Laptop ohne Windows kaufen: Notebook mit Linux ab Werk oder ganz ohne Betriebssystem
Wer einen Laptop ohne Windows kaufen will, stößt auf ein Problem, das nichts mit Technik zu tun hat: Fast jedes Gerät im Handel kommt mit vorinstalliertem Windows, und der Anteil für die Lizenz steckt fest im Preis. Wer ohnehin ein anderes System aufspielt, zahlt also für Software, die er im ersten Schritt wieder löscht. Dazu kommt der zweite Ärger: Ein Rechner, der noch schnell genug ist, gilt plötzlich als zu alt für die nächste Windows-Version. Diese Seite zeigt, wie du ein Notebook ohne Windows bekommst – mit Linux ab Werk, als Laptop ohne Betriebssystem oder durch den Umbau des vorhandenen Geräts – und worauf du bei der Hardware achten musst, damit hinterher alles läuft.
Das Wichtigste vorweg: Es gibt drei Wege. Erstens ein Notebook ohne Windows, aber mit vorinstalliertem Linux – bequem, weil Treiber und Verschlüsselung schon eingerichtet sind. Zweitens ein Laptop ohne Betriebssystem, den du selbst bespielst; im Handel läuft das auch unter „Laptop ohne OS“. Drittens der Umbau eines vorhandenen Rechners, der für Windows 11 nicht mehr taugt. Achte beim Vergleichen darauf, ob wirklich kein Betriebssystem installiert ist oder ob ein einfaches System wie FreeDOS mitgeliefert wird – das ist nicht dasselbe.
Bevor es um Modelle geht, lohnt der Blick auf die eigene Ausgangslage. Suchst du Ersatz für einen Rechner, der nicht mehr mitkommt? Willst du bewusst raus aus dem Ökosystem der großen Anbieter? Oder brauchst du ein Arbeitsgerät ohne vorinstalliertes Windows, weil in deinem Betrieb ohnehin ein anderes System vorgegeben ist? Diese drei Motive führen zu unterschiedlichen Geräten und zu deutlich unterschiedlichen Preisen.
Ein Anbieter, der genau auf diese Fälle zugeschnitten ist, ist der niederländische Hersteller NovaCustom. Er baut Notebooks wahlweise mit vorinstalliertem System, mit Windows oder ausdrücklich ohne Betriebssystem. Die passenden Einstiegspunkte: Laptop ohne Windows, Notebook ohne Betriebssystem und Geräte mit System ab Werk.
Inhalt dieser Seite
- Warum viele einen Laptop ohne Windows kaufen
- Ohne Windows oder ohne Betriebssystem: der Unterschied
- Laptop ohne Windows kaufen: drei Wege im Vergleich
- Laptops ohne Windows: Modelle und Konfigurationen
- Notebook ohne Windows: worauf es bei der Hardware ankommt
- Welches Betriebssystem passt auf einen Laptop ohne Windows?
- Die Ebene unter dem Betriebssystem
- Ausstattung, die es nur beim Konfigurieren gibt
- Alten Windows-Rechner behalten oder ersetzen
- Der Umstieg Schritt für Schritt
- Begriffe kurz erklärt
- Häufige Fragen
- Weiterlesen
Warum viele einen Laptop ohne Windows kaufen
Eine häufige Antwort ist überraschend unideologisch: Es geht ums Geld und um funktionierende Geräte. Wenn ein Betriebssystemwechsel dazu führt, dass ein vollkommen brauchbarer Rechner ausgemustert werden soll, empfinden das viele als Zumutung. Zehn Jahre alte Notebooks laufen mit einem schlanken freien System flüssig, während dieselbe Maschine für die aktuelle Windows-Generation offiziell nicht mehr unterstützt wird. Wer sich einmal darüber geärgert hat, sucht beim nächsten Mal gezielt ein Notebook ohne Windows.
Der zweite Grund ist der Preis. Ein Gerät ohne Windows-Lizenz ist im Einkauf günstiger als dasselbe Gerät mit vorinstalliertem Windows – wie stark, hängt vom Hersteller ab. Wer ein Notebook ohne Betriebssystem kauft und ein freies System aufspielt, spart diesen Anteil vollständig. Umgekehrt gilt: Wer Windows später doch braucht, muss die Lizenz einzeln nachkaufen und sollte das in die Rechnung einbeziehen.
Der dritte Grund ist die Datenfrage. Ein modernes Windows meldet im Hintergrund laufend Nutzungsdaten an den Hersteller, und die entsprechenden Einstellungen springen nach größeren Aktualisierungen gern wieder auf die Voreinstellung zurück. Wie hartnäckig das ist, haben wir ausführlich beschrieben: Windows-Telemetrie abschalten zeigt, welche Schalter es gibt, aber auch, warum das Nachjustieren nie endet.
Der vierte Grund ist Souveränität im wörtlichen Sinn: Wer beruflich mit sensiblen Daten arbeitet, will wissen, wo sein Gerät gebaut wurde und wer im Zweifel Zugriff hat. Dass diese Frage längst nicht mehr nur Einzelne betrifft, zeigt der Fall unter digitale Souveränität und amerikanische Server.
Ohne Windows oder ohne Betriebssystem: der Unterschied
Diese beiden Formulierungen werden im Handel durcheinandergeworfen, meinen aber nicht dasselbe – und der Unterschied entscheidet darüber, was nach dem Auspacken passiert.
Laptop ohne Windows ist die weiter gefasste Beschreibung. Sie sagt nur, dass kein Windows vorinstalliert ist. Was stattdessen darauf liegt, bleibt offen: Es kann ein fertig eingerichtetes freies System sein, es kann ein minimales System wie FreeDOS sein, und es kann tatsächlich gar nichts sein.
Laptop ohne Betriebssystem ist die engere Angabe. Hier ist wirklich kein System installiert; der Rechner startet nach dem Einschalten ins Firmware-Menü und wartet auf ein Installationsmedium. Dieselbe Ware findest du bei manchen Händlern als „Notebook ohne Betriebssystem“ oder verkürzt als „Laptop ohne OS“.
Was heißt das für die Auswahl? Wer ohnehin selbst installieren will, kann beide Varianten nehmen – ein Notebook ohne Betriebssystem ist dann der direktere Weg, weil nichts überschrieben werden muss. Wer dagegen sofort loslegen möchte, wählt ein Gerät mit vorinstalliertem System und spart sich Treibersuche und Einrichtung. Achte in beiden Fällen darauf, wie der Anbieter es genau formuliert, denn ein Notebook ohne vorinstalliertes Windows ist nicht automatisch ein Notebook ohne Betriebssystem.
Zur Einordnung: Bei Anbietern, die auf diese Zielgruppe zugeschnitten sind, ist beides ausdrücklich wählbar. Du entscheidest im Konfigurator, ob ein System aufgespielt wird oder ob das Gerät leer ankommt – ohne Aufpreis für eine Lizenz, die du nicht willst.
Laptop ohne Windows kaufen: drei Wege im Vergleich
Ein Notebook ohne Windows zu bekommen, ist keine einzelne Entscheidung, sondern eine von drei möglichen. Sie unterscheiden sich im Aufwand, im Preis und darin, wie viel du selbst können musst.
Weg eins: Notebook mit vorinstalliertem System
Der bequemste Weg. Der Hersteller installiert das gewünschte System, richtet Treiber, Oberfläche, Sprache und auf Wunsch auch die Festplattenverschlüsselung ein. Du klappst das Gerät auf und arbeitest. Der Vorteil liegt nicht nur in der gesparten Stunde: Du bekommst eine Hardware-Kombination, die der Hersteller mit genau diesem System getestet hat. Daran scheitern Selbstinstallationen auf beliebigen Handelsgeräten besonders oft – nicht am Können, sondern an WLAN-Chips, Fingerabdrucksensoren oder Grafikumschaltungen ohne saubere Treiber.
Weg zwei: Laptop ohne Betriebssystem
Hier kommt das Gerät nackt. Keine Lizenz, kein vorinstalliertes System, nur Hardware. Das ist der ehrlichste Weg für alle, die ohnehin ihre eigene Installation mit eigener Partitionierung und eigenem Verschlüsselungsschema aufsetzen. Ein Nebeneffekt, den viele unterschätzen: Ohne vorinstalliertes System entfällt jede Diskussion darüber, was der Hersteller sonst noch mitgeliefert hat. Wichtig ist nur, dass die Hardware zu deinem Wunschsystem passt.
Weg drei: den vorhandenen Rechner umrüsten
Der günstigste Weg und für viele der Einstieg. Ein Notebook, das für die nächste Windows-Generation angeblich zu alt ist, läuft mit einem schlanken freien System oft spürbar schneller als vorher. Ob sich das lohnt, hängt vor allem an Arbeitsspeicher und Datenträger. Eine radikale Variante beschreibt unser Beitrag Tails statt Windows 11 auf einem alten Rechner: ein System, das vom USB-Stick startet und beim Herunterfahren alle Spuren vergisst.
Die drei Wege schließen sich nicht aus. Viele beginnen mit Weg drei auf einem Altgerät, um das neue System überhaupt kennenzulernen, und kaufen erst danach bewusst einen Laptop ohne Windows als Hauptrechner. Das ist der risikoärmste Ablauf, weil die Entscheidung längst gefallen ist, bevor Geld ausgegeben wird.
Laptops ohne Windows: Modelle und Konfigurationen
Wer ein Notebook ohne Windows kaufen will, landet schnell bei einer überschaubaren Zahl europäischer Anbieter, für die das kein Randsortiment ist. Die folgende Übersicht zeigt die Modellreihen von NovaCustom, weil dieser Hersteller alle drei oben beschriebenen Wege in einem Konfigurator abbildet: System vorinstalliert, Windows auf Wunsch oder ausdrücklich kein Betriebssystem. Die Angaben stammen von den Produkt- und Kategorieseiten des Herstellers.
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| Modell | Bildschirm | System ab Werk | Ohne Betriebssystem bestellbar | Ausrichtung |
|---|---|---|---|---|
| V54 Serie | 14,0 Zoll | Frei wählbar | Ja | Der Baukasten: alles selbst entscheiden |
| V56 Serie | 16,0 Zoll | Frei wählbar | Ja | Wie V54, größerer Bildschirm |
| PrivacyGuard V54 | 14 Zoll | Zorin OS Pro | Nein | Fertiges Paket für den Umstieg |
| PrivacyGuard V56 | 16,0 Zoll | Zorin OS Pro | Nein | Wie oben, größerer Bildschirm |
| SecurityTitan V54 | 14 Zoll | Qubes OS | Nein | Höchste Sicherheitsstufe des Herstellers |
| SecurityTitan V56 | 16,0 Zoll | Qubes OS | Nein | Wie oben, größerer Bildschirm |
Angaben des Herstellers, Stand September 2026. Die Modellnamen sind Partnerlinks · Anzeige. Für dich ändert sich am Preis nichts.
Für die Frage dieser Seite ist vor allem die vierte Spalte wichtig. Nur die beiden Baukasten-Serien lassen sich ausdrücklich als Laptop ohne Betriebssystem bestellen; bei den vorkonfigurierten Paketen ist die Entscheidung bereits getroffen. Wer also ein Notebook ohne vorinstalliertes System sucht, wählt die V54 oder die V56 Serie und setzt im Konfigurator den entsprechenden Haken. Wer stattdessen ein fertig eingerichtetes Gerät will, greift zu einem der Pakete – die beiden Reihen dahinter behandeln wir auf eigenen Seiten ausführlich.
Notebook ohne Windows: worauf es bei der Hardware ankommt
Bei einem Laptop ohne Windows verschiebt sich die Prüfliste. Prozessorgeneration und Bildschirmauflösung stehen überall; entscheidend für den Alltag sind andere Punkte.
Arbeitsspeicher, der sich tauschen lässt. Viele schlanke Handelsgeräte haben den Speicher fest verlötet. Was du beim Kauf wählst, bleibt für die Lebensdauer des Geräts. Notebooks mit echten Steckplätzen lassen sich später aufrüsten, und das ist der wirksamste Hebel gegen vorzeitiges Ausmustern. Die V54-Serie hat nach Herstellerangaben zwei Steckplätze und lässt sich bis 96 GB bestücken.
Zwei Datenträgerplätze statt einem. Wer zwei Systeme parallel betreiben will, trennt sie am saubersten auf zwei physische Datenträger statt auf zwei Partitionen. Auch für verschlüsselte Datenbereiche ist der zweite Steckplatz nützlich. Bei den Modellen mit dedizierter Grafikkarte steht laut Hersteller nur ein Steckplatz zur Verfügung – ein Punkt, der vor der Bestellung geprüft gehört.
Ein Funkmodul, das mitspielt. Eine verbreitete Ursache für Frust nach einer Neuinstallation ist der WLAN-Chip. Geräte, die für freie Systeme gebaut sind, verwenden bewusst Module mit guter Treiberunterstützung und bieten sie im Konfigurator zur Auswahl an.
Ersatzteile und Servicedauer. Ein Notebook ohne Windows soll in der Regel länger halten als der übliche Austauschzyklus. Dann zählt, ob es in fünf Jahren noch Tastaturen, Akkus und Netzteile gibt. NovaCustom nennt für die V54-Serie eine garantierte Ersatzteilverfügbarkeit und Firmware-Pflege bis mindestens Juli 2031 und hält dafür einen eigenen Bereich für Ersatzteile bereit.
Der Punkt, an dem die meisten Selbstbau-Pläne scheitern: Nicht die Installation ist das Problem, sondern die Randfälle danach – der Ruhezustand, der nicht aufwacht, die Grafikumschaltung, die flackert, der Fingerabdrucksensor ohne Treiber. Für die V54-Serie weist der Hersteller ausdrücklich darauf hin, dass ein aktueller Systemkern Voraussetzung ist. Wer eine veraltete Installationsdatei verwendet, sucht den Fehler an der falschen Stelle.
Welches Betriebssystem passt auf einen Laptop ohne Windows?
Diese Wahl entscheidet mehr über deine Zufriedenheit als die Wahl des Prozessors. Vier Gruppen decken praktisch alle Fälle ab.
Für Umsteiger eignen sich Systeme mit vertrauter Oberfläche: Linux Mint und Zorin OS Pro sind genau dafür gemacht, Ubuntu ist der Standard mit der größten Anleitungssammlung im Netz. Wer zum ersten Mal wechselt, fängt hier an.
Für Erfahrene stehen Fedora, Debian, openSUSE Leap, Manjaro, NixOS oder Pop!_OS bereit – jeweils mit eigener Philosophie bei Aktualisierungen und Paketverwaltung.
Für sehr hohe Schutzanforderungen gibt es Qubes OS, das Arbeitsbereiche strikt voneinander trennt. Es ist wählerisch bei der Hardware und verlangt Einarbeitung; welche Geräte dafür zertifiziert sind und was im Kleingedruckten steht, zeigt unsere Übersicht zu Qubes OS zertifizierter Hardware.
Für den Sonderfall bleibt ein System vom USB-Stick, das nichts speichert. Kein Alltagssystem, aber die passende Antwort auf Aufgaben, bei denen nach dem Herunterfahren nichts zurückbleiben soll.
Die Ebene unter dem Betriebssystem
Ein Unterschied zwischen einem billigen Notebook mit nachinstalliertem System und einem Gerät, das für diesen Zweck gebaut wurde, liegt unterhalb des Betriebssystems. Jeder Rechner startet über eine Firmware, die vor dem System läuft und entscheidet, was booten darf. Bei fast allen Handelsgeräten ist ihr Quellcode geschlossen. Du kannst dein System also vollständig prüfen und trotzdem nicht wissen, was eine Schicht darunter passiert.
Geräte mit offener coreboot-Firmware setzen genau dort an: Der Startcode ist einsehbar, die Firmware ist schlanker, und sie erlaubt Einstellungen, die sonst gar nicht angeboten werden. Für den Kauf eines Geräts ohne Windows ist das ein Unterscheidungsmerkmal, aber kein Muss – wer sich in das Thema einlesen will, findet bei uns die Kaufberatung zum coreboot Laptop.
Ausstattung, die es nur beim Konfigurieren gibt
Ein Vorteil, wenn ein Gerät ohnehin auf Bestellung gebaut wird: Du kannst Bauteile weglassen. Was nicht verbaut ist, lässt sich auch nicht heimlich einschalten.
Möglich ist eine Konfiguration ohne Kamera und Mikrofon, bei der das Modul dauerhaft entfernt wird statt nur abgeklebt zu sein. Wer die Kamera gelegentlich braucht, wählt eine vorinstallierte Abdeckung und ein externes Gerät zum Anstecken. Ebenfalls wählbar ist eine Konfiguration ohne Funkmodul; dann bleibt nur der Netzwerkanschluss oder ein USB-Adapter, den du bewusst ansteckst. Beides sind Optionen im Konfigurator, keine eigenen Modelle – und beide solltest du vor der Bestellung durchdenken, weil sich der Datenaustausch danach anders organisiert.
Alten Windows-Rechner behalten oder ersetzen
Diese Frage stellt sich fast immer parallel. Die nüchterne Antwort: Ein Altgerät, das noch läuft, ist mit einem freien System meist besser aufgehoben als auf dem Wertstoffhof – aber es ist kein Ersatz für ein Arbeitsgerät, von dem der Lebensunterhalt abhängt. Wer beruflich darauf angewiesen ist, kauft neu und behält das alte Gerät als Zweitrechner.
Wenn du Windows weiterhin für einzelne Programme brauchst, ist der Parallelbetrieb der pragmatische Weg. Dann muss allerdings die Lizenzfrage geklärt sein: Ein Notebook ohne vorinstalliertes Windows bringt keine mit. Welche Bezugswege legal und welche fragwürdig sind, haben wir im Test zu Lizenzexpress und günstigen Windows-Lizenzen aufgedröselt.
Vor jedem Wechsel steht dieselbe Pflichtaufgabe, und sie wird regelmäßig übersprungen: eine vollständige Sicherung. Nicht einzelne Ordner, sondern ein Abbild, aus dem sich der bisherige Zustand notfalls wiederherstellen lässt. Wie das aussieht, steht in unserem Beitrag zu Festplatte sichern und System-Image erstellen. Erst danach wird installiert.
Der Umstieg Schritt für Schritt
- Bedarf klären. Welche Programme brauchst du täglich? Für fast alles gibt es Entsprechungen; die Ausnahmen kennst du meist selbst, und für sie planst du den Parallelbetrieb ein.
- System auswählen und ausprobieren. Am besten auf einem Altgerät oder von einem Stick, bevor Geld fließt. Nach zwei Wochen weißt du, ob die Oberfläche zu dir passt.
- Kaufvariante festlegen. Soll das Gerät fertig eingerichtet ankommen oder als Laptop ohne Betriebssystem? Das ist dieselbe Hardware, nur ein anderer Startpunkt.
- Gerät konfigurieren. Speicher und Datenträger großzügig wählen, Tastaturlayout und Systemsprache festlegen, über Kamera, Mikrofon und Funkmodul entscheiden.
- Verschlüsselung einschalten. Ohne verschlüsselten Datenträger nützt jede weitere Maßnahme wenig, sobald das Gerät weg ist.
- Daten übertragen und den alten Rechner bereinigen. Erst die Sicherung prüfen, dann übertragen. Wird das Altgerät verkauft oder verschenkt, reicht Löschen und Formatieren nicht – warum, erklärt Daten sicher löschen bei Festplatte, SSD und ganzem PC.
Begriffe kurz erklärt
Laptop ohne Betriebssystem
Gerät, auf dem wirklich nichts installiert ist. Es startet ins Firmware-Menü und wartet auf ein Installationsmedium.
Laptop ohne OS
Dieselbe Sache, nur mit der englischen Abkürzung für Betriebssystem. Im Handel häufig als Filterbezeichnung zu finden.
FreeDOS
Ein freies, sehr einfaches Betriebssystem. Wird manchmal statt Windows mitgeliefert, damit das Gerät nicht ganz leer ausgeliefert wird.
Windows-Lizenz
Der Nutzungsschlüssel für Windows. Bei einem Gerät ohne vorinstalliertes Windows ist er nicht enthalten und muss bei Bedarf einzeln gekauft werden.
Distribution
Eine fertige Zusammenstellung aus Systemkern, Oberfläche und Programmen. Mint, Ubuntu, Fedora und Debian sind Beispiele.
Dual-Boot
Zwei Betriebssysteme auf einem Rechner, zwischen denen beim Start gewählt wird. Sauberer auf zwei getrennten Datenträgern.
Festplattenverschlüsselung
Schützt die Daten, solange das Gerät ausgeschaltet ist. Ohne Passphrase bleibt der Datenträger unlesbar.
Firmware
Die Software, die vor dem Betriebssystem startet und die Hardware in Gang setzt. Bei den meisten Geräten ist ihr Quellcode geschlossen.
Häufige Fragen
Laptop ohne Windows oder ohne Betriebssystem – was ist der Unterschied?
Ohne Windows heißt nur, dass kein Windows vorinstalliert ist; darauf liegen kann trotzdem ein anderes System. Ohne Betriebssystem heißt, dass gar nichts installiert ist. Wer selbst installieren will, kann beide Varianten nehmen. Wer sofort loslegen möchte, wählt ein Gerät mit System ab Werk.
Was bedeutet FreeDOS bei einem Laptop ohne Windows?
FreeDOS ist technisch ein Betriebssystem, wenn auch ein sehr einfaches. Ein Notebook mit FreeDOS ist deshalb nicht dasselbe wie ein Notebook komplett ohne Betriebssystem. Für den Alltag wirst du es ohnehin überschreiben; es dient dem Händler nur dazu, das Gerät nicht völlig leer auszuliefern.
Ist ein Laptop ohne Windows günstiger?
Der Anteil für die Windows-Lizenz entfällt, das macht sich beim Preis bemerkbar. Dafür werden Geräte, die eigens ohne Windows gebaut und getestet werden, in kleineren Stückzahlen produziert. Der größere Vorteil entsteht über die Nutzungsdauer, weil sich Speicher, Datenträger und Verschleißteile tauschen lassen.
Kann ich später doch noch Windows installieren?
Ja. Ein Notebook ohne Betriebssystem ist Hardware wie jede andere. Du brauchst dafür eine eigene Windows-Lizenz, die beim Kauf nicht dabei war. Plane sie in die Rechnung ein, wenn du weißt, dass du einzelne Programme nur unter Windows nutzen kannst.
Läuft meine gewohnte Software auf einem Gerät ohne Windows?
Für Büroarbeit, Browser, Mail, Bildbearbeitung und Entwicklung gibt es durchweg ausgereifte Entsprechungen. Schwierig bleibt Spezialsoftware, die es nur für Windows gibt, sowie einzelne Branchenlösungen. Prüfe diese Programme vor dem Kauf und plane im Zweifel den Parallelbetrieb ein.
Wo kaufe ich ein Notebook ohne Betriebssystem?
Im normalen Handel findet man es über entsprechende Filter, allerdings meist ohne Auswahl bei den Bauteilen. Bei Herstellern, die auf Bestellung fertigen, ist es dagegen eine reguläre Option im Konfigurator – dort entscheidest du zusätzlich über Speicher, Datenträger, Tastaturlayout und Funkmodul.
Lohnt sich der Umbau eines alten Notebooks überhaupt?
Wenn genügend Arbeitsspeicher vorhanden ist und ein schneller Datenträger eingebaut werden kann, läuft ein Altgerät mit einem schlanken System oft besser als zuvor. Sobald du beruflich darauf angewiesen bist oder Ersatzteile fehlen, ist der Neukauf die ehrlichere Rechnung.
Kann ich ein Notebook ohne Kamera oder ohne Funkmodul bestellen?
Bei Herstellern, die auf Bestellung fertigen, ja. Kamera und Mikrofon lassen sich dauerhaft entfernen, und das Funkmodul kann entfallen. Ohne Funkmodul brauchst du einen Netzwerkanschluss oder einen USB-Adapter sowie ein durchdachtes Verfahren für Sicherungen.
Weiterlesen
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Linux Laptop kaufen: Notebook mit vorinstalliertem Linux – der nächste Schritt, wenn nicht nur die Lizenz gespart, sondern gleich ein fertig eingerichtetes System geliefert werden soll.