CapTrader Kosten & Gebühren 2026: Was ein Trade wirklich kostet
Niedrige Ordergebühren, keine Depotgebühr – aber wie sieht die Rechnung im Detail aus? Hier findest du die Kostenstruktur von CapTrader vollständig aufgeschlüsselt: Ordergebühren je Anlageklasse, laufende Kosten, Zahlungsverkehr und die Posten, die viele übersehen (Marktdaten, Währungsumrechnung, Margin-Zinsen).
Die Kosten in 30 Sekunden
- Keine Depotgebühr und keine Grundgebühr – Konto- und Depotführung sind kostenfrei.
- Order ab 1–2 €: Futures ab 1 €, Aktien/ETFs ab 2 €, US-Aktien ab 2 $.
- Einzahlen kostenfrei, erste Auszahlung pro Monat gratis, danach 1 € (SEPA).
- Mindesteinzahlung für die Eröffnung i. d. R. ab 2.000 €.
- Oft übersehen: Echtzeit-Marktdaten sind teils kostenpflichtig (Abo), und Währungsumrechnung kostet eine kleine Gebühr.
Ordergebühren nach Anlageklasse
CapTrader rechnet volumenabhängig ab – ohne pauschale Depotkosten. Die folgenden Einstiegspreise gelten je Order bzw. je Kontrakt; die exakte Gebühr hängt von Börse, Stückzahl und Volumen ab. Die vollständige, tagesaktuelle Gebührenübersicht* liegt direkt beim Anbieter.
| Anlageklasse | ab |
|---|---|
| Aktien Deutschland | 2,00 € |
| Aktien USA | 2,00 $ |
| ETFs | 2,00 € |
| Futures (je Kontrakt, DE / US) | 1,00 € / 1,25 $ |
| Optionen (je Kontrakt, DE / US) | 2,00 € / 3,50 $ |
| CFDs | 2,00 € |
| Forex | 3,75 $ |
| Optionsscheine / Zertifikate | 6,00 € |
| Anleihen (Europa / USA) | 8,00 € / 10,00 $ |
Laufende Kosten: angenehm überschaubar
Das ist die Stärke von CapTrader: Die meisten Fixkosten, die andere Broker erheben, fallen hier schlicht weg.
| Posten | Kosten |
|---|---|
| Konto- & Depotführung | kostenfrei |
| Grund- / Inaktivitätsgebühr | nicht vorgesehen |
| Tradingsoftware (TWS, App, AgenaTrader) | kostenfrei |
| Demokonto | kostenfrei |
| Dividendengutschrift | kostenfrei |
Mit anderen Worten: Wer pausiert oder selten handelt, zahlt bei CapTrader keine Strafgebühr – anders als bei Brokern mit Mindestumsatz oder Pauschalen.
Zahlungsverkehr & Sondergebühren
| Vorgang | Kosten |
|---|---|
| Einzahlung per Überweisung | kostenfrei |
| 1. Auszahlung pro Kalendermonat | kostenfrei |
| jede weitere Auszahlung (SEPA) | 1,00 € |
| jede weitere Auszahlung (Banküberweisung) | 8,00 € |
| Telefonorder (nur zum Schließen, z. B. EUR) | 30,00 € zzgl. Provision |
| LEI für Firmenkonten (über IB) | einmalig 169 $ + 99 $/Jahr |
Eine LEI (Legal Entity Identifier) brauchst du nur als juristische Person bzw. für ein Firmendepot – sie lässt sich bei externen Anbietern aber meist deutlich günstiger beantragen als über die Bank.
Die Kosten, die viele übersehen
Damit die Rechnung ehrlich bleibt, hier die Posten, die in keiner Werbe-Tabelle stehen – im offiziellen Preisverzeichnis* sind sie vollständig aufgeführt:
- Marktdaten: Verzögerte Kurse sind gratis, aber Echtzeit-Marktdaten einzelner Börsen können ein kostenpflichtiges Abo erfordern. Für aktive Trader ein realer Posten.
- Währungsumrechnung: Kaufst du US-Aktien mit einem Euro-Guthaben, fällt für den Umtausch EUR→USD eine kleine Gebühr an. Gering, aber vorhanden.
- Margin-Zinsen: Wer auf Kredit (Margin) handelt, zahlt Finanzierungszinsen – nur relevant, wenn du gehebelt vorgehst.
- Risikoaufschlag (Exposure Fee): Eine börsentäglich berechnete Gebühr nur für Depots mit erhöhtem Ausfallrisiko – für normale Anleger kein Thema.
Wie sich die Gebühren zusammensetzen
Die in der Tabelle genannten Einstiegspreise sind die Provision von CapTrader. Dazu können je nach Börse und Produkt fremde Entgelte kommen – etwa Handelsplatz- oder Clearinggebühren, die der jeweilige Marktplatz erhebt. CapTrader reicht diese transparent weiter, statt sie in einem undurchsichtigen Spread zu verstecken. Genau das unterscheidet das Modell von vielen „kostenlosen" Neobrokern, die ihr Geld über den Zwischenkurs verdienen.
Wichtig ist die Abrechnungslogik: Aktien und ETFs werden prozentual mit einer Mindestgebühr berechnet, Optionen und Futures dagegen pauschal pro Kontrakt. Für dich heißt das: Bei großen Aktienorders bleibt die prozentuale Komponente fair, bei Derivaten zahlst du planbar pro Kontrakt – unabhängig vom Volumen. Wer seine Orders kennt, kann die Kostenseite damit sehr genau kalkulieren und böse Überraschungen vermeiden.
Drei Trades durchgerechnet
Beispiele machen die Kosten greifbarer als jede Tabelle:
- 1.000 € in einen DAX-ETF: Bei rund 2 € Mindestgebühr zahlst du etwa 0,2 % – bei einer Direktbank mit prozentualem Modell plus Grundentgelt wäre es schnell das Doppelte.
- 5.000 $ in eine US-Aktie: Hier greift die volumenabhängige US-Staffel ab 2 $; hinzu kommt einmalig der sehr günstige Währungstausch in US-Dollar über die FXCONV-Funktion.
- Zwei Optionskontrakte auf den S&P 500: 2 × ab 3,50 $ – also rund 7 $ insgesamt, unabhängig davon, wie viel die Position wert ist.
Die Beispiele zeigen das Muster: Je größer und aktiver du handelst, desto stärker spielt CapTrader seine niedrigen, planbaren Gebühren aus. Bei Mini-Beträgen dagegen frisst die Mindestgebühr einen größeren Anteil – hier sind reine Sparplan-Broker im Vorteil.
Wie CapTrader im Kostenvergleich dasteht
Gegenüber klassischen Direktbanken ist CapTrader bei den meisten Ordergrößen deutlich günstiger, weil dort oft prozentuale Modelle mit hohen Mindest- und Grundentgelten gelten. Gegenüber schlanken Neobrokern wie Trade Republic sieht die Sache differenzierter aus: Für kleine, regelmäßige Sparpläne sind die App-Broker oft unschlagbar günstig, während CapTrader bei größeren Einzelorders, internationalen Märkten und Derivaten klar vorn liegt. Welcher Anbieter konkret zu dir passt, hängt also stark von deinem Handelsstil ab – diese Frage vertiefen wir im großen Anbietervergleich.
Entscheidend ist die Gesamtbetrachtung: Niedrige Ordergebühren nützen wenig, wenn anderswo versteckte Kosten lauern. Genau deshalb lohnt gleich der ehrliche Blick auf die Posten, die viele übersehen – und auf die Frage, für wen sich das Modell am Ende wirklich rechnet.
Sind die Kosten günstig? Eine ehrliche Einordnung
Gegenüber einer klassischen Filialbank ist CapTrader bei nahezu jedem Trade dramatisch günstiger. Gegenüber reinen Neobrokern gilt es differenziert zu sehen: Wer ausschließlich deutsche Aktien oder einen ETF-Sparplan bespart, fährt bei manchem Neobroker mit 0 € pro Order günstiger. Sobald du aber international handelst – US-Aktien, Optionen, Futures, weltweite Börsen – spielt CapTrader seine niedrigen Provisionen und den enormen Marktzugang aus. Für genau diese Anleger lohnt sich das CapTrader-Depot* spürbar.
Risikohinweis: Der Handel mit Wertpapieren und Derivaten ist mit Verlustrisiken verbunden; bei gehebelten Produkten kannst du mehr verlieren als eingesetzt. CFDs sind komplexe Instrumente mit hohem Risiko schneller Verluste durch Hebelwirkung. Laut Anbieter verlieren 59,6 % der Kleinanlegerkonten beim CFD-Handel Geld. Dieser Beitrag ist eine redaktionelle Kosten-Übersicht und keine Anlageberatung. Maßgeblich sind stets die aktuellen Konditionen von CapTrader.
So senkst du deine Handelskosten
Mit ein paar einfachen Gewohnheiten holst du das Maximum aus dem günstigen Gebührenmodell heraus:
- Mindestgebühr im Blick behalten: Bei sehr kleinen Orders frisst die Mindestprovision den prozentualen Vorteil. Bündle kleine Käufe lieber zu größeren Orders.
- Währung bewusst tauschen: Wer US-Werte handelt, tauscht Euro über FXCONV gezielt in US-Dollar, statt bei jedem Trade automatisch konvertieren zu lassen.
- Marktdaten gezielt buchen: Für langfristiges Anlegen reichen oft verzögerte Kurse. Echtzeit-Abos lohnen sich nur, wenn du wirklich aktiv tradest.
- An der Heimatbörse handeln: Kaufe US-Aktien direkt an der US-Börse statt über einen deutschen Handelsplatz mit Aufschlag – die SmartRouting-Technik sucht den besten Platz automatisch.
- Margin-Zinsen vermeiden: Wer nicht auf Kredit handelt, zahlt auch keine Finanzierungszinsen. Halte dein Konto im Plus, solange du keinen Hebel brauchst.
Häufige Fragen zu den Kosten
Hat CapTrader eine Depotgebühr?
Nein. Konto- und Depotführung sind bei CapTrader kostenfrei. Du zahlst nur, wenn du tatsächlich handelst (volumenabhängige Ordergebühr).
Gibt es eine Grund- oder Inaktivitätsgebühr?
Eine klassische Grund- oder Inaktivitätsgebühr ist in den Konditionen nicht vorgesehen. Wer pausiert oder selten handelt, zahlt also keine laufende Pauschale.
Was kostet der Kauf einer US-Aktie?
US-Aktien handelst du ab 2,00 $ je Order. Hinzu kommt ggf. eine kleine Gebühr für die Währungsumrechnung EUR→USD, falls du aus einem Euro-Guthaben kaufst.
Kostet das Ein- und Auszahlen Geld?
Einzahlungen per Überweisung sind kostenfrei, ebenso die erste Auszahlung pro Kalendermonat. Jede weitere Auszahlung im selben Monat kostet 1 € (SEPA) bzw. 8 € (Banküberweisung).
Sind die Marktdaten kostenlos?
Verzögerte Kurse sind gratis. Echtzeit-Marktdaten einzelner Börsen können ein kostenpflichtiges Abo erfordern – das ist vor allem für aktive Trader relevant.
Gibt es eine Mindesteinzahlung?
Für die kostenfreie Eröffnung ist in der Regel eine Ersteinzahlung ab 2.000 € (oder Gegenwert in Fremdwährung) vorgesehen.
Ist CapTrader günstiger als Trade Republic?
Kommt auf dein Verhalten an. Für einfache Sparpläne und deutsche Aktien sind Neobroker oft günstiger. Bei internationalem Handel, Optionen, Futures und weltweitem Marktzugang spielt CapTrader seine niedrigen Provisionen aus.
Fallen Gebühren für die Handelssoftware an?
Nein. Die Trader Workstation (TWS), die mobile Trading-App, AgenaTrader und das Demokonto sind kostenfrei nutzbar.
Welche versteckten Kosten gibt es?
„Versteckt" sind sie nicht, aber leicht zu übersehen: Echtzeit-Marktdaten-Abos, die Währungsumrechnung bei Fremdwährungskäufen sowie Margin-Zinsen, wenn du auf Kredit handelst.
Gibt es bei CapTrader versteckte Kosten?
Versteckte Spreads gibt es nicht – CapTrader weist Provision und fremde Börsengebühren transparent aus. Zusätzlich können je nach Nutzung optionale Posten anfallen: Echtzeit-Marktdaten einzelner Börsen, Finanzierungszinsen beim Handel auf Margin sowie der günstige Währungstausch bei Fremdwährungen.
Was kostet eine Auszahlung?
Die erste Auszahlung pro Monat per SEPA ist kostenlos, jede weitere kostet rund 1 €. Einzahlungen per Überweisung sind gebührenfrei.
Wie teuer ist der Währungstausch bei CapTrader?
Über die FXCONV-Funktion tauschst du nahe am Interbank-Kurs mit nur einem kleinen Aufschlag – deutlich günstiger als die automatische Umrechnung vieler Broker. Das lohnt sich besonders, wenn du regelmäßig US-Werte in US-Dollar handelst.
Fallen Negativzinsen oder Inaktivitätsgebühren an?
Eine Inaktivitätsgebühr gibt es nicht. Auf sehr hohe, nicht investierte Cash-Bestände können je nach Marktlage und Währung Negativzinsen anfallen – für normal genutzte Konten ist das in der Praxis selten relevant.
Lohnt sich CapTrader bei kleinen Beträgen?
Für kleine, regelmäßige Sparbeträge sind reine Sparplan-Neobroker oft günstiger, weil dort schon ab wenigen Euro provisionsfrei investiert wird. CapTrader spielt seine Stärken ab größeren Ordervolumina, bei internationalen Märkten und bei Derivaten aus.
Weiterführende CapTrader-Ratgeber auf alarm.de
Wie der Broker insgesamt abschneidet, liest du in unserem großen CapTrader-Erfahrungsbericht. Dort ordnen wir die günstigen Gebühren in das Gesamtbild aus Sicherheit, Produktauswahl und Service ein. Du erfährst, für welchen Anlegertyp sich der Profi-Zugang lohnt und für wen er überdimensioniert ist. So bekommen die nackten Kostenzahlen den nötigen Kontext.
Ob CapTrader preislich wirklich punktet, zeigt sich erst im Vergleich mit Trade Republic und Interactive Brokers. Wir stellen die Modelle gegenüber und machen deutlich, dass der billigste Anbieter nicht automatisch der passende ist. Service, Steuerreport und Produktauswahl gehören genauso in die Rechnung wie die Ordergebühr. So bewertest du Kosten nicht isoliert.
Noch günstiger geht es oft direkt bei Interactive Brokers, weshalb sich der ehrliche Direktvergleich CapTrader gegen IBKR lohnt. Über die gestaffelten Tiered-Preise zahlen Vieltrader bei IBKR teils weniger, verzichten dafür aber auf den deutschen Service. Wir zeigen, ab welchem Volumen sich dieser Schritt rechnet. So findest du das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für dein Profil.
Was du für deine Gebühren überhaupt bekommst, macht die Übersicht aller handelbaren Anlageklassen deutlich. Denn ein günstiger Trade nützt wenig, wenn der gewünschte Markt fehlt. Bei CapTrader handelst du Aktien, Optionen, Futures, Anleihen und mehr auf einem Konto. So setzt du die Kosten ins Verhältnis zum gebotenen Leistungsumfang.
* Affiliate-Link (Anzeige): Eröffnest du über diesen Link ein Depot, erhalten wir ggf. eine Provision – für dich entstehen keine Mehrkosten. Alle Gebührenangaben ohne Gewähr, Stand der Recherche; maßgeblich sind die jeweils aktuellen Konditionen von CapTrader. Keine Anlageberatung.