McAfee im Test 2026: Erfahrungen mit Total Protection und McAfee+ – Virenschutz, VPN, Identitätsschutz und die ehrlichen Schwächen
Bild: KI-generiert
Geschrieben von Michael Radtke · Zuletzt aktualisiert: 29. Juli 2026

McAfee im Test 2026: Erfahrungen mit Total Protection und McAfee+ – Virenschutz, VPN, Identitätsschutz und die ehrlichen Schwächen

McAfee ist eine der bekanntesten Marken für Virenschutz überhaupt – und genau deshalb ranken sich um sie so viele Halbwahrheiten. Ist McAfee gut? Reicht der Windows Defender nicht? Was steckt hinter McAfee Total Protection, was hinter McAfee+ Premium und Advanced? Und warum ärgern sich manche Nutzer über die automatische Verlängerung? Dieser McAfee Test 2026 ordnet Funktionen, Pakete, Stärken und Schwächen ehrlich ein – ohne Preisversprechen, die morgen schon veraltet sind.

Kurz beantwortet: McAfee ist heute keine reine Antivirus-Software mehr, sondern eine Schutz-Suite aus drei Bausteinen: Geräteschutz (Virenschutz, Firewall, Web-Schutz), Privatsphäre (VPN, Tracker-Bereinigung, Social Privacy Manager) und Identitätsschutz (Darknet-Überwachung, Hilfe bei Identitätsdiebstahl). Der Einstieg heißt McAfee Total Protection, die Vollausstattung McAfee+ mit den Stufen Premium, Advanced und Ultimate. Stark ist das Paket bei Betrugs- und Identitätsschutz sowie bei der Zahl der Geräte. Schwach ist es beim Preissprung nach dem ersten Jahr und bei den Hinweisfenstern in der Software.

Aktuelle Pakete, Laufzeiten und Geräteanzahl siehst du direkt beim Anbieter – dort stehen auch die jeweils gültigen Konditionen.

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McAfee im Überblick: was der Anbieter 2026 wirklich ist

McAfee gehört zu den ältesten Namen der Cybersicherheit und ist bis heute einer der größten Anbieter für Privatnutzer weltweit. Wer den Namen aus den 2000er-Jahren kennt, denkt dabei meist an einen klassischen Virenscanner, der auf vorinstallierten Notebooks lag. Diese Vorstellung ist überholt. Das heutige McAfee-Angebot ist ein Abonnement für digitalen Rundumschutz, in dem der Virenscanner nur noch einer von vielen Bausteinen ist.

Der Grund für diesen Umbau liegt in der Bedrohungslage. Klassische Viren, die eine Datei befallen, sind längst nicht mehr das Hauptproblem. Die tatsächlichen Schäden entstehen heute durch Phishing-Mails, gefälschte SMS mit Paketbenachrichtigungen, manipulierte QR-Codes, gestohlene Zugangsdaten aus Datenlecks und Identitätsmissbrauch. Genau darauf zielt McAfee mit seinen aktuellen Paketen ab. Betrugserkennung, Darknet-Überwachung und Hilfe bei Identitätsdiebstahl sind heute die eigentlichen Verkaufsargumente, nicht mehr die reine Virenerkennung.

Für dich als Nutzer bedeutet das zweierlei. Erstens vergleichst du McAfee sinnvollerweise nicht nur mit einem Virenscanner, sondern mit einem ganzen Bündel aus Virenschutz, VPN, Passwortmanager und Datenleck-Überwachung. Zweitens musst du ehrlich prüfen, wie viele dieser Bausteine du tatsächlich nutzt. Wer nur einen Virenscanner sucht, zahlt für ein großes Paket viel Funktion mit, die ungenutzt bleibt. Wer dagegen ohnehin über ein VPN-Abo und einen Passwortmanager nachdenkt, kann mit einem Komplettpaket unter dem Strich einfacher fahren als mit drei getrennten Abos bei drei Anbietern.

Wichtig zum Einordnen: Marken wie McAfee, Norton oder Bitdefender verkaufen heute alle im Grunde dasselbe Modell – ein Jahresabo mit Geräteschutz plus Privatsphäre- und Identitätsdiensten. Die Unterschiede liegen weniger im Virenscanner selbst als in der Ausstattung der Stufen, in der Zahl der abgedeckten Geräte und in der Preispolitik bei der Verlängerung.

McAfee Total Protection und McAfee+: die Pakete im Vergleich

Die Paketstruktur ist der Punkt, an dem die meisten Interessenten hängenbleiben – schlicht weil McAfee mehrere Bezeichnungen parallel führt. Sortieren wir das. Der Produktname für den Geräteschutz lautet McAfee Total Protection. Darüber liegen die McAfee+-Stufen, die den Schutz auf Privatsphäre und Identität ausdehnen. Die Stufen bauen aufeinander auf: Jede höhere Stufe enthält alles aus der darunterliegenden und ergänzt zusätzliche Dienste.

Stufe Geräte Schwerpunkt Passt zu
Basic 1 Gerät Virenschutz, Firewall, Web-Schutz, Passwort-Manager, Datei-Shredder, Betrugsschutz Einzelnutzer mit genau einem PC oder Notebook
Essential 5 Geräte alles aus Basic plus Identitätsüberwachung und VPN-Nutzung im Haushalt Einzelpersonen und kleine Haushalte mit mehreren Geräten
Premium unbegrenzte Geräteanzahl zusätzlich Social Privacy Manager, Tracker-Bereinigung und erweiterte Privatsphäre-Funktionen Haushalte mit vielen Geräten und Fokus auf Datenschutz
Advanced unbegrenzte Geräteanzahl zusätzlich Experten für Identitätswiederherstellung und Unterstützung bei Verlust der Geldbörse alle, denen Identitätsschutz wichtiger ist als reiner Virenschutz
McAfee+ Ultimate unbegrenzte Geräteanzahl die umfassendste Ausbaustufe für Identität, Privatsphäre und Geräte maximale Ausstattung ohne Zusammenstellen einzelner Dienste

Zusätzlich unterscheidet McAfee zwischen Einzelnutzerabonnements und Familienabonnements. Bei den Familienvarianten gelten die Identitäts- und Privatsphäre-Dienste nicht nur für dich, sondern für mehrere Personen im Haushalt. Das ist der eigentliche Unterschied: Ein Einzelabo mit unbegrenzter Geräteanzahl schützt zwar viele Geräte, überwacht aber weiterhin nur deine persönlichen Daten im Darknet. Wenn Partner oder Kinder ebenfalls überwacht werden sollen, brauchst du die Familienvariante.

Faustregel für die Paketwahl: Zähle zuerst die Geräte, dann die Personen. Bis fünf Geräte und eine Person reicht die Essential-Stufe. Mehr Geräte, mehr Personen oder ein echtes Interesse an Identitätsschutz führen zu Premium oder Advanced. Wer nur einen Rechner absichern will, fährt mit der Basic-Stufe am schlanksten.

Welche Funktion in welcher Stufe steckt, ändert McAfee gelegentlich. Die verbindliche Gegenüberstellung findest du in der Vergleichstabelle beim Anbieter.

McAfee-Pakete direkt vergleichenBasic, Essential, Premium und Advanced gegenübergestellt · Anzeige

Virenschutz und Schutzwirkung: was die Engine leistet

Das Kernstück bleibt der Virenscanner. Er arbeitet in Echtzeit im Hintergrund, prüft Dateien beim Öffnen, überwacht Downloads und schlägt an, bevor Schadsoftware ausgeführt wird. Ergänzt wird er durch eine verhaltensbasierte Erkennung, die auch unbekannte Schädlinge auffallen lässt, sowie durch eine erweiterte Firewall, die unerwünschte Verbindungen ins Heimnetz blockiert.

Zum Geräteschutz gehören außerdem der Web-Schutz, der gefährliche und gefälschte Seiten schon vor dem Aufruf abfängt, ein Datei-Shredder zum endgültigen Löschen sensibler Dokumente und die sogenannte Schutzbewertung. Diese Schutzbewertung ist eine Besonderheit: Sie zeigt dir in einem Wert an, wie gut du gerade abgesichert bist, und benennt konkrete Lücken – etwa ein nicht aktiviertes VPN oder ein Passwort, das in einem bekannten Datenleck aufgetaucht ist. Für Einsteiger ist das ein sinnvoller Ansatz, weil es Sicherheit greifbar macht, statt nur „geschützt" zu melden.

Wie gut die Erkennung im Vergleich abschneidet, prüfen unabhängige Labore wie AV-TEST und AV-Comparatives fortlaufend über Monate. McAfee liegt dort seit Jahren im soliden oberen Feld der bekannten Consumer-Anbieter, ohne dauerhaft die Spitzenposition zu belegen. Für den Alltag ist diese Unterscheidung weniger dramatisch, als Marketingtexte glauben machen: Die Abstände zwischen den führenden Suiten sind klein. Deutlich größer ist der Unterschied zwischen „irgendeine aktuelle Schutz-Suite installiert" und „gar nichts installiert und veraltetes System".

Realistische Erwartung: Kein Virenschutz erkennt hundert Prozent. Eine Schutz-Suite senkt dein Risiko deutlich, ersetzt aber weder Sicherheitsupdates noch Backups noch aufmerksames Verhalten. Wer auf einen Phishing-Link klickt, seine Zugangsdaten selbst eingibt und die Zwei-Faktor-Anmeldung bestätigt, wird von keiner Software gerettet.

Betrugsschutz: SMS, QR-Codes und die neuen Maschen

Der spannendste Teil des aktuellen Pakets ist der Betrugsschutz. McAfee prüft eingehende SMS automatisch auf Betrugsversuche und warnt, bevor du auf einen Link tippst. Dazu kommt eine Prüfung von QR-Codes auf Abruf – gedacht für die Aufkleber auf Parkautomaten, Ladesäulen und Speisekarten, hinter denen zunehmend gefälschte Bezahlseiten stecken.

Dass ausgerechnet dieser Baustein prominent beworben wird, hat einen nachvollziehbaren Grund: Smishing, also Phishing per SMS, ist zu einer der wirksamsten Betrugsmaschen überhaupt geworden. Die Nachrichten wirken kurz, harmlos und dringend – eine angebliche Zollgebühr, ein verpasstes Paket, eine Sicherheitsprüfung der Bank. Wer auf dem Handy in Eile ist, prüft die Absenderadresse nicht. Eine automatische Warnung setzt genau an dieser Stelle an, an der reine Virenerkennung nichts ausrichten kann, weil überhaupt keine Schadsoftware im Spiel ist.

Ähnlich funktioniert der Web-Schutz beim Surfen. Er markiert Suchergebnisse und blockiert bekannte Phishing-Seiten. Das ist deshalb wertvoll, weil ein erheblicher Teil aller erfolgreichen Angriffe nicht über eine Sicherheitslücke läuft, sondern über eine täuschend echte Nachbildung einer Login-Seite. Wie diese Maschen im Detail funktionieren und woran du sie erkennst, liest du weiter unten in den verlinkten Analysen.

Der Betrugsschutz gegen SMS- und QR-Code-Maschen steckt in allen aktuellen Stufen – die Funktionsübersicht dazu steht beim Anbieter.

Betrugsschutz von McAfee ansehenWarnungen bei riskanten SMS und Prüfung von QR-Codes · Anzeige

Identitätsschutz und Darknet-Überwachung

Die Identitätsüberwachung ist der Baustein, der ein Sicherheitspaket vom reinen Virenscanner unterscheidet. McAfee überwacht dabei nach eigenen Angaben bis zu 60 verschiedene Arten persönlicher Daten im Darknet – von E-Mail-Adressen und Telefonnummern über Bankkarten bis zu Ausweisnummern. Taucht eine deiner hinterlegten Angaben in einem Datenleck auf, bekommst du eine Warnung. McAfee wirbt damit, dabei bis zu zehn Monate früher zu alarmieren als vergleichbare Dienste.

Warum das relevant ist, zeigt jede größere Datenpanne: Gestohlene Zugangsdaten werden nicht sofort ausgenutzt, sondern gesammelt, gehandelt und oft erst Monate später in automatisierten Angriffen eingesetzt. Wer früh erfährt, dass sein Passwort im Umlauf ist, kann es ändern, bevor jemand es ausprobiert. Ohne Überwachung merkst du es typischerweise erst, wenn ein Konto bereits übernommen wurde.

In den höheren Stufen kommen Dienste hinzu, die nach dem Schadensfall greifen: Experten für Identitätswiederherstellung begleiten dich, wenn deine Identität tatsächlich missbraucht wurde, und die Unterstützung bei Verlust der Geldbörse hilft beim Sperren und Neubeantragen von Karten und Dokumenten. Diese Leistungen sind der eigentliche Grund, warum die Advanced-Stufe existiert. Ob sie sich für dich lohnen, hängt weniger von deinem technischen Wissen ab als davon, wie viel Aufwand du im Ernstfall selbst stemmen möchtest.

Ehrlich eingeordnet: Eine Darknet-Überwachung verhindert kein Datenleck. Sie verkürzt nur die Zeit, in der du nichts davon weißt. Der Nutzen steht und fällt damit, dass du die Warnungen auch beachtest und die betroffenen Passwörter tatsächlich änderst.

Identitätsüberwachung, Wiederherstellungshilfe und Kartensperrung stecken in den höheren Stufen – welche genau, siehst du in der Funktionsübersicht.

Identitätsschutz von McAfee prüfenDarknet-Überwachung persönlicher Daten und Hilfe im Schadensfall · Anzeige

VPN, Tracker und Social Privacy Manager

Das enthaltene Secure VPN verschlüsselt deine Verbindung und verbirgt deine IP-Adresse. Praktisch ist die automatische Aktivierung: Sobald du dich in ein unsicheres Netz einwählst – etwa das offene WLAN im Hotel, im Café oder am Flughafen – schaltet sich der Schutz selbst ein. Genau dort passieren die klassischen Fehler, weil niemand vor dem Verbinden daran denkt.

Für Vielreisende und Streaming-Fans ist wichtig zu wissen, dass ein gebündeltes VPN aus einer Sicherheits-Suite in der Regel nicht dieselbe Server-Auswahl und nicht dieselben Feineinstellungen bietet wie ein spezialisierter VPN-Anbieter. Für den Zweck „öffentliches WLAN absichern" reicht es vollkommen aus. Wer feste Ländervorgaben, Streaming-Entsperrung oder besondere Protokolle braucht, wird bei reinen VPN-Diensten besser bedient.

Zur Privatsphäre-Ausstattung gehören außerdem die Tracker-Bereinigung, die Verfolgungs-Cookies entfernt, sowie der Social Privacy Manager. Letzterer ist ungewöhnlich und wird oft unterschätzt: Er geht die Datenschutz-Einstellungen deiner Social-Media-Konten durch und schlägt vor, welche Freigaben du zurücknehmen solltest. Da kaum jemand diese Einstellungen von sich aus durcharbeitet, ist das eine der Funktionen mit dem größten praktischen Effekt pro investierter Minute. Ergänzend prüft das Online Account Cleanup, bei welchen Diensten überhaupt noch alte Konten von dir liegen.

McAfee auf Windows, Mac, Android und iOS

McAfee deckt Windows, macOS, Android, iOS und ChromeOS ab. Der Funktionsumfang unterscheidet sich dabei je nach System – das ist kein McAfee-Sonderfall, sondern eine Folge der Plattformregeln. Unter Windows steht die vollständige Ausstattung inklusive Firewall und tiefer Systemprüfung zur Verfügung. Auf dem Mac liegt der Schwerpunkt auf Web-Schutz, Malware-Erkennung und Privatsphäre. Auf iPhone und iPad sind Systemzugriffe stark eingeschränkt, weshalb dort vor allem VPN, Web- und Betrugsschutz sowie die Identitätsüberwachung greifen.

Gerade auf dem Smartphone lohnt sich der zweite Blick. Das Handy ist längst das Gerät mit den meisten sensiblen Daten und gleichzeitig das am schlechtesten geschützte. Banking-App, Zwei-Faktor-Codes, Fotos von Dokumenten, Passwörter im Browser – all das liegt auf einem Gerät, das in fremden Netzen hängt und dessen Bildschirm man in Eile nur kurz überfliegt. Die SMS-Betrugserkennung und der Web-Schutz zielen genau auf diese Situation.

Reicht der Windows Defender nicht? Für einen aktuellen, gepflegten Rechner mit vorsichtigem Nutzer ist der eingebaute Windows-Schutz eine ernstzunehmende Grundabsicherung. Was er nicht bietet, sind die Zusatzdienste: Darknet-Überwachung persönlicher Daten, VPN, Social-Media-Privatsphäre, plattformübergreifender Schutz für Android und iOS sowie Hilfe bei Identitätsdiebstahl. Wer nur den Virenscanner sucht, braucht kein Abo. Wer diese Zusatzdienste will, kauft sie im Paket meist einfacher als einzeln.

Familienabo, Kindersicherung und viele Geräte

Die Kindersicherung ist in den aktuellen Stufen enthalten und filtert Inhalte auf den Geräten der Kinder. In Verbindung mit den Familienabonnements ergibt sich der eigentliche Anwendungsfall für McAfee: ein Haushalt mit vielen Geräten und mehreren Personen, in dem niemand Lust hat, für jedes Gerät und jedes Familienmitglied ein eigenes Abo zu verwalten.

Die unbegrenzte Geräteanzahl in den Premium- und Advanced-Stufen ist dabei mehr als ein Marketingargument. In einem durchschnittlichen Haushalt kommen schnell zehn und mehr Geräte zusammen: Notebooks, Tablets, Smartphones der Kinder, ein alter Rechner im Arbeitszimmer, das Zweitgerät der Großeltern. Anbieter mit starrer Gerätezahl zwingen dich in diesem Fall zur nächsthöheren Lizenz oder dazu, Geräte ungeschützt zu lassen. Praktisch fällt die Entscheidung deshalb oft nicht am Virenscanner, sondern an dieser Rechnung.

Einzelnutzer- und Familienabonnements unterscheiden sich vor allem beim Identitätsschutz für weitere Personen im Haushalt.

Familien- und Einzelabos vergleichenGeräteanzahl, Kindersicherung und Schutz für mehrere Personen · Anzeige

Die ehrlichen Schwächen: Verlängerung, Pop-ups, Zahlungsdaten

Ein Test, der nur Stärken aufzählt, ist keiner. Bei McAfee gibt es drei Kritikpunkte, die in Nutzerberichten immer wieder auftauchen – und die du vor dem Abschluss kennen solltest.

Erstens der Preissprung nach dem ersten Jahr. McAfee wirbt ausdrücklich mit einem Einführungspreis für Neukunden, der für die erste Laufzeit gilt. Danach greift der reguläre Preis, der deutlich höher liegen kann. Das ist in der Branche Standard und bei fast allen großen Anbietern so – nur wird es beim Kauf leicht überlesen. Rechne deshalb nicht mit dem Angebotspreis, sondern mit dem, was ab dem zweiten Jahr fällig wird, und setze dir eine Erinnerung vor dem Verlängerungstermin.

Zweitens die automatische Verlängerung. Sie ist voreingestellt und an eine hinterlegte Zahlungsmethode gekoppelt. Wer das nicht möchte, muss die automatische Verlängerung im eigenen Konto aktiv abschalten. Umgekehrt sind einzelne Zusatzleistungen an ein aktives Abo mit automatischer Verlängerung gebunden – auch das ein Punkt, den du vor dem Kauf im Konto prüfen solltest.

Drittens die Hinweisfenster in der Software. Ein wiederkehrender Kritikpunkt in Nutzerbewertungen sind Meldungen, die auf angebliche Probleme hinweisen und zum Buchen weiterer Leistungen führen. Wer eine völlig stille Software erwartet, die sich nie meldet, wird hier nicht glücklich. Wer die Meldungen einzuordnen weiß, empfindet sie eher als lästig denn als Problem.

Vor dem Kauf prüfen: Wie hoch ist der reguläre Preis nach der ersten Laufzeit? Ist die automatische Verlängerung eingeschaltet, und wo schaltest du sie ab? Welche Rückgabe- und Erstattungsfristen gelten für dein Abo? Diese drei Fragen entscheiden mehr über deine Zufriedenheit als jede Erkennungsrate im Labortest.

McAfee kündigen, deinstallieren und Abo verwalten

„McAfee kündigen" gehört zu den häufigsten Suchanfragen rund um die Marke – meist von Nutzern, die die Software auf einem neuen Notebook vorgefunden haben. Der Weg führt immer über dein McAfee-Konto, nicht über das Löschen des Programms auf dem Rechner. Wer nur deinstalliert, beendet das Abo nicht.

  1. Melde dich mit der beim Kauf verwendeten E-Mail-Adresse in deinem McAfee-Konto an.
  2. Öffne die Abo- beziehungsweise Kontoeinstellungen und suche den Punkt zur automatischen Verlängerung.
  3. Schalte die automatische Verlängerung ab. Das Abo läuft dann zum Ende der bezahlten Laufzeit aus.
  4. Prüfe, ob dir für den bereits gezahlten Zeitraum eine Erstattung zusteht, und stelle den Antrag innerhalb der geltenden Frist.
  5. Deinstalliere die Software erst danach über die Systemeinstellungen deines Geräts.

Umgekehrt gilt: Wenn du das Paket behalten willst, lohnt es sich, direkt nach der Installation einmal alle Bausteine zu aktivieren. Viele Nutzer zahlen für Identitätsüberwachung und VPN, richten beides aber nie ein – und wundern sich später, warum sie nichts von einem Datenleck erfahren haben. Der Schutz beginnt erst, wenn die Daten hinterlegt sind.

Für wen sich McAfee lohnt – und für wen nicht

McAfee passt gut, wenn … McAfee passt eher nicht, wenn …
du viele Geräte in einem Haushalt absichern willst, ohne Lizenzen zu zählen du ausschließlich einen schlanken Virenscanner suchst und alles andere nicht brauchst
dir Identitätsschutz und Darknet-Überwachung wichtiger sind als der letzte Prozentpunkt Erkennungsrate du bereits ein spezialisiertes VPN und einen eigenen Passwortmanager im Einsatz hast
du Schutz für Windows, Mac, Android und iOS aus einer Hand willst du in unabhängigen Dauertests zwingend die Spitzenposition bei der Schutzwirkung erwartest
Betrugsversuche per SMS und QR-Code für dich ein reales Alltagsrisiko sind dich Hinweisfenster und Zusatzangebote in der Software grundsätzlich stören
du Familienmitglieder mitschützen möchtest, nicht nur Geräte du ein Abo ohne automatische Verlängerung und ohne Verwaltungsaufwand willst

Das Fazit in einem Satz: McAfee ist kein Geheimtipp für Sicherheitsprofis, aber ein durchdachtes Rundumpaket für Haushalte, die viele Geräte und mehrere Personen mit einem einzigen Abo absichern wollen – vorausgesetzt, du kennst den Verlängerungspreis und schaltest die Funktionen, für die du zahlst, auch wirklich frei.

Aktuelle Ausstattung, Laufzeiten und Bedingungen stehen jederzeit aktuell beim Anbieter – dort entscheidest du auch zwischen Einzel- und Familienabo.

Zu McAfee und Paket auswählenVirenschutz, Betrugsschutz, VPN und Identitätsschutz im Überblick · Anzeige

Häufige Fragen zu McAfee

Ist McAfee gut oder überholt?

McAfee ist kein Relikt, sondern ein aktuell gepflegtes Sicherheitspaket mit Betrugserkennung, Identitätsüberwachung, VPN und Kindersicherung. In unabhängigen Dauertests liegt die Schutzwirkung im soliden oberen Feld der bekannten Anbieter. Der Ruf als „alte Notebook-Software" stammt aus einer Zeit, in der McAfee vor allem als Testversion vorinstalliert war.

Was ist der Unterschied zwischen McAfee Total Protection und McAfee+?

Total Protection ist der Name für den Geräteschutz. McAfee+ bezeichnet die Ausbaustufen, die zusätzlich Privatsphäre- und Identitätsdienste enthalten – gestaffelt in Premium, Advanced und Ultimate. Die Stufen bauen aufeinander auf, jede höhere enthält den Funktionsumfang der darunterliegenden.

Wie viele Geräte deckt ein McAfee-Abo ab?

Das hängt von der Stufe ab. Die Basic-Variante schützt ein Gerät, die Essential-Variante fünf Geräte, die höheren Stufen eine unbegrenzte Anzahl an Geräten. Die genauen Angaben stehen in der Vergleichstabelle beim Anbieter.

Enthält McAfee ein VPN?

Ja, ein Secure VPN ist Bestandteil der Pakete. Es schaltet sich in unsicheren Netzen automatisch ein. Für den Schutz in öffentlichen WLANs reicht das aus; wer besondere Serverstandorte oder Streaming-Entsperrung braucht, ist bei spezialisierten VPN-Anbietern besser aufgehoben.

Warum wird McAfee nach dem ersten Jahr teurer?

Der beworbene Preis ist ein Einführungspreis für Neukunden und gilt für die erste Laufzeit. Danach greift der reguläre Preis. Das ist bei fast allen großen Sicherheitsanbietern so. Prüfe deshalb vor dem Kauf den Verlängerungspreis und setze dir eine Erinnerung.

Wie kündige ich McAfee?

Über dein McAfee-Konto. Dort schaltest du die automatische Verlängerung ab, sodass das Abo zum Ende der bezahlten Laufzeit ausläuft. Die Software vom Rechner zu löschen beendet das Abo nicht. Erstattungen sind nur innerhalb der jeweils geltenden Fristen möglich.

Reicht der Windows Defender statt McAfee?

Als reiner Virenscanner ist der eingebaute Windows-Schutz auf einem aktuellen System eine brauchbare Grundabsicherung. Was fehlt, sind Darknet-Überwachung, VPN, Social-Media-Privatsphäre, Schutz für Android und iOS sowie Hilfe bei Identitätsdiebstahl. Die Entscheidung hängt also davon ab, ob du nur Virenschutz oder ein Rundumpaket willst.

Schützt McAfee auch Mac, Android und iPhone?

Ja, unterstützt werden Windows, macOS, Android, iOS und ChromeOS. Der Funktionsumfang unterscheidet sich je nach System, weil die Plattformen unterschiedlich tiefe Zugriffe erlauben. Auf iPhone und iPad stehen vor allem VPN, Web- und Betrugsschutz sowie die Identitätsüberwachung zur Verfügung.

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Cybersecurity für zuhause: was wirklich schützt – bevor du dich für ein konkretes Sicherheitspaket entscheidest, lohnt der Blick auf die Reihenfolge der Maßnahmen. Der Ratgeber sortiert, welche Schritte im Haushalt den größten Effekt haben und welche eher Beruhigung als Schutz bringen. Er zeigt auch, wo eine Schutz-Suite sinnvoll ansetzt und wo andere Maßnahmen wichtiger sind. So kaufst du gezielter und zahlst nicht doppelt für Funktionen, die dein System längst mitbringt.

Passwortmanager: das unterschätzte Sicherheitstool – jede Schutz-Suite ist wirkungslos, wenn dasselbe Passwort auf zwanzig Diensten liegt. Genau hier setzt ein Passwortmanager an, der für jeden Dienst ein langes, einzigartiges Passwort erzeugt und verwaltet. Der Beitrag erklärt, warum dieses Werkzeug den größten Sicherheitsgewinn pro Aufwand liefert und worauf du bei der Auswahl achten solltest. Auch wenn dein Sicherheitspaket einen mitbringt: Nutzen musst du ihn in jedem Fall.

Datenleck: was zu tun ist, wenn deine Daten im Netz gelandet sind – eine Darknet-Warnung ist erst der Anfang, entscheidend ist, was du in den Stunden danach machst. Diese Anleitung geht die Reihenfolge durch: welche Konten zuerst, welche Passwörter dringend, wann die Bank informiert werden muss. Sie erklärt außerdem, wie du prüfst, ob wirklich du betroffen bist oder nur eine alte Adresse kursiert. Damit wird aus einer abstrakten Meldung ein abarbeitbarer Plan.

24 Milliarden Zugangsdaten im Netz: was das Infostealer-Leak bedeutet – dieser Fall zeigt in aller Deutlichkeit, warum Identitätsüberwachung überhaupt zum Standardbestandteil von Sicherheitspaketen geworden ist. Die Analyse erklärt, woher solche Sammlungen stammen und warum viele Passwörter darin unverschlüsselt und direkt einem Dienst zugeordnet vorliegen. Sie macht greifbar, wie aus abgeflossenen Daten sehr konkrete, personalisierte Angriffe werden. Und sie benennt die Gegenmittel, die tatsächlich wirken.

Das Smartphone als größtes Einfallstor – die SMS- und QR-Code-Betrugserkennung ist kein Zufallsprodukt, sondern eine Reaktion darauf, dass sich Angriffe aufs Handy verlagert haben. Der Beitrag erklärt, warum ausgerechnet das Gerät mit den meisten sensiblen Daten am schlechtesten abgesichert ist. Er geht die typischen Schwachstellen durch, von Berechtigungen über Backups bis zu den Apps, die still im Hintergrund mitlesen. Wer sein Handy härtet, senkt sein Risiko stärker als durch jede zusätzliche Software auf dem PC.

Online-Banking sicher nutzen – der teuerste Schaden entsteht selten am Rechner, sondern auf dem Bankkonto. Diese Anleitung erklärt verständlich, wie Phishing-Seiten aufgebaut sind, woran du eine gefälschte Banking-Maske erkennst und welche TAN-Verfahren wie sicher sind. Sie zeigt außerdem, welche Anfragen deine Bank niemals stellen wird. Das ist Wissen, das kein Sicherheitspaket ersetzen kann, weil die letzte Bestätigung immer bei dir liegt.

Alle weiteren Analysen, Tests und Warnungen findest du in der Rubrik Digitale Sicherheit.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und Einordnung und ersetzt keine individuelle IT-Sicherheitsberatung. Funktionsumfang, Laufzeiten und Konditionen können sich ändern; maßgeblich sind die Angaben auf der Anbieter-Website. Kein Virenschutz bietet vollständige Sicherheit – ergänze ihn um Updates, Backups und umsichtiges Verhalten.

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