Trade Republic Karte: bezahlen und dabei automatisch investieren
Bild: KI-generiert
Geschrieben von Michael Radtke · Zuletzt aktualisiert: 8. Juli 2026

Anzeige · Dieser Beitrag enthält Empfehlungslinks (mit „Anzeige" gekennzeichnet). Eröffnen Sie darüber ein Konto, erhalten wir unter Umständen eine Provision – für Sie ohne Mehrkosten. Unsere Einschätzung bleibt davon unberührt.

Trade Republic Karte: bezahlen und dabei automatisch investieren

Die Trade Republic Karte ist eine kostenlose Visa-Debitkarte, die das Bezahlen mit dem Sparen verbindet: Über Saveback und Round-up fließt bei jedem Einkauf automatisch Geld in einen Sparplan. Dazu kommen 0 % Fremdwährungsgebühr und kostenloses Bargeldabheben im Ausland. Dieser Ratgeber zeigt, wie die Karte funktioniert, wo die Grenzen liegen und für wen sie sich lohnt.

Trade Republic Karte auf einen Blick

ArtVisa-Debitkarte (kein Kreditrahmen), keine Schufa-Prüfung
Grundgebührkeine Monats-/Jahresgebühr; virtuelle Karte gratis
Physische KarteClassic einmalig 5 €, Mirror einmalig 50 €
Saveback1 % des Umsatzes in den Sparplan – max. 15 €/Monat
Round-upAufrunden aufs nächste Euro, Differenz investiert (Multiplikator 1–10×)
Ausland0 % Fremdwährungsgebühr; Bargeld ab 100 € weltweit kostenlos
Voraussetzungkostenloses Trade-Republic-Konto/Depot
Zur Trade Republic Karte → Anzeige

Hinweis: Saveback und Round-up investieren in Wertpapiere – die Beträge unterliegen Kursschwankungen und sind kein garantierter Bonus. Saveback ist kein Rechtsanspruch und kann von Trade Republic mit zwei Wochen Frist beendet werden. Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und keine Anlage- oder Steuerberatung.

Was ist die Trade Republic Karte?

Es handelt sich um eine Visa-Debitkarte, die direkt mit Ihrem Verrechnungskonto verknüpft ist – Zahlungen werden also sofort vom Guthaben abgebucht. Einen Kreditrahmen, Dispo oder eine Monatsabrechnung wie bei einer echten Kreditkarte gibt es nicht; dafür entfällt die Schufa-Prüfung bei der Beantragung. Es fallen keine laufenden Gebühren an: Die virtuelle Karte ist gratis, die physische Classic-Karte kostet einmalig 5 €, die verspiegelte Mirror-Karte 50 €. Apple Pay und Google Pay werden unterstützt.

Saveback: 1 % automatisch investiert

Mit Saveback fließt 1 % Ihres berechtigten Kartenumsatzes automatisch in einen Sparplan Ihrer Wahl – kein Bargeld-Cashback, sondern ein Investment. Der Bonus ist auf 15 € pro Monat gedeckelt (entspricht 1.500 € Umsatz) und an eine Bedingung geknüpft: Sie müssen monatlich mindestens 50 € in einen regulären Sparplan investieren (wöchentlich, zweiwöchentlich oder monatlich – quartalsweise zählt nicht). Ausgenommen sind unter anderem Bargeldabhebungen, P2P-Zahlungen und PayPal-Aufladungen. Wichtig: Saveback ist kein Rechtsanspruch und kann mit zwei Wochen Frist beendet werden.

Round-up: das Wechselgeld anlegen

Bei Round-up wird jede Kartenzahlung auf den nächsten vollen Euro aufgerundet und die Differenz in ein gewähltes Wertpapier investiert – ein digitales Sparschwein. Über einen Multiplikator (1× bis 10×) lässt sich der angelegte Betrag vervielfachen. Ehrlich eingeordnet: Anders als beim Saveback bekommen Sie hier nichts geschenkt – Sie legen Ihr eigenes Wechselgeld an. Der Reiz liegt in der Automatik, mit der aus Kleinstbeträgen über die Zeit eine spürbare Sparsumme wird.

Im Ausland & Bargeld

Auf Reisen punktet die Karte mit 0 % Fremdwährungsgebühr (Umrechnung zum Visa-Kurs) und kostenlosem Bargeldabheben weltweit ab 100 € je Abhebung (mit der physischen Karte; unter 100 € fällt 1 € an). Ein wichtiger Nachteil bleibt: Als Debitkarte wird sie bei Mietwagen und Hotels für Kautionen oft nicht akzeptiert – dafür sollten Sie eine echte Kreditkarte als Backup dabeihaben. Am Terminal gilt: eine angebotene Umrechnung in Euro (DCC) immer ablehnen und in Landeswährung zahlen.

Vorteile & Nachteile

VorteileNachteile
Keine laufenden Gebühren, 0 % FremdwährungsgebührDebitkarte – bei Kautionen (Mietwagen/Hotel) oft abgelehnt
1 % Saveback automatisch in den SparplanSaveback gedeckelt (15 €/Monat), an 50 €-Sparplan gebunden, kündbar
Round-up mit Multiplikator, ohne ZusatzkostenRound-up ist eigenes Geld, kein Bonus
Bargeld weltweit ab 100 € kostenlos, Apple/Google PayNur mit ausreichend Guthaben nutzbar (kein Kreditrahmen)

Für wen lohnt sich die Karte?

Die Karte lohnt sich vor allem für Trade-Republic-Nutzer, die ohnehin per Sparplan investieren und im Alltag viel mit Karte zahlen – dann nehmen sie Saveback und den Reise-Vorteil einfach mit. Wer selten mit Karte zahlt oder keinen 50-€-Sparplan möchte, hat wenig vom Saveback. Und wer einen echten Kreditrahmen oder Kautionsfähigkeit braucht, kombiniert die Karte am besten mit einer klassischen Kreditkarte.

Häufige Fragen

Was kostet die Karte?

Keine laufenden Gebühren. Die virtuelle Karte ist gratis, die physische Classic-Karte kostet einmalig 5 €, die Mirror-Karte 50 €.

Wie funktioniert Saveback?

1 % des Kartenumsatzes wird automatisch in einen Sparplan investiert – maximal 15 €/Monat und nur, wenn Sie mindestens 50 €/Monat in einen Sparplan einzahlen.

Bekomme ich beim Round-up Geld geschenkt?

Nein. Beim Round-up legen Sie Ihr eigenes aufgerundetes Wechselgeld an. Nur beim Saveback gibt es tatsächlich 1 % obendrauf.

Kann ich damit einen Mietwagen buchen?

Oft nicht. Als Debitkarte wird sie für Kautionen häufig abgelehnt – nehmen Sie eine echte Kreditkarte als Backup mit.

Fazit

Die Trade Republic Karte ist eine der attraktivsten kostenlosen Karten für alle, die ohnehin bei Trade Republic sparen: 1 % Saveback, Round-up und 0 % Fremdwährungsgebühr machen sie im Alltag und auf Reisen stark. Man sollte die Grenzen kennen – gedeckeltes, kündbares Saveback, Round-up aus eigenem Geld und die Debitkarten-Schwäche bei Kautionen. In Kombination mit einer echten Kreditkarte als Backup ergibt sich ein sehr rundes Paket.

Passend dazu weiterlesen

Der größte Nachteil der Trade Republic Karte ist ihr Charakter als Debitkarte: Für Kautionen bei Mietwagen oder Hotels wird sie oft nicht akzeptiert, weil dort ein echter Kreditrahmen verlangt wird. Deshalb ergibt eine gebührenfreie echte Kreditkarte als Backup Sinn – ohne dass Sie dafür laufende Kosten in Kauf nehmen müssen. Welche kostenlosen Karten sich wirklich lohnen und worin sie sich unterscheiden, ordnet der Direktvergleich der wichtigsten gebührenfreien Kreditkarten ehrlich ein. So haben Sie für den Ernstfall die passende Zweitkarte parat.

Ein großer Pluspunkt der Karte ist das gebührenfreie Bezahlen im Ausland ohne Fremdwährungsaufschlag. Wer viel reist, sollte aber wissen, worauf es bei einer Reisekarte sonst noch ankommt – etwa kostenlose Abhebungen, Akzeptanz und die Absicherung gegen versteckte Umrechnungstricks am Terminal. Genau diese Kriterien entscheiden, wie viel Sie unterwegs wirklich sparen. Worauf Sie achten sollten, zeigt der Ratgeber zur Reisekreditkarte, mit der Sie ohne Auslandsgebühr bezahlen und auf Reisen sparen. So stellen Sie Ihr Karten-Set fürs Ausland optimal zusammen.

Die Karte ist Teil eines größeren Pakets: Sie gehört zum Trade-Republic-Girokonto und steht neben Broker, Zinsen, Krypto und Private Markets. Wie die Karte ins Gesamtbild passt und wo die Bank insgesamt überzeugt oder schwächelt, ordnet der große Überblick ein – mit Kosten, Sicherheit und allen Bereichen gebündelt. So sehen Sie, ob sich das Gesamtpaket für Sie lohnt. Den vollständigen Test liefert der Ratgeber Trade Republic Erfahrungen & Test 2026: Broker, Bank und Karte in einer App. Danach können Sie die Karte im Kontext des gesamten Angebots bewerten.

Über den Autor: Michael Radtke schreibt auf alarm.de verständlich über Finanzen & Kredit, digitale Sicherheit und Krypto. Alle Beiträge des Autors ansehen →

Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel? Hier können Sie uns schreiben →
Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin →