RTX 5090, RX 9070 XT und Arc B580: alle regulär erhältlichen Grafikkarten der aktuellen Generation – welche GPU zu Full HD, WQHD, 4K und lokaler KI passt
Welche Grafikkarte lohnt sich 2026? Die folgende Übersicht listet die im deutschen Handel regulär erhältlichen Desktop-Modelle der aktuellen Generation von NVIDIA, AMD und Intel – mit Speicherausbau, Leistungsklasse und der Auflösung, für die sie gedacht sind. Darunter dann die Punkte, die vor dem Kauf wirklich zählen: Grafikspeicher, Netzteil, Gebrauchtkauf, Gaming und lokale KI.
Alle regulär erhältlichen Grafikkarten der aktuellen Generation: RTX 5000, Radeon RX 9000 und Intel Arc
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| Modell | Hersteller | Speicher | Leistungsklasse | Sinnvoll für | Anmerkung |
|---|---|---|---|---|---|
| GeForce RTX 5090 | NVIDIA | 32 GB | Spitze | 4K mit Raytracing, Videoschnitt, große KI-Modelle | Schnellste Consumer-Karte, sehr hohe Leistungsaufnahme |
| GeForce RTX 5080 | NVIDIA | 16 GB | Oberklasse | 4K, Path Tracing, anspruchsvolle Content-Arbeit | Deutlich sparsamer als die 5090, halber Speicher |
| GeForce RTX 5070 Ti | NVIDIA | 16 GB | Oberklasse | WQHD kompromisslos, 4K mit Upscaling | Der übliche Einstieg in ernsthaftes 4K |
| GeForce RTX 5070 | NVIDIA | 12 GB | obere Mittelklasse | WQHD auf hohen Einstellungen | Starke Raytracing-Leistung, aber nur 12 GB Speicher |
| GeForce RTX 5060 Ti 16 GB | NVIDIA | 16 GB | Mittelklasse | Full HD und WQHD mit hohen Texturen | Technisch ausgewogene Mittelklasse mit 16 GB |
| GeForce RTX 5060 Ti 8 GB | NVIDIA | 8 GB | Mittelklasse | Full HD, ältere Titel, E-Sport | Gleicher Chip, halber Speicher – bremst in neuen Spielen |
| GeForce RTX 5060 | NVIDIA | 8 GB | Einstieg | Full HD mit Upscaling | Günstiger Einstieg in DLSS 4, Speicher knapp bemessen |
| GeForce RTX 5050 | NVIDIA | 8 GB | Einstieg | Full HD, E-Sport, Office mit Grafiklast | Kleinstes Modell der Reihe |
| Radeon RX 9070 XT | AMD | 16 GB | Oberklasse | schnelles WQHD, 4K mit hohen Einstellungen und Upscaling | Sehr starke klassische Rasterleistung, schwächer bei Path Tracing |
| Radeon RX 9070 | AMD | 16 GB | obere Mittelklasse | schnelles WQHD, 4K mit angepassten Einstellungen oder Upscaling | Etwas langsamer als die XT, gleicher Speicherausbau |
| Radeon RX 9070 GRE | AMD | 12 GB | obere Mittelklasse | WQHD, begrenzt 4K mit Upscaling | Kleinste 9070, kam erst 2026 nach Europa |
| Radeon RX 9060 XT 16 GB | AMD | 16 GB | Mittelklasse | Full HD und WQHD mit hohen Texturen | Technisch ausgewogene Mittelklasse mit 16 GB |
| Radeon RX 9060 XT 8 GB | AMD | 8 GB | Mittelklasse | Full HD, E-Sport, ältere Titel | Rechenleistung der 16-GB-Version, aber deutlich weniger Speicher |
| Arc B580 | Intel | 12 GB | Einstieg | Full HD mit reichlich Speicherreserve | Viel Speicher für die Klasse, Resizable BAR für volle Leistung nötig |
| Arc B570 | Intel | 10 GB | Einstieg | Full HD auf mittleren bis hohen Einstellungen | Kleinste aktuelle Intel-Karte |
Angaben der Hersteller, Einordnung der Redaktion. Preise und Verfügbarkeit ändern sich täglich und stehen beim Händler.
AMD führt in der RX-9000-Reihe weitere Modelle, die im deutschen Selbstbauhandel derzeit keine nennenswerte Rolle spielen. Die Radeon RX 9060 ohne XT-Zusatz mit 8 GB wird vor allem über Systemintegratoren und Komplett-PCs vertrieben. Die sparsamere Radeon RX 9060 XT LP mit 16 GB führt AMD zwar offiziell, sie ist aber nicht regulär zum Einzelkauf verfügbar. Seit Ende Juli 2026 nennt AMD außerdem die Radeon RX 9050 als neu unterstütztes Produkt und führt sie auf einer eigenen Produktseite. Nach übereinstimmenden Berichten deutscher Fachmedien handelt es sich um das bislang kleinste RDNA-4-Modell, angekündigt in Ausführungen mit 8 GB und mit 4 GB und zunächst für den Markt der Systemhersteller; belastbare Angaben zur reguläreren Verfügbarkeit im Handel liegen noch nicht vor. Wer einen Fertig-PC kauft, sollte diese Namen kennen und die RX 9060 nicht mit der RX 9060 XT verwechseln – der Leistungsunterschied ist erheblich.
Die Spalte Leistungsklasse ordnet grob ein, sie ersetzt keinen Benchmark. Die Speicherangabe ist farblich hinterlegt, weil sie 2026 das entscheidende Merkmal ist. Vorsicht bei GeForce RTX 5060 Ti und Radeon RX 9060 XT: Beide gibt es unter demselben Namen mit 16 GB und mit 8 GB, und der Unterschied ist im Alltag erheblich.
Wenn du schon weißt, welche Klasse du brauchst, lohnt der direkte Blick auf die Verfügbarkeit. Die Auswahl an Herstellermodellen unterscheidet sich stark, und ausgerechnet die gefragten Speichervarianten sind oft zuerst vergriffen.
Aktuelle Grafikkarten bei Amazon vergleichenVerfügbarkeit, Herstellermodelle und Preis direkt beim Händler prüfen · AnzeigeBei einer Neuanschaffung für aktuelle AAA-Spiele ist der Grafikspeicher neben der Rechenleistung eines der wichtigsten Kriterien, weil er sich später nicht nachrüsten lässt. Wer die Karte mehrere Jahre behalten und hohe Texturen nutzen will, sollte möglichst 12 GB oder mehr wählen; 16 GB bieten die deutlich bessere Reserve. Für E-Sport-Titel, ältere Spiele und ein knappes Budget kann eine schnelle 8-GB-Karte dagegen die sachgerechtere Wahl sein. Preise nennen wir bewusst nicht: Sie ändern sich derzeit im Wochenrhythmus und stehen tagesaktuell beim Händler.
Die schnellste Karte für Privatanwender, mit dem größten Speicherausbau der Reihe. Interessant ist sie nicht nur für 4K mit Path Tracing, sondern auch für alle, die große KI-Modelle lokal betreiben oder in hoher Auflösung schneiden. Der Preis pro zusätzlichem Bild ist allerdings der schlechteste im ganzen Feld, und die Leistungsaufnahme verlangt ein entsprechend ausgelegtes Netzteil.
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Hier beginnt kompromissloses WQHD und ernsthaftes 4K mit Upscaling. Beide Karten haben genug Speicher für hohe Texturen und liegen bei Raytracing klar vor den vergleichbaren AMD-Modellen. Die RTX 5080 ist der spürbar größere Sprung, die RTX 5070 Ti der vernünftigere Einstieg in diese Klasse.
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In der klassischen Bildberechnung ohne Raytracing liefern diese beiden Karten viel Leistung, jeweils mit 16 GB Speicher, und decken WQHD schnell sowie 4K mit angepassten Einstellungen ab. Wer Raytracing nur gelegentlich einschaltet, vermisst wenig. Wer Path Tracing zum Maßstab macht, sieht den Abstand zu NVIDIA dagegen deutlich. Ob sie preislich die bessere Wahl sind, entscheidet der Tagespreis.
Diese beiden Karten sind für viele Spieler ein guter Kompromiss: genug Rechenleistung für Full HD und WQHD, und vor allem der Speicher, an dem die günstigeren Varianten scheitern. Achte beim Kauf genau auf die Speichergröße, denn beide Modelle gibt es unter demselben Namen auch mit 8 GB.
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Intels aktuelle Karten liefern mit 12 beziehungsweise 10 GB mehr Speicher, als in dieser Klasse üblich ist. Für die volle Leistung ist ein System mit aktiviertem Resizable BAR nötig, sonst fällt sie deutlich ab. In älteren Spielen sind die Treiber empfindlicher als bei der Konkurrenz.
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Warum Grafikkarten 2026 teuer sind: was den Preis wirklich bestimmt
Der Preis einer Grafikkarte entsteht nicht nur aus dem Grafikchip. Dazu kommen der Grafikspeicher, die Platine, die Spannungsversorgung, das Kühlsystem, Wechselkurse und die Verfügbarkeit im Handel. Ein Punkt wird dabei derzeit besonders diskutiert: der Speicher. GDDR6, GDDR6X und GDDR7 sind nicht dasselbe Produkt wie der Hochbandbreitenspeicher in KI-Beschleunigern, konkurrieren mit ihm aber um dieselben DRAM-Fertigungskapazitäten und Investitionen. Steigt die Nachfrage aus dem Rechenzentrumsgeschäft, kann das andere Marktsegmente indirekt verteuern.
Deutsche Fachredaktionen wie ComputerBase und Caseking berichten seit Anfang 2026 übereinstimmend über angespannte Speicherpreise und darüber, dass einzelne Modelle heute über ihrer ursprünglichen Preisempfehlung liegen. Wie stark der Speicher am Endpreis einer bestimmten Karte tatsächlich beteiligt ist, lässt sich von außen allerdings nicht belastbar beziffern – dafür bräuchte es eine Stückliste des jeweiligen Herstellers. Solche Aufschlüsselungen veröffentlicht niemand.
Für die Kaufentscheidung folgt daraus weniger, als es zunächst scheint. Ob einzelne Grafikkarten in den nächsten Monaten günstiger oder teurer werden, lässt sich aus der Marktlage nicht verlässlich ableiten – auch nicht von uns. Wer jetzt Leistung braucht, kauft nach Bedarf. Wer nicht muss, kann in Ruhe abwarten und die Preise beobachten. Wir werden dich an dieser Stelle nicht zur Eile drängen: Eine Kaufberatung, die aus der Marktlage einen Handlungsdruck macht, verkauft dir vor allem die eigenen Partnerlinks.
Wenn dein Budget zwischen mehr Rechenleistung und mehr Speicher entscheidet und du die Karte lange behalten willst, ist der Speicher meist die haltbarere Investition: Rechenleistung lässt sich über Upscaling und niedrigere Detailstufen teilweise ausgleichen, fehlender Speicher nicht. Für ältere Spiele und E-Sport gilt das nicht – dort zählt die Rechenleistung.
Die drei Fragen, die vor dem Grafikkarten-Kauf wirklich zählen
Die meisten Kaufberatungen beginnen mit der Frage, ob es NVIDIA oder AMD sein soll. Das ist die falsche erste Frage. Sinnvoller ist diese Reihenfolge:
1. In welcher Auflösung gibst du das Bild aus?
Nicht in welcher Auflösung gerechnet wird, sondern was am Monitor ankommt. Full HD mit 1.920 × 1.080 Bildpunkten, WQHD mit 2.560 × 1.440 oder Ultra HD mit 3.840 × 2.160 – daraus ergibt sich, wie viel Arbeit pro Bild anfällt. Ultrabreite Monitore ordnest du grob ein: 3.440 × 1.440 verhält sich eher wie WQHD, 5.120 × 1.440 eher wie 4K.
2. Wie viel Grafikspeicher brauchst du?
Der Speicher entscheidet, ob hohe Texturen und große offene Spielwelten flüssig laufen oder ob es ruckelt, obwohl die durchschnittliche Bildrate gut aussieht. Genau dieser Unterschied zwischen guter Durchschnittsbildrate und unsauberen Bildabständen ist es, den Spieler als Stottern wahrnehmen.
3. Was macht der Rest deines Rechners mit?
Eine schnelle Karte in einem alten System bringt wenig. Als grobe Untergrenze gelten 16 GB Arbeitsspeicher, ein Prozessor mit mindestens sechs Kernen, der nicht älter als etwa vier Jahre ist, sowie ein Systemlaufwerk als SSD. Dazu kommen Netzteil, Gehäusetiefe und Belüftung, denn aktuelle Oberklassekarten sind lang, schwer und oft drei Steckplätze breit.
8 GB, 12 GB oder 16 GB: warum der Grafikspeicher 2026 die wichtigste Zahl ist
Es gab eine Zeit, in der 8 GB Grafikspeicher komfortabel waren. Diese Zeit ist vorbei. Aktuelle Spiele laden größere Texturen, halten mehr Geometrie vor und setzen Raytracing zunehmend voraus, was zusätzlichen Speicher kostet. Reicht der Speicher nicht, muss die Karte Daten nachladen – und das äußert sich nicht in einer niedrigeren Durchschnittsbildrate, sondern in genau den kurzen Rucklern, die ein Spiel unangenehm machen.
Das Tückische daran: Beim Kauf merkt man es nicht. Die Testberichte zeigen ordentliche Werte, das Spiel läuft in den ersten Stunden gut, und erst im nächsten Titel oder nach dem nächsten Grafik-Update wird der Speicher zum Flaschenhals. Genau deshalb werden 8-GB-Karten von unabhängigen Testredaktionen inzwischen nur noch eingeschränkt empfohlen, obwohl ihre Chips ausreichend schnell wären.
| Speicher | Spiele | Zukunftsfestigkeit | Lokale KI-Modelle |
|---|---|---|---|
| 8 GB | Full HD mit Abstrichen bei Texturen | reicht für aktuelle AAA-Titel oft nicht | Modelle um 7 bis 8 Milliarden Parameter |
| 10 bis 12 GB | Full HD ohne Sorgen, WQHD gut spielbar | eingeschränkt | Modelle um 12 bis 14 Milliarden Parameter |
| 16 GB | WQHD kompromisslos, 4K mit Upscaling | gute Reserve | Modelle bis etwa 20 bis 24 Milliarden Parameter bei begrenztem Kontext |
| 24 GB und mehr | 4K nativ, Path Tracing, Videoschnitt in hoher Auflösung | Reserve nach oben | Modelle um 30 bis 32 Milliarden Parameter; größere meist nur mit Auslagerung |
Grobe Richtwerte. Bei Spielen hängt der Bedarf von Titel und Einstellungen ab. Die KI-Spalte gilt für 4-Bit-quantisierte Modelle; Kontextlänge, KV-Cache, Modellarchitektur und die Laufzeitumgebung brauchen zusätzlichen Speicher und verschieben die Werte nach unten.
Die Konsequenz ist unbequem, aber einfach: Wenn dein Budget zwischen einer schnelleren Karte mit 8 GB und einer etwas langsameren mit 16 GB entscheidet, nimm den Speicher. Rechenleistung lässt sich über Upscaling und niedrigere Detailstufen ausgleichen, fehlenden Speicher nicht. Und anders als Arbeitsspeicher oder eine SSD lässt sich Grafikspeicher nicht nachrüsten.
Welche Grafikkarte für Full HD, WQHD und 4K?
Full HD: nicht automatisch die einfache Übung
Full HD gilt als anspruchslos, ist es beim Speicher aber nicht. Wer vor allem kompetitive Titel spielt, kommt mit 8 GB und einer Einstiegskarte gut zurecht und profitiert dort ohnehin mehr von hohen Bildraten als von hohen Details. Wer aktuelle Rollenspiele und offene Welten in hohen Texturen spielen will, sollte in dieser Auflösung bereits zu einer Karte mit 12 oder 16 GB greifen. Die Intel Arc B580 ist hier interessant, weil sie für ihr Segment ungewöhnlich viel Speicher mitbringt.
WQHD: der Bereich, in dem das meiste Geld sinnvoll landet
WQHD ist 2026 die Auflösung, in der die meisten Spieler unterwegs sind, und sie ist auch der Bereich mit dem besten Verhältnis aus Aufwand und Ergebnis. Eine RTX 5070 oder eine Radeon RX 9070 deckt hohe Einstellungen sauber ab; wer keine Kompromisse will oder viel Raytracing nutzt, landet bei RTX 5070 Ti oder RX 9070 XT. Nach oben ist der Zugewinn ab hier deutlich teurer erkauft als der Sprung, den man aus dem Mittelfeld heraus macht.
4K: nur mit Upscaling wirklich sinnvoll
In Ultra HD müssen viermal so viele Bildpunkte berechnet werden wie in Full HD, und mit Raytracing steigt der Aufwand noch einmal deutlich. Ohne Upscaling ist das selbst für die Oberklasse eine harte Aufgabe. Realistisch sind RTX 5070 Ti, RX 9070 XT und darüber – mit aktiviertem Upscaling. Wer in 4K zusätzlich Path Tracing einschalten möchte, kommt an RTX 5080 oder RTX 5090 kaum vorbei.
Gaming-Grafikkarte: worauf es beim Zocken neben der Bildrate ankommt
Wer eine Gaming-Grafikkarte kauft, schaut zuerst auf die FPS, also die Bilder pro Sekunde. Die Zahl allein sagt aber wenig darüber aus, wie flüssig sich ein Spiel anfühlt. Entscheidend sind die Frametimes, also die Abstände zwischen den einzelnen Bildern. Eine Karte mit hoher Durchschnittsbildrate, die alle paar Sekunden nachladen muss, wirkt unruhiger als eine langsamere Karte mit gleichmäßigem Bildverlauf. Genau hier schlägt zu geringer Grafikspeicher durch, und genau deshalb tauchen Mikroruckler in Testberichten auf, deren Durchschnittswerte gut aussehen.
Monitor und Bildwiederholrate bestimmen mit, was du brauchst
Die Grafikkarte muss zum Monitor passen, nicht umgekehrt. Ein 144-Hz-Bildschirm in Full HD verlangt etwas anderes als ein 240-Hz-Panel für den E-Sport oder ein 4K-Display mit 120 Hz. Wer kompetitive Shooter spielt, priorisiert hohe und vor allem stabile Bildraten und dreht die Details herunter. Wer Rollenspiele und Aufbauspiele in maximaler Optik genießen will, braucht Speicher und Rechenleistung statt dreistelliger Bildraten. Für Ultrawide-Monitore rechnest du grob eine Stufe höher als bei der gleichen Höhe im normalen Seitenverhältnis.
Streaming, Aufnahme und VR
Wer nebenher streamt oder aufnimmt, sollte den Videoencoder der Karte mit einplanen. Alle drei Hersteller bringen inzwischen eigene Hardware-Encoder mit, die das Kodieren von der CPU nehmen, sodass die Bildrate im Spiel kaum einbricht. NVIDIAs Encoder gilt in der Praxis weiterhin als der ausgereifteste und ist der Grund, warum viele Streamer trotz gutem AMD-Angebot bei GeForce bleiben. VR ist der zweite Sonderfall: Eine VR-Brille rendert zwei Bilder gleichzeitig und verzeiht Bildratenschwankungen deutlich schlechter als ein Monitor. Wer eine Brille nutzt, plant eine Klasse höher als für dieselbe Auflösung am Schreibtisch.
Eine schnelle Karte an einem langsamen Prozessor bringt in Full HD wenig, weil dort die CPU den Takt vorgibt. Je höher die Auflösung, desto stärker verschiebt sich die Last zur Grafikkarte. Wer also in Full HD mit hohen Bildraten spielt, gewinnt oft mehr durch einen neuen Prozessor als durch die nächstgrößere GPU.
DLSS 4, FSR 4 und XeSS: was Upscaling, Frame Generation und Ray Reconstruction unterscheidet
Hinter den Markennamen stecken drei verschiedene Funktionen, die gern in einen Topf geworfen werden. Super Resolution ist das eigentliche Upscaling: Das Bild wird in geringerer Auflösung gerechnet und daraus das Ausgabebild rekonstruiert. Frame Generation erzeugt zusätzliche Zwischenbilder und macht das Upscaling selbst nicht besser. Ray Reconstruction ersetzt bei Raytracing bestimmte Entrauschungsverfahren. Welche dieser Funktionen zur Verfügung steht, hängt vom Spiel, von der Grafikkarte und von der jeweiligen Umsetzung ab – FSR etwa läuft nur in unterstützten Titeln und auf ausgewählten Produkten.
In der Reichweite unterscheiden sich die Anbieter deutlich. NVIDIAs DLSS setzt eine GeForce-RTX-Karte voraus und gilt in der aktuellen Fassung als das ausgereifteste Paket. AMDs FSR ist seit der vierten Generation ein großer Sprung und reduziert Schlieren und Flimmern gegenüber der Vorgängerversion spürbar. Intels XeSS spielt seine Stärken vor allem auf Arc-Karten aus. Für hohe Auflösungen und für Raytracing solltest du Upscaling fest einplanen; in Full HD, in älteren Spielen und in vielen E-Sport-Titeln kannst du problemlos darauf verzichten.
Zusätzlich erzeugte Bilder machen die Darstellung flüssiger, sie machen die Steuerung aber nicht direkter. In schnellen Wettbewerbsspielen ist die tatsächlich berechnete Bildrate weiterhin die Größe, auf die es ankommt. In langsameren Titeln mit hoher Grafiklast ist der Gewinn dagegen sofort spürbar.
Raytracing und Path Tracing: wie viel Gewicht sollte das in deiner Entscheidung haben?
Raytracing ist kein einzelnes Merkmal, sondern eine Bandbreite. In manchen Spielen betrifft es nur Schatten, in anderen die gesamte Beleuchtung oder die Spiegelungen, und Path Tracing als höchste Stufe berechnet den Lichtweg noch umfassender. Entsprechend unterschiedlich fällt der Leistungsbedarf aus – von spürbar bis dramatisch.
Praktisch heißt das: Je wichtiger dir Raytracing ist, desto weiter verschiebt sich deine sinnvolle Klasse nach oben, und desto stärker spricht die Entscheidung für NVIDIA. In der klassischen Bildberechnung ohne Raytracing sind die aktuellen Radeon-Karten dagegen ausgesprochen konkurrenzfähig und bieten in derselben Preisklasse oft mehr Speicher. Wer Raytracing gelegentlich einschaltet und ansonsten hohe Bildraten will, fährt mit AMD gut.
Grafikkarte für lokale KI-Modelle: wann sich der Speicher doppelt lohnt
Es gibt einen Grund, warum Grafikkarten überhaupt so knapp geworden sind, und derselbe Grund macht sie für Privatanwender interessant: Sprachmodelle laufen inzwischen lokal auf ganz normaler Spielehardware. Wer ein Modell auf dem eigenen Rechner betreibt, schickt keine Eingaben an einen fremden Dienst – für alle, die mit Mandanten-, Patienten- oder Kundendaten arbeiten, ist das der entscheidende Unterschied.
Am schnellsten läuft ein Modell, wenn die Gewichte und der benötigte KV-Cache vollständig in den Grafikspeicher passen. Zwingend ist das aber nicht: Laufzeitumgebungen wie llama.cpp können einzelne Modellschichten auf der Grafikkarte ausführen und den Rest im Arbeitsspeicher halten. Das funktioniert, ist je nach Speicherbandbreite und Prozessor aber deutlich langsamer. Deshalb ist eine Karte mit 16 GB für diesen Zweck oft nützlicher als eine schnellere mit 12 GB – ein Punkt, in dem sich KI-Nutzung und Spiele-Anforderungen ausnahmsweise decken.
KI lokal betreiben – wenn dich weniger die Spieleleistung interessiert als die Frage, welche Hardware ein Rechner für lokale Sprachmodelle wirklich braucht, findest du in unserem Ratgeber zu Mini-PCs und lokalen LLM-Modellen die Rechenwege für Speicherbedarf, Quantisierung und Bandbreite. Dort geht es um kompakte Systeme, die dauerhaft laufen dürfen, und um die Frage, wo der Unterschied zwischen NPU-Werbeversprechen und tatsächlich nutzbarer Leistung liegt.
Du hast einen Mini-PC oder ein Notebook und willst trotzdem eine ausgewachsene Grafikkarte nutzen? Ein externes Gehäuse verbindet eine Desktop-Karte über eine schnelle Leitung mit dem kleinen Rechner. Für lokale KI-Modelle ist das ein interessanter Weg, weil die Grafikkarte im Gehäuse bleibt und der Rechner klein, leise und sparsam.
GPD G2: externes Grafikkarten-Gehäuse ansehenAusstattung, Anschlüsse und Kompatibilität beim Hersteller prüfen · AnzeigeGPU-Leistung für KI bereitstellen: was hinter Begriffen wie KI-Mining, GPU-Compute und DePIN steckt
Für das, was viele umgangssprachlich KI-Mining nennen, gibt es einen präziseren Namen: Man vermietet Rechenleistung, im Fachjargon GPU-Compute. Mit Mining im Sinne von Kryptowährungen hat das nichts zu tun. Statt Blöcke zu berechnen, stellt die Karte ihre Rechenzeit fremden KI-Aufgaben zur Verfügung – vom Training kleiner Modelle über Bildgenerierung bis zum Rendern. Der Rechner wird dabei zum Anbieter, nicht zum Nutzer.
Technisch läuft das über zwei Wege. Der eine sind Marktplätze: Bei Vast.ai können Betreiber eigene Systeme als Host anbieten und ihre Preise selbst festlegen, Salad bündelt private Rechner über eine installierte Anwendung. RunPod betreibt ebenfalls eine Community Cloud aus fremder Hardware, nimmt dafür laut aktueller Dokumentation aber keine neuen Hosts auf. Der Dienst ist deshalb derzeit kein regulärer Weg, um eine private Grafikkarte neu als Anbieter einzustellen. Die Aufträge laufen üblicherweise in Containern. Das senkt das Risiko, ersetzt aber keine saubere Trennung vom privaten Arbeitsrechner. Der zweite Weg sind dezentrale Rechennetzwerke unter dem Kürzel DePIN, also Decentralized Physical Infrastructure Networks. Dort bündeln Projekte wie Render, io.net, Akash oder Aethir ungenutzte Grafikkarten und rechnen die Vergütung über eigene Token ab.
Für die Kaufentscheidung ist dabei ein Punkt interessant, der sich mit allem deckt, was auf dieser Seite schon steht: Nachgefragt wird vor allem Grafikspeicher. KI-Aufgaben belegen viel Speicher, und für viele Aufträge ist eine Karte ungeeignet, wenn Modell und benötigter Zwischenspeicher nicht vollständig hineinpassen – eine Auslagerung ist zwar teilweise möglich, verlangsamt die Ausführung aber deutlich. Eine Karte mit 24 GB ist für diesen Zweck deshalb weit interessanter, als ihr Abstand in Spiele-Benchmarks vermuten lässt – und Karten mit 8 bis 12 GB fallen für viele Aufträge von vornherein heraus.
Drei Dinge entscheiden darüber, ob sich das rechnet, und alle drei sprechen in Deutschland eher dagegen. Erstens der Strom: Eine Oberklassekarte zieht unter Dauerlast mehrere hundert Watt, und bei deutschen Strompreisen frisst das einen erheblichen Teil des Ertrags. Zweitens der Verschleiß: Dauerlast belastet Lüfter, Wärmeleitpaste und Spannungswandler stärker als Spielen in Etappen. Drittens Recht und Sicherheit: Auf deinem Rechner läuft fremder Code, dein Anschluss überträgt fremde Daten, und wer das gewerbsmäßig betreibt, hat es mit Steuer- und Gewerbefragen zu tun. Prüfe außerdem, ob dein Internetvertrag das zulässt. Zahlen zu möglichen Einnahmen nennen wir bewusst nicht – sie hängen vom Modell, von der Auslastung und vor allem vom Strompreis ab und ändern sich laufend.
Für die meisten Leser ist die umgekehrte Richtung deshalb die sinnvollere: die eigene Karte selbst nutzen, statt sie zu vermieten. Wer Bilder mit Stable Diffusion erzeugt, Sprachmodelle über Ollama oder LM Studio laufen lässt oder Videomaterial beschleunigt exportiert, holt aus derselben Hardware unmittelbar mehr heraus – ohne Fremdzugriff und ohne Dauerlast rund um die Uhr. Die Softwareunterstützung ist dabei bei NVIDIA über CUDA am breitesten; AMD holt mit ROCm auf, und Intel deckt mit seinen Bibliotheken die gängigen Anwendungen zunehmend ab.
Netzteil, Gehäuse und Stromverbrauch: die Punkte, an denen ein Aufrüstplan scheitert
Der häufigste Fehler beim Aufrüsten ist nicht die falsche Karte, sondern das übersehene Umfeld. Drei Dinge solltest du prüfen, bevor du bestellst:
Anschlüsse und Reserven des Netzteils. Entscheidend ist nicht allein die Wattzahl, sondern ob die nötigen Stromstecker vorhanden sind und ob das Netzteil kurze Lastspitzen abfängt. Die Anschlüsse unterscheiden sich je nach Modell: Viele aktuelle GeForce-Karten der Oberklasse nutzen einen 16-poligen 12V-2x6-Anschluss mit zwölf Leistungs- und vier Signalkontakten, der entweder direkt vom Netzteil kommt oder über einen beiliegenden Adapter versorgt wird. Radeon-Modelle setzen überwiegend auf einen oder zwei klassische 8-Pin-Anschlüsse. Maßgeblich sind immer die Angaben des konkreten Kartenherstellers, nicht die Faustregel. Der Stecker muss in jedem Fall vollständig einrasten, sonst wird die Kontaktfläche zu klein. Als grobe Orientierung gelten 500 Watt für Einsteigerkarten, 650 bis 750 Watt für die Mittelklasse und deutlich mehr für die Spitzenmodelle – die Herstellerempfehlung zur konkreten Karte geht vor.
Platz im Gehäuse. Karten der Oberklasse sind lang, hoch und häufig drei Steckplätze breit. Miss die verfügbare Länge bis zum Festplattenkäfig und die Höhe bis zur Seitenwand, bevor du bestellst. Kompakte Modelle im kürzeren Format gibt es, sie sind aber meist lauter.
Der laufende Stromverbrauch. Zwischen einer sparsamen Mittelklassekarte und einem Spitzenmodell liegen mehrere hundert Watt unter Last. Bei täglichem Spielen ist das ein realer Posten auf der Stromrechnung, und die Abwärme muss zusätzlich aus dem Gehäuse. Wer sein System leise haben will, gewinnt oft mehr durch eine Klasse tiefer als durch den größeren Kühler.
Gebrauchte Grafikkarte kaufen: die Maschen, die 2026 im Umlauf sind
Hohe Neupreise treiben Käufer auf den Gebrauchtmarkt, und genau dort warten die Anbieter, die davon leben. Eine gebrauchte Karte kann eine vernünftige Entscheidung sein – vor allem Modelle der Vorgängergeneration mit ausreichend Speicher liefern weiterhin gute Leistung. Man kauft aber ein Bauteil ohne bekannte Vorgeschichte, häufig von jemandem, den man nie wiedersieht. Wichtig ist dabei der Unterschied zwischen den Verkäufern: Bei einem Privatkauf kann die Sachmängelhaftung durch eine klare Vereinbarung weitgehend ausgeschlossen werden, was in privaten Angeboten häufig geschieht – fehlt ein wirksamer Ausschluss, haftet aber auch ein Privatverkäufer grundsätzlich für Mängel. Kaufst du bei einem gewerblichen Händler, bestehen gesetzliche Gewährleistungsrechte, die er nicht vollständig ausschließen kann; bei gebrauchter Ware lässt sich die Frist unter bestimmten Voraussetzungen auf ein Jahr verkürzen. Das ist keine Rechtsberatung, aber der Punkt, an dem sich zwei scheinbar gleiche Angebote deutlich unterscheiden.
| Warnzeichen | Woran du es erkennst | Was hilft |
|---|---|---|
| Der Preis liegt weit unter allen anderen Angeboten | Ein Modell, das überall knapp ist, wird nirgends verschenkt. | Angebot ignorieren. Bei Grafikkarten gibt es 2026 keine echten Schnäppchen von Unbekannten. |
| Zahlung nur per Überweisung, Guthabenkarte oder Freunde-Funktion | Der Verkäufer drängt aus dem geschützten Bezahlweg heraus. | Nur bezahlen, wenn der Käuferschutz greift. Sonst ist das Geld weg, sobald es weg ist. |
| Fotos wirken bekannt oder zu perfekt | Bilder stammen aus dem Handel oder aus einer alten Anzeige. | Ein Foto der Karte mit handgeschriebenem Zettel und Datum anfordern. |
| Die Karte lief über Jahre im Dauerbetrieb | Ausgeblichener Aufkleber, verklebte Lüfter, Rückstände am Kühler, sehr niedrige Betriebsstunden laut Verkäufer trotz Kaufdatum vor Jahren. | Nach Kaufbeleg und Garantie fragen und den Preisabschlag entsprechend ansetzen. |
| Umgebaute oder falsch bezeichnete Karten | Ein Modellname, den es in dieser Speichergröße nie gab, oder ein Aufkleber, der nicht zur Platine passt. | Beim Abholen mit einem Auslese-Werkzeug prüfen, welcher Chip und wie viel Speicher wirklich verbaut sind. |
| Versand ohne Rechnung an eine abweichende Adresse | Der Verkäufer will schnell abwickeln und nennt wechselnde Gründe. | Abholung mit Test am laufenden Rechner vereinbaren oder vom Kauf zurücktreten. |
Typische Warnzeichen beim Gebrauchtkauf. Keines davon ist für sich ein Beweis, aber mehrere zusammen sind ein Grund, das Angebot liegen zu lassen.
Bezahle nie außerhalb des geschützten Bezahlwegs. Sobald jemand auf eine normale Überweisung, auf Guthabenkarten oder auf die Bezahlfunktion für Freunde drängt, ist der Käuferschutz weg – und damit die einzige Stelle, an der du im Streitfall noch etwas erreichst. Die Begründung klingt dabei immer plausibel und ist immer dieselbe: Gebühren sparen, schneller abwickeln, ein anderer Interessent warte schon.
Wenn du die Karte abholen kannst, lass sie am laufenden Rechner zeigen. Ein kurzer Blick in ein Auslese-Werkzeug verrät, welcher Chip verbaut ist und wie viel Speicher tatsächlich vorhanden ist – das entlarvt umbenannte oder umgebaute Karten zuverlässiger als jedes Foto. Ein Kaufbeleg mit Restgarantie ist beim Gebrauchtkauf mehr wert als jede Beteuerung, und sauber laufende Lüfter sagen mehr über die Vorgeschichte als die Angabe der Betriebsstunden.
Auf die nächste Generation warten oder jetzt kaufen?
Für Nachfolger der aktuellen Desktop-Serien liegen derzeit keine belastbaren, offiziellen Veröffentlichungstermine vor. Zu einem Auffrischen der GeForce-RTX-5000-Reihe mit mehr Speicher gab es Berichte über eine Verschiebung und später über einen neuen Anlauf; bestätigt hat NVIDIA davon nichts. Für AMDs nächste Architektur liegen die in Berichten genannten Zeitpunkte mehr als ein Jahr auseinander. Und Intels Angebot besteht im Desktop-Gaming-Bereich weiterhin aus den beiden Einstiegskarten; ein größeres Modell wurde zwar wiederholt erwartet, aber nie offiziell angekündigt und nicht veröffentlicht.
Für eine Kaufentscheidung sind Gerüchte über Refresh-Modelle und neue Architekturen damit keine verlässliche Grundlage. Ein Termin, den niemand offiziell nennt, ist kein Termin, auf den man planen kann – aber auch kein Grund, jetzt schnell zu kaufen.
Die praktische Antwort ist deshalb schlicht. Wenn deine Karte spürbar limitiert, wenn Raytracing zur Diashow wird oder der Speicher regelmäßig überläuft, bringt dir ein Wechsel jetzt sofort etwas. Wenn du dagegen zufrieden bist, gibt es keinen Grund zur Eile: Deine Karte wird nicht schlechter, nur weil eine neue Generation irgendwann kommt.
Grafikkarte einbauen: der Ablauf in sieben Schritten
Der Einbau selbst ist unspektakulär, die Reihenfolge entscheidet aber darüber, ob du hinterher lange suchst.
- Vorher prüfen: Passt die Karte in Länge, Höhe und Slotbreite ins Gehäuse, hat das Netzteil die vom Hersteller geforderten Anschlüsse und genug Leistung? Wichtige Daten sollten wie vor jedem Hardwareeingriff aktuell gesichert sein. Ein vollständiges Systemabbild ist optional, aber der bequemste Weg zurück, falls es hakt.
- Beim Wechsel zwischen NVIDIA, AMD und Intel den bisherigen Treiber nach Anleitung des Herstellers entfernen. Bleibst du innerhalb derselben Treiberfamilie, genügt meist die spätere Installation des aktuellen Treibers.
- Rechner herunterfahren statt in den Ruhezustand schicken, Netzteil ausschalten, Netzstecker ziehen und den Einschaltknopf einmal drücken, damit Restspannung abfließt. Vor dem Griff ins Gehäuse ein geerdetes Metallteil anfassen, um statische Aufladung abzuleiten.
- Die alte Karte ausbauen: Stromstecker lösen, Halteschraube und die Verriegelung am Steckplatz öffnen, dann die Karte gerade herausziehen.
- Die neue Karte einsetzen, bis die Verriegelung hörbar einrastet, verschrauben und die Stromstecker vollständig aufstecken. Schwere Modelle hängen deutlich am Steckplatz – hier lohnt eine Stützhalterung.
- Das Bildschirmkabel an die neue Grafikkarte anschließen, nicht an den Anschluss des Mainboards. Dann starten, den aktuellen Treiber des Herstellers installieren und im BIOS prüfen, ob Resizable BAR aktiviert ist – bei Intel Arc ist das kein Feinschliff, sondern die Bedingung für die volle Leistung.
- Unter Last testen und dabei Temperatur, Taktverhalten und Lautstärke beobachten, bevor du das Gehäuse endgültig schließt.
Ein Grafikkartentausch verändert weder deine Dateien noch normalerweise das Dateisystem, ein Systemabbild ist also keine Pflicht. Bequem ist es trotzdem: Wenn nach einem Herstellerwechsel Treiberreste zurückbleiben oder Windows zickt, setzt du den Stand von vorher in Minuten zurück, statt zu suchen. Wie ein Backup aussieht, das im Ernstfall wirklich trägt, haben wir ausführlich beschrieben: mit dem Unterschied zwischen Dateisicherung und vollständigem Abbild und mit dem Punkt, an dem die meisten Sicherungen scheitern, nämlich der nie durchgeführten Wiederherstellungsprobe.
Wer ohnehin regelmäßig sichert, braucht vor dem Einbau nichts weiter zu tun. Wer es bisher nicht tut, nimmt den Umbau als Anlass: Ein Abbild der Systemplatte macht nicht nur diesen Eingriff rückholbar, sondern auch alles, was danach schiefgeht.
Systemabbild vor dem Hardwaretausch anlegenO&O DiskImage: Funktionsumfang und Konditionen beim Anbieter prüfen · AnzeigeHäufige Fragen zum Grafikkarten-Kauf 2026
Welche Grafikkarte lohnt sich 2026 für Full HD?
Für Full HD reicht rechnerisch schon die Einstiegsklasse, entscheidend ist aber der Speicher. Karten mit 8 GB stoßen in neuen Titeln mit hohen Texturen an ihre Grenze, auch wenn die Rechenleistung genügen würde. Wer neue Spiele in hohen Einstellungen spielen will, fährt mit einer Radeon RX 9060 XT mit 16 GB, einer GeForce RTX 5060 Ti mit 16 GB oder einer Intel Arc B580 mit 12 GB deutlich entspannter. Für reine E-Sport-Titel bleiben die 8-GB-Modelle eine vertretbare Wahl.
Reichen 8 GB Grafikspeicher im Jahr 2026 noch aus?
Für ältere Spiele, für E-Sport-Titel und für Full HD mit angepassten Texturen ja, und bei knappem Budget kann eine schnelle 8-GB-Karte die sachgerechtere Wahl sein als eine viel teurere mit 16 GB. Für aktuelle AAA-Titel in hohen Einstellungen reicht es zunehmend nicht mehr. Der Speicher ist die Grenze, die sich später nicht anheben lässt: Rechenleistung kann man mit Upscaling und niedrigeren Details teilweise ausgleichen, fehlenden Speicher nicht. Wer eine Karte drei bis fünf Jahre behalten will, sollte deshalb möglichst 12 GB oder mehr wählen.
Warum sind Grafikkarten 2026 so teuer geworden?
Am Endpreis hängen Grafikchip, Grafikspeicher, Platine, Spannungsversorgung, Kühlsystem, Wechselkurse und die Verfügbarkeit im Handel. Diskutiert wird derzeit vor allem der Speicher: GDDR ist zwar nicht dasselbe Produkt wie der Hochbandbreitenspeicher in KI-Beschleunigern, konkurriert mit ihm aber um dieselben Fertigungskapazitäten. Deutsche Fachredaktionen berichten seit Anfang 2026 über angespannte Speicherpreise und einzelne Modelle über der ursprünglichen Preisempfehlung. Wie stark der Speicher am Preis einer bestimmten Karte beteiligt ist, lässt sich von außen nicht belastbar beziffern.
Soll ich auf die nächste Grafikkarten-Generation warten?
Für Nachfolger der aktuellen Desktop-Serien liegen keine belastbaren, offiziellen Veröffentlichungstermine vor. Zu einem Auffrischen der GeForce-RTX-5000-Reihe und zu AMDs nächster Architektur gibt es Berichte mit Zeitpunkten, die um mehr als ein Jahr auseinanderliegen, aber keine Bestätigung der Hersteller. Gerüchte sind für eine Kaufentscheidung keine verlässliche Grundlage. Wer jetzt Leistung braucht, kauft nach Bedarf; wer nicht muss, kann in Ruhe abwarten und die Preise beobachten.
NVIDIA, AMD oder Intel – was ist die richtige Wahl?
Es gibt keine pauschal beste Marke. NVIDIA liegt bei Raytracing und Path Tracing vorn und bietet mit DLSS ein besonders umfangreiches Funktionspaket sowie die breiteste Unterstützung in KI-Software. AMD ist bei klassischer Rasterleistung konkurrenzfähig und bietet in mehreren Klassen mehr Grafikspeicher; ob eine Radeon das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis hat, hängt vom aktuellen Straßenpreis ab. Intel ist im Einstiegsbereich mit vergleichsweise viel Speicher interessant, benötigt für die volle Leistung aber ein System mit aktiviertem Resizable BAR.
Welches Netzteil brauche ich für eine neue Grafikkarte?
Maßgeblich ist nicht die Wattzahl allein, sondern ob die passenden Anschlüsse vorhanden sind und ob das Netzteil kurzzeitige Lastspitzen verkraftet. Der Steckertyp hängt vom Modell ab: Viele aktuelle GeForce-Karten der Oberklasse nutzen einen 16-poligen 12V-2x6-Anschluss mit zwölf Leistungs- und vier Signalkontakten, Radeon-Modelle überwiegend einen oder zwei klassische 8-Pin-Anschlüsse. Der Stecker muss vollständig einrasten. Als grobe Orientierung gelten 500 Watt für Einsteigerkarten, 650 bis 750 Watt für die Mittelklasse und deutlich mehr für die Spitzenmodelle – verbindlich ist die Empfehlung des jeweiligen Kartenherstellers.
Lohnt sich eine gebrauchte Grafikkarte?
Bei den aktuellen Neupreisen kann sich der Gebrauchtmarkt lohnen, vor allem bei Karten der Vorgängergeneration mit ausreichend Speicher. Man kauft aber ein Bauteil, dessen Vorgeschichte man nicht kennt. Beim Privatkauf kann die Sachmängelhaftung durch eine klare Vereinbarung weitgehend ausgeschlossen werden, was häufig geschieht – fehlt ein wirksamer Ausschluss, haftet auch ein Privatverkäufer grundsätzlich für Mängel; bei einem gewerblichen Händler bestehen dagegen gesetzliche Gewährleistungsrechte, deren Frist bei gebrauchter Ware unter bestimmten Voraussetzungen auf ein Jahr verkürzt werden kann. Sinnvoll sind außerdem ein Kaufbeleg mit Restgarantie, ein Test am laufenden Rechner vor der Übergabe und ein Blick darauf, ob Lüfter und Kühler sauber sind.
Wie heißt es, wenn man GPU-Leistung für KI-Anwendungen bereitstellt?
Der gängige Fachbegriff lautet GPU-Compute vermieten oder Rechenleistung verkaufen. Der umgangssprachliche Ausdruck KI-Mining ist irreführend, weil dabei nichts geschürft wird: Die Karte rechnet fremde KI-Aufgaben, sie berechnet keine Blöcke einer Blockchain. Bei Vast.ai können Betreiber eigene Systeme direkt als Hosts anbieten, Salad bündelt private Rechner über eine installierte Anwendung. RunPod betreibt ebenfalls eine Community Cloud, nimmt dafür laut aktueller Dokumentation aber keine neuen Hosts auf. Der Dienst ist deshalb derzeit kein regulärer Weg, um eine private Grafikkarte neu als Anbieter einzustellen. Die dezentrale Variante läuft unter dem Kürzel DePIN für Decentralized Physical Infrastructure Networks, dazu zählen Render, io.net, Akash und Aethir.
Lohnt es sich, die eigene Gaming-Grafikkarte zu vermieten?
Gefragt sind vor allem Karten mit viel Grafikspeicher, weil KI-Aufgaben speicherhungrig sind. Gegen das Modell sprechen in Deutschland drei Dinge: der Stromverbrauch unter Dauerlast, der höhere Verschleiß von Lüftern und Spannungswandlern sowie die Tatsache, dass fremder Code auf deinem Rechner läuft und fremde Daten über deinen Anschluss gehen. Wer es gewerbsmäßig betreibt, muss zusätzlich Steuer- und Gewerbefragen klären und prüfen, ob der Internetvertrag das erlaubt. Für die meisten ist es sinnvoller, die Karte selbst für lokale Modelle zu nutzen.
Welche Grafikkarte eignet sich für lokale KI-Modelle?
Für lokale Sprachmodelle zählt vor allem der Grafikspeicher. Am schnellsten läuft ein Modell, wenn Gewichte und KV-Cache vollständig hineinpassen; zwingend ist das aber nicht, denn Programme wie llama.cpp können einen Teil der Schichten im Arbeitsspeicher halten – das kostet dann allerdings deutlich Geschwindigkeit. Als grobe Orientierung für 4-Bit-quantisierte Modelle: 8 GB für Modelle um 7 bis 8 Milliarden Parameter, 16 GB für etwa 20 bis 24 Milliarden bei begrenztem Kontext, 24 GB für rund 30 bis 32 Milliarden. Kontextlänge und Laufzeitumgebung brauchen zusätzlichen Speicher. Ebenfalls wichtig ist die Softwareunterstützung, die bei NVIDIA am breitesten ausfällt.
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