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Kündigungsgeld und Flexgeld: Unterschiede, Fristen und Zinsen
Kündigungsgeld und Flexgeld werden von Banken unterschiedlich verwendet und sollten deshalb anhand von Laufzeit, Kündigungsfrist, Verfügbarkeit und Zinsbindung unterschieden werden. Zwischen dem täglich verfügbaren Tagesgeld und dem fest gebundenen Festgeld liegt eine dritte Sparform, die viele übersehen. Beim Kündigungsgeld vereinbarst du keine Laufzeit, sondern eine Kündigungsfrist – das Geld bleibt liegen, bis du es abrufst, und steht nach Ablauf der Frist bereit. Manche Banken nennen dasselbe Produkt Flexgeld, andere meinen damit etwas ganz anderes. Diese Übersicht klärt die Begriffe, die Fristen, die Steuer und die Frage, für wen sich das rechnet.
Kündigungsgeld hat keine feste Laufzeit, sondern eine Kündigungsfrist von üblicherweise 30 bis 180 Tagen. Kündigungsgeld wird im allgemeinen Bank- und Produktsprachgebrauch häufig dem Termingeld zugerechnet. Statistisch werden Einlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist jedoch von Einlagen mit vereinbarter Laufzeit getrennt erfasst. Der Zins ist anders als beim Festgeld in der Regel variabel. Die Zinshöhe lässt sich nicht allein aus der Produktart ableiten. Kündigungsgeld kann höher oder niedriger verzinst sein als vergleichbares Tages- oder Festgeld; entscheidend sind die aktuellen Konditionen. Ob Teilbeträge gekündigt werden können, ist produktabhängig. Manche Anbieter erlauben Teilkündigungen, andere verlangen die Kündigung des gesamten Guthabens. Die Einlagensicherung greift wie bei Tages- und Festgeld. Grundsätzlich sind 100.000 Euro pro Einleger und Institut gesetzlich geschützt. Bei deutschen Banken kann für bestimmte vorübergehend hohe Guthaben nach § 8 EinSiG zeitlich begrenzt eine höhere Deckung von bis zu 500.000 Euro gelten. Flexgeld ist keine einheitlich definierte Produktkategorie – dahinter kann Kündigungsgeld stecken, Festgeld mit Kündigungsoption oder ein Tagesgeldkonto.
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Was ist Kündigungsgeld?
Was heißt Kündigungsgeld? Die Definition ist schlicht: eine verzinsliche Geldanlage bei einer Bank. Kündigungsgeld wird im allgemeinen Bank- und Produktsprachgebrauch häufig dem Termingeld zugerechnet. Statistisch werden Einlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist jedoch von Einlagen mit vereinbarter Laufzeit getrennt erfasst. Der Name sagt bereits, worum es geht: Statt einer Laufzeit wird eine Kündigungsfrist vereinbart.
Praktisch heißt das: Du zahlst einen Betrag auf ein Kündigungsgeldkonto ein, und dort bleibt er, solange du willst – es gibt kein Enddatum. Brauchst du das Geld, kündigst du. Ab diesem Moment läuft die Frist, und nach ihrem Ablauf werden Anlagebetrag und Zinsen auf dein Referenzkonto überwiesen.
Die englische Entsprechung lautet notice account, und sie beschreibt es treffender: ein Konto mit Ankündigungspflicht. Was ist Kündigungsgeld bei der Bank also im Kern? Ein Kompromiss – mehr Beweglichkeit als bei einer festen Bindung über Jahre, dafür keine tägliche Verfügbarkeit. Die Zinshöhe hängt von Anbieter, Marktphase und konkreter Frist ab und kann über oder unter vergleichbarem Tages- beziehungsweise Festgeld liegen. Ein Kündigungsgeldkonto führt man neben dem Girokonto – im Kern ein Sparkonto mit Ankündigungspflicht.
Was Banken unter Flexgeld verstehen
Wer nach Flexgeld sucht, will meist wissen, was sich dahinter verbirgt. Die ehrliche Antwort ist unbequem. Flexgeld ist kein einheitlicher Fachbegriff. Je nach Anbieter kann damit Tagesgeld, eine kündbare Festgeldvariante oder eine andere flexible Sparform gemeint sein. Entscheidend sind Laufzeit, Kündigungsfrist, Verfügbarkeit und Zinsbindung im Produktblatt.
Die Frage „ist Flexgeld Tagesgeld“ lässt sich deshalb nicht allgemein beantworten. Der Unterschied Flexgeld Tagesgeld hängt vom einzelnen Anbieter ab. Prüfe im Produktblatt genau zwei Punkte: Gibt es eine Kündigungsfrist, und ist der Zins fest oder variabel? Damit ist geklärt, was du wirklich vor dir hast.
Dasselbe gilt für die Suche nach dem besten Flexgeld: Ein Flexgeld Vergleich führt nur weiter, wenn gleiche Produkte verglichen werden. Flexgeld Angebote mit Frist gehören neben Kündigungsgeld, Flexgeld ohne Frist neben Tagesgeld. Wer Flexgeld anlegen will, sollte vorher wissen, in welcher Kategorie er sich bewegt – sonst stellt er beim Zinsvergleich Produkte nebeneinander, die gar nicht vergleichbar sind. Ein Flexgeld Konto eröffnen lässt sich meist online; kündigen folgt derselben Logik wie beim Kündigungsgeld, sofern eine Frist vereinbart ist.
Neben Flexgeld begegnen dir Bezeichnungen wie Kombigeld oder Zuwachssparen. Auch dahinter steckt meist eine Mischform aus fester Anlage und Teilverfügbarkeit. Kündigungsgeld wird im allgemeinen Bank- und Produktsprachgebrauch häufig dem Termingeld zugerechnet. Statistisch werden Einlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist jedoch von Einlagen mit vereinbarter Laufzeit getrennt erfasst. Auf die Frage „ist Kündigungsgeld Festgeld“ lautet die Antwort deshalb: verwandt, aber nicht dasselbe.
Kombigeld, Zuwachssparen und Wachstumssparen
Neben Flexgeld begegnen dir weitere Produktnamen aus derselben Familie. Kombigeld verbindet feste Verzinsung mit Teilverfügbarkeit – ein Teil des Betrags bleibt vorzeitig abrufbar, der Rest bleibt gebunden. Zuwachssparen und Wachstumssparen bezeichnen meist Anlagen mit gestaffeltem Zins, der über die Jahre steigt; die Bindung ist dabei länger, oft mit Kündigungsmöglichkeit nach dem ersten Jahr.
Für alle gilt dasselbe wie für Flexgeld: Der Name sagt wenig, die Bedingungen sagen alles. Prüfe drei Punkte – ob eine Laufzeit oder eine Frist vereinbart ist, ob der Zins fest oder variabel läuft und ob Teilbeträge verfügbar bleiben.
Der Vergleich: Tagesgeld, Kündigungsgeld, Festgeld
| Merkmal | Tagesgeld | Kündigungsgeld | Festgeld |
|---|---|---|---|
| Verfügbarkeit | Täglich | Nach Ablauf der Kündigungsfrist | Erst am Laufzeitende |
| Laufzeit | Keine | Keine, nur eine Frist | Fest vereinbart |
| Zinssatz | Variabel | Meist variabel | Fest über die Laufzeit |
| Zinshöhe | markt- und anbieterabhängig | markt- und anbieterabhängig | markt- und anbieterabhängig |
| Teilkündigung | Jederzeit verfügbar | produktabhängig | produktabhängig |
| Einlagensicherung | grundsätzlich 100.000 € je Einleger und Institut; bei deutschen Banken nach § 8 EinSiG befristet bis zu 500.000 € möglich | grundsätzlich 100.000 € je Einleger und Institut; bei deutschen Banken nach § 8 EinSiG befristet bis zu 500.000 € möglich | grundsätzlich 100.000 € je Einleger und Institut; bei deutschen Banken nach § 8 EinSiG befristet bis zu 500.000 € möglich |
| Passt zu | Reserve für den Notfall | Geld ohne festen Termin | Geld mit bekanntem Bedarfszeitpunkt |
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Strukturvergleich der drei Sparformen – ohne Zinsangaben, weil die sich laufend ändern.
Der Unterschied zwischen Kündigungsgeld und Festgeld liegt nicht in der Sicherheit, sondern in zwei Punkten: Beim Festgeld ist der Zins garantiert, beim Kündigungsgeld nicht. Dafür musst du dich beim Kündigungsgeld nicht im Voraus auf einen Zeitraum festlegen. Beim Unterschied Kündigungsgeld Tagesgeld zählt dagegen allein die Verfügbarkeit. Wie Festgeld im Detail funktioniert, steht unter Festgeld: Laufzeiten und Fallen; die Grundlagen zum täglich verfügbaren Konto unter Tagesgeld: wie es funktioniert.
Wer die Gegenüberstellung beider klassischer Formen sucht, findet sie ausführlich unter Tagesgeld und Festgeld vergleichen.
Kündigungsgeld ist nur eine von mehreren Möglichkeiten, Erspartes verzinst zu parken. Unsere Übersicht stellt Tagesgeld, Festgeld, Depots und Broker nebeneinander – mit den Anbietern, die wir geprüft haben.
Tagesgeld, Festgeld, Depot und Broker vergleichenAlle Anbieter auf einen Blick, sortiert nach AnlageformDie Kündigungsfristen im Überblick
Die Kündigungsfrist ist die eigentliche Stellschraube dieser Anlageform. Üblich sind 30, 60, 90 und 180 Tage – 3 Monate und 90 Tage meinen dabei praktisch dasselbe. Je nach Anbieter reicht die Spanne von wenigen Tagen bis zu einem vollen Jahr – einzelne Banken bieten auch ungewöhnliche Fristen wie 35 Tage an. Maßgeblich ist, was im jeweiligen Angebot steht.
Die Logik dahinter: Je länger die Frist, desto sicherer kann die Bank mit dem Geld planen – häufig gibt sie dafür mehr Zins ab. Zwingend ist das aber nicht; je nach Zinsumfeld und Anbieter kann eine kürzere Frist gleich gut oder besser verzinst sein.
Daraus lässt sich dieselbe Staffelung bauen, die vom Festgeld bekannt ist: Ein Teil des Geldes liegt mit kurzer Frist bereit, ein Teil mit mittlerer, ein Teil mit langer. So bleibt immer ein Teil zeitnah abrufbar, während der Rest den höheren Zins mitnimmt. Wie dieses Prinzip beim Festgeld funktioniert, zeigt Die Festgeld-Treppe – der Gedanke lässt sich auf Kündigungsfristen übertragen, allerdings ohne die feste Zinsbindung, die eine Festgeldtreppe ausmacht.
Viele wählen die längste Frist, weil sie häufig einen höheren Zins verspricht, und vergessen dabei, dass die Uhr erst mit der Kündigung zu laufen beginnt. Bei 180 Tagen Frist dauert es ein halbes Jahr ab dem Tag, an dem du merkst, dass du das Geld brauchst. Für den Notgroschen ist Kündigungsgeld deshalb der falsche Ort – der gehört auf ein täglich verfügbares Konto.
Konto eröffnen, Zinsen und Kündigung
- Anbieter und Frist wählen. Entscheide zuerst, wie schnell du im Zweifel an das Geld musst – danach richtet sich die Frist, nicht umgekehrt.
- Konto eröffnen. Meist online mit Video- oder PostIdent. Dabei hinterlegst du dein Girokonto als Referenzkonto.
- Einzahlen. Der Betrag kommt vom Referenzkonto; die Mindestanlage ist anbieterabhängig.
- Zinsen laufen. Wann und wohin die Zinsen gutgeschrieben werden, ist produktabhängig – möglich sind beispielsweise monatliche, quartalsweise oder andere Intervalle sowie Gutschrift auf dem Anlage- oder Referenzkonto. Der Satz kann sich während der Anlage ändern.
- Kündigungsgeld kündigen, wenn du das Geld brauchst. Bei den meisten Anbietern lässt sich das Kündigungsgeld online kündigen. Ab der Kündigung läuft die Frist; danach fließt alles auf das Referenzkonto zurück.
Ein Punkt, der oft übersehen wird: Ob Teilbeträge gekündigt werden können, ist produktabhängig. Manche Anbieter erlauben Teilkündigungen, andere verlangen die Kündigung des gesamten Guthabens. Wer 20.000 Euro angelegt hat und 5.000 braucht, sollte vorher klären, ob eine Teilkündigung vorgesehen ist – das steht ausdrücklich in den Bedingungen und ist ein echtes Unterscheidungsmerkmal.
Für die Berechnung der Erträge braucht es kein eigenes Werkzeug – es gilt dieselbe Formel wie bei jeder Zinsanlage. Was am Ende übrig bleibt und wie sich wiederangelegte Erträge über die Jahre entwickeln, lässt sich mit dem Zinseszins-Rechner durchrechnen. Grundlagen dazu, wie Zinsen überhaupt zustande kommen, stehen unter Zinsen: wie sie entstehen.
Wie sicher ist das Geld?
Für die Sicherheit spielt der Produktname keine Rolle. Maßgeblich ist, bei welcher Bank das Geld liegt und in welchem Land sie ihren Sitz hat.
Die Kündigungsgeld Einlagensicherung entspricht der von Tages- und Festgeld. Innerhalb der EU sind erstattungsfähige Einlagen einheitlich bis 100.000 Euro je Einleger und Kreditinstitut geschützt; mehrere Konten bei derselben Bank werden zusammengerechnet. Bei deutschen Banken kann für bestimmte vorübergehend hohe Guthaben nach § 8 EinSiG zeitlich begrenzt eine höhere Deckung von bis zu 500.000 Euro gelten. Manche deutsche Institute sind zusätzlich über freiwillige Sicherungseinrichtungen abgedeckt. Wie sich die Systeme unterscheiden, erklärt unser Beitrag zur Einlagensicherung.
Bei Angeboten aus dem europäischen Ausland gelten dieselben Grenzen, die Abwicklung liefe im Ernstfall aber über das dortige System. Was das praktisch bedeutet und wie es steuerlich läuft, steht unter ausländisches Tagesgeld und die Steuer.
Und wie überall dort, wo mit Zinsen geworben wird: Ein Angebot, das weit über dem Markt liegt, braucht eine nachvollziehbare Erklärung. Wie sich Anbieter in wenigen Minuten prüfen lassen, zeigt der Beitrag zum Erkennen von Anlagebetrug.
Anbieter und Alternativen aus unserem Test
Angeboten wird diese Sparform vor allem von Volks- und Raiffeisenbanken, Sparkassen und einigen Direktbanken; ein reines Kündigungsgeld führen längst nicht alle Häuser. Beim Vergleich lohnt deshalb der Blick auf beide Produktgruppen. Konditionen und Zinssatz stehen beim Anbieter selbst, weil sie sich laufend ändern.
Wichtig zur Einordnung: Die folgenden Anbieter aus unserem Bestand führen kein Kündigungsgeld. Sie sind Alternativen mit Tagesgeld oder Festgeld – also die beiden Sparformen, zwischen denen das Kündigungsgeld liegt.
Wenn dir eine Kündigungsfrist zu unbeweglich ist, bleibt das klassische Tagesgeld die Alternative. Die Abgeltungsteuer wird automatisch abgeführt, ein Freistellungsauftrag ist möglich. Einordnung im BBBank-Test.
AnzeigeBBBank Tagesgeld beim Anbieter ansehenKonditionen direkt beim Anbieter prüfenDeutsche Bank mit beiden klassischen Sparformen unter einem Dach – praktisch, wenn du zwischen flexibel und fest aufteilen willst. Die Grenzen des Angebots stehen im IKB-Check.
AnzeigeIKB direkt beim Anbieter ansehenKonditionen direkt beim Anbieter prüfenWer den Zins lieber garantiert haben möchte statt variabel, ist beim klassischen Festgeld richtig. Details im pbb-direkt-Überblick.
Anzeigepbb direkt Festgeld beim Anbieter ansehenLaufzeiten und Konditionen beim Anbieter prüfenBreite Laufzeitpalette, wenn du gestaffelt anlegen willst. Ehrliche Einordnung samt Schwächen im J&T-Test.
AnzeigeJ&T Direktbank Festgeld ansehenLaufzeiten und Konditionen beim Anbieter prüfenAuch der Sparbrief der Hanseatic Bank gehört in diese Reihe – eine eigenständige Einlageform mit fester Laufzeit, die dem Festgeld ähnelt.
Wer Kündigungsgeld gezielt vergleichen will, findet entsprechende Angebote unter anderem über eine Zinsplattform: Dort stehen Kündigungsgeld, Tagesgeld und Festgeld verschiedener europäischer Banken nebeneinander, zugänglich über ein einziges Konto. Wie das funktioniert, erklären wir unter Festgeld über eine Zinsplattform.
AnzeigeFeste und flexible Zinsanlagen europaweit vergleichenLaufzeiten, Fristen und Konditionen direkt beim Anbieter prüfenAnzeigeTagesgeld europaweit über ein deutsches KontoKonditionen direkt beim Anbieter prüfenSteuern auf die Zinsen
Steuerlich unterscheidet sich Kündigungsgeld nicht von anderen Zinsanlagen. Die Erträge zählen zu den Kapitalerträgen und unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.
Bei einer deutschen Bank wird das automatisch abgewickelt, und ein Freistellungsauftrag stellt Erträge bis zum Sparerpauschbetrag frei. Wie du den Freibetrag richtig verteilst, steht unter Freistellungsauftrag und Sparerpauschbetrag. Was Abgeltungsteuer und Anlage KAP genau bedeuten, erklärt der Beitrag Abgeltungsteuer und Anlage KAP.
Liegt das Geld bei einer ausländischen Bank ohne deutsche auszahlende Stelle, werden die Zinsen regelmäßig ohne deutschen Steuerabzug ausgezahlt; ausländische Quellensteuer kann dennoch anfallen. Anzugeben sind sie in der Anlage KAP. Eine Besonderheit am Rande: Bei der statistischen Meldepflicht nach der Außenwirtschaftsverordnung greift die Meldeschwelle erst bei grenzüberschreitenden Zahlungen von mehr als 50.000 Euro – und ausgenommen sind davon Zahlungen zur Begründung oder Rückzahlung von Guthaben mit einer ursprünglich vereinbarten Kündigungsfrist von höchstens zwölf Monaten.
Mietkaution und gewerbliche Nutzung
Zwei Sonderfälle tauchen bei diesem Thema regelmäßig auf.
Kündigungsgeld Mietkaution. Bei der klassischen Barkaution zahlt der Mieter den Betrag an den Vermieter, der ihn getrennt von seinem eigenen Vermögen anlegen muss – eine Verpfändung durch den Mieter ist dabei nicht nötig. Anders beim Mietkautionskonto: Dort bleibt das Konto beim Mieter, und der Anspruch wird zugunsten des Vermieters verpfändet. Dafür braucht es ein Konto, das ausdrücklich als Mietkautionskonto geführt wird. Manche Banken bieten ein Kündigungsgeldkonto als Mietkautionskonto an, viele nicht. Ein gewöhnliches Kündigungsgeldkonto ist damit noch kein Kautionskonto – die Verpfändung muss ausdrücklich vereinbart sein. Wer die Kaution nicht aus eigenen Mitteln stemmen kann, findet die Alternativen unter Mietkaution finanzieren.
Kündigungsgeld gewerblich. Mehrere Banken führen Kündigungsgeld auch für Unternehmen, Vereine und Selbstständige; privat und gewerblich sind dabei getrennte Produkte. Die Bedingungen weichen von den privaten Angeboten ab – häufig bei der Mindestanlage. Die gesetzliche Einlagensicherung gilt grundsätzlich auch für Unternehmen und Vereine; ausgenommen sind bestimmte institutionelle Einleger wie Kreditinstitute, Versicherungen oder Finanzdienstleister.
Vorteile und Nachteile: für wen es sich lohnt
| Wenn das auf dich zutrifft | Dann passt eher |
|---|---|
| Du brauchst jederzeit Zugriff | Tagesgeld |
| Du kennst den Zeitpunkt, an dem du das Geld brauchst | Festgeld mit passender Laufzeit |
| Du willst dich nicht auf ein Enddatum festlegen, aber auch nicht täglich verfügen | Kündigungsgeld |
| Du erwartest steigende Zinsen | Kündigungsgeld oder kurzes Festgeld |
| Du willst den Zins auf Jahre sichern | Festgeld mit langer Laufzeit |
| Es geht um den Notgroschen | Tagesgeld statt einer Anlage mit Frist |
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Die Entscheidung hängt weniger am Zins als an der Frage, wann du das Geld brauchst.
Die Vorteile in einem Satz: keine Festlegung auf ein Enddatum, planbare Verfügbarkeit nach Ablauf der Frist, dieselbe Einlagensicherung. Die Nachteile ebenso: variabler Zins ohne Garantie, Teilkündigung nur je nach Produkt, und im Ernstfall wartest du die volle Frist ab. Wer diese drei Punkte akzeptiert, hat mit Kündigungsgeld ein solides Werkzeug – wer sie übersieht, ärgert sich.
Häufige Fragen zu Kündigungsgeld und Flexgeld
Was ist Kündigungsgeld?
Kündigungsgeld ist eine verzinsliche Geldanlage bei einer Bank. Anders als beim Festgeld wird keine feste Laufzeit vereinbart, sondern eine Kündigungsfrist. Kündigungsgeld wird im allgemeinen Bank- und Produktsprachgebrauch häufig dem Termingeld zugerechnet. Statistisch werden Einlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist jedoch von Einlagen mit vereinbarter Laufzeit getrennt erfasst. Das Geld bleibt so lange angelegt, bis du kündigst – danach läuft die Frist, und erst nach ihrem Ablauf wird ausgezahlt.
Was ist Flexgeld?
Flexgeld ist kein einheitlicher Fachbegriff. Je nach Anbieter kann damit Tagesgeld, eine kündbare Festgeldvariante, Kündigungsgeld oder eine andere flexible Sparform gemeint sein. Entscheidend sind die konkreten Bedingungen. Du musst also in jedem Einzelfall in die Bedingungen sehen.
Was ist der Unterschied zwischen Kündigungsgeld und Festgeld?
Beim Festgeld steht die Laufzeit von Anfang an fest, und der Zinssatz gilt garantiert bis zum Ende. Beim Kündigungsgeld gibt es keine Laufzeit, sondern nur eine Kündigungsfrist – dafür ist der Zins in der Regel variabel und kann sich während der Anlage ändern.
Was ist der Unterschied zwischen Kündigungsgeld und Tagesgeld?
Tagesgeld ist täglich verfügbar. Beim Kündigungsgeld musst du nach der Kündigung eine Frist abwarten, bevor du an dein Geld kommst. Die Zinshöhe hängt von Anbieter, Marktphase und konkreter Frist ab und kann über oder unter vergleichbarem Tages- beziehungsweise Festgeld liegen.
Wie lang sind die Kündigungsfristen?
Üblich sind 30, 60, 90 oder 180 Tage. Je nach Anbieter reicht die Spanne von wenigen Tagen bis zu einem Jahr. Die Zinshöhe hängt von Anbieter, Marktphase und konkreter Frist ab und kann über oder unter vergleichbarem Tages- beziehungsweise Festgeld liegen.
Ist Kündigungsgeld sicher?
Kündigungsgeld unterliegt wie Tagesgeld und Festgeld der gesetzlichen Einlagensicherung. Grundsätzlich sind 100.000 Euro pro Einleger und Institut gesetzlich geschützt. Bei deutschen Banken kann für bestimmte vorübergehend hohe Guthaben nach § 8 EinSiG zeitlich begrenzt eine höhere Deckung von bis zu 500.000 Euro gelten. Mehrere Konten bei derselben Bank werden zusammengerechnet. Entscheidend ist die Bank und ihr Sitzland, nicht der Produktname.
Ist Kündigungsgeld sinnvoll?
Es lohnt sich für Geld, das du absehbar nicht sofort brauchst, aber auch nicht über Jahre binden willst. Wer täglichen Zugriff braucht, fährt mit Tagesgeld besser. Wer einen Zeitpunkt kennt, zu dem das Geld gebraucht wird, ist beim Festgeld meist besser aufgehoben.
Kann ich Kündigungsgeld teilweise auszahlen lassen?
Ob Teilbeträge gekündigt werden können, ist produktabhängig. Manche Anbieter erlauben Teilkündigungen, andere verlangen die Kündigung des gesamten Guthabens. Ob dein Produkt eine Teilkündigung vorsieht, steht ausdrücklich in den Bedingungen.
Wie kündige ich ein Kündigungsgeldkonto?
Meist im Online-Banking mit wenigen Klicks, bei manchen Häusern schriftlich. Mit der Kündigung beginnt die vereinbarte Frist zu laufen; nach ihrem Ablauf gehen Anlagebetrag und Zinsen auf dein Referenzkonto.
Taugt Kündigungsgeld als Mietkaution?
Nur, wenn die Bank es ausdrücklich als Mietkautionskonto führt und der Anspruch zugunsten des Vermieters verpfändet wird. Bei der klassischen Barkaution zahlt der Mieter dagegen an den Vermieter, der den Betrag getrennt anlegen muss – dort ist keine Verpfändung nötig. Ein gewöhnliches Kündigungsgeldkonto ist noch kein Kautionskonto.
Wie werden die Zinsen aus Kündigungsgeld versteuert?
Wie alle Kapitalerträge. Bei deutschen Banken wird die Abgeltungsteuer automatisch abgeführt, ein Freistellungsauftrag stellt Erträge bis zum Sparerpauschbetrag frei. Bei einer Anlage im Ausland ohne deutsche auszahlende Stelle läuft es über die Anlage KAP.
Gibt es Kündigungsgeld auch für Firmen?
Ja, mehrere Banken führen gewerbliche Varianten für Unternehmen, Vereine und Selbstständige. Die Bedingungen unterscheiden sich von den privaten Angeboten, häufig bei der Mindestanlage. Die gesetzliche Einlagensicherung gilt grundsätzlich auch für Unternehmen und Vereine; ausgenommen sind bestimmte institutionelle Einleger wie Kreditinstitute, Versicherungen oder Finanzdienstleister.
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