Anzeige · Dieser Beitrag enthält Empfehlungslinks (mit „Anzeige“ gekennzeichnet). Eröffnen Sie darüber ein Depot, erhalten wir unter Umständen eine Provision – für Sie ohne Mehrkosten. Unsere redaktionelle Einschätzung bleibt davon unberührt.
VL in ETFs anlegen mit finvesto: Kosten, Förderung & Ablauf 2026
VL in ETFs anlegen bedeutet, vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers nicht in einen klassischen Bauspar- oder Banksparvertrag, sondern in einen VL-fähigen ETF-Sparplan fließen zu lassen. Bei finvesto (FNZ Bank SE) ist das mit rund 800 VL-fähigen ETFs möglich. Dieser Ratgeber erklärt den Ablauf, die aktuellen Kosten, die Arbeitnehmersparzulage, die siebenjährige VL-Laufzeit und die wichtigsten Risiken.
Kurzantwort: Wer seine VL in ETFs anlegen möchte, eröffnet bei finvesto ein Depot mit VL-Vertrag, wählt einen VL-fähigen ETF und gibt die anschließend erhaltenen Zahlungsdaten an den Arbeitgeber weiter. Der Arbeitgeber überweist die vermögenswirksamen Leistungen direkt in den VL-Sparplan. Für einen reinen VL-Vertrag nennt finvesto 2026 ein Vertragsentgelt von 12 € pro Jahr; für ETF-Transaktionen fallen regulär 0,20 % des Transaktionsvolumens an. Je nach zu versteuerndem Einkommen kann zusätzlich die Arbeitnehmersparzulage von bis zu 80 € pro Jahr möglich sein.
finvesto VL-ETF-Sparen auf einen Blick
| Prinzip | vermögenswirksame Leistungen in einen VL-fähigen ETF-Sparplan investieren |
| Anbieter / Depotbank | finvesto / FNZ Bank SE |
| VL-Vertragsentgelt | 12 € pro Jahr bei einem Depot mit einem VL-Vertrag (Stand 2026) |
| ETF-Transaktionsentgelt | regulär 0,20 % des Transaktionsvolumens |
| ETF-Auswahl | rund 800 VL-fähige ETFs laut finvesto |
| Arbeitgeberleistung | je nach Arbeits-/Tarifvertrag; häufig bis zu 40 € monatlich |
| Laufzeit | regelmäßig 6 Jahre Einzahlung plus maximal 1 Ruhejahr |
| Arbeitnehmersparzulage | 20 % auf bis zu 400 € förderfähige VL pro Jahr = bis zu 80 € jährlich |
| Einkommensgrenze | 40.000 € zu versteuerndes Einkommen; 80.000 € bei Zusammenveranlagung |
Risikohinweis: Ein VL-ETF-Sparplan investiert in Wertpapiere und unterliegt Kursschwankungen. Verluste sind möglich – auch am Ende der Sperrfrist. Eine bestimmte Rendite ist nicht garantiert; vergangene Wertentwicklungen erlauben keine verlässliche Prognose. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ist keine Anlageberatung.
VL in ETFs anlegen: So funktioniert es bei finvesto
Der Ablauf ist einfacher als der Begriff „vermögenswirksame Leistungen“ vermuten lässt. Wichtig ist, dass die VL nicht zuerst auf Ihr Girokonto überwiesen werden. Der Arbeitgeber zahlt direkt in den dafür eingerichteten VL-Vertrag ein.
- VL-Anspruch prüfen: Fragen Sie Arbeitgeber, Personalabteilung oder Betriebsrat, ob und in welcher Höhe vermögenswirksame Leistungen gezahlt werden. Die Höhe kann je nach Tarif- oder Arbeitsvertrag unterschiedlich sein.
- VL-Depot eröffnen: Bei finvesto wird ein Depot mit VL-Vertrag eröffnet.
- VL-fähigen ETF auswählen: Nicht jeder ETF ist für vermögenswirksame Leistungen zugelassen. finvesto weist die VL-fähigen Produkte in der Fondssuche aus.
- Arbeitgeber informieren: Nach der Eröffnung stellt finvesto die Zahlungsinformationen für den VL-Vertrag bereit. Diese geben Sie an den Arbeitgeber weiter.
- VL-Sparplan besparen: Der Arbeitgeber überweist die monatlichen Beiträge. Zahlt er weniger als den gewünschten Betrag, kann je nach Gestaltung eine Aufstockung aus dem eigenen Nettoentgelt sinnvoll beziehungsweise möglich sein.
- Sperrfrist beachten: Typischerweise wird sechs Jahre eingezahlt; anschließend folgt höchstens ein Ruhejahr. Danach kann über das angesparte Vermögen grundsätzlich frei verfügt werden.
Was sind vermögenswirksame Leistungen?
Vermögenswirksame Leistungen, kurz VL oder teilweise VwL geschrieben, sind Zahlungen zum Vermögensaufbau. Viele Arbeitgeber leisten sie aufgrund eines Tarifvertrags, einer Betriebsvereinbarung oder einer einzelvertraglichen Regelung. Die Höhe ist nicht für alle Beschäftigten gleich; finvesto nennt je nach Branche und Region Beträge zwischen 6,65 € und 40 € pro Monat.
Die VL können in unterschiedliche Anlageformen fließen. Dazu zählen unter anderem Bausparverträge und bestimmte Fonds- beziehungsweise ETF-Sparpläne. Wer vermögenswirksame Leistungen in ETFs investiert, nimmt an der Wertentwicklung der enthaltenen Wertpapiere teil. Das eröffnet Renditechancen, bringt aber anders als eine feste Verzinsung auch Markt- und Kursrisiken mit sich.
Warum finvesto für einen VL-ETF-Sparplan?
finvesto gehört zu den etablierten Anbietern, bei denen sich VL in ETFs anlegen lassen. Das Depot wird bei der FNZ Bank SE geführt. Nach Angaben von finvesto stehen rund 800 VL-fähige ETFs zur Auswahl. Damit ist die Auswahl deutlich größer als bei einem Anbieter, der nur wenige vorgegebene VL-Fonds anbietet.
ETF-Anteile werden im Depot verwahrt; das Fondsvermögen eines ETF ist rechtlich vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt. Das schützt jedoch nicht vor Kursverlusten. Entscheidend bleibt, welchen ETF Sie auswählen, wie breit dieser streut und wie sich die zugrunde liegenden Märkte während der VL-Laufzeit entwickeln.
finvesto VL Kosten 2026: Was kostet das VL-Depot?
Bei einer VL-Anlage sollte nicht nur auf die erwartete Rendite geschaut werden. Gerade bei kleinen monatlichen Sparraten wirken feste und prozentuale Kosten relativ stark. Für das finvesto VL-Depot sind 2026 insbesondere folgende Entgelte relevant:
| Kostenpunkt | Stand 2026 | Einordnung |
|---|---|---|
| VL-Vertragsentgelt | 12 € pro Jahr | für ein Depot mit einem VL-Vertrag |
| ETF-Transaktionsentgelt | 0,20 % | regulär bezogen auf das Transaktionsvolumen |
| ETF-Produktkosten | je ETF unterschiedlich | laufende Fondskosten werden im Fondsvermögen berücksichtigt |
| Steuern | individuell | abhängig von Erträgen, Freistellungsauftrag und persönlicher Steuersituation |
Die frühere Angabe von 10 € jährlich ist für 2026 überholt. finvesto weist aktuell 12 € pro Jahr für einen VL-Vertrag aus. Zusätzlich beträgt das reguläre ETF-Transaktionsentgelt 0,20 % des Transaktionsvolumens. Aktionen können zeitweise abweichende Konditionen bieten; maßgeblich ist deshalb immer das bei Vertragsabschluss beziehungsweise Ausführung gültige Preis- und Leistungsverzeichnis.
Arbeitnehmersparzulage bei VL mit ETF: bis zu 80 € im Jahr
Die staatliche Arbeitnehmersparzulage kann einen VL-ETF-Sparplan zusätzlich interessant machen. Für förderfähiges Beteiligungssparen beträgt die Zulage nach geltendem Recht 20 % auf höchstens 400 € vermögenswirksame Leistungen pro Kalenderjahr. Daraus ergeben sich maximal 80 € Arbeitnehmersparzulage pro Jahr.
Die Einkommensgrenze liegt bei 40.000 € zu versteuerndem Einkommen für Alleinstehende beziehungsweise 80.000 € bei Zusammenveranlagung. Entscheidend ist ausdrücklich das zu versteuernde Einkommen und nicht einfach das Bruttogehalt. Wer oberhalb dieser Grenze liegt, kann einen VL-ETF-Sparplan dennoch nutzen, erhält aber für das betreffende Jahr keine Arbeitnehmersparzulage.
Beispiel: Fließen 40 € pro Monat in den VL-Vertrag, sind das 480 € im Jahr. Für die Arbeitnehmersparzulage werden beim Beteiligungssparen höchstens 400 € berücksichtigt. 20 % davon ergeben maximal 80 € Förderung pro Jahr – sofern die persönlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
Welche ETFs eignen sich für vermögenswirksame Leistungen?
Für einen VL-Sparplan kommen nur ETFs infrage, die beim jeweiligen Anbieter als VL-fähig geführt werden. Bei finvesto sind das nach aktueller Anbieterangabe rund 800 ETFs. Die bloße VL-Fähigkeit sagt jedoch nichts darüber aus, ob ein ETF zu Ihrem persönlichen Anlageziel oder Ihrer Risikotoleranz passt.
Beim Vergleich können insbesondere Index, regionale Streuung, Anzahl der enthaltenen Unternehmen, laufende Fondskosten, Replikationsmethode und Ausschüttungsart relevant sein. Breite Weltindizes streuen über viele Unternehmen und Länder; Branchen- oder Themen-ETFs konzentrieren das Risiko stärker. Für eine siebenjährige Sperrfrist sollte außerdem bedacht werden, dass Aktienmärkte auch über mehrere Jahre schwach laufen können.
VL in ETF oder Bausparvertrag: Wo liegen die Unterschiede?
| VL mit ETF | VL mit Bausparvertrag |
|---|---|
| Teilnahme an der Entwicklung der Kapitalmärkte | vertraglich festgelegte Konditionen und wohnwirtschaftlicher Bezug möglich |
| höhere Renditechance, aber Kursverluste möglich | geringere Marktschwankungen, dafür häufig begrenzte Renditechance |
| Auswahl eines VL-fähigen ETF erforderlich | Bauspartarif und Kostenstruktur entscheidend |
| Arbeitnehmersparzulage für Beteiligungssparen unter Voraussetzungen möglich | eigene Förderregeln und Voraussetzungen |
Ein pauschales „ETF ist immer besser“ wäre unseriös. Wer einen Immobilienwunsch verfolgt, kann mit einem Bausparvertrag andere Ziele haben als jemand, der seine VL in einen ETF-Sparplan investieren möchte. Für die Entscheidung zählen Anlageziel, Kosten, Förderfähigkeit, Risikobereitschaft und die konkrete Vertragsgestaltung.
Welche Risiken hat ein VL-ETF-Sparplan?
Der zentrale Nachteil ist das Kursrisiko. Ein ETF kann zum Ende der Sperrfrist weniger wert sein als die Summe der eingezahlten Beiträge. Das gilt besonders für konzentrierte Aktien-, Branchen- oder Themen-ETFs. Auch ein breit gestreuter Welt-ETF garantiert nach sieben Jahren keinen Gewinn.
Hinzu kommen Kosten, steuerliche Aspekte und die eingeschränkte Verfügbarkeit während der Sperrfrist. Wer das Geld zu einem exakt festgelegten Zeitpunkt benötigt, sollte berücksichtigen, dass der Kapitalmarkt gerade dann schwach stehen kann. Eine mögliche Strategie nach Ablauf der Sperrfrist ist, die Anteile nicht automatisch zu verkaufen, sondern die weitere Marktsituation und den eigenen Finanzbedarf zu berücksichtigen.
Was passiert nach sieben Jahren mit dem VL-ETF?
Bei der klassischen VL-Laufzeit wird sechs Jahre eingezahlt und anschließend bis zu ein Jahr geruht. Danach kann das angesparte Vermögen grundsätzlich frei verfügbar werden. Sie müssen die ETF-Anteile nicht zwangsläufig verkaufen. Je nach Depot- und Vertragsgestaltung können sie weiter gehalten, übertragen oder veräußert werden.
Wer erneut VL in ETFs anlegen möchte, kann rechtzeitig vor Ende der laufenden Periode prüfen, wie der nächste VL-Vertrag eingerichtet werden soll. Dadurch lässt sich vermeiden, dass Arbeitgeberzahlungen unnötig unterbrochen werden.
Vorteile und Nachteile von finvesto VL-ETF-Sparen
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| rund 800 VL-fähige ETFs laut finvesto | 12 € jährliches VL-Vertragsentgelt |
| Arbeitgeber-VL können am Kapitalmarkt investiert werden | regulär 0,20 % ETF-Transaktionsentgelt |
| Arbeitnehmersparzulage von bis zu 80 € jährlich möglich | Kursrisiko und keine garantierte Rendite |
| breite Auswahl verschiedener ETF-Kategorien | Kapital während der Sperrfrist nur eingeschränkt verfügbar |
| Anteile können nach der Sperrfrist grundsätzlich weiter investiert bleiben | Steuern und ETF-Produktkosten zusätzlich beachten |
Häufige Fragen zu VL, ETFs und finvesto
Kann ich meine VL in ETFs anlegen?
Ja. Vermögenswirksame Leistungen können über einen dafür vorgesehenen VL-ETF-Sparplan investiert werden. Bei finvesto stehen nach eigener Angabe rund 800 VL-fähige ETFs zur Auswahl.
Was kostet ein VL-Depot bei finvesto 2026?
Für ein Depot mit einem VL-Vertrag nennt finvesto 2026 ein VL-Vertragsentgelt von 12 € pro Jahr. Für ETF-Transaktionen fällt regulär ein Entgelt von 0,20 % des Transaktionsvolumens an. Produktkosten des gewählten ETF kommen hinzu.
Wie hoch sind vermögenswirksame Leistungen vom Arbeitgeber?
Die Höhe hängt vom Arbeits- oder Tarifvertrag ab. finvesto nennt je nach Branche und Region Beträge zwischen 6,65 € und 40 € monatlich. Ob Sie Anspruch haben, sollten Sie direkt beim Arbeitgeber prüfen.
Wie hoch ist die Arbeitnehmersparzulage bei einem VL-ETF?
Beim förderfähigen Beteiligungssparen beträgt sie 20 % auf maximal 400 € VL pro Jahr, also bis zu 80 € jährlich. Die Einkommensgrenze liegt bei 40.000 € zu versteuerndem Einkommen beziehungsweise 80.000 € bei Zusammenveranlagung.
Wie lange läuft ein VL-ETF-Sparplan?
Typischerweise wird sechs Jahre eingezahlt. Danach folgt höchstens ein Ruhejahr, sodass nach sieben Jahren grundsätzlich frei über das Vermögen verfügt werden kann.
Kann ich einen MSCI-World-ETF mit VL besparen?
Das hängt vom konkreten ETF und der VL-Freigabe des Anbieters ab. finvesto führt mehrere VL-fähige ETFs auf breite Weltindizes. Entscheidend ist die aktuelle Kennzeichnung in der Fondssuche.
Sind ETF-Anteile im finvesto Depot Sondervermögen?
Das Vermögen eines Investmentfonds beziehungsweise ETF ist grundsätzlich vom Vermögen der Kapitalverwaltungsgesellschaft getrennt. Diese rechtliche Trennung schützt jedoch nicht vor Wertverlusten des ETF.
Was passiert mit dem VL-ETF nach Ablauf der Sperrfrist?
Nach Ende der Sperrfrist kann grundsätzlich über die Anteile verfügt werden. Je nach Vertrags- und Depotgestaltung können sie weiter gehalten, übertragen oder verkauft werden.
Fazit: Für wen kann es sinnvoll sein, VL in ETFs anzulegen?
VL in ETFs anlegen kann für Beschäftigte interessant sein, die vermögenswirksame Leistungen langfristig am Kapitalmarkt investieren möchten und Kursschwankungen akzeptieren. finvesto bietet dafür eine große Auswahl VL-fähiger ETFs, einen klar ausgewiesenen VL-Vertrag und eine direkte Abwicklung der Arbeitgeberzahlungen.
Entscheidend sind die Kosten und die eigene Risikotoleranz: 2026 kostet der reine VL-Vertrag 12 € pro Jahr, hinzu kommen regulär 0,20 % ETF-Transaktionsentgelt sowie die laufenden Kosten des gewählten ETF. Wer die Voraussetzungen erfüllt, kann zusätzlich bis zu 80 € Arbeitnehmersparzulage im Jahr erhalten. Vor Abschluss sollten deshalb ETF-Auswahl, Förderfähigkeit, Kosten und Sperrfrist gemeinsam betrachtet werden.
Passend dazu weiterlesen
Welcher ETF zu einem VL-Sparplan passt, hängt unter anderem von Streuung, Kosten und Index ab. Der Ratgeber zum ETF-Screener zeigt, wie sich Fonds systematisch filtern und vergleichen lassen.
Wer neben den vermögenswirksamen Leistungen zusätzlich frei in Fonds oder ETFs investieren möchte, findet im Beitrag finvesto Depot: Fonds & ETFs bei der FNZ Bank die Konditionen des regulären Depots im Überblick.
Eine stärker automatisierte Alternative zur eigenen ETF-Auswahl behandelt der Ratgeber fintego Erfahrungen & Test 2026. Dort geht es um das Managed Depot der FNZ Bank und die automatisierte Portfolioverwaltung.
Quellen und Stand
Konditionen und Produktauswahl wurden am 20.08.2026 anhand der aktuellen Angaben von finvesto/FNZ geprüft. Gesetzliche Angaben zur Arbeitnehmersparzulage beruhen auf § 13 des Fünften Vermögensbildungsgesetzes. Konditionen und Produktangebot können sich ändern; maßgeblich sind die beim Anbieter und im Gesetz veröffentlichten aktuellen Angaben.
Über den Autor: Michael Radtke schreibt auf alarm.de verständlich über Finanzen & Kredit, digitale Sicherheit und Krypto. Alle Beiträge des Autors ansehen →