Nachhaltige Geldanlage mit finvesto: ESG-Fonds & ETFs richtig auswählen
Bild: KI-generiert
Geschrieben von Michael Radtke · Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026

Anzeige · Dieser Beitrag enthält Empfehlungslinks (mit „Anzeige" gekennzeichnet). Eröffnen Sie darüber ein Depot, erhalten wir unter Umständen eine Provision – für Sie ohne Mehrkosten. Unsere Einschätzung bleibt davon unberührt.

Nachhaltige Geldanlage mit finvesto: ESG-Fonds & ETFs richtig auswählen

Geld mit gutem Gewissen anlegen – und trotzdem auf Rendite achten: Mit finvesto (FNZ Bank) investieren Sie gezielt in nachhaltige Fonds und ETFs, entweder in Eigenregie oder verwaltet über fintego green+. Dieser Ratgeber zeigt die Möglichkeiten, die ESG-Kriterien – und den ehrlichen Blick darauf, wie viel „grün" wirklich drinsteckt.

Nachhaltig anlegen mit finvesto auf einen Blick

PrinzipAnlage nach ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales, Unternehmensführung)
Anbieterfinvesto – Marke der FNZ Bank SE (vormals ebase)
Weg 1: selbstFondssuche mit ESG-Filter, bis zu 7 Ausschlusskriterien, FNG-Siegel
Weg 2: verwaltetfintego green+ – fünf nachhaltige ETF-Portfolios
Einstieg (green+)Sparplan ab 50 € oder Einmalanlage ab 2.500 €
WichtigNachhaltigkeit ist nicht einheitlich definiert – Factsheets prüfen
Zur nachhaltigen Geldanlage → Anzeige

Risikohinweis: Nachhaltige Fonds und ETFs unterliegen wie jede Wertpapieranlage Kursschwankungen; Verluste bis zum Totalverlust sind möglich. „Nachhaltig" ist kein geschützter, einheitlich definierter Begriff. Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und keine Anlageberatung.

Was heißt nachhaltige Geldanlage?

Nachhaltiges Investieren orientiert sich an den drei Säulen ESG: Umwelt (Environment), Soziales (Social) und gute Unternehmensführung (Governance). Statt allein auf die Rendite zu schauen, fließen ökologische und soziale Kriterien in die Auswahl ein. Studien deuten darauf hin, dass das die Rendite nicht zwangsläufig schmälert. Umgesetzt wird es über nachhaltige Fonds und ETFs, die entweder bestimmte Branchen ausschließen oder gezielt Unternehmen mit guter ESG-Bilanz auswählen.

Zwei Wege bei finvesto

Selbst auswählen: In der finvesto-Fondssuche filtern Sie gezielt nach nachhaltigen Fonds und ETFs – nach ESG-Kriterien, nach der Nachhaltigkeitspräferenz der EU-Offenlegungsverordnung und über bis zu sieben Ausschlusskriterien (z. B. Freiheit von Atomkraft, Rüstung, Gentechnik oder Tierversuchen, hohe Umweltorientierung, UN-Global-Compact-Prinzipien). Zusätzlich hilft der FNG-Siegel-Finder, geprüfte Nachhaltigkeitsfonds zu erkennen. Verwalten lassen: Mit fintego green+ investieren Sie in fünf fertige, nachhaltige ETF-Portfolios – Auswahl und Rebalancing übernehmen die Experten der FNZ Bank. Beide Wege laufen über ein finvesto-Depot.

Ehrlich betrachtet: Vorsicht vor Greenwashing

Ein Fondsname mit „nachhaltig", „green", „ESG" oder „SRI" sagt noch nichts darüber aus, wie streng die Kriterien wirklich sind. Weil einheitliche Branchenstandards fehlen, kann „grün" von strenger Auslese bis zu minimalen Ausschlüssen alles bedeuten. finvesto weist selbst darauf hin, dass genannte Produkte nicht zwingend Fonds im Sinne von Artikel 8 oder 9 der EU-Offenlegungsverordnung sein müssen. Prüfen Sie daher vor dem Kauf das Fonds-Factsheet und die dortige SFDR-Einstufung – so vermeiden Sie, dass hinter dem grünen Etikett weniger steckt als gedacht.

Kosten

Für die selbst gewählten nachhaltigen Fonds und ETFs gelten die üblichen finvesto-Konditionen: Depotführung (für Minderjährige kostenlos), 0,2 % je ETF-Order und bei Fonds ein um 75 % reduzierter Ausgabeaufschlag. Bei fintego green+ kommt statt der Einzeltransaktion eine gestaffelte All-in-Verwaltungsgebühr (rund 0,30–0,90 % p. a.) plus die ETF-Kosten (~0,25 % p. a.) zum Tragen. Welcher Weg günstiger ist, hängt von Anlagebetrag und gewünschtem Aufwand ab.

Vorteile & Nachteile

VorteileNachteile
Gezielte ESG-Auswahl per Filter oder verwaltet (green+)„Nachhaltig" nicht einheitlich definiert (Greenwashing-Risiko)
Bis zu sieben Ausschlusskriterien, FNG-Siegel-FinderKursrisiko wie bei jeder Wertpapieranlage
Selbst anlegen oder bequem verwalten lassenStrengere ESG-Auslese kann Streuung/Rendite beeinflussen
Etablierte Bank, SondervermögenFactsheet-Prüfung nötig, um Etiketten einzuordnen

Häufige Fragen

Was bedeutet ESG?

Environment, Social, Governance – also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Nach diesen drei Säulen wird die Nachhaltigkeit einer Anlage bewertet.

Wie finde ich einen wirklich nachhaltigen Fonds?

Über die ESG-Filter und den FNG-Siegel-Finder – und indem Sie im Factsheet die SFDR-Einstufung (Artikel 8/9) prüfen. Der Name allein genügt nicht.

Selbst auswählen oder verwalten lassen?

Wer sich einlesen möchte, filtert selbst; wer es bequem will, nutzt die fertigen fintego-green+-Portfolios.

Kostet Nachhaltigkeit Rendite?

Nicht zwangsläufig – Studien sehen keine systematischen Nachteile. Eine sehr strenge Auslese kann die Streuung aber verengen.

Fazit

finvesto bietet einen guten Rahmen für nachhaltiges Anlegen: leistungsstarke ESG-Filter für Selbstentscheider und mit fintego green+ eine bequeme verwaltete Lösung. Entscheidend ist der ehrliche Blick hinter das Etikett – prüfen Sie über Factsheet und SFDR-Einstufung, wie viel Nachhaltigkeit wirklich enthalten ist. Wer das beachtet, kann seine Werte und seine Geldanlage sinnvoll in Einklang bringen.

Passend dazu weiterlesen

Wer nachhaltig anlegen, sich aber nicht selbst um die Auswahl kümmern möchte, findet in fintego green+ die verwaltete Variante aus demselben Haus. Der Robo-Advisor der FNZ Bank stellt fertige, nachhaltige ETF-Portfolios zusammen und übernimmt Überwachung und Rebalancing. So verbinden Sie ESG-Anspruch mit Bequemlichkeit. Wie fintego funktioniert und was es kostet, zeigt der Ratgeber fintego Erfahrungen & Test 2026: der Robo-Advisor der FNZ Bank. So prüfen Sie die verwaltete grüne Lösung.

Auch andere Anbieter setzen auf nachhaltige, verwaltete Portfolios. Ein Beispiel ist VisualVest mit seinen GreenFolios, dem nachhaltigen Angebot des Robo-Advisors von Union Investment. Ein Vergleich hilft, Kosten und Portfolioansatz einzuordnen. Wie das Angebot aussieht, zeigt der Ratgeber VisualVest Erfahrungen & Test 2026: der Robo-Advisor von Union Investment. So stellen Sie die grünen Angebote direkt gegenüber.

Wenn Sie Ihre nachhaltigen ETFs lieber selbst aussuchen, hilft ein systematisches Vorgehen: Aus vielen als „grün" beworbenen Fonds die wirklich passenden herauszufiltern, gelingt mit dem richtigen Werkzeug deutlich leichter. So trennen Sie strenge von schwachen ESG-Konzepten. Wie Sie dabei vorgehen, erklärt der Ratgeber zum ETF-Screener, mit dem Anleger aus tausenden Fonds die passenden heraussuchen. So treffen Sie eine bewusste, fundierte Auswahl.

Über den Autor: Michael Radtke schreibt auf alarm.de verständlich über Finanzen & Kredit, digitale Sicherheit und Krypto. Alle Beiträge des Autors ansehen →

Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel? Hier können Sie uns schreiben →
Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin →