Trade Republic Crypto: echte Coins kaufen, senden und selbst verwahren
Bild: KI-generiert
Geschrieben von Michael Radtke · Zuletzt aktualisiert: 25. August 2026

Trade Republic Crypto: echte Coins kaufen, senden und selbst verwahren

Die häufigste Frage an Neobroker lautet: Kann ich meine Coins auch abziehen? Genau das hat sich bei Trade Republic geändert – und diese eine Funktion entscheidet, ob das Angebot für dich taugt.

Trade Republic Crypto umfasst über 50 Kryptowerte, Staking und ein Wallet mit Sende- und Empfangsfunktion. Krypto gab es bei Trade Republic schon zuvor; seit dem 14. November 2025 können Kunden die unterstützten Kryptowerte zusätzlich senden und empfangen, staken und für Kartenzahlungen einsetzen. Dieser Ratgeber zeigt, was das Angebot kann, was es kostet und warum die Frage der Verwahrung entscheidend ist.

Kurz beantwortet: Trade Republic Crypto ist ein reguliertes Krypto-Angebot mit über 50 echten Kryptowerten. Trade Republic Bank GmbH ist der Kryptoverwahrer; der Großteil der Bestände wird im Cold Storage beim MiCAR-lizenzierten Verwahrungspartner BitGo Europe GmbH gehalten. Bei dieser Custodial-Verwahrung haben Sie keine eigene Kontrolle über die privaten Schlüssel. Seit dem 14. November 2025 lassen sich unterstützte Kryptowerte senden und empfangen und damit auch selbst verwahren. Die Steuer wird nicht automatisch abgeführt – steuerpflichtige Gewinne und Einkünfte gehören in die eigene Steuererklärung.

Trade Republic Crypto auf einen Blick

Angebotüber 50 echte Kryptowährungen (BTC, ETH, SOL, XRP, ADA …)
AnbieterTrade Republic Bank GmbH, Berlin – deutsche Vollbank, beaufsichtigt durch die BaFin, mit MiCAR-Lizenz
VerwahrungTrade Republic Bank GmbH als Kryptoverwahrer; Großteil im Cold Storage beim MiCAR-lizenzierten Partner BitGo Europe GmbH – custodial
SelbstverwahrungTransfer auf ein eigenes Wallet möglich
KostenFremdkostenpauschale je Order zuzüglich Spread; Transfer nur Netzwerkgebühr – aktuelle Angaben beim Anbieter
AusführungCrypto-Handel über Tradias; verfügbare Orderarten werden in der App angezeigt
Stakingfür ausgewählte Kryptowerte; aktuell nennt Trade Republic beispielsweise SOL, ETH und DOT – maßgeblich ist die Liste in der App
Steuerkein automatischer Steuerabzug – steuerpflichtige Gewinne und Einkünfte selbst erklären

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Risikohinweis: Kryptowährungen sind hochvolatil. Kursschwankungen von mehreren Prozent pro Tag sind normal, ein Totalverlust ist möglich; für Krypto gibt es keine Einlagensicherung. Beim Staking kommen ein Slashing-Risiko bis hin zum teilweisen oder vollständigen Verlust der gestakten Kryptowerte und die Bindung bis zum Abschluss des Unstakings hinzu; der zugrunde liegende Kryptowert kann zusätzlich an Wert verlieren. Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und keine Anlage- oder Steuerberatung.

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Was bietet Trade Republic Crypto?

Bei Trade Republic handeln Sie echte Kryptowerte – keine Zertifikate oder Derivate. Krypto gab es bei Trade Republic schon zuvor; seit dem 14. November 2025 können Kunden die unterstützten Kryptowerte zusätzlich senden und empfangen, staken und für Kartenzahlungen einsetzen. Über 50 Kryptowährungen sind verfügbar, darunter Bitcoin, Ethereum, Solana, XRP, Cardano und Polkadot. Die Auswahl ist kleiner als bei spezialisierten Krypto-Börsen, dafür liegen Krypto, Aktien, ETFs und Anleihen in einer App. Kauf, Verkauf, Transfer und Staking laufen mit wenigen Klicks über die App.

Der Unterschied zu einem Zertifikat ist dabei kein Detail, sondern der Kern: Bei einem Zertifikat halten Sie eine Forderung gegen einen Emittenten, deren Wert sich am Coin orientiert. Hier halten Sie den Coin selbst – und können ihn deshalb überhaupt erst auf eine eigene Adresse senden.

Verwahrung und Selbstverwahrung – der wichtigste Punkt

Standardmäßig werden Ihre Kryptowerte custodial verwahrt: Trade Republic Bank GmbH ist der Kryptoverwahrer; der Großteil der Bestände wird im Cold Storage beim MiCAR-lizenzierten Verwahrungspartner BitGo Europe GmbH gehalten. Kundenbestände werden dabei grundsätzlich in Omnibus-Wallets gehalten, und die Verwahrung kann an MiCAR-regulierte Unterverwahrer delegiert werden. Das ist bequem und reguliert – bedeutet aber, dass nicht Sie die privaten Schlüssel kontrollieren. Sie können unterstützte Kryptowerte auf ein eigenes Wallet übertragen und damit selbst verwahren.

Für kurzfristiges Handeln ist die Verwahrung beim Anbieter praktisch. Wer größere Beträge langfristig selbst kontrollieren möchte und Backup sowie Schlüsselverwaltung sicher beherrscht, kann die Selbstverwahrung – gegebenenfalls mit einem Hardware-Wallet – in Betracht ziehen. Prüfen Sie vor jedem Transfer Empfängeradresse und Netzwerk – falsche Angaben können dazu führen, dass die Kryptowerte nicht mehr oder nur mit erheblichem Aufwand wiederhergestellt werden können.

Eine ehrliche Einordnung dazu: Custodial ist nicht automatisch schlecht. Wer regelmäßig handelt, kleine Beträge hält oder sich die Verantwortung für eine Wiederherstellungsphrase nicht zutraut, ist beim regulierten Verwahrer oft besser aufgehoben als mit einem schlecht gesicherten eigenen Wallet. Die Frage ist nicht „gut oder schlecht“, sondern welcher Betrag und welcher Zeitraum.

Senden und Empfangen: so läuft der Transfer ab

Bei Custodial-Verwahrung haben Sie keine eigene Kontrolle über die privaten Schlüssel; bei Selbstverwahrung kontrollieren Sie die Schlüssel selbst. Der Transfer verändert damit vor allem die technische Verfügungsmacht und das Sicherheitsmodell. Zugleich ist es der Vorgang, bei dem Fehler kaum rückgängig zu machen sind. Diese Reihenfolge hat sich bewährt:

  1. Eigenes Wallet vorbereiten. Gerät einrichten, Wiederherstellungsphrase sichern und die Wiederherstellung testen, bevor Werte darauf liegen.
  2. Empfangsadresse erzeugen. Im eigenen Wallet für genau den Coin und genau das Netzwerk, das Sie senden wollen.
  3. Netzwerk abgleichen. Derselbe Coin existiert teils auf mehreren Netzwerken. Stimmt das Netzwerk nicht oder wird es vom Empfänger nicht unterstützt, können die Kryptowerte möglicherweise nicht mehr oder nur mit erheblichem Aufwand wiederhergestellt werden.
  4. Wenn möglich einen kleinen Testtransfer senden. Wenn Mindestbetrag und Gebühren es sinnvoll zulassen: erst nach sichtbarem Eingang folgt der Rest.
  5. Adresse bei einem Hardware-Wallet auf dem Gerätedisplay prüfen. Nicht nur am Bildschirm – Schadsoftware kann kopierte Adressen austauschen.
  6. Restbetrag übertragen. Und die Netzwerkgebühr einplanen, die je nach Auslastung schwankt.
  7. Auch der umgekehrte Weg ist möglich. Ein- und ausgehende Transfers sind für die jeweils in der App unterstützten Kryptowerte vorgesehen; Netzwerk, Mindest- und Höchstbeträge sowie mögliche Prüfungen zur Herkunft gehören vorher geklärt.
Warum sich ein Testtransfer lohnt: Eine Blockchain-Transaktion lässt sich nicht zurückrufen; es gibt keine Bank, die eine Fehlüberweisung storniert. Eine falsche Adresse oder ein nicht unterstütztes beziehungsweise falsches Netzwerk kann dazu führen, dass die Kryptowerte nicht mehr oder nur mit erheblichem Aufwand wiederhergestellt werden können. Ein Testtransfer ist deshalb eine sinnvolle Sicherheitsmaßnahme, sofern Mindestbetrag und Netzwerkgebühren das zulassen.

Kosten

PostenKosten
Order (Kauf/Verkauf)Fremdkostenpauschale je Order zuzüglich Spread
Spreadvariiert nach Kryptowert und Marktsituation; vor jeder Order anhand des angezeigten Kurses prüfen
Transfer auf eigenes Walletkeine Gebühr des Anbieters – nur die Netzwerkgebühr der Blockchain
Wallet-Nutzungkeine zusätzlichen Plattformkosten

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Ein Punkt zur Ausführung: Der Crypto-Handel läuft über Tradias; die verfügbaren Orderarten werden in der App angezeigt.

Konkrete Beträge nennen wir hier bewusst nicht: Pauschalen und Spreads ändern sich, und ein Wert, den Sie heute lesen, kann morgen falsch sein. Die verbindlichen Angaben stehen im Preisverzeichnis des Anbieters. Wichtiger als die reine Ordergebühr ist ohnehin der Spread – er fällt bei jedem Kauf und jedem Verkauf an. Spreads variieren nach Kryptowert und Marktsituation und sollten vor jeder Order anhand des angezeigten Kurses geprüft werden.

Staking

Für ausgewählte Kryptowerte bietet Trade Republic Staking an – aktuell nennt der Anbieter beispielsweise SOL, ETH und DOT; maßgeblich ist die Liste in der App. Sie stellen Ihre Kryptowerte dem Netzwerk zur Verfügung und erhalten dafür Rewards, die automatisch gutgeschrieben werden. Ein eigenes technisches Setup ist nicht nötig.

Beachten Sie drei Punkte. Erstens sind gestakte Kryptowerte gebunden: Bis zum Abschluss des Unstakings können sie weder verkauft noch übertragen werden. Zweitens besteht ein Slashing-Risiko bis hin zum teilweisen oder vollständigen Verlust der gestakten Kryptowerte. Drittens kann Staking technisch oder rechtlich eingeschränkt oder ausgesetzt werden. Der Kurs kann in dieser Zeit ohnehin fallen.

Ein Punkt, der selten deutlich gesagt wird: Eine Rendite in Coins garantiert keine positive Rendite in Euro. Fällt der Kurs ausreichend stark, kann der Gesamtwert trotz zusätzlicher Staking-Rewards sinken. Der Ertrag ist ein Zusatz, kein Ausgleich für das Kursrisiko.

Steuer: hier gelten andere Regeln

Anders als bei Aktien, ETFs und Zinsen führt Trade Republic bei Krypto die Steuer nicht automatisch ab. In Deutschland gelten Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowerten als private Veräußerungsgeschäfte: Nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr ist der Verkauf in der Regel steuerfrei, davor fällt der persönliche Steuersatz an. Dabei gilt eine Freigrenze: Beträgt der Gesamtgewinn aus allen privaten Veräußerungsgeschäften eines Kalenderjahres weniger als 1.000 €, bleibt er steuerfrei. Ab 1.000 € Gesamtgewinn greift die Freigrenze nicht mehr, und der gesamte Gewinn ist steuerpflichtig. Steuerpflichtige Gewinne und Einkünfte geben Sie selbst in der Steuererklärung an; einen Freistellungsauftrag gibt es dafür nicht.

Passives Staking ordnet das Bundesfinanzministerium grundsätzlich als Einkünfte aus Leistungen nach § 22 Nr. 3 EStG ein. Die Rewards werden beim Zufluss bewertet; die Freigrenze von 256 € pro Jahr gilt dabei nicht isoliert für Staking, sondern für diese Einkünfte insgesamt. Steuerfrei bleiben sie nur, wenn sie weniger als 256 € betragen; ab 256 € greift die Freigrenze nicht mehr. Ein späterer Verkauf der erhaltenen Kryptowerte kann wiederum ein eigenes privates Veräußerungsgeschäft auslösen. Bei Currency- und Payment-Token verlängert Staking die Veräußerungsfrist nicht auf zehn Jahre.

Auch eine Kartenzahlung aus dem Crypto-Guthaben löst technisch einen Verkauf des benötigten Kryptowerts gegen Euro aus und kann daher ein steuerlich relevantes Veräußerungsgeschäft darstellen.

Zwei Folgen daraus werden regelmäßig unterschätzt. Erstens ist der Zeitpunkt jedes einzelnen Kaufs relevant, weil die Jahresfrist pro Zugang läuft – ein Sparplan erzeugt also viele verschiedene Fristen. Zweitens ist auch der Tausch eines Coins in einen anderen ein Veräußerungsvorgang, nicht erst der Verkauf gegen Euro.

Dokumentation von Anfang an

Weil niemand die Steuer für Sie abführt, ist Ihre eigene Aufzeichnung die Grundlage. Wer damit erst im Frühjahr für das Vorjahr beginnt, sucht Belege zusammen, die es teils nicht mehr gibt. Diese Angaben gehören zu jedem Vorgang:

  • Datum und Uhrzeit von Kauf, Verkauf und Tausch.
  • Menge und Coin sowie der Gegenwert in Euro zum Zeitpunkt des Vorgangs.
  • Gebühren – Ordergebühr, Spread und bei Transfers die Netzwerkgebühr.
  • Transfers zwischen eigenen Wallets, damit später nachvollziehbar bleibt, dass kein Verkauf stattgefunden hat.
  • Staking-Rewards mit Datum und Eurowert zum Zuflusszeitpunkt.

Exportieren Sie die Übersichten regelmäßig und legen Sie sie an einem Ort ab, den Sie in einem Jahr noch finden. Das ist unspektakulär und erspart im Zweifel eine unangenehme Rückfrage.

Seit 2026 gelten zudem neue gesetzliche Meldepflichten für Kryptowerte-Dienstleister; die eigene Dokumentations- und Erklärungspflicht des Anlegers entfällt dadurch nicht. Nach dem Kryptowerte-Steuertransparenzgesetz gelten die Sorgfalts- und Meldepflichten erstmals für das Kalenderjahr 2026; die Daten für 2026 werden im Jahr 2027 an das Bundeszentralamt für Steuern gemeldet.

Vorteile und Nachteile

VorteileNachteile
Echte Coins, reguliert (BaFin, MiCAR), Cold-Wallet-VerwahrungStandardmäßig custodial – Schlüssel liegen beim Verwahrer
Transfer auf eigenes Wallet möglich (Selbstverwahrung)Spread variabel und vor jeder Order zu prüfen
Krypto, Aktien und ETFs in einer AppWeniger Coins als reine Krypto-Börsen
Staking ohne technisches SetupSteuer nicht automatisch – Eigendokumentation nötig

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Für wen eignet sich das?

Trade Republic Crypto passt für Anleger, die einen regulierten, einfachen Zugang zu Kryptowerten im Rahmen ihres normalen Depots suchen – als Beimischung, nicht als alleinige Strategie. Wer eine größere Auswahl an Kryptowerten benötigt, vergleicht die Angebote spezialisierter Handelsplätze. Selbstverwahrung reduziert die Abhängigkeit vom Verwahrer, verlagert dafür aber die Verantwortung für Schlüssel und Backup vollständig auf den Nutzer.

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Typische Fehler

Auf diese fünf Punkte sollten Sie besonders achten:

  • Ohne Prüfung von Adresse und Netzwerk senden. Eine falsche Angabe kann dazu führen, dass die Kryptowerte nicht mehr oder nur mit erheblichem Aufwand wiederhergestellt werden können.
  • Das eigene Wallet ungetestet lassen. Wer die Wiederherstellung nie ausprobiert hat, weiß nicht, ob sein Backup funktioniert – und merkt es im schlechtesten Moment.
  • Nur auf die Ordergebühr schauen. Der Spread beeinflusst die tatsächlichen Handelskosten und sollte vor jeder Order geprüft werden.
  • Die Steuer aufschieben. Ohne laufende Dokumentation lassen sich Haltefristen und Anschaffungswerte später kaum sauber rekonstruieren.
  • Staking als sicheren Zins verstehen. Die Rewards fallen in Coins an; das Kursrisiko bleibt vollständig bestehen.

So sieht der Alltag damit aus

Im Normalfall passiert wenig. Sie kaufen gelegentlich zu, sehen den Bestand neben Aktien und ETFs in derselben Übersicht und schauen seltener hinein, als Sie anfangs denken. Genau das ist bei einer Beimischung auch der Sinn.

Interessant wird es an zwei Punkten: wenn ein Bestand groß genug wird, dass Sie ihn nicht mehr beim Verwahrer liegen lassen wollen – dann folgt der Transfer mit Testbetrag. Und im Frühjahr, wenn die Steuererklärung ansteht und Sie merken, ob Ihre Dokumentation etwas taugt.

Was bleibt, ist die Wahlmöglichkeit: Der handelbare Teil liegt bequem in der App; wer einen weiteren Teil selbst kontrollieren möchte und Backup sowie Schlüsselverwaltung sicher beherrscht, kann ihn auf ein eigenes Gerät übertragen, dessen Wiederherstellung er getestet hat. Diese Wahl ist der eigentliche Gewinn der Transfer-Funktion.

Glossar: die wichtigsten Begriffe

Was rund um Krypto-Verwahrung immer wieder auftaucht, in je einem Satz:

Echte Coins

Die Kryptowährung selbst, nicht ein Zertifikat darauf. Nur sie lässt sich auf eine eigene Adresse übertragen.

Custodial

Verwahrung durch einen Anbieter, der die privaten Schlüssel kontrolliert. Bequem, aber ohne eigene Kontrolle.

Selbstverwahrung

Sie halten die privaten Schlüssel selbst. Volle Kontrolle, volle Verantwortung für die Sicherung.

Cold Wallet

Verwahrung ohne dauerhafte Netzverbindung. Standard bei regulierten Verwahrern für den Großteil der Bestände.

Privater Schlüssel

Das Geheimnis, mit dem Transaktionen signiert werden. Wer ihn hat, verfügt über die Coins.

Wiederherstellungsphrase

Wörterfolge, aus der sich alle Schlüssel eines Wallets ableiten. Der eigentliche Zugang zum Vermögen.

Netzwerk

Die Blockchain, über die gesendet wird. Ein falsches oder nicht unterstütztes Netzwerk kann dazu führen, dass Kryptowerte nicht mehr oder nur mit erheblichem Aufwand wiederhergestellt werden können.

Netzwerkgebühr

Entgelt für die Verarbeitung einer Transaktion in der Blockchain. Sie schwankt mit der Auslastung.

Spread

Abstand zwischen An- und Verkaufskurs. Er fällt bei jedem Kauf und Verkauf an, auch ohne separate Gebühr.

Staking

Bereitstellung von Kryptowerten für ein Netzwerk gegen Rewards. Bis zum Abschluss des Unstakings sind sie weder verkauf- noch übertragbar.

Slashing

Sanktion im Netzwerk, die zum teilweisen oder vollständigen Verlust gestakter Kryptowerte führen kann.

MiCAR

Europäischer Rechtsrahmen für Kryptowerte, unter dem Anbieter zugelassen und beaufsichtigt werden.

Privates Veräußerungsgeschäft

Steuerliche Einordnung von Kryptogewinnen nach § 23 EStG. Nach mehr als einem Jahr Haltedauer in der Regel steuerfrei; darunter bleibt ein Gesamtgewinn von weniger als 1.000 € je Kalenderjahr steuerfrei.

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Häufige Fragen

Sind das echte Coins?

Ja, es handelt sich um echte Kryptowerte und nicht um Zertifikate oder Derivate. Krypto gab es bei Trade Republic schon zuvor; seit dem 14. November 2025 können Kunden die unterstützten Kryptowerte zusätzlich senden und empfangen, staken und für Kartenzahlungen einsetzen.

Wer verwahrt die Coins?

Trade Republic Bank GmbH ist der Kryptoverwahrer; der Großteil der Bestände wird im Cold Storage beim MiCAR-lizenzierten Verwahrungspartner BitGo Europe GmbH gehalten. Die Kontrolle über die privaten Schlüssel liegt dabei nicht bei Ihnen – bis Sie die Kryptowerte auf ein eigenes Wallet übertragen.

Was kostet der Handel?

Je Order fällt eine Fremdkostenpauschale zuzüglich Spread an; die aktuellen Beträge stehen im Preisverzeichnis des Anbieters. Der Transfer auf ein eigenes Wallet kostet keine Gebühr des Anbieters, nur die Netzwerkgebühr der Blockchain.

Wie werden Krypto-Gewinne versteuert?

In Deutschland gelten Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowerten als private Veräußerungsgeschäfte: Nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr ist der Verkauf in der Regel steuerfrei, davor fällt der persönliche Steuersatz an. Dabei gilt eine Freigrenze: Beträgt der Gesamtgewinn aus allen privaten Veräußerungsgeschäften eines Kalenderjahres weniger als 1.000 €, bleibt er steuerfrei. Ab 1.000 € Gesamtgewinn greift die Freigrenze nicht mehr, und der gesamte Gewinn ist steuerpflichtig. Trade Republic führt die Steuer nicht automatisch ab – steuerpflichtige Gewinne geben Sie selbst in der Steuererklärung an.

Wie funktioniert der Transfer auf mein eigenes Wallet?

Sie erzeugen im eigenen Wallet eine Empfangsadresse für genau diesen Kryptowert und dieses Netzwerk und übertragen anschließend. Wenn Mindestbetrag und Gebühren es sinnvoll zulassen, senden Sie zuerst einen kleinen Testtransfer. Prüfen Sie die Adresse bei einem Hardware-Wallet auf dem Gerätedisplay, nicht nur am Bildschirm.

Was passiert bei falscher Adresse oder falschem Netzwerk?

Eine Blockchain-Transaktion lässt sich nicht zurückrufen. Eine falsche Adresse oder ein nicht unterstütztes beziehungsweise falsches Netzwerk kann dazu führen, dass die Kryptowerte nicht mehr oder nur mit erheblichem Aufwand wiederhergestellt werden können. Ein Testtransfer ist deshalb sinnvoll, sofern Mindestbetrag und Gebühren es zulassen.

Ist Krypto durch die Einlagensicherung geschützt?

Nein. Die Einlagensicherung gilt für Bankguthaben, nicht für Kryptowerte. Bei Krypto tragen Sie das volle Markt- und Verwahrrisiko.

Was bedeutet „not your keys, not your coins“?

Der Grundsatz betrifft die Kontrolle über die privaten Schlüssel, nicht die Eigentumsfrage. Bei Custodial-Verwahrung haben Sie keine eigene Kontrolle über die privaten Schlüssel; bei Selbstverwahrung kontrollieren Sie die Schlüssel selbst. Der Transfer verändert damit vor allem die technische Verfügungsmacht und das Sicherheitsmodell. Trade Republic weist darauf hin, dass Kundenbestände geschützt sind und im Insolvenzfall nicht zur Insolvenzmasse gehören sollen; beim Staking bleibt der Kunde nach Anbieterangaben Eigentümer.

Sind die Coins beim Staking gebunden?

Ja. Gestakte Kryptowerte können bis zum Abschluss des Unstakings weder verkauft noch übertragen werden. Hinzu kommt ein Slashing-Risiko bis hin zum teilweisen oder vollständigen Verlust; außerdem kann Staking technisch oder rechtlich eingeschränkt oder ausgesetzt werden.

Wie werden Staking-Rewards versteuert?

Passives Staking ordnet das Bundesfinanzministerium grundsätzlich als Einkünfte aus Leistungen nach § 22 Nr. 3 EStG ein. Die Rewards werden beim Zufluss bewertet; die Freigrenze von 256 € pro Jahr gilt dabei nicht isoliert für Staking, sondern für diese Einkünfte insgesamt. Steuerfrei bleiben sie nur, wenn sie weniger als 256 € betragen; ab 256 € greift die Freigrenze nicht mehr. Ein späterer Verkauf der erhaltenen Kryptowerte kann wiederum ein eigenes privates Veräußerungsgeschäft auslösen. Bei Currency- und Payment-Token verlängert Staking die Veräußerungsfrist nicht auf zehn Jahre.

Ist der Tausch von einem Coin in einen anderen steuerlich relevant?

Ja, ein Tausch gilt ebenfalls als Veräußerungsvorgang – nicht erst der Verkauf gegen Euro. Auch dafür ist der Anschaffungszeitpunkt maßgeblich.

Kann ich Coins auch wieder zurück auf das Konto übertragen?

Ja. Ein- und ausgehende Transfers sind für die jeweils in der App unterstützten Kryptowerte möglich; Netzwerk, Mindest- und Höchstbeträge und gegebenenfalls erforderliche Prüfungen sind vor dem Transfer zu beachten.

Wie wird eine Crypto-Order ausgeführt?

Ausführung: Crypto-Handel über Tradias; verfügbare Orderarten werden in der App angezeigt.

Wie viele Coins gibt es zur Auswahl?

Über 50 Kryptowährungen. Spezialisierte Börsen führen deutlich mehr; dafür liegen hier Krypto, Aktien und ETFs in derselben App.

Lohnt sich der Aufwand der Selbstverwahrung für kleine Beträge?

Nicht zwingend. Bei kleinen, aktiv gehandelten Beträgen ist die Verwahrung beim regulierten Anbieter oft die praktikablere Lösung. Je größer der Bestand und je länger der Zeitraum, desto stärker spricht es für die eigene Verwahrung.

Fazit

Das Krypto-Angebot von Trade Republic verbindet echte Kryptowerte, regulierte Verwahrung und die Handhabung in derselben App wie Aktien und ETFs. Neu hinzugekommen ist die Möglichkeit, unterstützte Kryptowerte zu senden und zu empfangen. Wer sich dafür entscheidet, sollte Spreads vor jeder Order prüfen, die Auswahl mit dem eigenen Bedarf abgleichen und die eigene Steuerpflicht kennen. Selbstverwahrung reduziert die Abhängigkeit vom Verwahrer, verlagert dafür aber die Verantwortung für Schlüssel und Backup vollständig auf den Nutzer.

Quellen und Stand: Angaben zu Angebot, Verwahrung, Transfer und Staking nach der Trade-Republic-Produktseite Crypto sowie der Kundenvereinbarung mit den Sonderbedingungen Cryptowerte in der Version 07.08, Stand 7/2026. Die steuerliche Einordnung beruht auf §§ 22 und 23 EStG sowie dem BMF-Schreiben vom 6. März 2025; die Meldepflichten auf dem Kryptowerte-Steuertransparenzgesetz. Stand dieser Seite: 25. August 2026. Konditionen und Rechtslage ändern sich – maßgeblich sind die jeweils aktuellen Angaben des Anbieters und der Finanzverwaltung.

Passend dazu weiterlesen

Der wichtigste Satz beim Thema Krypto lautet „not your keys, not your coins“. Solange Ihre Kryptowerte bei einem Anbieter wie Trade Republic verwahrt werden, liegt die technische Kontrolle über die privaten Schlüssel beim Verwahrer, nicht bei Ihnen. Wer diesen Grundsatz verstanden hat, trifft fast alle weiteren Sicherheitsentscheidungen anders. Was genau dahintersteckt und warum echte Kontrolle erst mit der Selbstverwahrung beginnt, erklärt der Ratgeber „Not your keys, not your coins“: Was der Grundsatz wirklich bedeutet. Danach ordnen Sie die Transfer-Funktion richtig ein.

Sobald Sie Ihre Coins auf ein eigenes Hardware-Wallet übertragen, entscheidet nicht mehr das Gerät über den Zugriff, sondern Ihre Seed Phrase und deren Sicherung. Genau hier passieren die teuersten Fehler – etwa wenn erst im Notfall auffällt, dass ein Backup fehlt oder unvollständig ist. Ein durchdachter Wiederherstellungsplan gehört deshalb von Anfang an zur Selbstverwahrung. Wie Sie sich gegen Verlust und Defekt absichern, zeigt der Ratgeber Hardware-Wallet verloren oder defekt: So stellst du wieder her. So wird aus einem technischen Defekt kein echter Vermögensverlust.

Krypto ist nur einer von mehreren Bereichen bei Trade Republic – daneben stehen Broker, Girokonto, Zinsen und Karte. Wie das Krypto-Angebot ins Gesamtbild passt und wo die Bank insgesamt Stärken und Schwächen hat, zeigt der große Überblick mit Kosten und Sicherheit. Den vollständigen Test liefert der Ratgeber Trade Republic Erfahrungen & Test 2026: Broker, Bank und Karte in einer App. So ordnen Sie den Krypto-Bereich im Gesamtangebot ein.

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