Passport Prime, Cypherock X1 & Keystone 3 Pro im Vergleich 2026: die neue Generation der Hardware-Wallets
Bild: KI-generiert
Geschrieben von Michael Radtke · Zuletzt aktualisiert: 15. Juli 2026

Passport Prime, Cypherock X1 & Keystone 3 Pro im Vergleich 2026: die neue Generation der Hardware-Wallets

Die klassische Hardware-Wallet ist ein USB-Stick mit einer Seed-Phrase als Backup. Diese drei Geräte denken Selbstverwahrung neu – und jedes löst ein anderes Kernproblem: Die Keystone 3 Pro trennt den Schlüssel per Air-Gap komplett vom Internet, das Foundation Passport Prime bündelt Wallet, 2FA, Security-Key und Datentresor auf einem Gerät, und die Cypherock X1 schafft die verwundbare Seed-Phrase ganz ab. Dieser Vergleich zeigt, welches Konzept zu welchem Anwendungsfall passt.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Keystone 3 Pro – kompromisslos air-gapped (nur QR & microSD), 100 % Open Source, 5.500+ Assets, MetaMask-Partner. Der isolierte Allrounder.
  • Passport Prime – 4-in-1: Bitcoin-Wallet, 2FA, FIDO-Security-Key und 50-GB-Tresor auf offener Hardware (KeyOS). Bitcoin-only, Made in USA.
  • Cypherock X1 – seedless: Schlüssel auf 5 Teile verteilt (2 von 5 genügen), eingebaute Nachlasslösung, 18.000+ Coins. Kein Single Point of Failure.
  • Gemeinsam: alle drei non-custodial, quelloffen (mind. Software) und unabhängig auditiert. Der Unterschied liegt im Sicherheits-Konzept, nicht im Niveau.

Die drei im direkten Vergleich

KriteriumKeystone 3 ProPassport PrimeCypherock X1
KernideeAir-gapped Allrounder4-in-1-SicherheitsgerätSeedless, verteilt
Krypto5.500+ Assets (Multi-Coin oder BTC-only)Bitcoin-only18.000+ Coins & Token
Verbindung100 % Air-Gap: QR + microSD (kein USB-Daten/BT/WLAN/NFC)QR, NFC, USB-C, optional Bluetooth (QuantumLink)NFC-Karte antippen + Desktop-App via USB
Open SourceHard- & SoftwareHard- & SoftwareSoftware (auditiert)
Secure Element3× Secure ElementSecure Element + Security ProcessorEAL6+ (Karten)
Backup-KonzeptSeed-Phrase (BIP39), Shamir möglichSeed-Phrase + verschlüsselte KeyCardsSeedless: 2-von-5 (Vault + 4 Karten)
BesonderheitFingerabdruck, 4″ Touch, MetaMask + 45+ Wallets2FA/TOTP, FIDO-Key, 50-GB-Tresor, KeyOSEingebaute Nachlasslösung, Backup für andere Wallets
HerkunftHongkongUSAIndien
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Methodik

Für diesen Vergleich haben wir drei Geräte ausgewählt, die klassische Hardware-Wallets bewusst weiterdenken, und sie anhand öffentlich nachprüfbarer Hersteller- und Geräteangaben eingeordnet. Bewertet wurden Sicherheitsarchitektur (Secure Element, Air-Gap, Backup-Konzept), Transparenz und Open Source, Funktionsumfang sowie Alltagstauglichkeit. Es ist keine vollständige Marktübersicht, sondern eine Orientierung für die Frage, welches Konzept zu deinem Anwendungsfall passt. Preise lassen wir bewusst außen vor – maßgeblich ist stets der aktuelle Stand im Shop des Anbieters.

Keystone 3 Pro – der air-gapped Allrounder

Maximale Isolation · Multi-Coin

Die Keystone 3 Pro trennt den privaten Schlüssel kompromisslos vom Internet: kein Daten-USB, kein Bluetooth, kein WLAN, kein NFC – Transaktionen wandern ausschließlich über QR-Code oder microSD zwischen Wallet und Telefon. Dazu kommen drei Secure-Element-Chips, ein Fingerabdrucksensor, ein 4-Zoll-Touchscreen und vollständig quelloffene Hard- und Software. Als offizieller MetaMask-Partner und mit über 45 kompatiblen Wallets ist sie zugleich das flexibelste der drei Geräte.

Stärken

  • Strengster Air-Gap (QR/microSD)
  • 5.500+ Assets, MetaMask & 45+ Wallets
  • 3× Secure Element, Fingerabdruck, 4″ Touch
  • Multi-Coin- oder Bitcoin-Only-Firmware

Grenzen

  • QR-Signieren = ein Schritt mehr als „einstecken“
  • Größer als ein Mini-Stick
  • Hersteller in Hongkong

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Foundation Passport Prime – vier Geräte in einem

Wallet + 2FA + Security-Key + Tresor

Das Passport Prime ist mehr als eine Wallet: Es vereint Bitcoin-Selbstverwahrung, 2FA-Codes (TOTP), FIDO-Hardware-Security-Keys und einen verschlüsselten 50-GB-Datentresor auf einem offenen, in den USA gefertigten Gerät. Angetrieben wird es vom quelloffenen Betriebssystem KeyOS (Rust-Microkernel, App-Sandboxing). Bei Kryptowährungen ist es bewusst Bitcoin-only – dafür mit Multisig, Taproot, Passphrase und Seed Vault besonders tief auf Bitcoin spezialisiert.

Stärken

  • Ersetzt Wallet, YubiKey, Authenticator & Tresor
  • Open Source, Keylabs-Audit, Made in USA
  • Tamper-Schutz, Auto-Löschung nach 10 PIN-Fehlern
  • Optional funkfrei (QR/USB) statt Bluetooth

Grenzen

  • Nur Bitcoin, keine Altcoins
  • US-Einfuhr möglich (EU-Händler als Alternative)
  • Power-User-Gerät, kein Minimal-Signer

Details im Passport Prime im Test, speziell zur Bitcoin-Selbstverwahrung, zu den 2FA-, Security-Key- und Tresor-Funktionen sowie zum Einsatz im KI-Zeitalter; wo du es in Deutschland bekommst, steht unter Passport Prime kaufen.

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Cypherock X1 – die Wallet ohne Seed-Phrase

Seedless · Ausfallsicher · Nachlass

Die Cypherock X1 schafft den gefährlichsten Einzelpunkt der Selbstverwahrung ab: den Seed-Zettel. Der Schlüssel wird per Shamir's Secret Sharing auf fünf Träger verteilt – einen X1 Vault und vier NFC-Karten. Zwei beliebige der fünf Teile genügen zur Wiederherstellung; geht eines verloren, bleibt dein Vermögen erreichbar. Die Karten nutzen ein EAL6+ Secure Element wie eine Bankkarte, die Software ist quelloffen und von Keylabs auditiert. Die Pro-Variante bringt zusätzlich eine nicht-verwahrte Nachlasslösung mit.

Stärken

  • Kein Seed-Zettel, kein Single Point of Failure
  • 2-von-5-Backup, verteilt lagerbar
  • 18.000+ Coins, DeFi/NFT via WalletConnect
  • Eingebaute Vererbung, Backup für andere Wallets

Grenzen

  • Du verwaltest fünf physische Teile
  • App primär Desktop (mobil in Entwicklung)
  • Kunststoff-Bauweise, erklärungsbedürftiger

Wie das seedless-Prinzip genau funktioniert, steht in der Cypherock X1 im Detail.

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Welche passt zu wem?

Maximale Isolation & Flexibilität

Du willst deinen Schlüssel strikt offline halten, aber viele Coins verwalten und MetaMask/DeFi nutzen? Dann ist die Keystone 3 Pro die richtige Wahl.

Ein Gerät für alles

Du willst Bitcoin-Wallet, 2FA, Security-Key und Dateitresor bündeln und legst Wert auf offene Hardware? Dann führt am Passport Prime kaum ein Weg vorbei.

Ausfallsicherheit & Nachlass

Dir ist die Angst vorm verlorenen Seed-Zettel wichtiger als alles andere, du hältst höhere Beträge langfristig oder denkst an Vererbung? Dann ist die Cypherock X1 das durchdachteste Konzept.

Sicher kaufen – der wichtigste Schritt

So unterschiedlich die drei Geräte sind, eine Regel gilt für alle: Kaufe ausschließlich beim Hersteller oder bei offiziellen Wiederverkäufern, nie gebraucht und nie über anonyme Marktplätze. Manipulierte Geräte aus unklarer Quelle sind einer der wenigen realen Angriffswege. Prüfe beim Auspacken Siegel und Verpackung und lass die Wiederherstellungsdaten immer vom Gerät selbst erzeugen. Und unabhängig vom Modell bleibt die Verantwortung bei dir: Deine Sicherung entscheidet, ob du im Ernstfall Zugriff behältst.

Häufige Fragen

Was unterscheidet diese drei Geräte von klassischen Hardware-Wallets?

Alle drei gehen über die Idee „privater Schlüssel auf einem USB-Stick“ hinaus und lösen jeweils ein anderes Kernproblem der Selbstverwahrung. Die Keystone 3 Pro trennt den Schlüssel per Air-Gap komplett vom Internet, das Passport Prime bündelt vier Sicherheitsfunktionen in einem Gerät, und die Cypherock X1 schafft die verwundbare Seed-Phrase ganz ab. Wer nur eine einfache, günstige Wallet sucht, ist mit einem klassischen Einzelgerät oft besser bedient.

Welches dieser drei Geräte ist das beste?

Es gibt kein pauschal bestes Gerät – die Wahl hängt vom Anwendungsfall ab. Für maximale Isolation bei gleichzeitig breiter Coin-Unterstützung ist die Keystone stark, für Bitcoin plus 2FA, Security-Keys und Dateitresor auf einem Gerät das Passport Prime, und für kompromisslose Ausfallsicherheit ohne Seed-Zettel die Cypherock X1.

Welches Gerät unterstützt die meisten Kryptowährungen?

Die Cypherock X1 verwaltet über 18.000 Coins und Token, die Keystone 3 Pro über 5.500 Assets samt MetaMask- und Multi-Wallet-Anbindung. Das Passport Prime ist bei Kryptowährungen bewusst Bitcoin-only ausgelegt und damit kein Multi-Coin-Gerät, dafür aber besonders tief auf Bitcoin-Sicherheit spezialisiert.

Welches ist wirklich komplett air-gapped?

Am strengsten trennt die Keystone 3 Pro: kein USB-Daten, kein Bluetooth, kein WLAN, kein NFC – Transaktionen laufen nur über QR-Code oder microSD. Das Passport Prime lässt sich auf Wunsch ebenfalls funkfrei per QR und USB betreiben, bringt mit QuantumLink aber optional Bluetooth mit. Die Cypherock nutzt NFC-Karten am Vault und die Desktop-App per USB.

Welches Gerät kommt ohne Seed-Phrase aus?

Die Cypherock X1 ist seedless: Der Schlüssel wird per Shamir's Secret Sharing auf fünf Träger verteilt (Vault plus vier NFC-Karten), von denen zwei beliebige zur Wiederherstellung genügen. Es gibt keinen einzelnen Notfall-Zettel, der verloren gehen oder gefunden werden könnte. Keystone und Passport Prime arbeiten dagegen mit einer klassischen, offline gesicherten Wiederherstellungsphrase.

Welches Gerät eignet sich für 2FA und Security-Keys?

Das Passport Prime ist hier einzigartig: Es erzeugt zusätzlich zur Bitcoin-Wallet 6-stellige TOTP-Codes, dient als FIDO-Hardware-Security-Key per NFC oder USB und bietet einen verschlüsselten 50-GB-Datentresor. Damit ersetzt es Authenticator-App, YubiKey und verschlüsseltes Laufwerk auf einem Gerät – Keystone und Cypherock sind reine Wallet-Geräte.

Sind alle drei Open Source?

Keystone und Passport Prime sind bei Hard- und Software quelloffen, bei Cypherock ist die Software quelloffen. Alle drei wurden zudem unabhängig geprüft – Cypherock und Passport Prime unter anderem von Keylabs, jener Firma, die schon Schwachstellen bei etablierten Herstellern fand. Quelloffenheit erlaubt es, dem Gerät nachprüfbar statt nur auf Zusage zu vertrauen.

Wo sollte ich diese Geräte kaufen?

Ausschließlich im offiziellen Shop des Herstellers oder bei autorisierten Händlern – nie gebraucht und nie über anonyme Marktplätze. Manipulierte Geräte aus unklaren Quellen sind einer der wenigen realen Angriffswege. Prüfe außerdem Preise, Varianten und Verfügbarkeit immer direkt beim Anbieter, da sich diese Angaben laufend ändern.

Weiterlesen

Ein einzelnes Gerät ist immer nur ein Baustein. Wie Wallet, Backup-Strategie, Bedrohungsmodell und Notfallplan zusammenspielen, zeigt der Leitfaden zum vollständigen Sicherheitssystem für die Selbstverwahrung – die beste Grundlage, um dich nicht für ein Gadget, sondern für ein stimmiges Gesamtkonzept zu entscheiden. Ergänzend ordnet der Beitrag Krypto-Vermögen schützen ein, welche Vorbereitung im Alltag wirklich zählt.

Wer lieber die etablierten Einzelgeräte gegeneinander abwägen möchte, findet Trezor, Ledger, BitBox, ELLIPAL und Tangem im großen Hardware-Wallet-Vergleich der klassischen Geräte. Und wie sich das Passport Prime speziell gegen Ledger und Trezor schlägt, steht im gesonderten Passport-Prime-Vergleich.

Gerade weil zwei dieser Geräte weiter mit einer Seed-Phrase arbeiten, lohnt der Blick darauf, wo und wie du die Seed-Phrase sicher aufbewahrst – der häufigste Grund für Totalverluste. Warum Quelloffenheit dabei mehr ist als ein Marketingwort, erklärt der Beitrag Open Source oder Closed Source: worauf Vertrauen wirklich beruht.

Ein starkes Argument für konsequente Selbstverwahrung liefert schließlich die laufend gepflegte Übersicht der Krypto-Datenlecks und betroffenen Anbieter: Wer seine Schlüssel selbst hält, taucht in keinem Kundenregister auf, das eines Tages im Netz landet.

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