Orderarten und Stop-Loss welcher Auftrag wann der richtige ist
Bild: KI-generiert
Geschrieben von Michael Radtke · Zuletzt aktualisiert: 9. August 2026

Orderarten und Stop-Loss: welcher Auftrag wann der richtige ist

Die Orderarten entscheiden nicht über deine Strategie, aber über die Qualität ihrer Umsetzung. Eine Market-Order kauft Geschwindigkeit, eine Limit-Order Preiskontrolle, und die Stop-Familie automatisiert Einstieg und Absicherung. Wer die Mechanik dahinter kennt, macht weniger teure Flüchtigkeitsfehler im Orderticket – und weiß, was ein Stop-Loss leisten kann und was nicht.

Der Satz, den du dir merken solltest: Wird ein Stop-Loss ausgelöst, wird daraus grundsätzlich eine Market-Order. Sie soll zum nächsten verfügbaren Kurs ausgeführt werden – dieser Kurs ist aber nicht garantiert und kann nach Nachrichten oder über Nacht deutlich unter der Stop-Marke liegen.

Die sechs Grundtypen im Überblick

OrderartWas sie tutWas sie dir sichert
MarketSofort zum nächsten verfügbaren KursSchnelligkeit, nicht den Preis
LimitNur zum festgelegten Preis oder besserPreis, nicht die Ausführung
Stop-BuyKauf, sobald ein Kurs überschritten wirdEinstieg beim Ausbruch
Stop-LossVerkauf, sobald ein Kurs erreicht oder unterschritten wirdAuslösung, nicht den Ausführungskurs
Stop-LimitNach dem Auslösen wird eine Limit-Order eingestelltPreis, aber nicht die Ausführung
Trailing StopZieht die Stop-Marke automatisch nachAutomatik, kein garantierter Kurs

Mehr brauchst du für die grundlegende Ordermechanik im Alltag nicht. Kombi-Orders verknüpfen mehrere Aufträge miteinander; Orderzusätze regeln unter anderem Gültigkeit und Ausführungsbedingungen.

Market-Order: schnell, aber ohne Preisgarantie

Die Market-Order wird sofort zum nächsten verfügbaren Kurs ausgeführt. Sie passt, wenn die Ausführung wichtiger ist als der Preis – etwa beim schnellen Schließen einer Position in einem liquiden Wert zur Haupthandelszeit.

Ihr Risiko heißt Slippage: die Differenz zwischen dem Kurs, den du gesehen hast, und dem, zu dem ausgeführt wurde. In dünnen Märkten, in den Randzeiten und direkt nach Nachrichten kann diese Differenz erheblich sein. Bei Agrarrohstoffen oder Nebenwerten ist die Market-Order deshalb selten die richtige Wahl.

Limit-Order: der Normalfall

Bei der Limit-Order legst du fest, welchen Preis du höchstens zahlst oder mindestens erhältst. Ausgeführt wird nur zu diesem Kurs oder besser – oder eben gar nicht.

Das ist der Standard für fast alles: morgens und abends, in Nebenwerten, bei größeren Beträgen und immer dann, wenn du den Kurs nicht ständig beobachtest. Der Preis dafür ist die Unsicherheit über die Ausführung. Läuft der Markt weg, bleibst du außen vor.

Ein praktischer Punkt: Auch eine Limit-Order kann in Teilausführungen zerfallen. Dann werden mehrere Abrechnungen erzeugt, und je nach Handelsplatz und Gebührenmodell kann das Kosten verändern.

Stop-Loss und Stop-Buy

Beide funktionieren gleich: Eine hinterlegte Marke löst eine Order aus. Der Unterschied liegt in der Richtung.

Stop-Loss verkauft, wenn der Kurs die Marke erreicht oder unterschreitet – das klassische Werkzeug zur Verlustbegrenzung. Stop-Buy kauft, wenn der Kurs eine Marke überschreitet – der Einstieg beim Ausbruch über einen Widerstand.

Entscheidend ist, was nach dem Auslösen passiert: Es entsteht grundsätzlich eine Market-Order. Ausgeführt wird zum nächsten verfügbaren Kurs; die Stop-Marke selbst ist kein garantierter Verkaufspreis. Genau daraus entsteht die häufigste Enttäuschung mit dem Stop-Loss – dazu weiter unten mehr.

Stop-Limit: Preiskontrolle mit Ausführungsrisiko

Die Stop-Limit-Order kombiniert beides: Wird die Stop-Marke erreicht, wird keine Market-Order ausgelöst, sondern eine Limit-Order ins Buch gelegt.

Der Vorteil liegt auf der Hand – du wirst nicht zu einem Kurs ausgeführt, den du nie akzeptiert hättest. Der Nachteil ebenso: Rutscht der Kurs schnell durch dein Limit hindurch, bleibt die Position unverkauft. Bei genau dem Ereignis, gegen das du dich absichern wolltest, greift der Schutz dann nicht.

Faustregel: Stop-Limit eignet sich, wenn du einen Ausverkauf zu jedem Preis vermeiden willst und die Position notfalls behalten kannst. Wer die Ausführungswahrscheinlichkeit gegenüber der Preiskontrolle priorisiert, nimmt den einfachen Stop-Loss.

Trailing Stop: die Marke wandert mit

Beim Trailing Stop gibst du keinen festen Kurs an, sondern einen Abstand – in Punkten oder Prozent. Steigt der Kurs, zieht die Stop-Marke nach. Fällt er, bleibt sie stehen. So sicherst du Gewinne, ohne täglich nachzujustieren.

Zwei Dinge musst du dabei wissen. Erstens: Nicht jeder Anbieter hat ihn. Trade Republic etwa bietet Market, Limit und Stop – einen Trailing Stop gibt es dort nicht. Zweitens: Beim MetaTrader wird der Trailing Stop clientseitig nachgezogen, also auf deinem Rechner. Er funktioniert nur, solange die Plattform läuft. Wer den Rechner ausschaltet, hat die Automatik nicht mehr.

Ein zu enger Abstand ist der häufigste Fehler: Die normale Schwankungsbreite des Werts löst den Stop aus, bevor die Bewegung überhaupt begonnen hat.

Kombi-Orders

Wo verfügbar, sparen sie Arbeit und verhindern Fehler.

  • OCO – zwei Orders, von denen die Ausführung der einen die andere löscht. Typisch: Kursziel und Stop gleichzeitig.
  • Bracket – eine Einstiegsorder, an die Kursziel und Stop gekoppelt sind. Die Position ist ab dem ersten Moment abgesichert.
  • If-Done – die zweite Order wird erst aktiv, wenn die erste ausgeführt wurde.

Verfügbar sind solche Aufträge vor allem in Profi-Plattformen wie der Trader Workstation. Bei App-Brokern fehlen sie meist – dort setzt du Kursziel und Stop einzeln und musst daran denken, den übrigen Auftrag zu löschen.

Orderzusätze und Gültigkeit

Sie sind keine eigenen Orderarten, sondern Einstellungen einer Order.

ZusatzWirkung
TagesgültigVerfällt am Ende des Handelstages
Bis zu einem DatumGilt bis zum gewählten Tag
Bis auf WiderrufBleibt aktiv, bis sie ausgeführt oder gelöscht wird
Fill or KillSofort vollständig ausführen oder streichen
Immediate or CancelSofort ausführen, den Rest streichen
Alles oder nichtsKeine Teilausführungen

Welche Zusätze möglich sind, hängt vom Handelsplatz ab, nicht nur vom Broker. Derselbe Auftrag kann an der einen Börse zulässig sein und an der anderen nicht.

Broker im Vergleich: welche Aufträge wo

Die Auswahl an Orderarten unterscheidet sich deutlich – von der schlanken App bis zur Profi-Oberfläche.

Anzeige
CapTrader Die größte Auswahl
  • Trader Workstation. Kombi-Orders wie OCO und Bracket, algorithmische Zusätze
  • Internationale Handelsplätze. Orderzusätze je Börse nutzbar
  • Terminbörsen im selben Konto. Optionen und Futures mit eigener Ordermechanik
PlattformTrader Workstation, dazu TradingView-Anbindung
StärkeKombi-Orders und Orderzusätze in großer Zahl
Für wenWer Einstieg, Ziel und Stop in einem Auftrag koppeln will
EinarbeitungSpürbar – die Oberfläche ist für Vielhandelnde gebaut

Risikohinweis: CFD sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. 57,9 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Traders Place Orderzusätze je Handelsplatz
  • Rund 40 Handelsplätze. Welche Zusätze möglich sind, hängt vom gewählten Platz ab
  • Börslich und außerbörslich. Derivate direkt beim Emittenten oder über die Börse
  • Automatischer Steuerabzug. Depotführung über die Baader Bank
KontoWertpapierdepot
StärkeWahl des Handelsplatzes und damit der zulässigen Orderzusätze
Für wenWer gezielt dort ordert, wo die Ausführung am besten passt
GrenzeKein CFD-Konto
XTB Stop und Kursziel im Ticket
  • Stop-Loss und Take-Profit direkt beim Öffnen. Die Position ist ab dem ersten Moment abgesichert
  • Kostenloses Demokonto. Ordermechanik testen, bevor Geld fließt
  • Aktien, ETFs, CFDs und Optionen. Alles über dieselbe Oberfläche
PlattformxStation als Webplattform und App
StärkeAbsicherung im selben Auftrag statt in zwei Schritten
SteuerKein deutscher Steuerabzug – Anlage KAP; bei Investmentfonds und ETFs zusätzlich KAP-INV
AufsichtGrundsätzlich KNF; nach bestimmten Vorschriften zusätzlich BaFin-Aufsicht

Risikohinweis: CFD sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. 77 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

NAGA MetaTrader-Ordermechanik
  • Pending Orders in MetaTrader 5. Buy Limit, Buy Stop, Sell Limit, Sell Stop
  • Stop-Loss und Take-Profit je Position. Direkt im Auftrag hinterlegbar
  • Eigene Systeme möglich. Expert Advisors und Strategietester
PlattformEigene Plattform und MetaTrader 5
Trailing StopIm MetaTrader clientseitig – wirkt nur, solange die Plattform läuft
HandelbarCFDs sowie echte Aktien an 15+ globalen Börsen
Für wenWer mit MetaTrader arbeitet oder Trades kopieren will

Risikohinweis: CFD sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. 77,41 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Smartbroker+ Klassisch über die Börse
  • Rund 30 Handelsplätze. Zulässige Orderzusätze richten sich nach der jeweiligen Börse
  • Kostensieger bei Finanztest 12/2025. In den getesteten Depotgrößen, nach Angaben des Anbieters
  • Automatischer Steuerabzug. Depotführung über die Baader Bank
KontoWertpapierdepot
StärkeGünstig bei größeren Einzelorders
Für wenWer seltener, aber in größeren Beträgen ordert
GrenzeKein CFD-Konto
Trade Republic Bewusst schlank
  • Market, Limit und Stop. Die drei Aufträge, die im Alltag reichen
  • Kursalarme. Melden dich, wenn eine Marke erreicht wird
  • Bestpreis-Ausführung bei Aktien und ETFs. Du wählst keinen Handelsplatz aus
OrderartenMarket, Limit, Stop
Nicht verfügbarTrailing Stop und Stop-Limit
PlattformApp, Webzugang und Web Terminal
Für wenWer eine übersichtliche Ordermaske einer großen Auswahl vorzieht

Angaben nach Anbieterinformationen, Stand August 2026. Keine Gewähr für Aktualität und Vollständigkeit – welche Orderarten und Zusätze im Einzelfall möglich sind, hängt zusätzlich vom gewählten Handelsplatz ab und steht beim Anbieter. Die grünen Buttons sind Werbelinks: Kommt darüber ein Abschluss zustande, erhält alarm.de eine Vergütung, für dich ohne Mehrkosten.

Wo der Stop-Loss nicht schützt

Der wichtigste Abschnitt dieser Seite – und der, den die meisten Ratgeber auslassen.

Bei Kurslücken. Eröffnet ein Wert nach Nachrichten deutlich unter deiner Marke, wird der Stop ausgelöst und soll zum nächsten verfügbaren handelbaren Kurs ausgeführt werden. Der kann weit unter deinem Stop liegen. Der Stop begrenzt hier nichts – nur die Positionsgröße tut das.

Außerhalb der Handelszeiten. Ein Auftrag kann nur ausgeführt werden, wenn gehandelt wird. Was über Nacht passiert, trifft dich beim nächsten Kurs.

In dünnen Märkten. Fehlt Gegenseite, entsteht beim Auslösen eine spürbare Differenz zum Stop-Kurs.

Bei zu enger Marke. Ein Stop innerhalb der normalen Tagesschwankung wird ausgelöst, ohne dass sich am Bild etwas geändert hat – und du bist raus, bevor die Bewegung anfängt.

Was daraus folgt: Der Stop ist ein Werkzeug für den Normalfall, nicht für den Ausnahmefall. Die Absicherung gegen den Ausnahmefall ist die Größe der Position. Wie sich daraus die richtige Stückzahl ergibt, steht im Swing Trading Broker Vergleich.

Den Stop richtig setzen

  1. An der Marke, nicht am Wunschverlust. Der Stop gehört dorthin, wo deine Idee widerlegt ist – nicht dorthin, wo der Verlust gerade noch erträglich wäre.
  2. Außerhalb der normalen Schwankung. Sieh dir an, wie weit der Wert an einem gewöhnlichen Tag ausschlägt, und lege die Marke darüber hinaus.
  3. Nicht auf runde Zahlen. Dort sammeln sich viele Aufträge, entsprechend häufig werden diese Bereiche kurz angelaufen.
  4. Positionsgröße daraus ableiten. Erst Risiko je Trade festlegen, dann Abstand zur Marke messen, daraus die Stückzahl rechnen – nicht umgekehrt.
  5. Nachziehen nur in eine Richtung. Einen Stop nach oben nachziehen ist Risikomanagement; ihn nach unten zu verschieben, wenn es eng wird, ist das Gegenteil.

Typische Fehler

  • Market-Order in Randzeiten. Dünne Liquidität und breite Spannen treffen zusammen.
  • Stop nach unten verschieben. Der häufigste teure Reflex überhaupt.
  • Trailing Stop zu eng. Die normale Schwankung löst ihn aus.
  • Stop-Limit als Notausstieg. Genau im Crash bleibt die Position liegen.
  • Vergessene Order. Ein Auftrag ohne Befristung wird Wochen später ausgeführt.
  • Kursziel und Stop ohne Kopplung. Ohne OCO bleibt der zweite Auftrag stehen, wenn der erste ausgeführt wurde.
  • Auf den Trailing Stop im MetaTrader vertrauen. Er läuft clientseitig und braucht eine laufende Plattform.

Welche Plattform welche Ordermaske mitbringt, steht im Vergleich der Handelsplattformen. Und wer noch am Anfang steht, findet die Auswahlkriterien im Vergleich der Broker für Trading-Anfänger.

Häufige Fragen zu Orderarten

Welche Orderarten gibt es?

Die sechs Grundtypen sind Market, Limit, Stop-Buy, Stop-Loss, Stop-Limit und Trailing Stop. Dazu kommen Kombi-Orders wie OCO oder Bracket sowie Orderzusätze, die Gültigkeit und Teilausführung steuern.

Garantiert ein Stop-Loss meinen Verkaufskurs?

Nein. Beim Erreichen der Marke wird daraus grundsätzlich eine Market-Order, die zum nächsten verfügbaren Kurs ausgeführt werden soll. Dieser Kurs ist nicht garantiert und kann nach Nachrichten oder über Nacht deutlich unter der Stop-Marke liegen. Auch die Ausführung selbst ist nicht in jedem Fall sicher, etwa bei Handelsunterbrechungen.

Was ist der Unterschied zwischen Stop-Loss und Stop-Limit?

Beim Stop-Loss entsteht nach dem Auslösen grundsätzlich eine Market-Order – ausgeführt wird zum nächsten verfügbaren Kurs, der nicht garantiert ist. Die Stop-Limit-Order legt stattdessen eine Limit-Order ins Buch: Der Preis ist kontrolliert, aber bei einem schnellen Kursrutsch bleibt die Position unverkauft.

Wie funktioniert ein Trailing Stop?

Du gibst einen Abstand in Punkten oder Prozent an. Steigt der Kurs, zieht die Marke nach; fällt er, bleibt sie stehen. Nicht jeder Anbieter hat ihn – Trade Republic etwa bietet nur Market, Limit und Stop.

Warum funktioniert der Trailing Stop im MetaTrader nicht immer?

Weil er dort clientseitig nachgezogen wird, also auf deinem Rechner. Er wirkt nur, solange die Plattform läuft. Wer den Rechner ausschaltet, hat die Automatik nicht mehr.

Wann nehme ich eine Market-Order?

Wenn die Ausführung wichtiger ist als der Preis – in liquiden Werten zur Haupthandelszeit. In Randzeiten, dünnen Märkten und direkt nach Nachrichten ist die Differenz zwischen gesehenem und ausgeführtem Kurs oft erheblich.

Was ist eine OCO-Order?

Zwei gekoppelte Aufträge, von denen die Ausführung des einen den anderen löscht – typischerweise Kursziel und Stop. Verfügbar vor allem in Profi-Plattformen; bei App-Brokern setzt du beide einzeln und musst den übrigen selbst löschen.

Wo setze ich den Stop-Loss?

Dort, wo deine Idee widerlegt ist, und außerhalb der normalen Tagesschwankung – nicht dort, wo der Verlust gerade noch erträglich wäre. Aus dem Abstand zur Marke leitest du anschließend die Positionsgröße ab.

Schützt ein Stop-Loss vor Kurslücken?

Nein. Eröffnet ein Wert deutlich unter der Marke, wird zum nächsten handelbaren Kurs ausgeführt. Gegen dieses Risiko hilft nur die Positionsgröße.

Was bedeutet Teilausführung?

Dass eine Order in mehreren Schritten ausgeführt wird. Dabei entstehen mehrere Abrechnungen; je nach Handelsplatz und Gebührenmodell kann das die Kosten verändern. Der Zusatz „Alles oder nichts“ verhindert Teilausführungen, verringert aber die Ausführungswahrscheinlichkeit.

Wie lange gilt meine Order?

Je nach Einstellung tagesgültig, bis zu einem bestimmten Datum oder bis auf Widerruf. Welche Varianten möglich sind, unterscheidet sich je Broker und Handelsplatz. Befriste Aufträge, damit keine vergessene Order Wochen später ausgeführt wird.

Hängen die Orderzusätze vom Broker oder von der Börse ab?

Von beidem. Der Broker muss den Zusatz anbieten, und der gewählte Handelsplatz muss ihn zulassen. Derselbe Auftrag kann deshalb an einer Börse möglich sein und an einer anderen nicht.

Risikohinweis: Der Handel mit Wertpapieren ist mit Verlustrisiken verbunden; das eingesetzte Kapital kann vollständig verloren gehen. Bei gehebelten Produkten wie CFDs sind die Verlustquoten von Privatanlegern hoch. Orderarten begrenzen Risiken nicht automatisch – ein Stop-Loss schützt nicht vor Kurslücken. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Einzelne Links sind Werbelinks – klickst du darauf und schließt ab, erhalten wir eine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.

Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel? Hier können Sie uns schreiben →
Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin →