Geld für Kinder anlegen: das quirion Kinderdepot im Test 2026
Bild: KI-generiert
Geschrieben von Michael Radtke · Zuletzt aktualisiert: 24. August 2026

Geld für Kinder anlegen: das quirion Kinderdepot im Test 2026

Der Führerschein steht an, das Studium beginnt, die erste eigene Wohnung will eingerichtet werden – und plötzlich soll eine Summe da sein, die man in achtzehn Jahren hätte ansparen können. Genau hier trennt sich das Sparbuch vom Kinderdepot. Wer Geld für Kinder anlegen möchte, hat zwei starke Hebel auf seiner Seite: einen sehr langen Anlagehorizont und die eigenen Steuerfreibeträge des Kindes. Dieser Ratgeber zeigt, wie das Kinderdepot von quirion funktioniert, wie ein Kindersparplan mit ETFs aufgebaut ist, was er kostet, welche steuerlichen Vorteile ein Depot auf den Namen des Kindes bringt – und wo die Grenzen liegen.

Das quirion Kinderdepot auf einen Blick

ProduktKindersparplan / Junior-Depot – ETF-Vermögensverwaltung für Kinder
AnbieterVermögensverwaltung: quirion AG, Berlin – Konto- und Depotführung: Quirin Privatbank AG (Muttergesellschaft), BaFin-lizenziert
Depotinhaberdas Kind – verwaltet von den Eltern bis zur Volljährigkeit
EinstiegSparplan oder Einmalanlage, keine feste Mindestanlage
Kostenpauschale Servicegebühr plus die im Fondspreis enthaltenen ETF-Kosten – aktuelle Höhe beim Anbieter
Anlagebreit gestreutes, weltweites ETF-Portfolio mit automatischem Rebalancing
Steuervorteileigener Sparerpauschbetrag des Kindes (1.000 € pro Jahr)
SicherheitDas Fondsvermögen ist als Sondervermögen vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt; die im Depot verwahrten Fondsanteile fallen NICHT unter die Einlagensicherung. Bankguthaben auf dem Verrechnungskonto ist davon getrennt zu betrachten und über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € je Einleger und Institut geschützt
Mitspareneigenes Verrechnungskonto mit eigener IBAN – Großeltern und Paten können direkt einzahlen
Übergangmit dem 18. Geburtstag geht die Verfügungsmacht auf das Kind über

Risikohinweis: Die Anlage in Wertpapiere ist mit Risiken verbunden. Kurse schwanken, Verluste bis hin zum Totalverlust sind möglich; historische Wertentwicklungen sind keine Garantie für die Zukunft. Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und keine Anlage- oder Steuerberatung.

Ein besonders wichtiger Faktor beim Sparen für Kinder ist der Startzeitpunkt. Ein späterer Start lässt sich grundsätzlich durch höhere Einzahlungen ausgleichen – er verlangt dann aber eine entsprechend höhere Sparleistung und verkürzt die Zeit, in der wiederangelegte Erträge wirken können. Wer heute beginnt, kann die Rate jederzeit anpassen, pausieren oder erhöhen. Wer wartet, verschenkt genau den Vorteil, der ein Kinderdepot überhaupt erst attraktiv macht.

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Kinderdepot direkt bei quirion eröffnen

Die Eröffnung läuft online über die Eltern beziehungsweise die gesetzlichen Vertreter. Angelegt wird auf den Namen des Kindes, verwaltet wird bis zur Volljährigkeit von den Eltern.

Jetzt quirion Kinderdepot eröffnenVermögensverwaltung durch die quirion AG, Konto- und Depotführung durch die Quirin Privatbank AG – Konditionen direkt beim Anbieter prüfen

Warum sich frühes Sparen fürs Kind lohnt

Ein besonders wichtiger Faktor beim Vermögensaufbau ist die Zeit. Wer schon ab der Geburt für sein Kind spart, hat bis zur Volljährigkeit rund achtzehn Jahre. Ein solcher Zeitraum kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen, vorübergehende Kursrückgänge aussitzen zu können – garantiert sind weder eine Erholung noch ein Gewinn. Klassische Sparbücher und Kinder-Tagesgeldkonten bieten dabei typischerweise geringere langfristige Renditechancen als Aktienanlagen, dafür aber kein Börsenkursrisiko. Ein breit gestreuter ETF-Sparplan setzt umgekehrt auf die langfristigen Renditechancen der weltweiten Aktienmärkte – bei entsprechend höherem Schwankungsrisiko.

Der Unterschied wird erst über die Jahre sichtbar. In den ersten Jahren sieht ein Kindersparplan unspektakulär aus: Was im Depot steht, entspricht ungefähr dem, was eingezahlt wurde. Mit zunehmender Laufzeit kann die Bedeutung wiederangelegter Erträge wachsen, weil auch diese Erträge wieder investiert werden. Ob und wann die Erträge die Einzahlungen übersteigen, hängt von Sparrate, Rendite, Kosten und der tatsächlichen Marktentwicklung ab und lässt sich nicht vorhersagen. Der lange Zeitraum ist deshalb kein Renditeversprechen, aber der Faktor, den Eltern am ehesten selbst in der Hand haben.

Dazu kommt ein psychologischer Effekt, den viele Eltern unterschätzen: Ein automatischer Sparplan läuft, ohne dass man jeden Monat eine Entscheidung treffen muss. Kein Termin, keine Order, keine Diskussion mit sich selbst, ob dieser Monat gerade passt. Ein automatisierter Sparplan kann helfen, die gewählte Sparstrategie über lange Zeit konsequent durchzuhalten.

Was ist das quirion Kinderdepot?

Das Kinderdepot – je nach Anbieter auch Junior-Depot, Juniordepot, U18-Depot oder Kindersparplan genannt – wird auf den Namen des Kindes eröffnet. Das Vermögen gehört damit rechtlich dem Kind. Bis zum 18. Geburtstag verwalten die Eltern beziehungsweise gesetzlichen Vertreter das Depot treuhänderisch: Sie dürfen ein- und auszahlen, aber nur zum Wohl des Kindes, nicht für eigene Zwecke. Mit der Volljährigkeit geht die Verfügungsmacht auf das Kind über, und das Depot wird in ein normales Einzeldepot umgewandelt.

Der Unterschied zu einem selbst zusammengestellten ETF-Sparplan liegt in der Verwaltung. Statt eines einzelnen ETFs investiert quirion in ein komplettes, professionell zusammengestelltes ETF-Portfolio. Die Auswahl der Fonds, die Aufteilung zwischen Aktien und Anleihen und die regelmäßige Anpassung übernimmt der Anbieter. Eltern müssen also weder ETFs vergleichen noch einzelne Umschichtungen veranlassen. Sie legen Sparrate und Risikoprofil fest; prüfen müssen sie aber weiterhin gelegentlich, ob Sparrate, Anlageziel, Risikoprofil und der geplante Verwendungszeitpunkt noch zur eigenen Situation passen.

Damit ist das quirion Kinderdepot eine digitale Vermögensverwaltung für Kinder, kein Selbstbaukasten. Wer die volle Kontrolle über jeden einzelnen Fonds behalten will, ist bei einem klassischen Direktdepot besser aufgehoben. Wer möchte, dass die laufende Verwaltung eines Kindersparplans über viele Jahre abgenommen wird, bekommt hier genau das – die grundsätzlichen Entscheidungen bleiben bei den Eltern.

Der Steuervorteil: der oft übersehene Hebel

Weil das Depot auf den Namen des Kindes läuft, greifen auch die Steuerfreibeträge des Kindes. Jedes Kind hat einen eigenen Sparerpauschbetrag von aktuell 1.000 € pro Jahr – Kapitalerträge bleiben bis zu dieser Grenze steuerfrei. Der Sparerpauschbetrag besteht unabhängig vom Freistellungsauftrag. Ohne ausreichenden Freistellungsauftrag für das Depot des Kindes kann allerdings zunächst Kapitalertragsteuer einbehalten werden, die sich gegebenenfalls später über die Steuererklärung zurückholen lässt.

Wer höhere Erträge erwartet, kann beim Finanzamt eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung (NV-Bescheinigung) beantragen. Sie schafft keinen zusätzlichen Freibetrag, sondern dient dazu, den Steuerabzug zu vermeiden, wenn voraussichtlich keine Einkommensteuer entsteht. Das ist besonders attraktiv, wenn Eltern ihren eigenen Sparerpauschbetrag bereits ausgeschöpft haben: Erträge, die im eigenen Depot voll besteuert würden, bleiben im Depot des Kindes gegebenenfalls unbelastet. Der steuerliche Vorteil kann sich über einen langen Anlagezeitraum entsprechend summieren.

Der Steuervorteil ist allerdings kein Automatismus, sondern hängt am Einzelfall. Wichtig sind vor allem drei Punkte: Das Depot muss wirklich auf den Namen des Kindes laufen, das eingezahlte Geld muss dem Kind endgültig zugewendet sein, und die Erträge müssen dem Kind zuzurechnen sein. Wer größere Summen überträgt, sollte die schenkungsteuerlichen Folgen im Blick behalten – dafür gibt es Freibeträge, deren Höhe vom Verwandtschaftsverhältnis abhängt. Wichtig: Die steuerliche Behandlung hängt vom Einzelfall ab, das ersetzt keine Steuerberatung.

Kosten im Überblick

Bei quirion wird für die Vermögensverwaltung eine laufende Gebühr erhoben; einzelne Wertpapierausführungen werden dem Kunden nicht separat berechnet. Das macht die Kostenseite planbar. Dazu kommen die Kosten der ETFs selbst, die nicht separat abgebucht werden, sondern bereits im Fondspreis stecken.

PostenWas dahintersteckt
Servicegebührlaufende Gebühr auf das angelegte Vermögen, deckt Verwaltung, Auswahl der ETFs und Rebalancing ab
ETF-Produktkosten (TER)im Fondspreis enthalten, wird nicht separat abgebucht
Depotführung und Orderkostenim Servicepaket enthalten, keine Einzelabrechnung je Kauf oder Sparplanausführung
Mindestanlage und Sparratekeine feste Mindestanlage; der Kindersparplan ist schon mit kleinen Monatsbeträgen möglich und jederzeit änderbar

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Angaben des Anbieters. Kosten, Pakete und Bedingungen können sich ändern; maßgeblich sind die aktuellen Angaben bei quirion. Die tagesaktuellen und verbindlichen Konditionen finden Sie direkt beim Anbieter.

Für die Beurteilung der Kosten zählt beim Kinderdepot vor allem eines: Die Gebühr wirkt über einen sehr langen Zeitraum. Ein Prozentpunkt mehr oder weniger fällt bei einem Sparplan über achtzehn Jahre deutlich stärker ins Gewicht als bei einer Anlage über zwei Jahre. Deshalb lohnt der Blick auf die Gesamtkostenquote aus Servicegebühr und ETF-Kosten – und nicht nur auf einen einzelnen Posten.

Wie wird das Geld angelegt?

quirion investiert das Geld in ein weltweit gestreutes ETF-Portfolio aus Aktien und – je nach Risikoprofil – Anleihen. Über die Aufteilung zwischen Aktien und Anleihen lässt sich das Risiko passend zum Anlageziel und zur Restlaufzeit bis zur Volljährigkeit skalieren. Ein Team wählt die ETFs aus und passt sie bei Bedarf ohne Zusatzkosten an; per Rebalancing wird die ursprüngliche Gewichtung regelmäßig wiederhergestellt. So müssen Eltern keine ETFs selbst auswählen und kein Rebalancing selbst durchführen.

Was steckt hinter dem Rebalancing? Steigen die Aktien stark, wächst ihr Anteil im Depot über die geplante Quote hinaus – das Depot wird also riskanter, ohne dass jemand eine Entscheidung getroffen hätte. Beim Rebalancing wird die geplante Aufteilung wiederhergestellt, indem neues Geld in den zurückgebliebenen Teil fließt oder umgeschichtet wird. Für ein Kinderdepot ist das besonders praktisch: Über achtzehn Jahre würde sich die Aufteilung sonst völlig verschieben.

Beim Risikoprofil spielt der Zeitraum bis zur geplanten Verwendung eine große Rolle, er ist aber nicht das einzige Kriterium. Wie viel Schwankung tragbar ist, hängt daneben von der Risikotragfähigkeit, der finanziellen Gesamtsituation und davon ab, wie fest der Verwendungszeitpunkt schon steht. Ist ein konkreter Auszahlungstermin absehbar, kann es eine mögliche Strategie sein, das Risiko in den letzten Jahren schrittweise zu senken – sonst entscheidet der Kursstand eines einzelnen Jahres mit darüber, wie viel am Ende zur Verfügung steht. Eine allgemeingültige Quote lässt sich daraus nicht ableiten.

Wie viel sollte man monatlich für ein Kind sparen?

Eine pauschal richtige Sparrate gibt es nicht – aber eine gute Reihenfolge. Zuerst sollte der eigene Notgroschen stehen, danach die eigene Altersvorsorge, und erst dann das Kinderdepot. Der Grund: Für die Ausbildung eines Kindes gibt es später weitere Wege wie BAföG, Nebenjob oder Kredit. Lücken in der eigenen Altersvorsorge lassen sich dagegen mit zunehmendem Alter meist schwerer und nur mit entsprechend höheren Sparleistungen schließen. Wer die eigene Vorsorge zugunsten des Kinderdepots zurückstellt, kann dadurch später selbst auf Unterstützung angewiesen sein.

Sinnvoll ist eine Rate, die auch in einem schlechten Jahr durchgehalten werden kann. Lieber ein kleinerer Betrag über achtzehn Jahre als ein großer, der nach drei Jahren gestrichen wird. Zusätzlich lassen sich Einmalzahlungen einstreuen: Geldgeschenke zur Geburt, Taufe, Einschulung oder zum Geburtstag landen direkt im Depot, statt auf dem Girokonto zu versickern.

Ein zweiter Punkt, den viele übersehen: Das Kindergeld kann als Orientierung für die Sparrate dienen. Wer finanziell genügend Spielraum hat, kann beispielsweise einen festen Teil des Kindergelds für den Kindersparplan einplanen.

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Sparrate festlegen und Kindersparplan starten

Sparrate, Risikoprofil und Anlagehorizont werden bei der Eröffnung festgelegt und lassen sich später anpassen. Wer klein anfangen möchte, kann die Rate später jederzeit erhöhen.

Jetzt Kindersparplan bei quirion einrichtenDepot auf den Namen des Kindes, verwaltet von den Eltern bis zur Volljährigkeit

Kinderdepot eröffnen: Schritt für Schritt

Die Eröffnung eines Junior-Depots unterscheidet sich in einem Punkt von einem normalen Depot: Es handeln nicht die Inhaber selbst, sondern die gesetzlichen Vertreter für sie. Dadurch werden mehr Unterlagen gebraucht – der Ablauf bleibt aber überschaubar.

  1. Unterlagen bereitlegen. quirion nennt für das Kinderdepot die Legitimation der gesetzlichen Vertreter und die Geburtsurkunde des Kindes. Die Steuer-Identifikationsnummer des Kindes kann zusätzlich erforderlich werden.
  2. Antrag online ausfüllen. Depotinhaber ist das Kind, Antragsteller sind die Eltern beziehungsweise gesetzlichen Vertreter. Sind beide Elternteile sorgeberechtigt, müssen in der Regel auch beide zustimmen.
  3. Anlageziel und Risikoprofil festlegen. Hier wird entschieden, wie hoch der Aktienanteil ausfällt und über welchen Zeitraum angelegt werden soll.
  4. Identität bestätigen. Die Legitimation der gesetzlichen Vertreter erfolgt über das Verfahren, das der Anbieter im Eröffnungsprozess vorgibt; die Eröffnung läuft bei quirion digital.
  5. Sparplan einrichten oder Einmalanlage überweisen. Der Betrag geht auf das Verrechnungskonto des Kinderdepots und wird von dort investiert.
  6. Freistellungsauftrag prüfen. Damit nicht zunächst Kapitalertragsteuer einbehalten wird, obwohl dem Kind ein Freibetrag zusteht: Nach der Eröffnung sollte geprüft werden, ob ein Freistellungsauftrag im Kundenkonto hinterlegt werden soll.
  7. IBAN weitergeben. Wer möchte, dass Großeltern oder Paten mitsparen, gibt ihnen die IBAN des Verrechnungskontos – dann fließen Geldgeschenke direkt in die Anlage.

Mitsparen: Großeltern, Paten und Geldgeschenke

Jedes Kinderdepot hat ein eigenes Verrechnungskonto mit eigener IBAN. Dadurch können auch Großeltern, Paten oder Verwandte auf den Sparplan einzahlen – etwa Geldgeschenke zu Geburt, Taufe oder Geburtstag fließen direkt in die Geldanlage. quirion stellt dafür sogar eine Sparplan-Geschenkurkunde zum Ausdrucken bereit. So wird der Vermögensaufbau zum Familienprojekt.

Praktisch ist das vor allem, weil Geldgeschenke sonst gern auf dem Girokonto der Eltern hängen bleiben und dort im Alltag aufgehen. Eine eigene IBAN macht aus dem Umschlag zum Geburtstag einen Beitrag zum Depot, ohne dass jemand aktiv umbuchen muss. Für Großeltern, die ohnehin regelmäßig etwas zuschießen, lässt sich daraus ein zweiter Dauerauftrag machen.

Zwei Punkte sollte man dabei kennen. Erstens: Was auf das Depot des Kindes fließt, gehört dem Kind – auch wenn es von den Großeltern kommt. Zweitens: Größere Zuwendungen sind Schenkungen, für die je nach Verwandtschaftsverhältnis unterschiedliche Freibeträge gelten. Bei nennenswerten Beträgen lohnt sich ein Gespräch mit dem Steuerberater, bevor das Geld fließt.

Auf den Namen des Kindes oder auf den eigenen?

Das ist die wichtigste Grundsatzfrage beim Sparen für Kinder – und sie wird oft zu schnell beantwortet. Ein Depot auf den Namen des Kindes bringt den Steuervorteil, kostet aber Kontrolle. Ein Depot auf den eigenen Namen behält die Kontrolle, verzichtet aber auf die Freibeträge des Kindes.

Depot auf den Namen des KindesDepot auf den eigenen Namen
Eigener Sparerpauschbetrag des Kindes, NV-Bescheinigung möglichErträge laufen über den eigenen Sparerpauschbetrag, der oft schon ausgeschöpft ist
Vermögen gehört rechtlich dem Kind und ist zweckgebunden zu dessen WohlVolle Verfügungsgewalt bleibt bei den Eltern, Verwendung frei entscheidbar
Mit 18 erhält das Kind automatisch den ZugriffÜbertragung erfolgt freiwillig zu einem selbst gewählten Zeitpunkt
Kann später als Vermögen des Kindes angerechnet werden, etwa beim BAföGZählt als Vermögen der Eltern und nicht des Kindes
Großeltern und Paten können gezielt für das Kind einzahlenZuwendungen Dritter landen im Elternvermögen

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Eine dritte Variante wird häufig übersehen: beides kombinieren. Ein Teil läuft auf den Namen des Kindes und nutzt dessen Freibeträge, ein weiterer Teil bleibt im eigenen Depot und dient als Reserve, über die man später frei entscheiden kann. Diese Aufteilung ist besonders dann sinnvoll, wenn man sich beim Thema Kontrolle und Zeitpunkt der Übergabe nicht festlegen möchte.

Vorteile & Nachteile

VorteileNachteile
Sehr langer Anlagehorizont nutzt den ZinseszinseffektKursrisiko wie bei jeder Aktienanlage – Verluste möglich
Steuervorteil durch eigene Freibeträge des KindesVermögen gehört dem Kind – Eltern können es nicht für sich nutzen
Breit gestreut und automatisch verwaltet, geringer eigener VerwaltungsaufwandKann später bei BAföG als Vermögen des Kindes angerechnet werden
Großeltern & Verwandte können über eine eigene IBAN mitsparenKeine staatlich geförderte Vorsorge (kein Riester-Ersatz)
Sparrate jederzeit anpassbar, pausierbar und ohne feste LaufzeitLaufende Gebühr der Vermögensverwaltung fällt über die gesamte Laufzeit an
Automatisches Rebalancing hält die geplante Aufteilung stabilKeine freie Auswahl einzelner ETFs oder Einzelaktien

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Kinderdepot, BAföG und andere Nebenwirkungen

Ein Depot auf den Namen des Kindes ist Vermögen des Kindes – und das kann später an Stellen auftauchen, an die man beim Sparplan nicht denkt. Der bekannteste Fall ist das BAföG: Beim Antrag wird eigenes Vermögen der Studierenden berücksichtigt. Ein gut gefülltes Kinderdepot kann den Anspruch also mindern oder entfallen lassen. Das ist kein Argument gegen das Kinderdepot, aber ein Grund, die Größenordnung im Blick zu behalten.

Ähnlich verhält es sich mit eigenen Einkünften des Kindes. Kapitalerträge sind Einkünfte, und Einkünfte können unter anderem für die beitragsfreie Familienversicherung eine Rolle spielen. Die maßgeblichen Grenzen ändern sich regelmäßig – wer größere Beträge anlegt, klärt das am besten direkt mit der Krankenkasse und dem Steuerberater, statt sich auf Faustregeln aus dem Internet zu verlassen.

Und schließlich der Punkt, der am häufigsten unterschätzt wird: Das Geld ist zweckgebunden. Wer als Elternteil in eine finanzielle Notlage gerät, darf nicht einfach auf das Depot des Kindes zugreifen. Genau deshalb gehören Notgroschen und eigene Vorsorge vor das Kinderdepot – und nicht danach.

Kinderdepot, Sparbuch, Tagesgeld oder Ausbildungsversicherung?

Für kurzfristige Ziele ist ein Aktiendepot der falsche Ort. Geld, das in ein bis drei Jahren gebraucht wird – etwa für den Führerschein oder eine geplante Anschaffung –, gehört auf ein verzinstes Konto, nicht in ein schwankendes Portfolio. Ein Kinder-Tagesgeldkonto ist dafür schlicht das passendere Werkzeug, auch wenn der Ertrag überschaubar bleibt.

Für lange Zeiträume dreht sich das Bild. Für lange Anlagezeiträume bieten breit gestreute Aktien-ETF-Portfolios grundsätzlich höhere Renditechancen als klassische Sparprodukte, allerdings bei deutlich höheren Wertschwankungen und ohne Renditegarantie. Die sinnvolle Lösung ist deshalb meist keine Entweder-oder-Entscheidung, sondern eine Aufteilung: kurzfristig verfügbares Geld auf dem Konto, langfristiges Vermögen im Depot.

Klassische Ausbildungsversicherungen versprechen dagegen Sicherheit und Planbarkeit, koppeln aber Sparen und Versicherung in einem Produkt. Das macht die Kostenstruktur schwerer vergleichbar und die Verträge weniger flexibel. Getrennte Lösungen aus Geldanlage und Risikoschutz können transparenter und beweglicher sein; welche Variante günstiger ist, zeigt aber erst ein konkreter Vergleich von Kosten, Garantien und Versicherungsleistungen.

Kinderdepot-Vergleich: Robo-Advisor oder Selbstbau?

Am Markt gibt es zwei Wege, für ein Kind in Fonds und ETFs zu sparen. Der erste ist die verwaltete Variante: Ein Robo-Advisor stellt das Portfolio zusammen, wählt die ETFs aus, gewichtet sie und passt sie an. Der zweite ist das klassische Junior-Depot bei einer Bank oder einem Fondsvermittler, bei dem Eltern selbst entscheiden, welche Fonds bespart werden.

Die verwaltete Variante kostet eine laufende Gebühr, nimmt dafür aber viele laufende Anlageentscheidungen und die Portfoliosteuerung ab – auch die, in einem schlechten Börsenjahr nichts zu tun. Ein selbst verwaltetes Junior-Depot kann bei kostengünstiger Depot- und Fondsauswahl günstiger sein, verlangt aber, dass jemand die Auswahl trifft und über achtzehn Jahre dabeibleibt. Beides kann richtig sein; die ehrliche Frage lautet nicht „was ist besser“, sondern „wer kümmert sich, wenn es unruhig wird“.

Für Eltern, die zum ersten Mal Geld für ihr Kind anlegen und sich mit ETFs nicht auskennen, ist die verwaltete Variante meist der realistischere Weg. Wer bereits selbst investiert, das eigene Depot im Griff hat und Kosten minimieren möchte, kann mit einem kostengünstigen selbst besparten Junior-Depot günstiger fahren. Ob es tatsächlich günstiger ist, hängt vom gewählten Depot, den Fonds und den jeweiligen Kosten ab.

Typische Fehler beim Sparen für Kinder

Die meisten Probleme entstehen nicht bei der Produktauswahl, sondern im Verhalten über die Jahre. Auf diese fünf Punkte sollten Eltern besonders achten:

  1. Zu spät anfangen. Zeit ist der Faktor, den man am wenigsten nachträglich beschaffen kann. Ein einfacher Sparplan ab dem ersten Lebensjahr hat gegenüber einem Start im zehnten Jahr neun Jahre Vorsprung – was daraus wird, entscheidet der Markt.
  2. Zu vorsichtig anlegen. Wer achtzehn Jahre Zeit hat und das Geld auf dem Sparbuch parkt, tauscht Schwankung gegen eine geringere Renditechance. Ob am Ende Kaufkraft verloren geht, hängt vom Zinsniveau und von der Inflation im jeweiligen Zeitraum ab.
  3. Beim ersten Kursrutsch verkaufen. Bei niedrigeren Kursen kauft dieselbe Sparrate mehr Fondsanteile. Ob sich diese Käufe später als günstig erweisen, hängt von der weiteren Marktentwicklung ab.
  4. Den Freistellungsauftrag vergessen. Ohne Freistellungsauftrag kann zunächst Kapitalertragsteuer einbehalten werden, obwohl dem Kind ein Freibetrag zusteht. Eine Erstattung kann gegebenenfalls später über die Steuererklärung erfolgen.
  5. Das Kind nicht vorbereiten. Mit 18 erhält das Kind die volle Verfügungsmacht über das Depot. Wer erst am 18. Geburtstag darüber spricht, hat die wichtigste Gelegenheit verpasst.

Was mit 18 Jahren passiert – und wie Sie Ihr Kind darauf vorbereiten

Mit der Volljährigkeit erhält das Kind den vollen Zugriff auf das Depot, und die treuhänderische Verwaltung durch die Eltern endet. Das Depot wird in ein normales Einzeldepot umgewandelt. Rechtlich ändert sich damit nichts am Eigentum – das Geld gehörte auch vorher schon dem Kind –, wohl aber an der Verfügungsmacht.

Für viele Eltern ist genau das der unbequeme Teil. Ein achtzehnjähriges Kind kann das Depot auflösen und das Geld ausgeben, ohne jemanden zu fragen. Vollständig verhindern lässt sich das bei einem Depot auf den Namen des Kindes nicht. Was hilft, ist Vorbereitung: früh über das Depot sprechen, den Zweck erklären, das Kind ab einem gewissen Alter in die Entscheidungen einbeziehen und den Depotstand nicht zur Überraschung werden lassen.

Wer ganz sichergehen will, dass die Verwendung im eigenen Sinne erfolgt, spart stattdessen auf den eigenen Namen und überträgt später – verzichtet damit aber auf die Steuervorteile des Kindes. Diese Abwägung nimmt einem kein Anbieter ab, sie gehört an den Anfang der Entscheidung.

Für wen eignet sich das Kinderdepot?

Das Kinderdepot passt für Erziehungsberechtigte, die langfristig und mit geringem eigenem Verwaltungsaufwand Vermögen für ein Kind aufbauen möchten und dabei Kursschwankungen aushalten können. Eröffnen können es ausschließlich die Erziehungsberechtigten; Großeltern und Paten können danach über die bereitgestellte IBAN mitsparen oder einen Dauerauftrag einrichten. Wer das Geld dagegen schon in wenigen Jahren braucht oder gar kein Risiko eingehen will, ist mit einem verzinsten Konto besser beraten. Und wer die volle Kontrolle behalten möchte – etwa um später frei über das Geld zu entscheiden – kann alternativ auf den eigenen Namen sparen und später übertragen.

Weniger geeignet ist das Kinderdepot außerdem für alle, die noch keinen eigenen Notgroschen haben oder deren Altersvorsorge nennenswerte Lücken aufweist. Und für Eltern, die selbst gern ETFs auswählen und ihr Depot aktiv steuern, ist eine Vermögensverwaltung schlicht der falsche Zuschnitt – dafür gibt es günstigere Wege.

Ist quirion seriös?

Ja, und die Struktur dahinter ist klar aufgeteilt: Die Vermögensverwaltung erbringt die quirion AG aus Berlin, Konto und Depot führt die Quirin Privatbank AG, die Muttergesellschaft der quirion AG und eine BaFin-lizenzierte deutsche Privatbank. Beim Kinderdepot schließen die gesetzlichen Vertreter im Namen des Kindes deshalb zwei Verträge: den Vermögensverwaltungsvertrag mit der quirion AG und den Konto- und Depotführungsvertrag mit der Quirin Privatbank AG. Das Vermögen des Investmentfonds ist als Sondervermögen vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt; Anleger halten Fondsanteile, die im Depot verwahrt werden. Diese Wertpapiere fallen nicht unter die gesetzliche Einlagensicherung. Bankguthaben auf dem Verrechnungskonto ist davon getrennt zu betrachten und über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € je Einleger und Institut geschützt. Unabhängige Stellen haben den Anbieter geprüft beziehungsweise bewertet: Stiftung Warentest führt quirion im Robo-Advisor-Vergleich, Finanztip nennt den Anbieter als Empfehlung. Beides ist nicht dasselbe – ein Testergebnis ist eine benotete Prüfung, eine Empfehlung eine redaktionelle Auswahl. Das jeweils aktuelle Testergebnis steht bei der prüfenden Stelle.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Anbieter- und Marktrisiko. Die Trennung des Fondsvermögens vom Vermögen der Fondsgesellschaft schützt davor, dass das angelegte Geld bei einer Insolvenz in die Insolvenzmasse fällt. Sie schützt nicht vor Kursverlusten. Ein seriöser Anbieter kann also durchaus ein Depot verwalten, das zwischenzeitlich im Minus steht – das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

So sieht es aus, wenn das Depot läuft

Nach der Eröffnung passiert erst einmal wenig – und genau das ist der Punkt. Die Sparrate wird jeden Monat automatisch abgebucht und investiert, das Rebalancing läuft im Hintergrund, und der Depotstand ist jederzeit einsehbar. Es gibt keine Order aufzugeben, keinen Fonds zu vergleichen, keinen Termin zu verpassen.

Zum Geburtstag überweist die Patentante auf die IBAN des Verrechnungskontos, statt einen Umschlag zu suchen. Die Großeltern richten irgendwann einen eigenen Dauerauftrag ein. Und wenn die Börse ein schlechtes Jahr hat, verlangen kurzfristige Marktbewegungen für sich genommen normalerweise keinen Aktionismus, solange Strategie und Risikotragfähigkeit unverändert sind. Das automatische Rebalancing ersetzt allerdings nicht die gelegentliche Prüfung, ob Anlageziel, Risikoprofil und geplanter Verwendungszeitpunkt noch passen.

Achtzehn Jahre später steht dann eine Summe zur Verfügung, die aus vielen kleinen Beträgen und sehr viel Zeit entstanden ist – für den Führerschein, das Studium, die erste eigene Wohnung oder als Startkapital ins Erwachsenenleben. Nicht garantiert, aber mit einem Anlagehorizont, wie ihn kaum eine andere Sparform hat.

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Für Ihr Kind vorsorgen – heute den Sparplan starten

Je früher der Kindersparplan läuft, desto länger arbeitet der Zinseszinseffekt. Eröffnung, Sparrate und Risikoprofil legen Sie online fest.

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Häufige Fragen zum Kinderdepot

Auf wessen Namen läuft das Kinderdepot?

Auf den Namen des Kindes. Das Vermögen gehört rechtlich dem Kind; bis zur Volljährigkeit verwalten es die Eltern beziehungsweise gesetzlichen Vertreter treuhänderisch und nur zum Wohl des Kindes.

Ab welchem Betrag kann ich mit dem Kindersparplan starten?

Eine feste Mindestanlage gibt es nicht. Der Sparplan ist schon mit kleinen Monatsbeträgen möglich und lässt sich jederzeit anpassen oder pausieren. Die aktuell geltenden Mindestbeträge stehen beim Anbieter.

Welchen Steuervorteil habe ich beim Kinderdepot?

Das Kind hat einen eigenen Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Jahr; Kapitalerträge bleiben bis dahin steuerfrei. Der Freibetrag besteht unabhängig vom Freistellungsauftrag – ohne ausreichenden Freistellungsauftrag kann aber zunächst Kapitalertragsteuer einbehalten werden, die sich gegebenenfalls über die Steuererklärung zurückholen lässt. Die Details hängen vom Einzelfall ab.

Wann brauche ich eine NV-Bescheinigung?

Sie kann sinnvoll sein, wenn die Kapitalerträge des Kindes über den Sparerpauschbetrag hinausgehen und das Kind ansonsten keine nennenswerten Einkünfte hat. Die Bescheinigung schafft keinen zusätzlichen Freibetrag, sondern vermeidet den Steuerabzug, wenn voraussichtlich keine Einkommensteuer entsteht. Ob sie im Einzelfall infrage kommt, klärt das Finanzamt oder ein Steuerberater.

Können Großeltern und Paten mitsparen?

Ja. Über die eigene IBAN des Verrechnungskontos können Verwandte jederzeit einzahlen, auch per Dauerauftrag. Eröffnung und Verwaltung übernehmen aber die Erziehungsberechtigten. Größere Zuwendungen sind Schenkungen, für die je nach Verwandtschaftsverhältnis Freibeträge gelten.

Was passiert mit dem Kinderdepot, wenn mein Kind 18 wird?

Mit der Volljährigkeit erhält das Kind den vollen Zugriff, und das Depot wird in ein normales Einzeldepot umgewandelt. Die Verwaltung durch die Eltern endet damit.

Kann ich das Geld aus dem Kinderdepot wieder für mich verwenden?

Nein. Das Vermögen gehört dem Kind. Eltern dürfen es verwalten und auch Geld entnehmen, aber ausschließlich zum Wohl des Kindes – nicht für eigene Zwecke. Wer sich diese Möglichkeit offenhalten will, spart besser auf den eigenen Namen.

Kann ich den Sparplan pausieren oder ändern?

Ja. Sparrate und Ausführung lassen sich anpassen, pausieren und wieder aufnehmen. Es gibt keine feste Vertragslaufzeit wie bei einer Ausbildungsversicherung.

Wie sicher ist das Geld im Kinderdepot?

Zwei verschiedene Mechanismen: Das Vermögen des Investmentfonds ist als Sondervermögen vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt; Sie halten Fondsanteile, die im Depot verwahrt werden. Diese Wertpapiere fallen nicht unter die gesetzliche Einlagensicherung. Bankguthaben auf dem Verrechnungskonto ist davon getrennt zu betrachten und über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € je Einleger und Institut geschützt. Vor Kursverlusten schützt beides nicht.

Was ist der Unterschied zwischen Kinderdepot und Kinderkonto?

Ein Kinderkonto oder Kinder-Tagesgeldkonto ist verzinstes Guthaben ohne Kursrisiko, aber mit geringer Renditechance. Ein Kinderdepot investiert in Wertpapiere, schwankt dafür im Wert und eignet sich für lange Zeiträume. Viele Familien nutzen beides parallel.

Wirkt sich ein Kinderdepot auf BAföG aus?

Möglich. Beim BAföG wird eigenes Vermögen der Studierenden berücksichtigt, und ein Depot auf den Namen des Kindes zählt dazu. Wie stark sich das auswirkt, hängt von der Höhe und den jeweils geltenden Regelungen ab.

Ist ein ETF-Kinderdepot besser als eine Ausbildungsversicherung?

Pauschal lässt sich das nicht sagen. Eine Ausbildungsversicherung koppelt Sparen und Versicherungsschutz in einem Vertrag, ein Kinderdepot trennt beides und bleibt flexibler. Ob die getrennte Lösung auch günstiger ist, zeigt erst ein Vergleich der konkreten Kosten, Garantien und Versicherungsleistungen.

Was unterscheidet quirion von einem selbst besparten Junior-Depot?

Bei quirion übernimmt der Anbieter Auswahl, Gewichtung und Rebalancing gegen eine laufende Gebühr. Bei einem selbst besparten Junior-Depot entscheiden die Eltern selbst, welche Fonds gekauft werden – je nach Depot und Fondsauswahl günstiger, aber mit eigenem Aufwand über viele Jahre.

Kann ich für mehrere Kinder je ein Depot führen?

Ja. Jedes Kind bekommt ein eigenes Depot auf seinen Namen, mit eigenem Verrechnungskonto und eigenem Sparerpauschbetrag. Sparrate und Risikoprofil lassen sich je Kind unterschiedlich festlegen.

Was kostet das quirion Kinderdepot?

Es fällt eine laufende Servicegebühr auf das angelegte Vermögen an, dazu kommen die im Fondspreis enthaltenen ETF-Kosten. Depotführung und Orderkosten sind im Paket enthalten. Die tagesaktuellen und verbindlichen Konditionen finden Sie direkt beim Anbieter.

Wie eröffne ich das Kinderdepot?

Digital über die gesetzlichen Vertreter. quirion nennt dafür die Legitimation der gesetzlichen Vertreter und die Geburtsurkunde des Kindes; die Steuer-Identifikationsnummer des Kindes kann zusätzlich erforderlich werden. Sind beide Elternteile sorgeberechtigt, müssen in der Regel auch beide zustimmen.

Glossar: die wichtigsten Begriffe zum Kinderdepot

Kinderdepot / Junior-Depot

Wertpapierdepot, das auf den Namen eines minderjährigen Kindes läuft und bis zur Volljährigkeit von den Eltern verwaltet wird.

Kindersparplan

Regelmäßige, meist monatliche Einzahlung in das Kinderdepot, die automatisch investiert wird.

Sparerpauschbetrag

Jährlicher Freibetrag für Kapitalerträge. Jedes Kind hat einen eigenen in Höhe von 1.000 € pro Jahr.

Freistellungsauftrag

Auftrag an die Bank, Kapitalerträge bis zur Höhe des Sparerpauschbetrags ohne Steuerabzug auszuzahlen.

NV-Bescheinigung

Nichtveranlagungs-Bescheinigung des Finanzamts. Sie schafft keinen zusätzlichen Freibetrag, sondern vermeidet den Steuerabzug, wenn voraussichtlich keine Einkommensteuer entsteht.

ETF

Börsengehandelter Fonds. Viele ETFs bilden regelbasiert einen Index ab; wie breit die Streuung ist, hängt vom jeweiligen Fonds beziehungsweise Index ab.

TER

Gesamtkostenquote eines Fonds. Sie steckt im Fondspreis und wird nicht separat abgebucht.

Rebalancing

Regelmäßige Rückführung des Depots auf die geplante Aufteilung zwischen Aktien und Anleihen.

Robo-Advisor

Digitale Vermögensverwaltung, die Portfolioauswahl und Anpassung automatisiert übernimmt.

Sondervermögen

Das Vermögen eines Investmentfonds ist vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt. Anleger halten Fondsanteile, die im Depot verwahrt werden und nicht unter die Einlagensicherung fallen.

Einlagensicherung

Gesetzlicher Schutz von Bankguthaben bis 100.000 € je Einleger und Institut. Gilt für das Verrechnungskonto, nicht für Wertpapiere und Fondsanteile.

Verrechnungskonto

Konto mit eigener IBAN, über das Ein- und Auszahlungen des Kinderdepots laufen. Auch Dritte können darauf einzahlen.

Anlagehorizont

Zeitraum bis zur geplanten Verwendung des Geldes. Beim Kinderdepot oft der 18. Geburtstag.

Zinseszinseffekt

Wiederanlage der Erträge, wodurch bereits erwirtschaftete Erträge selbst wieder Erträge erzeugen.

Treuhänderische Verwaltung

Verwaltung fremden Vermögens im Interesse des Eigentümers – hier: der Eltern für das Kind.

Risikoprofil

Einschätzung der Risikobereitschaft und Risikotragfähigkeit des Anlegers, aus der eine passende Portfolioaufteilung abgeleitet wird.

Fazit

Das quirion Kinderdepot ist eine unkomplizierte Möglichkeit, über viele Jahre Vermögen für ein Kind aufzubauen – mit breiter Streuung, automatischer Verwaltung und einem echten Steuervorteil durch die Freibeträge des Kindes. Man sollte wissen, dass das Geld rechtlich dem Kind gehört, mit 18 in dessen Verfügung übergeht und dass Aktienanlagen schwanken. Ein langer Anlagehorizont verbessert die Chancen, Rückschläge auszusitzen, beseitigt das Verlustrisiko aber nicht – ob das Verhältnis aus Chance und Risiko passt, hängt von der eigenen Situation ab. Wer den Nachwuchs früh finanziell unterstützen möchte, Kursschwankungen aushält und sich nicht selbst um ETF-Auswahl und Rebalancing kümmern will, findet hier ein rundes Paket.

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quirion Erfahrungen & Test 2026 zum Robo-Advisor der Quirin Privatbank – das Kinderdepot ist nur eines von mehreren Angeboten des Anbieters. Wer wissen möchte, wie der Robo-Advisor insgesamt aufgestellt ist, findet dort den kompletten Überblick von den Kosten über die Anlagestrategie bis zur Sicherheit. Dort ordnen wir auch ein, für wen sich quirion lohnt und wo die Grenzen liegen. So sehen Sie auf einen Blick, ob der Anbieter auch über das Kinderdepot hinaus zu Ihnen passt.

Für dein Kind sparen: Kinderkonto, Tagesgeld und der Steuervorteil, den viele übersehen – ein ETF-Kinderdepot ist nicht der einzige Weg, um für den Nachwuchs vorzusorgen. Je nach Ziel und Zeithorizont kann auch ein klassisches Kinderkonto oder Tagesgeld sinnvoll sein, vor allem für Beträge, die schon in wenigen Jahren gebraucht werden. Der Ratgeber zeigt, wie Kinderkonto, Tagesgeld und der oft vergessene Steuervorteil zusammenspielen. So finden Sie die richtige Mischung aus Sicherheit und Renditechance.

Zinseszins-Rechner, das vielleicht unterschätzteste Finanz-Tool für den Vermögensaufbau – der größte Hebel beim Sparen für Kinder ist und bleibt die Zeit. Über fünfzehn oder achtzehn Jahre entfaltet der Zinseszinseffekt eine Wirkung, die viele Eltern deutlich unterschätzen. Schon kleine monatliche Beträge können bis zur Volljährigkeit zu einer beachtlichen Summe anwachsen. Ein Blick auf den Rechner zeigt schnell, warum sich ein früher Start so stark lohnt.

ETF-Screener, mit dem Anleger aus tausenden Fonds die passenden heraussuchen – wer den Vermögensaufbau fürs Kind lieber selbst steuert, kann statt einer Vermögensverwaltung auch eigene ETFs besparen. Dann stellt sich die Frage, welche Fonds sich für einen langfristigen Kindersparplan wirklich eignen. Aus tausenden verfügbaren ETFs die passenden herauszufiltern, gelingt am besten mit einem spezialisierten Werkzeug. So treffen Sie eine fundierte Wahl, ob Robo-Advisor oder Eigenbau.

VisualVest Junior-Depot: Geld für Kinder anlegen mit Union Investment – das quirion Kinderdepot ist nicht das einzige Kinder-Depot am Markt. Ein direkter Konkurrent ist das Junior-Depot von VisualVest, dem Robo-Advisor von Union Investment. Es funktioniert ähnlich, auf den Namen des Kindes und schon ab kleinen Sparraten, unterscheidet sich aber bei den Kosten und der Auswahl der Strategien. So können Sie beide Kinder-Depots direkt gegenüberstellen.

finvesto Kinderdepot: für Kinder in Fonds & ETFs sparen (U18) – wer das Kinderdepot lieber selbst bestückt, statt es verwalten zu lassen, findet bei finvesto (FNZ Bank) eine Alternative mit sehr großer Fonds- und ETF-Auswahl. Das U18-Depot ist dort kostenlos, ab kleinsten Beträgen besparbar und wurde von ELTERN als Testsieger ausgezeichnet. Der Unterschied zum Robo-Advisor liegt vor allem darin, dass Sie die Anlage eigenständig steuern. So stellen Sie verwaltetes und selbst gewähltes Kindersparen gegenüber.

quirion Altersvorsorge mit ETF-Gleitpfad fürs Alter vorsorgen – vor dem Kinderdepot sollte die eigene Vorsorge stehen, weil sich eine Rentenlücke mit zunehmendem Alter nur noch mit deutlich höheren Sparleistungen schließen lässt. Der Gleitpfad senkt das Risiko automatisch, je näher das Ziel rückt, und funktioniert damit nach demselben Prinzip wie ein Kinderdepot kurz vor dem 18. Geburtstag. Wer beides parallel bespart, hat die Reihenfolge richtig herum. So bleibt der Sparplan fürs Kind eine Ergänzung und keine Belastung.

quirion Notgroschen: Geld sicher parken mit Zinsen – Geld, das schon in ein oder zwei Jahren gebraucht wird, gehört nicht ins schwankende Depot. Für den Führerschein, eine geplante Anschaffung oder die eigene Reserve ist ein verzinstes Konto das passendere Werkzeug. So bleibt der langfristige Teil im Kinderdepot investiert, ohne dass kurzfristige Ausgaben zum Verkauf zur Unzeit zwingen. Damit trennen Sie sauber zwischen Reserve und Vermögensaufbau.

quirion Gemeinschaftsdepot: gemeinsam Vermögen aufbauen – viele Eltern wollen nicht nur für das Kind, sondern auch miteinander anlegen. Ein Gemeinschaftsdepot mit zwei Inhabern ist die naheliegende Ergänzung zum Depot auf den Namen des Kindes, weil beide Elternteile Zugriff behalten. Steuerlich und im Erbfall gelten dabei je nach Beziehungsstatus andere Regeln. So sehen Sie, welche Depotform zu welcher Aufgabe passt.

Tagesgeld, Festgeld, Depot und Broker im Vergleich: alle Anbieter auf einen Blick – wer für ein Kind spart, braucht meist mehr als ein Produkt: ein Konto für kurzfristige Beträge, ein Depot für den langen Zeitraum. Die Übersicht führt alle Anbieter zusammen, von Tagesgeld und Festgeld über Depots bis zu Brokern und Robo-Advisorn. So lässt sich die Aufteilung planen, bevor der erste Vertrag unterschrieben wird.

Über den Autor: Michael Radtke schreibt auf alarm.de verständlich über Finanzen & Kredit, digitale Sicherheit und Krypto. Alle Beiträge des Autors ansehen →

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