Tagesgeldkonto und Festgeldkonto eröffnen, kündigen und wechseln
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Geschrieben von Michael Radtke · Zuletzt aktualisiert: 6. August 2026

Finanzen · Sparen & Anlegen

Tagesgeldkonto und Festgeldkonto eröffnen, kündigen und wechseln

Das beste Zinsangebot nützt nichts, wenn die Eröffnung an einer fehlenden Legitimation scheitert oder das alte Festgeld sich still um ein Jahr verlängert hat. Diese Übersicht geht die Praxis durch: wie ein Konto eröffnet wird, was das Referenzkonto damit zu tun hat, wie du kündigst – und warum die automatische Verlängerung beim Festgeld die teuerste Falle in diesem Feld ist.

Das Wichtigste in Kürze

Eröffnet wird meist vollständig online, mit VideoIdent oder PostIdent zur Legitimation. Das Referenzkonto ist dein Girokonto – Auszahlungen gehen dorthin, bei Einzahlungen unterscheiden sich die Banken. Tagesgeld hat keine Kündigungsfrist. Festgeld lässt sich während der Laufzeit in der Regel nicht ordentlich kündigen und verlängert sich am Ende häufig automatisch, wenn du nicht rechtzeitig widersprichst. Einen Kontowechsel wie beim Girokonto gibt es beim Sparkonto nicht: Du eröffnest neu und kündigst das alte.

Tagesgeldkonto eröffnen und Festgeldkonto eröffnen: Ablauf und Dauer

  1. Antrag ausfüllen. Ein Tagesgeldkonto eröffnen dauert online wenige Minuten, ein Festgeldkonto eröffnen genauso. Neben den Stammdaten werden üblicherweise die Steuer-Identifikationsnummer und das Referenzkonto abgefragt; bei Bestandskunden liegen diese Angaben oft schon vor.
  2. Legitimation. Bei Neukunden verlangt die Bank eine Identifizierung; welches Verfahren angeboten wird – VideoIdent, PostIdent oder ein anderes –, hängt vom Institut ab. Wer bei derselben Bank bereits identifiziert ist, muss den Schritt in der Regel nicht wiederholen.
  3. Zugangsdaten abwarten. Sie kommen je nach Bank per Post oder digital. Das ist meist der Schritt, der am längsten dauert.
  4. Freistellungsauftrag erteilen. Am besten sofort, damit Zinsen von Anfang an bis zum Sparerpauschbetrag steuerfrei bleiben.
  5. Geld überweisen. Vom Referenzkonto auf das neue Konto – ab dann laufen die Zinsen.

Ein Tagesgeldkonto eröffnen ist damit keine große Sache; der Aufwand liegt bei etwa einer halben Stunde plus Wartezeit. Wer den Freistellungsauftrag gleich mitgibt, spart sich spätere Korrekturen – wie er richtig verteilt wird, steht unter Freistellungsauftrag und Sparerpauschbetrag.

Konto ohne Girokonto?

Ein Tagesgeldkonto ohne Girokonto ist praktisch nicht möglich, weil ein Referenzkonto verlangt wird. Es muss nicht bei derselben Bank liegen – regelmäßig aber auf denselben Kontoinhaber lauten. Welche Anforderungen im Einzelnen gelten, steht in den Bedingungen des jeweiligen Instituts.

Mindestanlage, Höchstbetrag und die 100.000-Euro-Grenze

Vor der Eröffnung lohnt der Blick auf zwei Grenzen. Die Mindestanlage liegt beim Tagesgeld häufig bei null, beim Festgeld verlangen viele Banken einen vierstelligen Betrag – wie hoch, steht im jeweiligen Angebot und ändert sich öfter, als eine Ratgeberseite nachziehen könnte.

Der Höchstbetrag ist der interessantere Wert. Manche Banken deckeln die verzinste Summe oder zahlen oberhalb einer Grenze einen niedrigeren Satz – wer größere Beträge anlegt, sollte das vorher prüfen. Davon zu unterscheiden ist die Sicherungsgrenze: Erstattungsfähige Einlagen sind EU-weit bis 100.000 Euro je Einleger und Kreditinstitut geschützt. Wer mehr anlegen möchte, verteilt auf mehrere rechtlich selbstständige Institute – die Einzelheiten stehen unter Einlagensicherung.

Referenzkonto: was ist das, wofür es dient und Referenzkonto ändern

Das Referenzkonto ist das Girokonto, das du bei der Eröffnung hinterlegst. Auszahlungen gehen grundsätzlich dorthin zurück. Wie es sich mit Einzahlungen verhält, unterscheidet sich je Bank – manche akzeptieren nur Überweisungen vom Referenzkonto, andere sind flexibler.

Diese Konstruktion ist bewusst so gebaut. Sie erschwert es, Geld von einem Sparkonto an ein fremdes Konto umzuleiten – selbst wenn Zugangsdaten in falsche Hände geraten. Ein Sparkonto ist deshalb kein Konto für den Zahlungsverkehr; Lastschriften und Überweisungen an Dritte sind nicht vorgesehen.

Referenzkonto ändern ist bei praktisch allen Banken möglich, aber selten mit einem Klick erledigt. Weil sich damit der Auszahlungsweg ändert, verlangen viele Institute eine gesonderte Bestätigung – eine Freigabe im Banking, eine Unterschrift per Post oder ein erneutes Ident-Verfahren. Plane dafür einige Tage ein, gerade wenn du ohnehin dein Girokonto wechselst.

Bevor du eröffnest, lohnt der Blick auf das Feld: Unsere Übersicht stellt Tagesgeld, Festgeld, Depots und Broker nebeneinander – mit den Anbietern, die wir geprüft haben.

Tagesgeld, Festgeld, Depot und Broker vergleichenAlle Anbieter auf einen Blick, sortiert nach Anlageform

VideoIdent oder PostIdent: die Legitimation

Bei Neukunden ist eine Identifizierung gesetzlich vorgeschrieben. Welches Verfahren angeboten wird, entscheidet die Bank – zwei sind üblich:

MerkmalVideoIdentPostIdent
AblaufVideogespräch mit AusweisIdentifizierung in der Postfiliale
DauerMeist wenige MinutenAbhängig vom Filialbesuch
VoraussetzungKamera, stabile Verbindung, gültiger AusweisGültiger Ausweis, Coupon der Bank
ZeitenJe nach Anbieter auch abendsÖffnungszeiten der Filiale

Welche Verfahren angeboten werden, entscheidet die jeweilige Bank.

Für Konten auf den Namen eines Kindes gelten Besonderheiten: Dort legitimieren sich die gesetzlichen Vertreter, und es wird ein Nachweis über die Vertretungsberechtigung verlangt. Wie sich Kinderkonto, Freibetrag und Anlage kombinieren lassen, steht unter Für dein Kind sparen.

Tagesgeldkonto kündigen und auflösen: Frist, Ablauf, Auszahlung

Wer sein Tagesgeldkonto kündigen will, hat es einfach. Tagesgeld hat keine Kündigungsfrist und ist an keine Laufzeit gebunden – du kannst jederzeit kündigen oder das Guthaben schlicht abziehen.

Je nach Bank genügt ein Klick im Online-Banking, andere verlangen ein Schreiben mit Name, Kontonummer und Unterschrift. Nach Eingang wird das Guthaben samt aufgelaufener Zinsen auf das Referenzkonto überwiesen, meist binnen weniger Bankarbeitstage.

Ein Konto muss dabei nicht immer gekündigt werden: Ein leeres Tagesgeldkonto kostet in der Regel nichts. Wer Ordnung halten will, löst es trotzdem auf – der Freistellungsauftrag wird davon unabhängig angepasst.

Festgeld kündigen: wann, Festgeldkonto auflösen und vorzeitig kündigen

Die Frage, wann man Festgeld kündigen kann, hat zwei Antworten: zum Laufzeitende problemlos, während der Laufzeit meist gar nicht. Hier passieren die teuren Fehler.

Die automatische Verlängerung. Viele Festgeldverträge enden am Laufzeitende nicht von selbst, sondern verlängern sich, wenn du nicht widersprichst. Das nennt sich Prolongation. Wie lange die neue Laufzeit dauert, richtet sich nach den Vertragsbedingungen – häufig entspricht sie der ursprünglichen. Der neue Zins ist der dann geltende und kann deutlich niedriger ausfallen. Die Fristen reichen je nach Anbieter von wenigen Bankarbeitstagen bis zu mehreren Wochen vor Ablauf.

Der teuerste Fehler in diesem Feld

Notiere den Kündigungstermin direkt bei Vertragsabschluss im Kalender – oder schließe die automatische Verlängerung von vornherein aus, wenn die Bank das anbietet. Wer die Frist verpasst, ist erneut gebunden – wie lange, steht in den Vertragsbedingungen, und möglicherweise zu einem deutlich schlechteren Zins.

Vorzeitige Kündigung. Eine ordentliche Kündigung während der Laufzeit ist beim Festgeld in der Regel nicht vorgesehen – die Bank kalkuliert fest mit dem Geld. Eine Kündigung aus wichtigem Grund nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch kommt in Betracht, setzt aber immer eine Prüfung des Einzelfalls voraus – ein Automatismus ist damit nicht verbunden. Maßgeblich sind zunächst die Vertragsbedingungen deiner Bank. Darüber hinaus lassen manche Banken eine vorzeitige Auflösung im Einzelfall zu. Die Kosten dafür, wenn du Festgeld vorzeitig kündigen darfst, bestehen dann meist im Verlust der aufgelaufenen Zinsen, einem Zinsabschlag oder einer Bearbeitungsgebühr.

Widerruf. Bei Finanzdienstleistungen im Fernabsatz besteht in der Regel ein vierzehntägiges Widerrufsrecht. Die Frist beginnt allerdings nicht zwingend mit dem Vertragsschluss, sondern erst, wenn dir Vertragsbedingungen, Allgemeine Geschäftsbedingungen und die vorgeschriebenen Informationen vorliegen. Welche Folgen ein Widerruf hat – etwa ob und in welcher Höhe Wertersatz anfällt –, richtet sich nach dem Vertrag; maßgeblich ist die Widerrufsbelehrung.

Wer die feste Bindung von vornherein vermeiden will, findet in Kündigungsgeld und Flexgeld eine Zwischenstufe: keine Laufzeit, sondern eine Kündigungsfrist. Die Grundlagen zu Bindung und Laufzeiten stehen unter Festgeld: Laufzeiten und Fallen.

Tagesgeldkonto wechseln: warum es beim Sparkonto anders läuft als beim Girokonto

Beim Girokonto gibt es eine gesetzlich geregelte Kontowechselhilfe: Die neue Bank holt Daueraufträge und Lastschriften ein und informiert Zahlungspartner. Für Sparkonten gilt das nicht. Die Regelung betrifft Zahlungskonten – ein Tagesgeld- oder Festgeldkonto fällt nicht darunter.

Ein Tagesgeldkonto wechseln heißt deshalb: neu eröffnen und alt kündigen. Praktisch ist das trotzdem einfach, nur eben in Handarbeit:

  1. Neues Konto eröffnen und legitimieren, bevor du irgendetwas kündigst.
  2. Geld überweisen – vom alten Konto auf das Referenzkonto, von dort auf das neue Konto. Ein Direktübertrag zwischen zwei Sparkonten ist meist nicht vorgesehen.
  3. Freistellungsauftrag anpassen. Beim alten Institut lässt er sich im laufenden Jahr nur bis auf den dort bereits genutzten Betrag senken – vollständig widerrufen nur, wenn noch nichts verbraucht wurde. Den frei gewordenen Teil erteilst du beim neuen Institut.
  4. Altes Konto kündigen, wenn dort nichts mehr liegt.

Ein Depotübertrag funktioniert anders – dort werden Wertpapiere tatsächlich übertragen, ohne sie zu verkaufen. Für Spareinlagen gibt es dieses Verfahren nicht.

Und der häufigste Anlass für einen Wechsel bleibt der Zins: Bestandszinsen bleiben oft zurück, während Neukundenangebote steigen. Warum das so ist und woran du die Richtung erkennst, steht unter Zinsentwicklung und Leitzins.

Anbieter mit unkomplizierter Eröffnung

Wie reibungslos die Eröffnung läuft, unterscheidet sich spürbar. Diese Anbieter aus unserem Bestand haben wir geprüft:

BBBank TagesgeldDeutsche Genossenschaftsbank, täglich verfügbar

Tagesgeld ohne Kündigungsfrist; der Steuerabzug erfolgt automatisch, ein Freistellungsauftrag kann erteilt werden. Einordnung im BBBank-Test.

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IKB direktTagesgeld und Festgeld unter einem Dach

Praktisch beim Wechsel, weil sich beweglicher und gebundener Teil bei einem Institut führen lassen. Grenzen des Angebots im IKB-Check.

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pbb direkt FestgeldFeste Zinsen mit deutscher Einlagensicherung

Wenn der Zins über die Laufzeit stehen soll – mit der üblichen Einschränkung, dass während der Bindung kein Zugriff besteht. Details im pbb-direkt-Überblick.

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Wer häufig wechselt, spart sich mit einer Zinsplattform die wiederholte Legitimation: ein Konto, ein Login, dahinter die Angebote mehrerer Banken. Wie das mit Steuer und Einlagensicherung funktioniert, steht unter Festgeld über eine Zinsplattform.

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Die häufigsten Fehler bei Eröffnung und Kündigung

Die Prolongation übersehen. Der teuerste Fehler – eine erneute Bindung zu einem Zins, den du so nicht gewählt hättest.

Das alte Konto vor dem neuen kündigen. Dann liegt das Geld unverzinst auf dem Girokonto, während die neue Eröffnung läuft.

Den Freistellungsauftrag beim alten Institut nicht anpassen. Der ungenutzte Teil blockiert Freibetrag, den du bei der neuen Bank brauchst. Beachte dabei, dass er nur bis auf den bereits verbrauchten Betrag gesenkt werden kann – und dass Kontokündigung und Freistellungsauftrag zwei getrennte Vorgänge sind.

Das Referenzkonto vergessen. Wird das hinterlegte Girokonto geschlossen, hängt die Auszahlung – ändere es vorher.

Bei Auslandsanbietern die Steuer übersehen. Bei ausländischen Anlagen erfolgt häufig kein deutscher Steuerabzug; ausländische Quellensteuer kann dennoch anfallen. was zu tun ist, steht unter ausländisches Tagesgeld und die Steuer.

Und bevor du bei einem unbekannten Anbieter eröffnest: Ein Angebot weit über dem Markt braucht eine nachvollziehbare Erklärung. Wie sich Anbieter in wenigen Minuten prüfen lassen, zeigt der Beitrag zum Erkennen von Anlagebetrug.

Häufige Fragen zu Eröffnung, Kündigung und Wechsel

Wie eröffne ich ein Tagesgeldkonto?

In der Regel vollständig online: Antrag ausfüllen, Referenzkonto angeben, bei Neukunden die Identität nachweisen – je nach Institut per VideoIdent, PostIdent oder einem anderen Verfahren –, Zugangsdaten abwarten, Geld überweisen. Der Vorgang dauert je nach Bank wenige Tage.

Was ist ein Referenzkonto?

Das Referenzkonto ist das Girokonto, das du bei der Eröffnung hinterlegst. Auszahlungen gehen grundsätzlich dorthin zurück – das ist zugleich ein Sicherheitsmerkmal, weil kein Geld an beliebige fremde Konten fließt. Regelmäßig muss es auf denselben Kontoinhaber lauten; die Anforderungen unterscheiden sich je Bank.

Kann ich das Referenzkonto später ändern?

Ja, das geht bei praktisch allen Banken. Weil damit der Auszahlungsweg geändert wird, verlangen viele Institute eine gesonderte Legitimation – etwa eine Freigabe im Banking, eine Unterschrift oder erneutes Ident-Verfahren. Plane dafür ein paar Tage ein.

Was ist der Unterschied zwischen VideoIdent und PostIdent?

Bei VideoIdent weist du dich per Videogespräch mit dem Ausweis nach, meist in wenigen Minuten. Bei PostIdent gehst du in eine Postfiliale und lässt dich dort identifizieren. VideoIdent ist schneller, PostIdent funktioniert ohne Kamera und stabile Verbindung.

Wie kündige ich ein Tagesgeldkonto?

Tagesgeld hat keine Kündigungsfrist und ist an keine Laufzeit gebunden. Die Kündigung erfolgt je nach Bank im Online-Banking oder schriftlich. Nach Eingang wird das Guthaben samt Zinsen auf das Referenzkonto überwiesen.

Kann ich Festgeld vorzeitig kündigen?

Eine ordentliche Kündigung während der Laufzeit ist beim Festgeld in der Regel nicht vorgesehen – die Bank kalkuliert fest mit dem Geld. Eine Kündigung aus wichtigem Grund nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch kommt in Betracht, erfordert aber stets eine Prüfung des Einzelfalls. Maßgeblich sind zunächst die Vertragsbedingungen; manche Banken lassen eine vorzeitige Auflösung zu, meist gegen Zinsverlust oder Gebühr.

Was ist eine Prolongation?

Viele Festgeldverträge verlängern sich am Laufzeitende automatisch zum dann geltenden Zinssatz; die neue Laufzeit richtet sich nach den Vertragsbedingungen und entspricht häufig der ursprünglichen. Wer das nicht will, muss rechtzeitig kündigen. Die Fristen reichen je nach Anbieter von wenigen Bankarbeitstagen bis zu mehreren Wochen vor Ablauf.

Gibt es beim Festgeld ein Widerrufsrecht?

Bei Finanzdienstleistungen im Fernabsatz besteht in der Regel ein vierzehntägiges Widerrufsrecht. Die Frist beginnt nicht zwingend mit dem Vertragsschluss, sondern erst, wenn dir Vertragsbedingungen, AGB und die vorgeschriebenen Informationen vorliegen. Die Folgen eines Widerrufs richten sich nach dem Vertrag – maßgeblich ist die Widerrufsbelehrung.

Wie wechsle ich zu einer Bank mit besseren Zinsen?

Ein Tagesgeldkonto wird nicht übertragen, sondern neu eröffnet: neues Konto anlegen, Geld vom Referenzkonto dorthin überweisen, altes Konto kündigen. Die gesetzliche Kontowechselhilfe gilt für Zahlungskonten, also Girokonten – nicht für Sparkonten.

Kann ich mehrere Tagesgeldkonten haben?

Ja, bei verschiedenen Banken problemlos. Bei ein und derselben Bank ist oft nur ein Konto je Person vorgesehen. Mehrere Konten bei verschiedenen Instituten sind auch der Weg, um Beträge oberhalb der Sicherungsgrenze zu verteilen.

Was passiert mit dem Freistellungsauftrag beim Wechsel?

Er gilt nur bei dem Institut, dem er erteilt wurde, und wandert nicht automatisch mit. Beim alten Institut lässt er sich im laufenden Jahr nur bis auf den dort bereits genutzten Betrag senken; ein vollständiger Widerruf geht nur, solange nichts verbraucht wurde. Den frei gewordenen Teil erteilst du bei der neuen Bank. Kontokündigung und Freistellungsauftrag sind dabei getrennte Vorgänge.

Wie lange dauert die Auszahlung nach der Kündigung?

Beim Tagesgeld sind es meist ein bis wenige Bankarbeitstage. Beim Festgeld erfolgt die Auszahlung zum Laufzeitende, ebenfalls binnen weniger Tage. Bei Anlagen über eine Plattform kommt der Weg über das Verrechnungskonto hinzu.

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Transparenz: Dieser Beitrag beschreibt die üblichen Abläufe bei Eröffnung, Kündigung und Wechsel von Sparkonten und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Maßgeblich sind die Bedingungen deiner Bank und dein konkreter Vertrag. Einige Links sind Partnerlinks; bei einem Abschluss kann alarm.de eine Vergütung erhalten, für dich ändert sich nichts.
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