OneKey · Classic 1S, 1S Pure und Pro · Stand 1. August 2026
OneKey Classic 1S, Pure und Pro im Vergleich: offene Firmware, EAL6+-Sicherheitschips und QR-Air-Gap
OneKey verbindet offene Firmware und Anwendungen mit EAL6+-zertifizierten Sicherheitschips und gehört damit zu einer kleinen Gruppe von Herstellern, die Nachvollziehbarkeit und Schutz gegen physische Angriffe zusammenführen. Ein Alleinstellungsmerkmal ist das nicht mehr – aktuelle Trezor-Safe-Modelle verfolgen einen vergleichbaren Ansatz. Diese Seite zeigt die vier Ausführungen, worin sie sich unterscheiden und wo die ehrlichen Schwachstellen liegen.
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Firmware und Anwendungen öffentlich einsehbar
zertifizierte Sicherheitschips in allen Modellen
Modell mit QR-Air-Gap: der Pro
OneKey kombiniert EAL6+-zertifizierte Sicherheitschips mit offener Firmware und offenen Anwendungen. Diese Kombination war lange die Ausnahme – inzwischen bieten auch die aktuellen Trezor-Safe-Modelle beides. Was OneKey darüber hinaus liefert, ist ein dokumentierter Weg, die ausgelieferte Firmware gegen den öffentlichen Build-Prozess zu prüfen. Wo die Grenzen dieser Aussagen liegen, steht weiter unten in einem eigenen Abschnitt.
Das Unternehmen hinter den Geräten
OneKey ist ein Hersteller mit Sitz in Hongkong, der seit mehreren Jahren Hardware-Wallets, eine eigene Software-Wallet und Browser-Erweiterungen entwickelt. Bekannt geworden ist die Marke weniger durch Marketing als durch eine Entscheidung, die im Wettbewerb ungewöhnlich ist: Sämtliche Firmware und alle Anwendungen liegen offen. Zusätzlich dokumentiert OneKey einen Build- und Prüfprozess, über den sich die veröffentlichte Firmware mit den Artefakten der öffentlichen Bauumgebung abgleichen lässt.
Zur Einordnung des Unternehmens gehören zwei Punkte, die man kennen sollte. Erstens: Die Firmware wurde vom Sicherheitsunternehmen SlowMist unabhängig geprüft, und die Prüfergebnisse sind öffentlich. Zweitens: An OneKey sind Coinbase Ventures und Binance Labs beteiligt – das Unternehmen betont, operativ unabhängig zu bleiben. Beides gehört auf den Tisch, weil beides für die Einschätzung zählt: Ein Audit ist ein Qualitätssignal, eine Beteiligung großer Börsen ist eine Information, die jeder selbst bewerten sollte.
Was OneKey nicht ist: der Hersteller mit der längsten Geschichte oder dem größten Ökosystem. Trezor baut seit 2014, Ledger ist seit Jahren einer der bekanntesten Anbieter. Wer die längste Erfolgsbilanz sucht, findet sie dort – die Einordnung aller Marken steht im Hardware-Wallet-Vergleich 2026.
Die vier Ausführungen im Vergleich
OneKey führt drei Geräte, von denen eines zusätzlich als Bitcoin-only-Ausführung erhältlich ist. Das grundlegende Sicherheitsprinzip ist bei allen vergleichbar: Die Schlüssel liegen in EAL6+-zertifizierten Sicherheitschips, und die Geräte prüfen signierte Firmware. Die konkrete Hardwarearchitektur und die zusätzlichen Schutzfunktionen unterscheiden sich allerdings zwischen den Classic-Modellen und dem Pro – ebenso Bedienung, Stromversorgung und Übertragungswege.
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| Modell | Bedienung und Bauform | Übertragungswege | Stromversorgung | Für wen gedacht |
|---|---|---|---|---|
| OneKey Classic 1S | Ultraflaches Kartenformat, kleines Monochrom-Display, vier Tasten | USB-C, Bluetooth | Eingebauter Akku | Wer die Wallet auch unterwegs ohne Kabel bedienen will |
| OneKey Classic 1S Pure | Weitgehend gleiche Bauform wie der Classic 1S, aber ohne Akku | USB-C, Bluetooth | Kein Akku | Wer bewusst auf den Akku verzichtet – ein Bauteil weniger, das nach Jahren ausfallen kann |
| OneKey Classic 1S Pure BTC-only | Gleiche Bauform wie der Pure, Firmware ausschließlich für Bitcoin | USB-C, Bluetooth | Kein Akku | Reine Bitcoin-Halter; laut Hersteller später auf die Multi-Firmware umstellbar |
| OneKey Pro | Farb-Touchdisplay, Fingerabdrucksensor, haptische Rückmeldung | USB-C, Bluetooth, NFC und QR-Code im Air-Gap-Modus | Akku, kabelloses Laden nach Qi | Wer regelmäßig signiert, QR-Betrieb will oder das voll ausgestattete Gerät sucht |
Angaben des Herstellers und öffentlich dokumentierter Tests, Stand 1. August 2026. Die Produktnamen sind Partnerlinks · Anzeige. Für dich ändert sich am Preis nichts.
OneKey stellt uns derzeit keine produktgenauen Partnerlinks bereit. Wir verlinken deshalb einheitlich auf den Shop und benennen das Modell im Linktext. Das sind ein paar Sekunden Suchen – unschön, aber ehrlicher, als dir einen Link unterzuschieben, der woanders landet. Die vier Ausführungen liegen dort nebeneinander.
Wenn die Wahl schon feststeht: Die Classic-Modelle sind der schlanke Einstieg, der Pro das voll ausgestattete Gerät. Kaufe direkt beim Hersteller – das verkürzt die Lieferkette und vermeidet zusätzliche Zwischenhändler, worauf du beim Empfang trotzdem achten solltest, steht unter gefälschte Hardware-Wallets erkennen.
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Offener Code und zertifizierter Chip – was das wirklich bedeutet
Bei der Wahl einer Hardware-Wallet stößt man auf zwei Sicherheitsansätze, die sich lange gegenseitig ausschlossen. Heute tun sie das nicht mehr – aber es lohnt zu verstehen, worum es dabei geht.
Auf der einen Seite steht der offene Quellcode. Er erlaubt es beliebigen Fachleuten nachzuvollziehen, was auf dem Gerät passiert. Hersteller wie Trezor, BitBox und OneKey setzen darauf. Lange galt: Ein zertifizierter Sicherheitschip lässt sich meist nur unter Verschwiegenheitsvereinbarung einsehen und passt deshalb schlecht zu einem offenen Entwurf – Trezors ältere Modelle kamen ganz ohne aus.
Auf der anderen Seite steht der zertifizierte Chip. Er soll die Schlüssel gegen physische Angriffe schützen: gegen das Auslesen des Speichers, gegen Manipulation der Stromversorgung, gegen Seitenkanalangriffe. Ledger setzt darauf, hält dafür aber den Kern der Firmware geschlossen. Was ein solcher Chip technisch leistet, erklärt der Beitrag wie eine Hardware-Wallet funktioniert.
Beides zusammen geht inzwischen. OneKey verbaut EAL6+-zertifizierte Sicherheitschips in allen Modellen – der Pro trägt nach Herstellerangaben gleich mehrere davon – bei offener Firmware. Wichtig zur Einordnung: Das ist kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Auch die aktuellen Trezor-Safe-Modelle verbinden offenes Sicherheitsdesign mit einem zertifizierten Sicherheitschip. Wer diese Kombination sucht, hat also mehr als eine Wahl – was das für die Auswahl bedeutet, ordnet der Beitrag Open Source oder Closed Source ein.
Ein nachvollziehbarer Build-Weg. Offener Quellcode allein zeigt nur, was im Repository steht – nicht, ob genau dieser Code auf deinem Gerät läuft. OneKey veröffentlicht die Firmware-Repositories und stellt einen dokumentierten Ablauf bereit, mit dem sich die signierte Firmware mit den Build-Artefakten der öffentlichen Bauumgebung vergleichen lässt. Damit lässt sich prüfen, ob die ausgelieferte Firmware aus dem öffentlich dokumentierten Prozess stammt. Nicht dasselbe wie der Nachweis, dass jeder Nutzer in seiner eigenen Umgebung bitgenau dieselbe Datei erzeugt – aber deutlich mehr, als „der Code liegt offen“ allein bedeutet.
Was die Geräte im Alltag können
Prüfung vor der Bestätigung
OneKey zeigt Transaktionen in lesbarer Form auf dem Gerätedisplay an, statt nur eine Zeichenkette zu präsentieren. Im Zusammenspiel mit der OneKey-Anwendung kommt eine Risikoanalyse für unterstützte Netzwerke dazu, die Verträge, Token und Anwendungen vor der Freigabe bewertet. Zwei Einschränkungen gehören dazu: Diese Analyse läuft nicht ausschließlich auf dem Gerät, und seltene oder komplexe Vertragsaufrufe können unvollständig oder gar nicht erkannt werden. Sie ersetzt deshalb nicht die eigene Prüfung von Empfänger, Betrag und erteilten Berechtigungen – dem Fehler, der in der Praxis am teuersten ist. Wie das abläuft und was dabei zu prüfen ist, steht unter niemals blind signieren; welchen Schaden erteilte Freigaben anrichten können, zeigt der Beitrag zu Wallet-Drainern.
Air-Gap per QR-Code – aber nur beim Pro
Der OneKey Pro kann Transaktionen vollständig optisch übertragen: Der Rechner zeigt einen QR-Code, das Gerät liest ihn ein, signiert und gibt das Ergebnis als QR zurück. Ein Kabel ist dafür nicht nötig. Im aktivierten Air-Gap-Modus schaltet das Gerät USB, Bluetooth und NFC ab. Zwei Abgrenzungen gehören dazu: Die Classic-Modelle haben diese Möglichkeit nicht, sie arbeiten über USB-C und Bluetooth. Und der Air-Gap-Modus unterstützt derzeit nur Bitcoin- und EVM-Adressen – für andere Netzwerke wie Solana muss der Modus verlassen und wieder über Kabel oder Bluetooth verbunden werden. Was der Luftspalt leistet und was nicht, ordnet der Beitrag zur air-gapped Wallet ein.
Echtheitsprüfung beim Auspacken
Die Verpackung ist so gestaltet, dass sich ein Öffnen erkennen lässt, und bei der ersten Inbetriebnahme prüft das Gerät, ob echte, unveränderte Firmware läuft. Beides gehört durchgeführt, bevor auch nur ein Betrag darauf landet. Firmware kommt dabei ausschließlich aus der offiziellen OneKey-Anwendung oder von der offiziellen Firmwareseite des Herstellers – niemals über Links aus Suchanzeigen, E-Mails oder sozialen Netzwerken. Wie sich gefälschte Updates erkennen lassen, steht unter Firmware sicher aktualisieren.
Passphrase, Multisig und PIN-Schutz
Eine zusätzliche BIP39-Passphrase wird unterstützt und ist sinnvoll, solange sie sauber dokumentiert ist – sie ist eine zusätzliche Schicht, kein Ersatz für eine gute Sicherung. Ebenso lassen sich die Geräte in einer Multisig-Konstruktion einsetzen. Nach wiederholt falscher PIN-Eingabe oder bei erkanntem Manipulationsversuch werden die Daten auf dem Gerät automatisch gelöscht; der Zugriff läuft danach ausschließlich über die Seed-Phrase.
Wo die Grenzen liegen
Diese Punkte gehören genauso auf den Tisch wie die Stärken. Sie sind keine Mängel, sondern Folgen der Bauweise und Dinge, die sich nicht unabhängig belegen lassen.
- Das Backup-Konzept ist weitgehend Standard. Die Classic-Modelle sichern über die klassische Wortliste, wahlweise ergänzt um eine Passphrase. Der OneKey Pro unterstützt zusätzlich die separat erhältliche OneKey-Lite-Karte: ein NFC-Kärtchen mit eigenem Sicherheitschip, auf das die Wortliste verschlüsselt übertragen und von dem sie zurückgespielt werden kann. Eine eingebaute Aufteilung auf mehrere Anteile, wie sie unter Shamir Backup beschrieben ist, gibt es bei OneKey dagegen nicht.
- Kein Air-Gap bei den Classic-Modellen. Nur der Pro bietet den QR-Betrieb. Wer die strenge Trennung will und nicht zum teuersten Modell greifen möchte, schaut besser bei anderen Herstellern.
- Die Echtheitsprüfung ist eine Herstellerangabe. Sie beruht auf einer Bestätigung durch den Sicherheitschip. Unabhängig nachgeprüft ist dieses Verfahren nach unserem Kenntnisstand nicht, und das genaue Chipmodell wird nicht öffentlich genannt. Das ist bei Wettbewerbern nicht anders, gehört bei einem Hersteller, der mit Offenheit wirbt, aber ausdrücklich dazu.
- Berichte über Lieferung und Support. In einzelnen Erfahrungsberichten und Tests werden Versanddauer und Antwortzeiten des Supports bemängelt. Für ein Gerät, das man einmal kauft und jahrelang nutzt, ist das nicht entscheidend – wer schnelle Unterstützung erwartet, sollte es trotzdem wissen.
- Kein Ersatz für ein System. Auch das durchdachteste Gerät löst weder ein ungetestetes Backup noch eine vergessene Passphrase noch einen ungeregelten Erbfall. Wie die Ebenen zusammenhängen, steht in der Übersicht zur Selbstverwahrung.
Ein zertifizierter Chip und offener Code sagen nichts darüber, wie sauber der Zufall bei der Erzeugung deines Schlüssels entsteht. Der Coldcard-Fall vom Juli 2026 hat gezeigt, dass genau dort die teuerste Schwachstelle sitzen kann – bei einem Hersteller mit offenem Code und guter Erfolgsbilanz. Die Einzelheiten stehen im Beitrag zum Coldcard-Entropiefehler. Für die Auswahl heißt das: Sicherheitsmeldungen des Herstellers zu verfolgen ist wichtiger als jedes Ausstattungsmerkmal.
Welches Modell zu wem passt
| Wenn das auf dich zutrifft | Sieh dir zuerst an | Warum |
|---|---|---|
| Du willst offenen Code und trotzdem einen zertifizierten Chip | Classic 1S Pure | Der günstigste Weg zu beidem, ohne Akku als möglicher Schwachstelle |
| Du bedienst die Wallet auch unterwegs | Classic 1S | Eingebauter Akku, funktioniert ohne angeschlossenes Kabel |
| Du hältst ausschließlich Bitcoin | Classic 1S Pure BTC-only | Firmware ohne Code für andere Netzwerke, laut Hersteller später umstellbar |
| Du willst per QR signieren | OneKey Pro | Als einziges Modell der Reihe mit Air-Gap-Modus |
| Du baust eine Multisig-Konstruktion auf | Classic 1S Pure mehrfach | Günstig genug, um mehrere Schlüssel unabhängig zu erzeugen – idealerweise ergänzt um ein Gerät eines anderen Herstellers |
| Du willst das voll ausgestattete Gerät | OneKey Pro | Touchdisplay, Fingerabdrucksensor, kabelloses Laden, NFC |
Zuordnung nach der Hauptausrichtung der Modelle. Die Produktnamen sind Partnerlinks · Anzeige.
Die ersten Schritte nach dem Auspacken
- Verpackung prüfen und Echtheitsprüfung durchführen. Beides gehört zusammen und dauert wenige Minuten.
- Firmware aktualisieren, bevor ein Seed entsteht. Ausschließlich über die offizielle OneKey-Anwendung oder die offizielle Firmwareseite des Herstellers, nie über einen Link aus einer Suchanzeige.
- Neue Wallet anlegen. Keinen vorhandenen Seed importieren, wenn der Grund für den Kauf ein Zweifel an der bisherigen Erzeugung war.
- Wörter sichern. Papier reicht zum Start, dauerhaft ist Metall die haltbarere Lösung. Nichts davon digital – wo die Sicherung liegen sollte, steht unter Seed-Phrase sicher aufbewahren.
- Wiederherstellung testen, bevor Guthaben aufs Gerät geht. Der wichtigste Schritt überhaupt – in dieser Reihenfolge kostet ein Fehler nichts. Der Ablauf steht unter Backup testen.
- Kleine Testüberweisung, dann der Rest. Die Empfangsadresse dabei auf dem Gerätedisplay prüfen, nicht nur am Rechner – warum, steht unter Adresse vor dem Senden prüfen.
- Notfallplan schreiben. Wer im Ernstfall an den Bestand kommt und wie – der Aufbau steht im Krypto-Notfallplan.
Den vollständigen Ablauf einer Ersteinrichtung, unabhängig vom Hersteller, beschreibt der Beitrag Hardware-Wallet sicher einrichten. Wie viel Aufwand zu deinem Bestand passt, ordnet wie viel Krypto-Sicherheit du wirklich brauchst ein. Und wenn ein Gerät ausfällt, hilft Hardware-Wallet verloren oder defekt.
Häufige Fragen zu OneKey
Was unterscheidet OneKey von Ledger und Trezor?
OneKey verbindet EAL6+-zertifizierte Sicherheitschips mit offener Firmware und offenen Anwendungen und stellt einen dokumentierten Weg bereit, die ausgelieferte Firmware gegen den öffentlichen Build-Prozess zu prüfen. Ledger verbaut ebenfalls einen zertifizierten Chip, hält aber den Kern der Firmware geschlossen. Wichtig zur Einordnung: Die Kombination aus offenem Code und zertifiziertem Chip ist kein Alleinstellungsmerkmal mehr – auch die aktuellen Trezor-Safe-Modelle bieten beides. Was Ledger und Trezor voraushaben, ist die längere Erfolgsbilanz und das größere Ökosystem.
Welche Modelle gibt es?
Drei Geräte in vier Ausführungen: der Classic 1S mit eingebautem Akku, der Classic 1S Pure ohne Akku, derselbe Pure zusätzlich als Bitcoin-only-Ausführung, und der OneKey Pro mit Farb-Touchdisplay, Fingerabdrucksensor, kabellosem Laden, NFC und QR-Air-Gap-Modus. Alle Modelle folgen demselben Grundprinzip, die konkrete Hardwarearchitektur und die zusätzlichen Sicherheitsfunktionen unterscheiden sich jedoch.
Warum gibt es eine Ausführung ohne Akku?
Weil ein Akku ein Verschleißteil ist. Nach einigen Jahren verliert er an Kapazität und kann ausfallen – bei einem Gerät, das man womöglich ein Jahrzehnt lang aufbewahrt, ist das ein zusätzliches Risiko. Der Classic 1S Pure läuft ausschließlich, wenn er angeschlossen ist. Für ein reines Aufbewahrungsgerät ist das eher ein Vorteil als eine Einschränkung.
Kann ich OneKey air-gapped betreiben?
Nur mit dem OneKey Pro. Er überträgt Transaktionen per QR-Code, und im aktivierten Air-Gap-Modus schaltet das Gerät USB, Bluetooth und NFC ab. Zwei Einschränkungen: Der Air-Gap-Modus unterstützt derzeit nur Bitcoin- und EVM-Adressen – für andere Netzwerke wie Solana muss er verlassen und wieder über Kabel oder Bluetooth verbunden werden. Und die Classic-Modelle bieten diesen Betrieb gar nicht, sie arbeiten über USB-C und Bluetooth.
Was bedeutet EAL6+?
EAL6+ bezeichnet die Prüftiefe des verwendeten Sicherheitschips nach den Common Criteria (ISO/IEC 15408). Wichtig: Die Zertifizierung betrifft den Chip und die untersuchten Sicherheitsfunktionen – nicht automatisch das komplette Gerät mit Firmware, Bedienoberfläche und Lieferkette. Der Chip soll die Schlüssel gegen physische Angriffe schützen: gegen das Auslesen des Speichers, gegen Manipulation der Stromversorgung, gegen Seitenkanalangriffe. Vergleichbare Chips und Prüfstufen kommen auch bei Ausweisdokumenten und Zahlungskarten zum Einsatz. Das genaue Chipmodell nennt OneKey nicht öffentlich.
Ist offener Quellcode ein Beweis für Sicherheit?
Nein. Der Coldcard-Fehler von 2026 steckte über längere Zeit in offenem Code, ohne entdeckt zu werden. Offener Code ermöglicht unabhängige Prüfungen, garantiert aber weder, dass sie stattfinden, noch dass alle Fehler gefunden werden. Ein dokumentierter Build-Weg wie bei OneKey geht einen Schritt weiter, weil sich damit prüfen lässt, ob die ausgelieferte Firmware aus dem öffentlichen Prozess stammt – ein Beweis für Fehlerfreiheit ist auch das nicht.
Wie sichere ich meine Wallet bei OneKey?
Bei den Classic-Modellen über die klassische Wortliste, wahlweise ergänzt um eine Passphrase. Der OneKey Pro unterstützt zusätzlich die separat erhältliche OneKey-Lite-Karte: ein NFC-Kärtchen mit eigenem Sicherheitschip, auf das sich die Wortliste verschlüsselt übertragen und von dem sie zurückspielen lässt. Eine eingebaute Aufteilung auf mehrere Anteile bietet OneKey dagegen nicht. Wichtig ist in jedem Fall, die Wiederherstellung einmal zu testen, bevor ein nennenswerter Betrag auf dem Gerät liegt.
Kann ich die Bitcoin-only-Ausführung später umstellen?
Laut Hersteller ja – die BTC-only-Firmware des Classic 1S Pure lässt sich später auf die Multi-Coin-Ausführung wechseln. Wer sich noch nicht dauerhaft auf Bitcoin festlegen möchte, bleibt damit flexibel. Vor einem späteren Firmwarewechsel muss die Wiederherstellungssicherung trotzdem vollständig und geprüft vorliegen. Umgekehrt gilt: Weniger Code bedeutet weniger Stellen, an denen etwas schiefgehen kann, solange man ihn nicht braucht.
Wer steht hinter OneKey?
Ein Hersteller mit Sitz in Hongkong. Die Firmware wurde vom Sicherheitsunternehmen SlowMist unabhängig geprüft, die Ergebnisse sind öffentlich. An dem Unternehmen sind Coinbase Ventures und Binance Labs beteiligt; OneKey betont, operativ unabhängig zu bleiben. Beides gehört zur Einordnung – ein Audit ist ein Qualitätssignal, die Beteiligung großer Börsen eine Information, die jeder selbst bewerten sollte.
Warum führen die Produktlinks auf den Shop statt direkt zum Gerät?
Weil uns OneKey derzeit keine produktgenauen Partnerlinks bereitstellt. Wir verlinken deshalb einheitlich auf den Shop und benennen das jeweilige Modell im Linktext. Im Shop stehen die Ausführungen nebeneinander, die Suche dauert wenige Sekunden. Sobald produktgenaue Links verfügbar sind, stellen wir um.
Das Gerät ist der erste Schritt, nicht der letzte
Nach dem Kauf kommen Einrichtung, Sicherung, Wiederherstellungstest und Notfallplan. Die Checkliste führt dich in sieben Blöcken durch alle Punkte – vom Kauf bis zum Erbfall.
Zur Checkliste →Angaben des Herstellers sowie öffentlich dokumentierter Tests und Prüfberichte, Stand 1. August 2026. Ausstattung, Verfügbarkeit und Firmwarestände können sich ändern; maßgeblich sind die Informationen auf der Herstellerseite. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Sicherheitsberatung.