Hardware-Wallets · Herstellerübersicht · laufend aktualisiert
Hardware-Wallets unserer Partner im Überblick: alle Modelle und worin sie sich unterscheiden
Alle Geräte und Varianten unserer Partner, nach Marken sortiert statt nach Ranglisten. Aufgeführt sind die Geräte der Hersteller, mit denen alarm.de über Partnerprogramme oder Kooperationen verbunden ist – ein vollständiger Marktvergleich ist das also nicht. Die Seite beantwortet nicht, welches Gerät das beste ist, sondern worin sich diese Geräte unterscheiden und zu welcher Art von Nutzer der jeweilige Hersteller passt.
Das Sicherheitssystem dahinter →Hersteller, mit denen wir zusammenarbeiten
erweitert, sobald neue Modelle erscheinen
Modelle mit optischer Signatur sind gekennzeichnet
eigene Spalte für Bitcoin-only-Firmware
Die Unterschiede zwischen den Herstellern sind kleiner, als die Werbung nahelegt – und sie liegen woanders, als die meisten vermuten. Vier Merkmale lassen sich beim Kauf leicht vergleichen und tragen weit: über welchen Weg das Gerät mit deinem Rechner spricht, ob der Quellcode offen liegt, ob es eine Bitcoin-only-Firmware gibt und wie das Backup-Konzept aussieht. Danach ist diese Übersicht aufgebaut. Sicherheit hängt allerdings an mehr: an der Qualität der Zufallserzeugung, an der Update- und Signaturkette, an einer verständlichen Transaktionsanzeige und an der Wiederherstellungsarchitektur. Der Coldcard-Fall von 2026 hat genau das gezeigt.
Wie du diese Übersicht liest
Vier Vergleichsmerkmale strukturieren die Tabelle, und es lohnt sich, kurz zu verstehen, was jedes davon aussagt.
Übertragungswege ist die wichtigste Spalte. Sie sagt, wie Transaktionsdaten zwischen Gerät und Computer wandern: über Kabel, über Funk oder optisch per QR-Code. Ein echter Luftspalt besteht nur, wenn es keinen direkten kabelgebundenen oder drahtlosen Kanal gibt. Mehrere Hersteller werben mit dem Wort air-gapped und bieten trotzdem USB, NFC oder Bluetooth an – deshalb steht hier, was ein Gerät tatsächlich kann, und nicht das Marketingwort. Was der Unterschied praktisch bedeutet, erklärt die Seite air-gapped Wallet.
Open Source heißt, dass der Quellcode öffentlich einsehbar ist. Das ist kein Beweis für Fehlerfreiheit – der Coldcard-Fehler von 2026 steckte jahrelang in offenem Code, ohne dass ihn jemand fand. Offener Code ermöglicht es aber beliebigen unabhängigen Fachleuten, die Umsetzung öffentlich nachzuvollziehen. Das garantiert weder eine vollständige Prüfung noch Fehlerfreiheit, erweitert aber den Kreis möglicher Prüfer erheblich – und darum ist die Angabe relevant.
Bitcoin-only bedeutet eine Firmware ohne Code für andere Netzwerke. Weniger Code heißt weniger Stellen, an denen etwas schiefgehen kann. Wer ausschließlich Bitcoin hält, fährt damit besser; wer mehrere Netzwerke nutzt, braucht die Multi-Variante.
Besonderheit nennt das eine Merkmal, für das ein Gerät gebaut wurde. Danach lohnt die Auswahl – nicht nach der Zahl der unterstützten Kryptowährungen, die bei fast allen im vierstelligen Bereich liegt und im Alltag keine Rolle spielt.
Alle Modelle auf einen Blick
Die folgende Auswahl ist kein vollständiger Marktvergleich. Aufgeführt sind die Geräte der Hersteller, mit denen wir zusammenarbeiten. Marken ohne Kooperation stehen bewusst nicht drin – wir wollen nichts empfehlen, was wir nicht auch beziehen können.
| Modell | Herkunft | Übertragungswege | Open Source | Bitcoin-only | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|---|
| Trezor Safe 7 | Tschechien | USB-C, Bluetooth | Ja | Wählbar | 2,5-Zoll-Farb-Touchdisplay, IP54; Post-Quanten-Kryptografie für Startvorgang, Firmware-Updates und Geräteauthentifizierung laut Hersteller |
| Trezor Safe 5 | Tschechien | USB-C | Ja | Eigene Variante | Farb-Touchdisplay, haptische Rückmeldung |
| Trezor Safe 3 | Tschechien | USB-C | Ja | Eigene Variante | Der günstige Einstieg mit Sicherheitschip |
| BitBox02 Bitcoin-only | Schweiz | USB-C | Ja | Ja | Automatisches MicroSD-Backup, alternativ klassische Wiederherstellungswörter |
| BitBox02 Multi-Edition | Schweiz | USB-C | Ja | Nein | Dasselbe Gerät mit Firmware für mehrere Netzwerke |
| BitBox02 Nova | Schweiz | USB-C, Bluetooth | Ja | Eigene Edition | Nachfolgemodell mit überarbeitetem Display, ebenfalls in zwei Editionen |
| Ledger Nano S Plus | Frankreich | USB-C | Teilweise | Nein | Bewährtes Einstiegsgerät ohne Akku |
| Ledger Nano X | Frankreich | USB-C, Bluetooth | Teilweise | Nein | Bluetooth für die Bedienung am Smartphone |
| Ledger Nano Gen5 | Frankreich | USB-C, Bluetooth, NFC | Teilweise | Nein | E-Ink-Touchdisplay, seit Oktober 2025 im Verkauf |
| Ledger Flex | Frankreich | USB-C, Bluetooth, NFC | Teilweise | Nein | E-Ink-Touchdisplay |
| Ledger Stax | Frankreich | USB-C, Bluetooth, NFC | Teilweise | Nein | Großes gebogenes E-Ink-Display, kabelloses Laden |
| OneKey Classic 1S | Hongkong | USB-C, Bluetooth | Ja | Nein | Kartenformat mit Akku, reproduzierbare Builds |
| OneKey Classic 1S Pure | Hongkong | USB-C, Bluetooth | Ja | Als BTC-only-Ausführung | Bewusst ohne Akku, läuft nur angeschlossen |
| OneKey Pro | Hongkong | USB-C, Bluetooth, NFC, QR-Code | Ja | Keine Angabe | Farb-Touchdisplay, Fingerabdrucksensor, QR-Modus |
| Tangem Wallet | Schweiz | NFC | Teilweise | Nein | Karten statt Gerät, Backup über zusätzliche Karten |
| Cypherock X1 | Indien | USB-C, NFC zu den Karten | Ja | Nein | Schlüssel auf vier Karten verteilt, kein einzelner Fundort |
| Foundation Passport Prime | USA | QR-Code, USB-C, NFC, Bluetooth | Ja | Ja | QR-Signatur, verschlüsselter QuantumLink-Kanal |
| Keystone 3 Pro | Hongkong | QR-Code im Air-Gap-Modus, USB-C und MicroSD für Firmware | Ja | Wählbar | Signatur rein optisch, drei Sicherheitschips |
| Blockstream Jade Classic | Kanada | USB-C, Bluetooth; optionale Firmware ohne Funk | Ja | Bitcoin und Liquid | Entropie aus vielen Quellen inklusive Kamerabildern; kein Secure Element, stattdessen Blind Oracle |
| Blockstream Jade Plus | Kanada | USB-C, Bluetooth; optionale Firmware ohne Funk | Ja | Bitcoin und Liquid | Aktuelles Hauptmodell, Echtheitsprüfung „Genuine Check“ beim Auspacken |
| Blockstream Jade Core | Kanada | Keine Angabe | Ja | Bitcoin und Liquid | Dritte Ausführung der Reihe; Ausstattungsdetails liegen uns nicht belegt vor |
| ERA Wallet | VAE | QR-Code für Signaturen, NFC für Updates | Teilweise | Wählbar | Kartenformat, bis zu zehn getrennte Seed-Phrasen |
| ELLIPAL Titan 2.0 | Hongkong | QR-Code | Nein | Nein | Metallgehäuse, keine Anschlüsse außer Ladebuchse |
| Coldcard Q | Kanada | QR-Code, MicroSD, USB-C, NFC | Ja | Nur Bitcoin | Volltastatur und QR-Scanner, Würfelentropie dokumentiert |
| Coldcard Mk5 | Kanada | MicroSD, USB-C, NFC | Ja | Nur Bitcoin | Kompakt, zwei Sicherheitschips |
| Coldcard Mk4 | Kanada | MicroSD, USB-C, NFC | Ja | Nur Bitcoin | Vorgängermodell, weiterhin unterstützt |
| SeedSigner | offenes Projekt | QR-Code | Ja | Nur Bitcoin | Selbstbausatz ohne dauerhaften Speicher |
Angaben der Hersteller, Stand Juli 2026. Wo wir eine Angabe nicht belegen konnten, steht „Keine Angabe“ statt einer Vermutung. Die Produktnamen sind Partnerlinks · Anzeige. Für dich ändert sich am Preis nichts.
Keine Preise und keine Bewertungsnoten. Preise ändern sich zu oft, um sie hier verlässlich zu führen – sie stehen beim jeweiligen Hersteller. Und eine Note von eins bis zehn würde Unterschiede vortäuschen, die es in dieser Form nicht gibt: Fast alle Geräte dieser Liste erfüllen ihre Kernaufgabe. Sie unterscheiden sich darin, wofür sie gebaut wurden, nicht darin, ob sie funktionieren.
Die Hersteller im Einzelnen
Jeder dieser Hersteller hat eine Grundidee, die sich durch seine Geräte zieht. Wer die kennt, trifft die Auswahl schneller als über Ausstattungslisten.
Trezor – der älteste Anbieter in dieser Übersicht
Die tschechische Firma SatoshiLabs hat 2014 die erste Hardware-Wallet überhaupt auf den Markt gebracht. Der Quellcode liegt seit jeher offen, und das Unternehmen geht mit gefundenen Schwachstellen ungewöhnlich offen um – wie zuletzt bei der TROPIC01-Schwachstelle, die der Hersteller selbst veröffentlicht hat. Das ist ein Verhalten, das man sich von mehr Anbietern wünschen würde.
Die aktuelle Reihe umfasst drei Geräte: den Safe 3 als günstigen Einstieg, den Safe 5 mit Farb-Touchdisplay und den Safe 7 als neues Spitzenmodell. Alle drei gibt es wahlweise mit Bitcoin-only-Firmware. Ein Vergleich mit dem größten Wettbewerber steht unter Ledger oder Trezor; die Marke selbst ist unter Trezor im Überblick beschrieben.
Ledger – die größte Verbreitung, die meiste Kritik
Der französische Hersteller ist mit Abstand der bekannteste und hat fünf zentrale Geräte im Programm: Nano S Plus, Nano X, Nano Gen5, Flex und Stax. Ledger Live als begleitende Software ist ausgereift, das Ökosystem groß, die Verfügbarkeit gut.
Der Streitpunkt ist die Offenheit: Teile der Firmware sind quelloffen, der Kern rund um das Secure Element aber nicht. Das ist eine bewusste Entscheidung des Herstellers und für viele Käufer ohne Belang – wer aber Wert darauf legt, dass sein Gerät unabhängig prüfbar ist, findet bei anderen Anbietern mehr. Eine Einordnung steht unter Ledger Hardware-Wallets.
BitBox – zwei Geräte, jeweils in zwei Editionen
Die Schweizer Shift Crypto bietet zwei Hardwaremodelle an: die etablierte BitBox02 und die neuere BitBox02 Nova. Beide gibt es als Bitcoin-only- und als Multi-Edition. Die Bitcoin-only-Edition trägt ausschließlich Bitcoin-Code, die Multi-Edition unterstützt weitere Netzwerke. Firmware und BitBoxApp sind quelloffen. Die Nova ergänzt das bisherige Modell unter anderem um ein überarbeitetes Display, einen neueren zertifizierten Sicherheitschip und Bluetooth für die Nutzung mit iPhone und iPad.
Die Besonderheit liegt beim Backup: Beide Geräte legen bei der Einrichtung automatisch eine Sicherung auf der mitgelieferten MicroSD-Karte an. Das senkt die Fehlerquote beim Abschreiben deutlich – dafür brauchst du eine Karte, die du wie Schlüsselmaterial behandelst. Klassische Wiederherstellungswörter lassen sich zusätzlich notieren. Details unter BitBox02 kaufen.
Coinkite – Coldcard, kompromisslos auf Bitcoin ausgerichtet
Die kanadische Coinkite baut ausschließlich für Bitcoin und richtet sich an Nutzer, die Wert auf Kontrolle über jedes Detail legen. Die Coldcard Q hat eine vollständige Tastatur und einen QR-Scanner, Mk5 und Mk4 sind die kompakten Varianten. Alle unterstützen einen dokumentierten Würfelweg, mit dem du eigene Zufallszahlen in die Seed-Erzeugung einbringen kannst.
Zur Einordnung gehört auch der Entropiefehler vom Juli 2026: Über Jahre erzeugte die Firmware Seeds mit zu wenig Zufall. Coinkite hat den Fehler selbst offengelegt und korrigierte Firmware bereitgestellt: Version 5.6.0 oder neuer für Mk4 und Mk5, Version 1.5.0Q oder neuer für die Q und seit dem 31. Juli 2026 auch Version 4.2.0 oder neuer für den Mk3. Entscheidend ist dabei: Ein Update repariert einen bereits erzeugten Seed nicht. Wer betroffen ist, braucht nach dem Update einen vollständig neu erzeugten Seed und muss sein Guthaben auf neue Adressen umziehen. Eine Ausnahme kann bestehen, wenn bei der ursprünglichen Erzeugung mindestens 50 unabhängige, geheim gehaltene Würfelwürfe eingeflossen sind. Die einzelnen Modelle sind unter Coldcard Q, Mk5 und Mk4 beschrieben.
Wenn du am Anfang stehst, führt der Weg über eines der etablierten Geräte mit offenem Quellcode. Alle drei sind seit Jahren im Markt, gut dokumentiert und in Deutschland problemlos zu bekommen. Kaufe direkt beim Hersteller – das verkürzt die Lieferkette und vermeidet zusätzliche Zwischenhändler.
Trezor: Geräte im HerstellershopModelle, Ausführungen und Verfügbarkeit beim Hersteller prüfen · Anzeige BitBox: Schweizer Hardware-Wallet
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Foundation – Passport Prime, gebaut als Werkzeug statt als Wallet
Der US-Hersteller Foundation hat den Passport Prime zu deutlich mehr gemacht als einer Signierbox: Er dient zugleich als Sicherheitsschlüssel für die Zwei-Faktor-Anmeldung und als Datentresor. Die Signatur läuft per QR-Code, daneben gibt es USB-C, NFC und einen verschlüsselten Bluetooth-Kanal namens QuantumLink. Streng schnittstellenlos ist das Gerät damit nicht – wer das braucht, greift zu Keystone oder ELLIPAL.
Das Vorgängermodell Passport Core ist eingestellt und wird nicht mehr verkauft, bleibt aber weiter unterstützt. Was der Prime über die Wallet-Funktion hinaus kann, steht unter Passport Prime als 2FA-Schlüssel und Datentresor; ein ausführlicher Test unter Passport Prime im Test.
Keystone – die konsequenteste QR-Lösung
Keystone wird von der in Hongkong registrierten Yanssie HK Limited entwickelt und setzt auf Optik. Im aktivierten Air-Gap-Modus überträgt das Keystone 3 Pro Transaktionen ausschließlich per QR-Code und schaltet USB und Bluetooth ab. Eine USB-C-Datenschnittstelle ist allerdings vorhanden und wird außerhalb dieses Modus unter anderem für Firmware-Updates genutzt; alternativ läuft das Update über eine MicroSD-Karte. Dauerhaft schnittstellenlos ist das Gerät also nicht, es ermöglicht aber einen konsequenten QR-Betrieb.
Das Keystone 3 Pro arbeitet mit drei Sicherheitschips, der Quellcode ist offen, und eine Bitcoin-only-Firmware lässt sich wählen. Wer den Air-Gap-Modus dauerhaft aktiviert lässt, kommt damit der strengen Trennung so nah wie mit kaum einem anderen Gerät dieser Übersicht. Ausführlich unter Keystone 3 Pro im Test.
Blockstream – quelloffen bis in die Hardware, ohne Secure Element
Blockstream ist keine reine Wallet-Firma, sondern einer der ältesten Infrastruktur-Anbieter im Bitcoin-Umfeld. Die Jade-Reihe umfasst drei Geräte: Jade Classic, Jade Plus und Jade Core. Firmware und Hardware liegen vollständig offen, unterstützt werden Bitcoin und das Liquid-Netzwerk – Altcoin-Code gibt es nicht.
Die Besonderheit ist zugleich der Punkt, an dem sich die Geister scheiden: Jade hat kein Secure Element. Blockstream begründet das ausführlich und setzt stattdessen auf ein Verfahren, bei dem ein externer Dienst beim Entsperren mitwirkt, ohne die Wiederherstellungsphrase je zu sehen. Wer einen zertifizierten Sicherheitschip als Pflicht ansieht, ist hier falsch; wer Wert darauf legt, dass sich jede Zeile Code und jedes Bauteil nachvollziehen lässt, findet kaum etwas Offeneres.
Beim Thema Zufall geht Jade einen Weg, der nach dem Coldcard-Fall besonders interessant ist: Das Gerät mischt Zeitverhalten der Bedienung, Prozessorzähler, uninitialisierten Speicher, den vorherigen Zustand des eigenen Entropie-Pools, einen Hardware-Zufallsgenerator und Entropie aus der Begleit-App. Classic und Plus ergänzen Akkumesswerte und mehrere Kamerabilder beim Start. Alles landet im selben Hash, sodass eine einzelne schwache Quelle den Pool nicht bestimmen kann – nachlesbar in der Entropie-Dokumentation des Herstellers. Nachlesbar ist das in der Entropie-Dokumentation des Herstellers, die den Ablauf offenlegt statt ihn nur zu behaupten.
Cypherock – kein einzelner Fundort für den Schlüssel
Der indische Hersteller geht ein Problem anders an als die Mehrheit: Bei einem klassischen Gerät gibt es eine Seed-Phrase, die irgendwo liegt und gefunden werden kann. Cypherock verteilt den Schlüssel stattdessen kryptografisch auf das Gerät und vier NFC-Karten; zur Wiederherstellung genügt eine festgelegte Teilmenge, etwa zwei Karten oder eine Karte zusammen mit dem Gerät. Dass es keinen einzelnen Fundort gibt, erreichen allerdings auch aufgeteilte Sicherungen und Multisig-Konstruktionen – Cypherock verpackt es nur so, dass man sich nicht selbst darum kümmern muss.
Das macht die Konstruktion besonders für zwei Fälle interessant: für Menschen mit hohem physischem Risiko und für die Nachlassplanung, weil sich Karten kontrolliert verteilen lassen. Details unter Cypherock X1 und, mit Blick auf den Erbfall, unter Krypto vererben ohne Kontrollverlust.
ERA – Kartenformat mit zehn getrennten Wallets
Die ERA Wallet aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hat Bankkartenformat und signiert per QR-Code. Ihre Besonderheit sind bis zu zehn vollständig unabhängige Seed-Phrasen auf einem Gerät – keine abgeleiteten Konten, sondern zehn getrennte Wallets. Dazu kommt eine verschlüsselte NFC-Sicherungskarte als Alternative zum Papier-Backup.
Funkfrei ist das Gerät nicht: NFC läuft für Firmware-Updates, die Echtheitsprüfung und die Sicherungskarte, nur die Transaktionssignatur bleibt rein optisch. Der Hersteller sitzt außerhalb der EU, was Einfuhr und Gewährleistung betrifft. Ausführlich unter ERA Wallet im Check.
Tangem – die einfachste Bedienung, mit klaren Grenzen
Tangem verzichtet auf ein Gerät im üblichen Sinn: Die Wallet steckt in Karten, die man ans Smartphone hält. Das ist die niedrigste Einstiegshürde im ganzen Feld und für kleine Beträge oder als Geschenk durchaus sinnvoll. Das Backup entsteht durch weitere Karten desselben Sets.
Die Grenzen liegen dort, wo Komfort und Kontrolle auseinandergehen: Der private Schlüssel bleibt zwar auf der Karte und wird auch dort signiert – aber ohne eigenes Display hängt die Anzeige und Prüfung der Transaktionsdetails vollständig am Smartphone und an der App. Zur Einordnung gehört auch der 2026 diskutierte Laser-Angriff; eine Übersicht steht unter Tangem Wallet im Überblick.
ELLIPAL, OneKey und SeedSigner
ELLIPAL baut mit dem Titan 2.0 ein Gerät im Metallgehäuse ganz ohne Datenanschluss – geladen wird über eine Buchse, signiert wird ausschließlich per QR-Code. Der Quellcode ist nicht offen, was für manche Käufer ein Ausschlusskriterium ist. Mehr unter ELLIPAL Titan 2.0. Daneben führt der Hersteller die kompakteren Modelle Titan Mini und X Card.
OneKey aus Hongkong veröffentlicht Firmware und Hardware vollständig quelloffen und mit reproduzierbaren Builds – das heißt, jeder kann nachvollziehen, dass die ausgelieferte Firmware wirklich aus dem veröffentlichten Code entstanden ist. Drei Modelle: Classic 1S mit Akku, Classic 1S Pure bewusst ohne, und der Pro mit Touchdisplay, Fingerabdrucksensor und QR-Modus. Die Bitcoin-only-Ausführung basiert dabei auf dem Pure und lässt sich laut Hersteller später auf das Multi-Coin-System umstellen.
SeedSigner ist kein Produkt, sondern ein offenes Projekt: Du baust das Gerät aus Standardteilen selbst zusammen, und es speichert nichts dauerhaft – nach jedem Ausschalten ist es wieder leer. Für technisch versierte Bitcoin-Nutzer, die keinem Hersteller vertrauen wollen, ist das die konsequenteste Lösung. Bausätze führt der deutsche Fachhändler Copiaro.
Wenn dir die strenge Trennung wichtig ist, kommen die Geräte mit QR-Signatur infrage. Wie streng sie ausfällt, unterscheidet sich: Keystone signiert rein optisch, die ERA Wallet nutzt NFC für Updates und Sicherungskarte, der Passport Prime bietet zusätzlich USB und Bluetooth.
Keystone: konsequenter QR-Betrieb im Air-Gap-ModusModelle und Lieferumfang beim Hersteller prüfen · Anzeige ERA Wallet: Kartenformat mit QR-Signatur
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Welcher Hersteller zu welchem Nutzer passt
Diese Zuordnung ist ein Vorschlag, keine Rangliste. Sie geht von der Frage aus, was dir im Alltag wichtiger ist – und nicht davon, welches Gerät die längste Ausstattungsliste hat.
| Wenn das auf dich zutrifft | Sieh dir zuerst an | Warum |
|---|---|---|
| Du fängst gerade an und willst keine Experimente | Trezor Safe 3, BitBox02, Ledger Nano S Plus | Seit Jahren im Markt, gut dokumentiert, in Deutschland problemlos zu bekommen |
| Du hältst ausschließlich Bitcoin | Coldcard, BitBox02 Bitcoin-only, Trezor mit BTC-only-Firmware | Weniger Code bedeutet weniger Angriffsfläche |
| Dir ist unabhängige Prüfbarkeit wichtig | Blockstream Jade, OneKey, Keystone, Trezor, BitBox | Quellcode offen, bei OneKey zusätzlich reproduzierbare Builds |
| Du willst keinen Datenweg über Kabel oder Funk | Keystone 3 Pro, ELLIPAL Titan 2.0, SeedSigner | Signatur ausschließlich über QR-Code |
| Du willst keinen einzelnen Fundort für den Schlüssel | Cypherock X1 | Schlüssel auf Gerät und vier Karten verteilt |
| Du bedienst lieber am Smartphone | Tangem, Ledger Nano X | NFC beziehungsweise Bluetooth, dafür Abstriche bei der Prüfbarkeit am Gerät |
| Du brauchst mehrere getrennte Bereiche | ERA Wallet | Bis zu zehn unabhängige Seed-Phrasen auf einem Gerät |
| Du planst den Erbfall mit | Cypherock X1, Foundation Passport Prime | Karten lassen sich kontrolliert verteilen, Prime dient zugleich als Datentresor |
Die Zuordnung folgt der Hauptausrichtung des jeweiligen Geräts. Sie ersetzt keine eigene Prüfung.
Was die Geräteauswahl nicht löst
Der wichtigste Satz dieser Seite steht am Ende: Die Wahl des Geräts entscheidet weniger, als die meisten annehmen. Der Coldcard-Fehler von 2026 kann auch Nutzer betreffen, die alles richtig gemacht haben – eigenes Gerät, sauber eingerichtet, Wörter auf Metall. Die Schwachstelle lag in der Erzeugung des Schlüssels – also in einem Bereich, den der Nutzer selbst kaum kontrollieren kann.
Ebenso wenig schützt ein Gerät vor einem ungetesteten Backup, einer vergessenen Passphrase, einem ungeregelten Erbfall oder davor, dass man die Empfängeradresse nicht auf dem Display prüft. Wer eine Hardware-Wallet kauft und danach das Thema abhakt, hat einen Baustein und kein System. Wie beides zusammenhängt, steht im Beitrag zum vollständigen Sicherheitssystem.
Zwei Dinge sind wichtiger als die Markenwahl. Erstens: die Wiederherstellung einmal testen, bevor Guthaben auf das Gerät geht. Zweitens: den Kauf so abwickeln, dass unterwegs niemand am Gerät war – worauf dabei zu achten ist, steht unter gefälschte Hardware-Wallets erkennen.
Nicht wegen der Sicherheit im Alltag, sondern wegen zweier sehr realer Fälle: ein Defekt und eine Herstellerwarnung. Ein Ersatzgerät im Schrank macht aus beidem einen ruhigen Nachmittag. Bei Multisig kommt ein zweiter Grund dazu – dort sollten die Schlüssel unabhängig voneinander erzeugt worden sein, was für Geräte verschiedener Hersteller spricht. Ausführlich unter Hardware-Wallet kaufen: welche und warum mehrere.
Häufige Fragen zur Geräteauswahl
Welche Hardware-Wallet ist die beste?
Die Frage führt in die Irre, weil fast alle aktuellen Geräte ihre Kernaufgabe erfüllen. Sinnvoller ist die Frage, wofür ein Gerät gebaut wurde: Wer nur Bitcoin hält, fährt mit einer Bitcoin-only-Firmware besser. Wer die strenge Trennung will, nimmt ein Gerät mit reiner QR-Signatur. Wer unabhängige Prüfbarkeit möchte, achtet auf offenen Quellcode und reproduzierbare Builds.
Wie viele Hardware-Wallet-Hersteller gibt es?
Diese Übersicht führt alle Geräte und Varianten der Hersteller, mit denen wir zusammenarbeiten – gezählt werden dabei auch Ausführungen desselben Geräts, etwa die beiden Editionen der BitBox02. Die Tabelle wird erweitert, sobald neue Modelle oder neue Partner dazukommen. Der Markt umfasst weitere etablierte Anbieter, die in dieser Partnerübersicht nicht aufgeführt sind. Marken ohne Kooperation stehen bewusst nicht in der Tabelle.
Was bedeutet air-gapped bei einer Hardware-Wallet?
Dass zwischen Signiergerät und vernetztem Rechner kein direkter kabelgebundener oder drahtloser Kanal besteht. Die Transaktion wird stattdessen optisch per QR-Code oder über ein Wechselmedium übertragen. Mehrere Hersteller werben mit dem Begriff und bieten trotzdem USB, NFC oder Bluetooth an – deshalb steht in der Übersicht, welche Übertragungswege ein Gerät tatsächlich hat.
Lohnt sich eine Bitcoin-only-Firmware?
Wenn du ausschließlich Bitcoin hältst, ja. Weniger Code bedeutet weniger Stellen, an denen etwas schiefgehen kann, und die Firmware bleibt übersichtlicher. Ein erheblicher Teil der aufgeführten Einträge bietet eine Bitcoin-only-Firmware oder ist ausschließlich für Bitcoin gebaut – die Spalte „Bitcoin-only“ in der Tabelle zeigt es je Modell. Wer mehrere Netzwerke nutzt, braucht dagegen die Multi-Ausführung – ein späterer Wechsel ist bei einigen Herstellern möglich, bei anderen nicht.
Ist offener Quellcode ein Beweis für Sicherheit?
Nein. Der Coldcard-Fehler von 2026 steckte über längere Zeit in offenem Code, ohne entdeckt zu werden. Offener Code ermöglicht unabhängige Prüfungen, garantiert aber weder, dass sie tatsächlich stattfinden, noch dass alle Fehler gefunden werden. Er bleibt trotzdem ein sinnvolles Auswahlkriterium: Geschlossene Firmware kann zwar von beauftragten Prüfern unter Verschwiegenheit begutachtet werden, aber nicht von beliebigen unabhängigen Fachleuten öffentlich nachvollzogen und nachgebaut werden.
Brauche ich mehr als ein Gerät?
Für die meisten reicht eines. Viele Hersteller bieten eine eingebaute Backup-Prüfung auf dem vorhandenen Gerät an – ein zweites ist dafür nicht zwingend nötig. Es lohnt sich aus anderen Gründen: Bei einem Defekt hast du sofort Ersatz, und für eine vollständige Wiederherstellungssimulation ohne Zurücksetzen des Hauptgeräts brauchst du ein leeres zweites. Bei einer Multisig-Konstruktion kommt ein dritter Grund dazu – dort sollten die Schlüssel unabhängig voneinander erzeugt sein, was für unterschiedliche Hersteller spricht.
Warum stehen Marken wie SafePal oder Blockstream Jade nicht in der Tabelle?
Weil wir mit diesen Herstellern nicht zusammenarbeiten und ihre Geräte deshalb nicht beziehen können. Wir führen nur auf, was wir auch tatsächlich empfehlen und liefern lassen können – das steht so auch unter der Tabelle. Eine Aussage über die Qualität dieser Geräte ist damit ausdrücklich nicht verbunden.
Wo kaufe ich am sichersten?
Direkt beim Hersteller. Das verkürzt die Lieferkette und vermeidet zusätzliche Zwischenhändler, beseitigt das Manipulationsrisiko aber nicht vollständig – prüfe Verpackung und Siegel bei Ankunft und führe die Echtheitsprüfung des Herstellers durch. Niemals gebraucht oder über einen Marktplatz von privat kaufen.
Was mache ich nach dem Kauf zuerst?
Ausschließlich die offizielle Software des Herstellers verwenden, die Echtheit des Geräts prüfen und die aktuell empfohlene Firmware installieren, bevor der Seed erzeugt wird. Danach die Wallet neu anlegen und nach dem Backup-Konzept sichern, das dein Gerät vorsieht – das können abgeschriebene Wörter auf Metall sein, eine Speicherkarte, verteilte Karten oder eine Sicherungskarte. Anschließend das Backup prüfen, bevor größere Beträge eingehen. In dieser Reihenfolge kostet ein Fehler beim Test nichts.
Das Gerät ist der erste Schritt, nicht der letzte
Wenn die Auswahl steht, geht es an Einrichtung, Sicherung, Notfallplan und Umfeld. Die Checkliste führt dich in sieben Blöcken durch alle Punkte – vom Kauf bis zum Erbfall.
Zur Checkliste →Angaben der Hersteller, Stand Juli 2026. Ausstattung, Verfügbarkeit und Firmwarestände können sich ändern; maßgeblich sind die Informationen auf der jeweiligen Herstellerseite. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Sicherheitsberatung.