Broker ist üblich, aber nicht garantiert.

Was kostet CFD-Handel im Alltag?

Spread, gegebenenfalls Kommission, Übernachtfinanzierung oder Rollkosten, Währungsumrechnung sowie mögliche Daten- und Inaktivitätsgebühren. Welcher Block am schwersten wiegt, hängt von Instrument, Haltedauer und Handelsfrequenz ab.

Garantiert ein Stop Loss meinen Kurs?

Nein. Er löst beim Erreichen der Marke eine Order zur Schließung der Position aus; ausgeführt wird zum nächsten handelbaren Kurs. Bei Kurslücken kann der tatsächliche Ausführungskurs deutlich ungünstiger sein als das gesetzte Stop-Niveau.

Brauche ich MetaTrader für CFDs?

Nein. Viele Anbieter stellen eine eigene Plattform bereit, die enger mit Kontoverwaltung und Brokerfunktionen verzahnt sein kann. MetaTrader lohnt sich vor allem, wenn du Skripte oder Expert Advisors nutzen willst.

Lohnt sich ein CFD-Demokonto?

Für Plattform, Orderarten und den eigenen Ablauf ja. Nicht abbilden kann eine Demo die reale Liquidität, die Slippage und die eigene Reaktion, wenn echtes Geld im Spiel ist.

Woran erkenne ich einen unseriösen CFD Broker?

An fehlendem Impressum und fehlender Lizenznummer, an Problemen bei der Auszahlung, an geforderten Gebühren für die Freigabe eigenen Geldes und an unaufgeforderten Anrufen mit Einzahlungsdruck. Prüfe zusätzlich Gesellschaft, Domain, Anschrift und aktuelle Warnmeldungen der Aufsicht.

Gibt es Alternativen zum CFD-Handel?

Ja. Aktien, ETFs, Zertifikate, Knock-outs und Optionsscheine lassen sich über Börsen und Direkthandel aktiv handeln, ebenso Optionen und Futures an den Terminbörsen. Welche Kontoart zu dir passt, klärt der Überblick über alle Brokerarten.

Welche Märkte kann ich als CFD handeln?

Üblich sind Indizes, Forex, Rohstoffe, Aktien und Kryptowerte. Sie unterscheiden sich in Hebelgrenze, Handelszeiten und Kostenstruktur deutlich: Bei Einzelaktien liegt die Grenze für Privatkunden bei 1:5, bei Kryptowerten mit 1:2 am niedrigsten.

Ist ein Krypto-CFD dasselbe wie Bitcoin kaufen?

Nein. Beim CFD besitzt du keine Coins und brauchst keine Wallet, handelst aber mit Hebel und laufenden Kosten. Wer Bitcoin tatsächlich halten will, braucht einen anderen Weg.

Kann ich mit CFDs auf fallende Kurse setzen?

Ja, eine Short-Position ist technisch nur die andere Richtung derselben Order. Beachte, dass der Stop dann über dem Einstieg liegt, die Finanzierungskosten richtungsabhängig sind und das rechnerische Risiko nach oben nicht begrenzt ist.

Wie berechne ich die Positionsgröße?

Rückwärts: Erst festlegen, wie viel dich der Trade kosten darf, dann den Stop-Abstand aus dem Chart ablesen, daraus die Größe ableiten. Dabei musst du den Wert pro Punkt beziehungsweise die Kontraktgröße des Instruments einrechnen – ein Punkt bedeutet beim Index-CFD etwas anderes als beim Währungspaar. Der Hebel ist nur das Mittel, um die berechnete Größe darzustellen.

Wann kann ich CFDs handeln?

Die Handelszeiten orientieren sich am Basiswert, die konkreten Zeiten legt aber jeder Broker je Instrument selbst fest und listet sie in seiner Instrumentenübersicht. Grob gilt: Forex an Werktagen durchgehend, Indizes und Rohstoffe mit Pausen, Aktien-CFDs nach der jeweiligen Börse. In Pausen entsteht das Kurslückenrisiko, zu Randzeiten sind die Spannen breiter.

Was prüft der Broker bei der Kontoeröffnung?

Neben Identität und Referenzkonto deine Kenntnisse und Erfahrungen mit komplexen Produkten. Fällt die Angemessenheitsprüfung negativ aus, muss der Broker warnen; er kann den Zugang zusätzlich nach eigenen Regeln beschränken.

CFD oder Knock-out – was ist besser?

Das hängt vom Handelsstil ab. Der CFD läuft über ein eigenes Margin-Konto und ist bei hoher Frequenz direkter. Knock-outs laufen im normalen Depot, bringen dafür Emittentenrisiko und eine Knock-out-Schwelle mit.

Risikohinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und mit hohem Risiko verbunden, schnell Geld zu verlieren. Die Verlustquoten bei Privatanlegern sind hoch; das eingesetzte Kapital kann vollständig verloren gehen. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Einzelne Links sind Werbelinks – klickst du darauf und schließt ab, erhalten wir eine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.

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