Hardware-Wallet-Finder: Welche Hardware-Wallet passt zu dir?
Der Hardware-Wallet-Finder zeigt dir in wenigen Klicks, welche Hardware-Wallet zu deinem Smartphone, deinen Kryptowährungen und deinem Sicherheitsanspruch passt. Wähle aus, was dir wichtig ist – iPhone oder Android, nur Bitcoin oder mehrere Coins, Air-Gap, Secure Element oder quelloffene Firmware – und die 22 Hardware-Wallet-Einträge unserer Partner ordnen sich danach, wie viele deiner Anforderungen sie erfüllen. Darunter erklären wir jedes Kriterium, zeigen eine vollständige Vergleichsmatrix und sagen, worauf du beim Kauf achten solltest.
Kurz gesagt: Die passende Hardware-Wallet hängt vor allem von drei Fragen ab: Womit nutzt du sie – iPhone, Android oder Computer? Hältst du nur Bitcoin oder mehrere Kryptowährungen? Und wie viel Abschottung willst du – etwa Air-Gap, kein Bluetooth oder ein Secure Element? Wichtiger als jedes Einzelmerkmal ist ein eigenes Display zur Adressprüfung, ein sicher verwahrtes Backup und der Kauf direkt beim Hersteller. Eine Garantie gibt es mit keinem Gerät.
Der Hardware-Wallet-Finder
Starte mit einer Schnellauswahl oder klicke deine Anforderungen einzeln an. Du kannst jederzeit ändern oder zurücksetzen – die Liste sortiert sich sofort neu.
Grobfilter: Ob dein konkreter Coin, das Netzwerk und die gewünschte Wallet-App unterstützt werden, vor dem Kauf beim Hersteller prüfen.
Noch nichts ausgewählt – unten siehst du alle Modelle.
AnzeigeMöglicherweise passend – Angaben offen, optional oder nur teilweise
Weitere Modelle – Anforderungen nicht vollständig erfüllt
Die Produktnamen und Buttons enthalten Partnerlinks. Bei einem Kauf darüber können wir eine Provision erhalten; die Reihenfolge richtet sich zuerst nach aktuellen Sicherheitshinweisen – Modelle mit rotem Hinweis stehen in jedem Bereich am Ende – und danach nach deinen Anforderungen, nie nach der Provision. Angaben nach Herstellerinformationen; Funktionen, unterstützte Kryptowährungen und Kompatibilität können sich mit Firmware und Apps ändern – vor dem Kauf beim Hersteller prüfen. Hardware-Wallets nur direkt beim Hersteller oder bei offiziellen Händlern kaufen.
So liest du das Ergebnis des Hardware-Wallet-Finders
Jede Karte zeigt, wie viele deiner Anforderungen das Gerät erfüllt. Ein Häkchen bedeutet: laut Hersteller erfüllt. Ein Kreuz bedeutet: nicht erfüllt. Ein Fragezeichen bedeutet: Uns liegt dazu keine gesicherte Herstellerangabe vor – das zählt nicht als erfüllt, und du solltest diesen Punkt vor dem Kauf selbst beim Hersteller prüfen. „Optional, nicht Standard“ heißt: Die Funktion ist möglich, aber nicht die Grundeinstellung; „nur teilweise“ heißt: Sie gilt nur für einen Teil des Systems. Die Ergebnisse stehen in drei getrennten Bereichen: Oben stehen nur Modelle, die alle deine Anforderungen laut Hersteller bestätigt erfüllen. Darunter folgen „Möglicherweise passend“ – Modelle ohne Ausschluss, bei denen aber eine Angabe offen, optional oder nur teilweise erfüllt ist. Ganz unten stehen Modelle, die mindestens eine Anforderung nicht erfüllen, etwa weil sie nicht mit deinem Smartphone arbeiten oder deine Coins nicht unterstützen. Bitcoin-only und mehrere Kryptowährungen schließen sich aus; der Finder wählt die jeweils andere Option automatisch ab. Modelle mit einem aktuellen Sicherheitshinweis stehen innerhalb jedes Bereichs am Ende; den roten Hinweis liest du direkt auf der Karte. Das gilt für zwei unterschiedliche Fälle: Bei Coldcard betraf der Fehler die Firmware der Geräte selbst. Bei D’CENT betraf der Vorfall laut Hersteller die App-Wallet, eine Schwachstelle der Hardware ist nicht bestätigt – dort ist die Einordnung eine vorsorgliche Entscheidung der Redaktion.
Der Finder ersetzt keine Beratung und keinen Blick in die aktuelle Herstellerdokumentation. Funktionen, unterstützte Kryptowährungen und App-Kompatibilität können sich mit Firmware-Updates ändern. Die ausführlichen Beschreibungen aller Partnermodelle findest du in Hardware-Wallets unserer Partner im Überblick.
Die Kriterien des Hardware-Wallet-Finders erklärt
iPhone, Android oder Computer
Nicht jede Hardware-Wallet arbeitet mit jedem Smartphone zusammen. Auf dem iPhone laufen viele Geräte nur per Bluetooth, NFC oder QR-Code; USB-Geräte wie der Ledger Nano S Plus oder die BitBox02 ohne Nova werden dort nicht unterstützt, Trezor Safe 3 und 5 nur eingeschränkt. Android ist meist offener, weil sich viele Geräte per USB-Kabel anschließen lassen. Wie du das Smartphone selbst absicherst, zeigt Smartphone für Krypto absichern.
Welche Coins: Bitcoin, mehrere Kryptowährungen oder ausdrücklich Bitcoin-only
Die erste Frage ist, welche Coins du verwahren willst: Bitcoin unterstützen alle Geräte unserer Partner, mehrere Kryptowährungen nur die Multi-Coin-Modelle. Davon getrennt kannst du unter „Technische Vorlieben“ ausdrücklich ein Bitcoin-only-Gerät wählen. Bitcoin-only-Geräte oder -Firmware unterstützen ausschließlich Bitcoin. Der Finder unterscheidet dabei: Ab Werk ausschließlich Bitcoin sind Passport Prime und Coldcard. Blockstream Jade Plus unterstützt Bitcoin und Liquid-Assets und gilt deshalb im Filter nur als teilweise erfüllt (◐). Bei Trezor, BitBox, Keystone, OneKey und ERA ist Bitcoin-only eine eigene Edition oder eine wählbare Firmware – das zählt als „optional“. Für Trezor Safe 5 und Safe 3 führt der Kaufbutton bei dieser Auswahl direkt zur Bitcoin-only-Edition; bei den übrigen Modellen wählst du die Edition im Shop oder installierst die Bitcoin-only-Firmware nach Herstelleranleitung. Das verkleinert Code und Angriffsfläche und ist für reine Bitcoin-Sparer oft die klarere Wahl. Wer mehrere Kryptowährungen hält, braucht ein Multi-Coin-Gerät und sollte vor dem Kauf prüfen, ob der konkrete Coin und das Netzwerk unterstützt werden. Ein Beispiel für ein reines Bitcoin-Gerät beschreibt Passport Prime: die Bitcoin-only-Hardware-Wallet.
Air-Gap
Air-Gapped-Wallets signieren ohne Kabel- oder Funkverbindung, meist per QR-Code oder microSD. Das trennt die Schlüssel stärker vom internetverbundenen Gerät, macht die Wallet aber nicht automatisch insgesamt sicherer – auch hier bleiben Backup und Transaktionsprüfung entscheidend. Mehr dazu in Air-Gapped Wallet: maximale Trennung vom Internet.
Eigenes Display
Ein Display auf der Hardware-Wallet ist die wichtigste Kontrollinstanz: Dort prüfst du Empfangsadresse, Betrag und Empfänger unabhängig vom Computer oder Smartphone, das manipuliert sein könnte. Warum das so wichtig ist, zeigt Niemals blind signieren.
Klassische Wortliste als Backup
Die meisten Geräte sichern die Wallet über eine Wortliste – 12 oder 24 Wörter nach BIP39 oder 20 beziehungsweise 33 Wörter je Anteil nach SLIP39, wobei aktuelle Trezor-Geräte normalerweise 20 Wörter nutzen. Wichtig: BIP39 und SLIP39 sind verschiedene Standards – ein SLIP39-Backup lässt sich nicht in einer Wallet wiederherstellen, die nur BIP39 unterstützt. Andere setzen auf Backup-Karten oder verteilte Anteile, etwa Tangem oder Cypherock. Eine Wortliste lässt sich ohne Gerät lesen und auf vielen kompatiblen Geräten wiederherstellen. Kartenverfahren sind bequemer, binden dich aber je nach Verfahren stärker an den Hersteller: Cypherock etwa kann mit Vault und einer Karte die BIP39-Wörter anzeigen, bei Tangem musst du die Seed-Phrase schon bei der Ersteinrichtung wählen.
Secure Element
Ein Secure Element ist ein spezieller Sicherheitschip, der Geheimnisse gegen physische Angriffe schützen soll. Es ist ein wichtiges Merkmal, aber kein Alleinkriterium: Manche Hersteller setzen bewusst auf andere Konzepte. Wie Secure Element und Offline-Signierung zusammenspielen, erklärt Wie funktioniert eine Hardware-Wallet.
Quellcode der Firmware einsehbar
Ist der Quellcode der Firmware öffentlich einsehbar, können unabhängige Fachleute ihn prüfen. Das schafft Transparenz, garantiert aber nicht, dass jede Zeile geprüft wurde. Einsehbar heißt nicht immer Open Source im Lizenzsinn: Coldcard etwa veröffentlicht den Code unter einer Lizenz mit Commons Clause, Keystone nutzt teils vorkompilierte Bibliotheken, und bei Cypherock ist nur die Firmware des Vaults offen, nicht die Software der Karten. Die Abwägung beschreibt Open Source oder Closed Source Wallet.
Ohne Bluetooth, Touchscreen und verschlüsseltes microSD-Backup
Wer auf Bluetooth verzichten will, wählt ein Gerät ohne Bluetooth. Das heißt aber nicht automatisch „ohne Funkverbindung“: Tangem oder D’CENT S etwa kommen ohne Bluetooth aus, kommunizieren beim Signieren aber drahtlos per NFC. Wer jede Funkverbindung vermeiden will, achtet zusätzlich auf Air-Gap per QR-Code oder Speicherkarte. Ein Touchscreen erleichtert die Eingabe und das Lesen langer Adressen. Und einige Geräte wie Coldcard schreiben ein verschlüsseltes Backup direkt auf microSD – eine Zusatzsicherung neben der Wortliste, die sich unauffällig lagern lässt, wie Seed Phrase sicher aufbewahren: die Hohlmünze zeigt.
Welche Hardware-Wallet für welchen Nutzertyp?
Die Schnellauswahl im Finder steht für typische Situationen:
- Einsteiger mit iPhone oder Android: Smartphone-Kompatibilität, eigenes Display und eine klassische Wortliste. Wie das erste Setup Schritt für Schritt gelingt, zeigt Krypto-Sicherheit für Einsteiger.
- Bitcoin-Sparer: Bitcoin, ausdrücklich Bitcoin-only, quelloffene Firmware, Display und Wortliste – ein schlankes Gerät für einen langfristigen Bestand.
- Maximale Abschottung: Air-Gap, kein Bluetooth und ein Display für den Langzeitbestand, der selten bewegt wird.
- Viele Coins am iPhone: Multi-Coin-Unterstützung, iPhone-Kompatibilität und ein Touchscreen für bequeme Bedienung.
- Bitcoin mit verschlüsseltem microSD-Backup: Bitcoin-only, Air-Gap und eine zusätzliche verschlüsselte Sicherung auf Speicherkarte.
Wie viel Sicherheit du für deine Vermögensgröße brauchst, ordnet Wie viel Krypto-Sicherheit brauchst du wirklich ein.
Alle Hardware-Wallets unserer Partner im Vergleich
Die Matrix zeigt alle Kriterien des Finders auf einen Blick. ✓ = laut Hersteller erfüllt, ✓* = optional möglich, aber nicht Standard, ◐ = nur teilweise, ✗ = nicht erfüllt, ? = keine gesicherte Angabe, beim Hersteller prüfen. Stand der Angaben: 19. September 2026. Modelle mit aktuellem Sicherheitshinweis stehen am Ende der Tabelle, bei D’CENT vorsorglich, weil der Vorfall die App-Wallet betraf; Bitcoin-only ist bei Trezor, BitBox, Keystone, OneKey und ERA eine Edition oder Firmware, die du im Shop beziehungsweise nach Herstelleranleitung wählst; die Hinweise findest du im Finder und unter „Aktuelle Sicherheitshinweise zu einzelnen Modellen“.
| Modell | iPhone | Android | Computer | Bitcoin | Bitcoin-only | Mehrere Coins | Air-Gap | Display | Wortliste | Secure Element | Quellcode einsehbar | Ohne Bluetooth | Touch | microSD verschlüsselt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Trezor Safe 7 | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓* | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✗ |
| Trezor Safe 5 | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓* | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ |
| Trezor Safe 3 | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓* | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ |
| Ledger Nano S Plus | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✗ | ✗ |
| Ledger Nano Gen5 | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✓ | ✗ |
| Ledger Flex | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✓ | ✗ |
| Ledger Stax | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✓ | ✗ |
| BitBox02 | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓* | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ |
| BitBox02 Nova | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓* | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ |
| Foundation Passport Prime | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ | ✓* | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✗ |
| Keystone 3 Pro | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓* | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ |
| OneKey Classic 1S und 1S Pure | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓* | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ |
| OneKey Pro | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓* | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✗ |
| Cypherock X1 | ◐ | ◐ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✗ | ✓ | ✓* | ✓ | ◐ | ✓ | ✗ | ✗ |
| Tangem Wallet | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✗ | ✓ | ✗ | ✗ | ✓* | ✓ | ◐ | ✓ | ✗ | ✗ |
| ELLIPAL Titan 2.0 | ✓ | ✓ | ◐ | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ? | ✓ | ✓ | ✗ |
| ERA Wallet | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓* | ✓ | ✓ | ✓ | ? | ✓ | ◐ | ✓ | ✓ | ✗ |
| Blockstream Jade Plus | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ◐ | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ |
| Coldcard Q | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ |
| Coldcard Mk5 | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ |
| D’CENT Biometric Wallet | ✓ | ✓ | ? | ✓ | ✗ | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ |
| D’CENT S mit R3covery-Karte | ✓ | ✓ | ? | ✓ | ✗ | ✓ | ✗ | ✗ | ✓* | ✓ | ? | ✓ | ✗ | ✗ |
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Angaben nach Herstellerinformationen, Stand dieser Seite. Die Produktnamen in der Tabelle und die Kaufbuttons im Finder enthalten Partnerlinks; bei einem Kauf darüber können wir eine Provision erhalten. Die Reihenfolge im Finder richtet sich nach aktuellen Sicherheitshinweisen und deinen Anforderungen, nie nach der Provision.
Aktuelle Sicherheitshinweise zu einzelnen Modellen
Zwei Hersteller haben 2026 Sicherheitsmeldungen veröffentlicht, die beim Kauf wichtig sind. Bei Coldcard erzeugte frühere Firmware Seeds mit zu wenig Zufall; empfohlen sind laut Coinkite derzeit 5.6.2 für den Mk5 und 1.5.2Q für den Q (Stand 4. September 2026), und ein mit betroffener Firmware erzeugter Seed muss grundsätzlich migriert werden – mehr in Coldcard-Entropiefehler: welche Seeds betroffen sind. D’CENT meldete am 16. September 2026 unbefugte Abflüsse bei seiner App-Wallet; eine Betroffenheit der Hardware-Wallets ist laut Hersteller bislang nicht bestätigt, wer dieselbe Phrase aber auch in der App-Wallet genutzt hat, soll seine Bestände auf eine neu erzeugte Phrase übertragen – mehr in D’CENT App Wallet: Sicherheitsvorfall.
Worauf du beim Kauf einer Hardware-Wallet achten solltest
- Direkt beim Hersteller oder offiziellen Händler kaufen: Keine gebrauchten oder vorkonfigurierten Geräte, keine Karten mit bereits aufgedruckten Wörtern.
- Selbst einrichten: Die Schlüssel auf dem Gerät erzeugen lassen, eine starke PIN setzen und die Echtheitsprüfung nach Herstelleranleitung durchführen. Bei Geräten mit Wortliste notierst du die Wörter; bei kartenbasierten Verfahren wie Tangem, Cypherock oder den Keycards von Passport Prime entstehen standardmäßig nicht unbedingt Wiederherstellungswörter – dann sicherst du nach dem jeweiligen Verfahren des Herstellers.
- Backup sicher verwahren: Wiederherstellungswörter offline auf Papier oder Metall sichern, nie als Foto oder in der Cloud; Backup-Karten nach Herstelleranleitung und möglichst räumlich getrennt verwahren – mehr in Seed-Phrase sicher aufbewahren.
- Nie auf Websites oder in Chats eingeben: Wiederherstellungswörter nur im vom Hersteller dokumentierten Wiederherstellungsverfahren eingeben – bei Geräten mit eigener Eingabe direkt auf dem Gerät, bei App-basierten Verfahren wie Tangem nur in der offiziellen App, deren Echtheit du vorher über die Herstellerseite prüfst. Niemals auf verlinkten Prüfwebsites, in Chats, Supportformularen oder unaufgefordert erscheinenden Pop-ups und nie in einem angeblichen „Seed-Checker“. Kein seriöser Hersteller fragt danach.
- Erst testen, dann einzahlen: Bei Geräten mit Display die Empfangsadresse dort prüfen und zunächst einen kleinen Testbetrag senden. Geräte ohne Display bieten keine unabhängige Adresskontrolle.
- Wiederherstellung prüfen, bevor größere Beträge folgen: Ein erfolgreicher Testeingang beweist nicht, dass sich die Wallet nach Verlust wiederherstellen lässt. Prüfe das Backup vor größeren Einzahlungen mit der vorgesehenen Herstellerfunktion, etwa der Backup-Prüfung. Bei Karten- und Mehranteil-Backups muss feststehen, dass die nötige Anzahl an Anteilen vorhanden ist. Ein bereits genutztes Gerät nie unvorbereitet zurücksetzen. Wie das sicher geht, zeigt Backup testen: die Recovery-Simulation.
- Passphrase mitdenken: Falls du eine zusätzliche Passphrase verwendest, sichere sie getrennt vom Wallet-Backup. Ohne sie ist das damit geschützte Guthaben nicht wiederherstellbar. Prüfe bei der Wiederherstellung auch, dass du mit genau dieser Passphrase wieder auf die richtige Wallet zugreifst. Mehr dazu in Passphrase: das 25. Wort.
- Kompatibilität vorher prüfen: Coin, Netzwerk, Smartphone und Betriebssystem beim Hersteller abgleichen.
Eine ausführliche Kaufberatung liefert Hardware-Wallet kaufen: welches Gerät zu dir passt. Was bei Verlust oder Defekt zu tun ist, beschreibt Hardware-Wallet verloren oder defekt.
Eine oder mehrere Hardware-Wallets?
Für den Einstieg genügt meist ein Gerät. Mit wachsendem Bestand kann eine Aufteilung sinnvoll sein – etwa eine Wallet für den Alltag und eine für den Langzeitbestand, jeweils mit unabhängig gesicherten Schlüsseln. Mehrere Geräte mit derselben Seed-Phrase sind keine Trennung, sondern nur Redundanz. Für größere Bestände kommt Multisig infrage, bei dem mehrere Geräte gemeinsam signieren. Wie du aufteilst, zeigen Wie viel Krypto gehört auf eine Hardware-Wallet und Hardware-Wallet kaufen: welche und warum mehrere; ab wann sich Multisig lohnt, klärt Multisig-Wallet einrichten.
Backup-Zubehör für deine Hardware-Wallet
Zu jeder Hardware-Wallet gehört ein robustes Backup. Wähle das Metall-Backup passend zum Format: Für das 20-Wort-SLIP39-Standardbackup aktueller Trezor-Geräte gibt es den Trezor Keep Metal 20 – als Single für ein einzelnes Backup oder als Multi für einen Anteil eines mehrteiligen Backups. Bei einem geteilten Backup braucht jeder Anteil einen eigenen Metallträger, und die Anteile werden getrennt verwahrt. Der Trezor Keep Metal 24 ist für BIP39-Wortlisten mit bis zu 24 Wörtern gedacht.
Nach dem Kauf: von der Börse auf deine Hardware-Wallet
Wenn deine Hardware-Wallet eingerichtet ist, überträgst du Coins von der Börse an eine frisch erzeugte Empfangsadresse – bei Geräten mit Display dort geprüft – und sendest zuerst einen Testbetrag. Vor der Auszahlung gleichst du Coin, Netzwerk und Empfangsadresse auf beiden Seiten ab – gerade Stablecoins wie USDC gibt es auf mehreren Netzwerken, und eine falsche Auswahl kann zum Verlust führen. Zusätzliche Angaben wie ein Memo oder Destination-Tag verlangen vor allem Börsenkonten, nicht private Wallets. Das Börsenkonto sicherst du möglichst mit Passkey oder mit starkem Passwort plus Authenticator-App als zweitem Faktor statt SMS. Die Börse kann Auszahlungen deinem Kundenkonto zuordnen; vollständige Anonymität entsteht dadurch nicht.
Wie das bei den einzelnen Anbietern funktioniert, zeigen unsere Überblicke zu Coinbase: Kryptowährungen kaufen und verwahren, Kryptowährungen kaufen mit Crypto.com, Nexo: Krypto verzinsen, beleihen und ausgeben, Trade Republic Crypto: echte Coins kaufen und selbst verwahren und N26 Krypto in der Banking-App; den Einstieg Schritt für Schritt erklärt Bitcoin kaufen für Einsteiger. Wer nur auf den Kurs setzen will, ohne eigene Coins zu halten, findet die Unterschiede unter Krypto-CFDs handeln mit XTB und NAGA im Test.
Echte Coins kaufen: Börsen und Broker unserer Partner
Bei Coinbase, Crypto.com und Nexo können unterstützte Kryptowerte auf externe Wallets übertragen werden. Trade Republic hat im November 2025 Transfers von und zu externen Wallets für unterstützte Kryptowerte eingeführt; ein älterer, noch abrufbarer Supportartikel verneint das zwar, die aktuelle Produktseite beschreibt die Funktion aber – prüfe die Freischaltung im eigenen Konto trotzdem vor dem Kauf. Für N26 Krypto werden Kauf, Verkauf und Tausch beschrieben; eine Funktion zum Transfer auf eine externe Wallet ist dort nicht dokumentiert, prüfe den aktuellen Funktionsumfang vor dem Kauf in der App. Bei Smartbroker+ ist die Auszahlungsfunktion vor dem Kauf gesondert zu prüfen.
Krypto-Handel in Bank oder Depot – Auszahlung auf eine eigene Wallet nicht bestätigt
Kryptowährungen sind sehr schwankungsanfällig, ein Totalverlust ist möglich. Solange Coins beim Anbieter liegen, hältst du nicht selbst die Schlüssel. Verzinste Guthaben bei Krypto-Plattformen sind keine Bankeinlagen und nicht durch eine Einlagensicherung geschützt. Keine Anlageberatung.
Auf den Bitcoin-Kurs setzen: Krypto-CFDs
Bei CFDs handelst du nur auf die Kursentwicklung. Du besitzt keine Coins, hast keine eigene Adresse und kannst nichts auf eine Wallet übertragen.
XTB: CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 77% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.
Libertex: Risikowarnung: CFDs sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko, aufgrund der Hebelwirkung schnell Geld zu verlieren. 83 % der Konten von Kleinanlegern verlieren beim Handel mit CFDs bei diesem Anbieter Geld. Sie sollten abwägen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie das hohe Risiko eingehen können, Ihr Geld zu verlieren.
NAGA: CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 77,41 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.
FxPro: Verantwortlich investieren. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 75% der Privatkundenkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen Ihr Geld zu verlieren.
Die Hardware-Wallet ist nur der Anfang
Wie Gerät, Backup, Notfallplan und Nachlass zu einem vollständigen Sicherheitssystem zusammenwachsen, zeigt der Leitfaden von alarm.de.
Zum Leitfaden „Krypto-Vermögen schützen“Der vollständige Leitfaden zur sicheren SelbstverwahrungGlossar: Begriffe rund um den Hardware-Wallet-Finder
Häufige Fragen zum Hardware-Wallet-Finder
Welche Hardware-Wallet passt zu mir?
Das hängt davon ab, womit du sie nutzt, welche Kryptowährungen du hältst und wie viel Abschottung du willst. Der Hardware-Wallet-Finder oben ordnet die Geräte unserer Partner danach, wie viele deiner Anforderungen sie erfüllen.
Wie funktioniert der Hardware-Wallet-Finder?
Du wählst Smartphone oder Computer, Bitcoin oder mehrere Kryptowährungen und weitere Kriterien wie Air-Gap oder Secure Element. Die Geräte sortieren sich nach der Zahl erfüllter Anforderungen; ein Fragezeichen bedeutet, dass uns keine gesicherte Herstellerangabe vorliegt, und zählt nicht als erfüllt.
Beeinflusst die Provision die Reihenfolge?
Nein. Die Sortierung folgt zwei Regeln: Modelle mit einem aktuellen Sicherheitshinweis stehen in jedem Ergebnisbereich am Ende, danach entscheidet die Zahl der erfüllten Anforderungen. Die Provision spielt keine Rolle. Die Produktlinks sind Partnerlinks; bei einem Kauf darüber können wir eine Provision erhalten.
Welche Hardware-Wallet funktioniert mit dem iPhone?
Laut Herstellern unter anderem Trezor Safe 7, Ledger Nano Gen5, Flex und Stax sowie BitBox02 Nova per Bluetooth, Keystone 3 Pro und ELLIPAL per QR-Code, Tangem und D’CENT S per NFC, Passport Prime mit der Envoy-App, OneKey, Jade Plus und D’CENT Biometric sowie Coldcard über kompatible Wallet-Apps wie Nunchuk. Bei Cypherock gibt es Smartphone-Apps, die vollständige Signierfunktion darüber ist aber nicht abschließend belegt. Trezor Safe 3 und 5 bieten auf dem iPhone nur eingeschränkte Funktionen, BitBox02 ohne Nova und Ledger Nano S Plus gar keine.
Was bedeutet Bitcoin-only?
Bitcoin-only bedeutet, dass Gerät oder Firmware ausschließlich Bitcoin unterstützt. Blockstream Jade Plus unterstützt zusätzlich Liquid-Assets und wird deshalb im strengen Bitcoin-only-Filter nur als teilweise passend eingeordnet. Das verkleinert den Funktionsumfang und damit die Angriffsfläche. Manche Hersteller bieten dasselbe Gerät als Bitcoin-only- und als Multi-Edition oder eine eigene Bitcoin-only-Firmware an. Bitcoin selbst unterstützen auch die Multi-Coin-Geräte.
Warum gibt es drei Ergebnisbereiche?
Oben stehen nur Modelle, die alle deine Anforderungen laut Hersteller bestätigt erfüllen. Unter „Möglicherweise passend“ stehen Modelle ohne Ausschluss, bei denen eine Angabe offen, optional oder nur teilweise erfüllt ist. Unter „Weitere Modelle“ stehen Geräte, die mindestens eine Anforderung nicht erfüllen – etwa weil sie nicht mit deinem Smartphone arbeiten oder deine Coins nicht unterstützen.
Gibt es aktuelle Sicherheitsmeldungen zu einzelnen Modellen?
Ja. Bei Coldcard erzeugte frühere Firmware Seeds mit zu wenig Zufall; vor der Seed-Erzeugung die aktuelle Firmware prüfen und betroffene Seeds migrieren. D’CENT meldete am 16. September 2026 unbefugte Abflüsse bei seiner App-Wallet; eine Betroffenheit der Hardware-Wallets ist laut Hersteller bislang nicht bestätigt. Die Hinweise stehen direkt bei den Geräten im Finder.
Brauche ich eine Air-Gapped-Wallet?
Nicht zwingend. Air-Gap bedeutet, dass die Wallet ohne Kabel- und Funkverbindung signiert, meist per QR-Code oder microSD. Das verringert eine Angriffsfläche, macht ein Gerät aber nicht automatisch insgesamt sicherer.
Ist ein Secure Element wichtig?
Ein Secure Element ist ein spezieller Chip, der Geheimnisse gegen physische Angriffe schützen soll. Es ist ein wichtiges Merkmal, aber nicht das einzige: Auch Firmware, Backup und deine eigene Transaktionsprüfung entscheiden über die Sicherheit.
Warum ist ein eigenes Display wichtig?
Auf dem Display der Hardware-Wallet prüfst du Empfangsadresse, Betrag und Empfänger unabhängig vom möglicherweise manipulierten Computer oder Smartphone. Geräte ohne Display bieten diese unabhängige Kontrolle nicht.
Sollte ich eine Hardware-Wallet gebraucht kaufen?
Nein. Kaufe Hardware-Wallets neu direkt beim Hersteller oder bei offiziellen Händlern. Gebrauchte oder vorkonfigurierte Geräte können manipuliert sein.
Brauche ich mehr als eine Hardware-Wallet?
Für größere Bestände kann eine Aufteilung auf mehrere Geräte mit unabhängigen Schlüsseln oder ein Multisig sinnvoll sein. Mehrere Geräte mit derselben Seed-Phrase sind dagegen keine Trennung.
Warum stehen bei manchen Geräten Fragezeichen?
Weil uns für dieses Kriterium keine gesicherte Herstellerangabe vorliegt. Wir tragen nur ein, was wir belegen können – prüfe diese Punkte vor dem Kauf beim Hersteller.
Hinweis: Dieser Finder dient der Orientierung und ist keine individuelle Anlage- oder Sicherheitsberatung. Angaben nach Herstellerinformationen; Funktionen und Kompatibilität können sich ändern und sind vor dem Kauf zu prüfen.